30. November 2007

Ökolandbau in Deutschland wächst weiter

Bonn (agrar.de) – Der ökologische Landbau in Deutschland ist weiter auf Wachstumskurs.
Nicht nur die Zahl der Betriebe, auch die nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftete Fläche ist weiter gewachsen.

Wie der Rheinische Landwirtschafts-Ver­band (RLV) mitteilt, wurden nach Berechnungen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) 2004 in Deutschland noch 16.603 Biobetriebe gezählt, bis 2005 stieg ihre Zahl um 2,5 Prozent auf 17.020 Bio-Bauernhöfe.

Im vergangenen Jahr wirtschafteten bereits 17.557 Landwirte nach den Kriterien des ökologischen Landbaus, damit hat ihre Zahl um weitere rund 3,2 Prozent gegenüber 2005 zugenommen. Gemessen am Umfang der gesamten Landwirtschaft spielen die Ökobetriebe trotz der seit Jahren zu beobachtenden Wachstumsraten jedoch immer noch eine eher geringe
Rolle: Ihr Anteil an der gesamten Anzahl aller landwirtschaftlichen Betriebe lag 2006 bei 4,62 Prozent.

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche ist 2006 ebenfalls weiter gewachsen, und zwar um 2,2 Prozent auf nunmehr 825.539 ha. Damit wurde im vergangenen Jahr 4,87 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet. Die Anbaufläche von Biogetreide ist im vergangenen Jahr allerdings um 3,2 Prozent auf 179.000 ha geschrumpft, der Getreideanteil auf Deutschlands Bioflächen ist zuletzt auf 22 Prozent gesunken. Die deutlich höhere Nachfrage und die steigenden Preise könnten nach Ansicht von Marktbeobachtern im kommenden Jahr allerdings wieder mehr Biobauern zum Anbau von Getreide bewegen. Eingeschränkt wurde auch der Anbau von Hülsenfrüchten, und zwar um fast 7 Prozent auf 28.000 ha, während die Ökolandwirte den Anbau von Kartoffeln um 12 Prozent auf 7.500 ha ausweiteten. Der Ökoanteil an der deutschen Kartoffelanbaufläche beträgt mittlerweile rund
2,7 Prozent.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Bundesrat für Förderung von Biogas

Themen: Biogas,Energie,Förderung — info @ 17:11

Berlin (agrar.de) – In einer Entschließung setzt sich der Bundesrat für verbesserte Rahmenbedingungen zur Einspeisung von Biogas in das allgemeine Erdgasnetz ein. Er bittet die Bundesregierung, die rechtlichen Voraussetzungen so zu gestalten, dass eine Vorranglösung für die Abnahme des aufbereiteten Biogases tatsächlich erzielt wird. Durch die Einspeisung von Biogas könnten zusätzliche Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien in der Kraftwärmekopplung erschlossen und damit ein verbesserter Gesamtwirkungsgrad erreicht werden.

Der Bundesrat fordert zudem, weitere wirtschaftliche Förderinstrumente für die Nutzung von Biogas als Kraftstoff zu entwickeln. Gegenüber der geringen Besteuerung von Erdgas biete die derzeitige Steuerbefreiung für Biogas als Kraftstoff keinen ausreichenden Anreiz, heißt es zur Begründung.

Links zum Thema Biogas.

Bundesrat für flexiblere Milchquotenregelung

Themen: Agrarstruktur,EU,GAP,Handel,Milch,Rinder — info @ 17:11

Berlin (agrar.de) – In einer heute beschlossenen Entschließung spricht sich der Bundesrat dafür aus, das System der europäischen Milchquotenregelung zu flexibilisieren, um leistungsfähigen Milchviehbetrieben Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen. Das Milchquotensystem, dass für alle EU-Mitgliedstaaten feste Produktionsanteile festlegt, wurde wegen der Überproduktion von Milch 1984 eingeführt und läuft 2014/15 aus.

Nach Ansicht des Bundesrates ist die restriktive Quotierung angesichts der derzeit guten Marktlage für Milch und Milchprodukte nicht mehr zeitgemäß. Auf diese neue Situation und auf den Ausstieg aus der Quotierung müssten die landwirtschaftlichen Betriebe vorbereitet werden.

Die Bundesregierung soll sich daher auf Gemeinschaftsebene für eine Senkung der Superabgabe – der Sanktionszahlung für Mehrproduktion – und für eine EU-weite Saldierung von Unter- und Überlieferung des Milchkontingents einsetzen.

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29. November 2007

Niedersachsen: Rübenanbauer brachten Rekordernte ein

Zuckerertrag so hoch wie noch nie – Ernteprobleme durch nassen Herbst

Hannover (agrar.de) – Die letzten Rüben sind gerade gerodet, inzwischen steht nach Angaben des Landvolks Niedersachsen aber bereits fest, dass es eine Rekordernte war. Nach der schlechten Rübenernte im vergangenen Jahr übertrifft jetzt der Rübenertrag von durchschnittlich 61,1 Tonnen (t) je Hektar (ha) das langjährige Mittel von 55,7 t je ha deutlich.

Zwar fiel der Zuckergehalt der Rüben mit 17,2 Prozent etwas niedriger aus als im Durchschnitt der vergangenen Jahre mit 17,5 Prozent, dank des hohen Massenertrages der Rüben liegt der durchschnittliche Zuckerertrag mit 10,5 t pro ha aber so hoch wie noch nie. Insgesamt dürften im Gebiet der Nordzucker, das neben Niedersachsen auch noch Flächen in Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern umfasst, nach Schätzungen des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) 8,6 Mio. t Rüben geerntet worden sein nach 6,3 Mio. t im vergangenen Jahr, die Zuckererzeugung stieg von 1,0 auf 1,3 Mio. t.

Die größere Erntemenge ist nicht nur auf den höheren Ertrag zurückzuführen, sondern auch auf die Ausweitung der Anbaufläche, die von 117.000 ha im vergangenen Jahr auf 141.000 ha vergrößert wurde. Mit gut 100.000 ha Rübenanbaufläche, die das niedersächsische Landesamt für Statistik für das Anbaujahr 2007 ermittelt hat, liegt der größte Teil in Niedersachsen. Insbesondere der erstmalige Anbau von 20.000 ha Rüben für die Bioethanolgewinnung hat zur Flächenausdehnung beigetragen. Die Ethanolrüben sollen im neu errichteten Bioethanolwerk in Klein Wanzleben sowie in der zum dänischen Danisco-Konzern gehörenden Fabrik in Anklam verarbeitet werden.

Höher als sonst ist indes auch der Schmutzanteil der Rüben. Mit ungefähr zehn Prozent Erdanhang ist die Verschmutzung deutlich höher als im vergangenen Jahr mit 7,5 Prozent. Der Grund: Im nassen Herbst hatten die Bauern große Probleme, die süßen Früchte aus der Erde zu bekommen, weil die Äcker nach starken Regenfällen häufig nicht befahrbar oder sogar vom Hochwasser überflutet waren. Deshalb konnten die Rodearbeiten erst zwei Wochen später als sonst beendet werden. Wegen der großen Erntemenge wird die Verarbeitungskampagne in den Zuckerfabriken erst Anfang Januar statt zu Weihnachten beendet sein. Zurzeit produziert die Nordzucker nach der Schließung des Werkes in Groß Munzel im vergangenen Jahr noch an sechs Standorten in Uelzen, Clauen, Schladen, Nordstemmen sowie in Klein Wanzleben (Sachsen-Anhalt) und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern). Die Zuckerfabrik in Güstrow soll nach dem Ende der jetzt laufenden Kampagne allerdings geschlossen werden.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine,Statistik — info @ 11:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 460 angebotenen Schweinen alle Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,35 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,34 Euro bis 1,35 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

EU: Immer weniger Landwirte erzeugen Milch

Zahl der Milchviehhalter in der EU-25 sank um acht Prozent auf 808.162
Hannover (agrar.de) – In der EU erzeugen immer weniger Landwirte Milch. Im Quotenjahr 2006/07 (1.4. bis 31.3.) ist die Zahl der Milchlieferanten in den 25 Mitgliedstaaten auf 808.162 gesunken, zitiert der Landvolk-Pressedienst Zahlen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn. Das waren rund 70.800 oder acht Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Besonders viele Milchviehhalter haben in den zehn neuen Beitrittsländern diesen Betriebszweig aufgegeben, mit 366.526 wurden dort gut elf Prozent weniger Milcherzeuger gezählt als in 2005/06. Dort besteht offensichtlich noch ein erheblicher Anpassungsbedarf an die neuen Marktgegeben-heiten. Deutlich langsamer schritt der Strukturwandel in den bisherigen 15 Mitgliedstaaten fort, wo mit 441.636 gut fünf Prozent weniger Landwirte Milchkühe hielten als im vorigen Quotenjahr.

In Deutschland hat die Zahl der Milcherzeuger ebenfalls noch einmal abgenommen. Im Mai 2006 hielten hierzulande noch 105.800 Landwirte Milchvieh, das waren rund vier Prozent weniger als im Jahr zuvor. Aktuell produzieren laut Bundeslandwirtschaftministerium noch 102.203 Landwirte in Deutschland Milch.

Die Zahl der Milchkühe sank in Deutschland ebenfalls weiter, wenn auch längst nicht im gleichen Maß wie die ihrer Halter. Die Vieh-zählung im Mai 2007 registrierte mit 4,07 Millionen Kühen sogar nur rund 0,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit werden im Durchschnitt rund 39,8 Milchkühe je Betrieb gehalten. Ebenfalls nur gering ist die Zahl der Kühe im ‚Milchland Niedersachsen‘ gesunken; sie ging um 0,5 Prozent auf derzeit 704.700 Tiere zurück. Der bundesweite Bestandsabbau konnte durch einen weiteren Anstieg der Milchleistung nicht vollständig kompensiert werden.

In der Folge sank die Milchanlieferung an die Molkereien deutlich, so dass die deutschen Milcherzeuger ihre Vorgaben durch die EU-Quotenregelung im Quotenjahr 2006/07 fast auf den Punkt genau getroffen hatten. Die Milcherzeuger in Dänemark, Zypern, Luxemburg und den Niederlanden haben es ebenfalls geschafft, ihre Referenzmengen um weniger als ein Prozent zu überschreiten. Dagegen lieferten die italienischen Milcherzeuger sechs Prozent mehr Milch ab als erlaubt und die Landwirte in Österreich überschritten ihre Quote um 3,3 Prozent. Da in anderen EU-Ländern die Referenzmengen jedoch zum Teil deutlich unterschritten wurden, wurde die Gesamtquote der EU im zweiten Jahr in Folge nicht voll ausgenutzt.

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28. November 2007

Baden-Württemberg: Waldzustandsbericht 2007

Themen: Baden-Württemberg,Statistik,Waldbericht — info @ 20:11

Leichter Rückgang der Waldschäden im Vergleich zum Vorjahr – Bodenschutzkalkung zur Stabilisierung des Waldes notwendig

Stuttgart (agrar.de) – ‚Die Gefährdung des Waldes durch Klimawandel und Luftschadstoffe stellt für Baden-Württemberg eine besondere Herausforderung dar. Der Wald ist mit knapp 1,4 Millionen Hektar und damit fast 39 Prozent der Landesfläche die dominierende Landschaftsform im Südwesten. Er ist der wichtigste Naherholungsraum, Basis für den vielfältigen Fremdenverkehr, Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen sowie Grundlage für die Holzwirtschaft. Ein Drittel des in Deutschland erzeugten Schnittholzes kommt aus Baden-Württemberg. Die Erhaltung des Waldes ist eine vordringliche gesellschaftliche Aufgabe. Die Landesregierung verfolgt seine Entwicklung daher besonders aufmerksam und unterstützt Maßnahmen zur Stabilisierung und Verbesserung des Waldzustandes.‘ Dies sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauk in Stuttgart bei der Bekanntgabe der Ergebnisse des Waldzustandsberichts 2007.

Zustand trotz Rückgang des Nadel- und Blattverlustes kritisch

Wie die aktuelle Erhebung zeigt, ist die deutlich geschädigte Waldfläche 2007 um knapp fünf Prozentpunkte auf 40,2 Prozent gesunken, teilte Minister Hauk mit. Auch der mittlere Nadel- und Blattverlust sei um knapp einen Prozentpunkt auf nunmehr 25,8 Prozent zurückgegangen. Der Nadel- und Blattverlust bleibe damit auch im Jahr 2007, im vierten Jahr in Folge, über der Marke von 25 Prozent der Waldfläche.

Damit sei der Zustand des Waldes nach wie vor kritisch. Der Rückgang der deutlich geschädigten Waldfläche und des mittleren Nadel- und Blattverlustes sei in erster Linie auf die günstigen Witterungsbedingungen im Sommer 2007 mit milden Temperaturen, häufigen Niederschlägen und die deutlich geringere Blüh- und Fruchtintensität zurück zu führen.

Folgen des Klimawandels machen anfälliger für Luftschadstoffe und Insektenschäden

Das weiterhin hohe Schadensniveau zeige, wie stark einzelne Baumarten noch immer unter den Folgen der extremen Trocken-und Hitzeperiode des Jahres 2003 litten, sagte Minister Hauk. Die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Waldzustand seien neben der Witterung Stoffeinträge durch Luftverschmutzung und biotische Schädigungen. ‚Mit Blick auf den Klimawandel müssen wir davon ausgehen, dass die Belastungen für den Wald durch lang anhaltende Trockenheit und Hitzeextreme in der Zukunft zunehmen. Dadurch wird der Wald anfälliger für Luftschadstoffe und Insektenschäden‘, betonte Minister Hauk.

Gegenmaßnahmen: Konsequente Förderung von Mischwäldern, intensive Waldpflege und Bodenschutzkalkungen

Auf diese Entwicklung müssten sich Waldbesitzer und Forstleute einstellen und naturnahe, vielfältige Mischwälder weiter konsequent fördern, sagten Ministerpräsident Günther H. Oettinger und Minister Peter Hauk. Deren Vitalität steige zusätzlich durch eine intensive Waldpflege. Regelmäßige Durchforstungen bereits in jungen Beständen führten zu kräftigen Bäumen mit großen Kronen und einem gut ausgeprägtem Wurzelwerk. Es sei daher ein Trugschluss zu glauben, man müsse die Waldwirtschaft und die Holznutzung wegen des unbefriedigenden Waldzustandes einschränken. ‚Das Gegenteil ist der Fall, die Waldpflege stärkt die Widerstandskraft der Wälder. Jeder der Holz verwendet, unterstützt damit auch die Pflege der Wälder‘, unterstrich Hauk.

Minister Hauk wies darauf hin, dass außerdem eine unnatürliche Versauerung der Waldböden durch Schadstoffeinträge mit Bodenschutzkalkungen verhindert werden müssten. Deren stabilisierende Wirkung auf den Waldzustand sei nachgewiesen.

Waldschäden zeigen Notwendigkeit eines konsequenten Klimaschutzes

‚Der Waldzustand macht deutlich: Klimaschutz ist unverzichtbar und dringender denn je. Der Abschlussbericht des UN-Klimarates hat klar gezeigt, dass ein gravierender Klimawandel nur durch konsequentes Handeln gebremst werden kann. Wir müssen jetzt gegensteuern. Alles andere wäre unverantwortlich gegenüber den nachfolgenden Generationen und hätte gravierende Auswirkungen auf das Ökosystem der Erde. Wir müssen weltweit endlich zu einem gemeinsamen und wirksamen Handeln kommen und den Ausstoß der Klimagase begrenzen‘, betonten Ministerpräsident Oettinger und Minister Hauk.

Angesichts des laufenden Klimawandels sei verstärkt auf den Einsatz erneuerbarer Energien zu setzen, sagten Ministerpräsident Oettinger und Minister Hauk. Auch hier komme dem Wald und damit der Holzwirtschaft große Bedeutung zu. ‚Hier sind wir in Baden-Württemberg bereits auf einem guten Weg. Rund zwölf Prozent beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung. Bis zum Jahr 2020 soll jede fünfte Kilowattstunde mit erneuerbaren Energien erzeugt werden‘, sagten der Ministerpräsident und der Minister.

Regionalspezifische Untersuchung der Auswirkung des Klimawandels auf Baumarten

Im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wälder in Baden Württemberg verwies Minister Hauk auf ein Projekt der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt. Dabei würden die Auswirkungen des Klimawandels auf die einzelnen Baumarten regionalspezifisch untersucht. Ein Hinweis auf die Bedeutung der Reduktion der Treibhausgase und der Luftverschmutzung insgesamt seien die Erhebungen zum Waldzustand seit 1983. Sie hätten gerade in den letzten Jahren gezeigt, dass der Einfluss der Witterung auf den Gesundheitszustand der Wälder erheblich zugenommen habe.

Ergebnisse der Waldschadensinventur 2007:

Die terrestrische Waldschadensinventur, die 2007 auf einem verdichteten Stichprobennetz von 8 x 8 Kilometer durchgeführt wurde, erlaubt statistisch abgesicherte Aussagen zu den Hauptbaumarten Fichte, Tanne, Buche und Eiche, sowie den Hauptregionen in Baden-Württemberg (Schwarzwald, Neckarland, Schwäbische Alb und Südwestdeutsches Alpenvorland). Im Durchschnitt am stärksten geschädigt sind die Bäume im Südwestdeutschen Alpenvorland mit einem mittleren Nadel-/ Blattverlust von 26,5 Prozent (Neckarland 26,2, Schwarzwald 26,0 und Schwäbische Alb 23,4). Der Unterschied im Schädigungsgrad in den vier Hauptregionen ist mit 3,1 Prozentpunkten relativ gering. Die Inventur wurde unter Leitung der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg durchgeführt.

Trend der Entwicklung bei verschiedenen Baumarten:

– Die Eiche ist mit einem mittleren Blattverlust von 33,4 Prozent im Jahr 2007, das sind 1,1 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, die am stärksten geschädigte Baumart. Die Vitalität der Eichen wurde durch Blatt fressende Raupen zusätzlich belastet.

– Deutlich erholt hat sich die Buche (um 5,5 Prozentpunkte) auf 27,5 Prozent, nachdem sich das Schadensniveau nach dem Trockensommer 2003 drastisch erhöht hatte. Zur Entspannung der Gesamtsituation führt vor allem die deutlich erkennbare Verbesserung des Kronenzustandes bei stärker geschädigten Buchen.

– Der Kronenzustand von Tanne und Fichte hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert bis leicht verbessert. Der mittlere Nadelverlust der Tanne ist mit 22,7 Prozent um einen Prozentpunkt geringer als im Vorjahr. Der mittlere Nadelverlust der Fichte beträgt 25,3 Prozent (minus 0,1 Prozentpunkte). Nur in der Region Oberschwaben/Alpenvorland ist der Zustand der Fichte weiterhin kritisch. Über 45 Prozent aller Fichten sind hier nach wie vor deutlich geschädigt.

Links zum Thema Wald und Forst,
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Grüne: Neue Export-Subventionen für Schweinefleisch belohnen Tierfabriken

Themen: EU,Fleisch,Förderung,Handel,Industrie,Schweine — info @ 14:11

Berlin (agrar.de) – Zu den Plänen der EU-Kommission, Exporterstattungen für Schweinefleisch wieder einzuführen, erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin der Grünen im Bundestag für Ernährungspolitik und Verbraucherfragen:

‚Die Wiedereinführung von Subventionen zur Exporterleichterung von Schweinefleisch ist ein falsches Signal. Es kann nicht sein, dass das Fleisch aus den neuen Megamast-Anlagen den Markt überschwemmt und damit zu einem Preisverfall beiträgt, während gleichzeitig Geld der Steuerzahlerinnen und -zahler zur Beseitigung von deren Übermengen verwendet wird. Damit werden die Auswirkungen von Massentierhaltung und die in den Riesen-Mastanlagen verursachten Marktverzerrungen auch noch belohnt.

Stattdessen sollte die Bundesregierung sich dafür einsetzen, dass die bäuerliche, ökologische oder artgerechte Tierhaltung, wie auch ‚Neuland‘, durch vernünftige Qualitätssicherungsprogramme mit Mitteln aus der zweiten Säule der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik oder den Gemeinschaftsausgaben Agrarstruktur und Küstenschutz unterstützt wird. Denn diese Betriebe müssen dringend die notwendige Rückendeckung für ihre gestiegenen Betriebskosten wie Futter und Energie erhalten.

Wir fordern im Bundeshaushalt die Aufstockung um 195 Mio. Euro und unterstützen den Vorschlag der EU-Kommission zur Verbesserung der Finanzausstattung der zweiten Säule.

In den vergangenen Monaten wurden vor allem in Ostdeutschland gegen den großen Widerstand der Bevölkerung Tierfabriken mit bis zu 85.000 Mastplätzen gebaut.‘

Links zum Thema Politik.

26. November 2007

EU-Kommission schlägt Aussetzung der Einfuhrzölle auf Getreide vor

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat heute die Aussetzung der Einfuhrzölle auf alle Getreidesorten außer Hafer bis zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres am 30. Juni 2008 vorgeschlagen. Dies ist eine Reaktion auf die außergewöhnlich angespannte Lage auf den Getreidemärkten weltweit und in der EU sowie auf die Rekordpreise für Getreide. Obwohl schon jetzt der Außenschutz bei Getreide verhältnismäßig niedrig ist, werden weiterhin Einfuhrzölle für bestimmte Getreidearten erhoben, die für das Gleichgewicht auf dem EU-Markt wichtig sind. Der Vorschlag muss vom Ministerrat gebilligt werden, vorzugsweise auf der am 18. Dezember beginnenden Tagung.

‚Ich hoffe, dass dieser Vorschlag dazu beitragen wird, die Getreideeinfuhren aus Drittländern zu erleichtern und Spannungen auf den europäischen Getreidemärkten abzubauen‘, erklärte Kommissionsmitglied Mariann Fischer Boel, zuständig für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. ‚Die Getreideernte in Europa ist mäßig ausgefallen und die Preise sind sowohl auf dem europäischen Markt als auch auf dem Weltmarkt gestiegen. Obwohl der Außenschutz bei Getreide relativ niedrig ist, werden noch immer Einfuhrzölle für bestimmte Getreidesorten erhoben, die für das Gleichgewicht auf dem EU-Markt wichtig sind.‘

Lage der Getreidemärkte
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EU-Kommission schlägt Ausfuhrerstattungen für Schweinefleisch vor

Brüssel (agrar.de) – Mariann Fischer Boel, EU-Kommissarin für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, kündigte heute Schritte an, um angesichts der schwierigen Marktlage Ausfuhrerstattungen für Schweineschlachtkörper, Teilstücke und Schweinebäuche einzuführen.

Der Vorschlag geht noch diese Woche in den Verwaltungsausschuss. Die Erstattungen sollen für Ausfuhren unabhängig vom Bestimmungsort gezahlt werden. Gleichzeitig wird die Kommission die im vergangenen Monat eingeführte Beihilferegelung für die private Lagerhaltung aussetzten. Frau Fischer Boel wird die Agrarminister auf der heutigen Ratstagung Landwirtschaft über ihren Vorschlag unterrichten.

Auf der Tagung des Rates vom 22. Oktober teilte die EU-Kommissarin den Ministern mit, die Kommission werde die Marktlage weiterhin genau beobachten. Aufgrund der schwierigen Lage im EU-Schweinefleischsektor, die insbesondere auf die hohen Futtermittelkosten zurückzuführen ist, war am 29. Oktober eine Beihilferegelung für die private Lagerhaltung eingeführt worden, die auf großes Interesse der Marktbeteiligten stieß.

Seit dem 29. Oktober wurden Beihilfen für etwa 85.000 Tonnen beantragt, davon 16.000 Tonnen in Spanien, 14.000 Tonnen in Italien, 12.500 Tonnen in Dänemark und 12.000 Tonnen in Deutschland. Dadurch scheinen sich die Preise stabilisiert zu haben, jedoch haben sich die Margen bei den Futtermittelkosten im Vergleich zum Durchschnitt des Zeitraums 2002-2006 im Jahr 2007 um rund 65-70 Prozent verringert.

Auch der starke Rückgang des US-Dollar hat die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Ausführer, deren Hauptkonkurrenten die USA, Kanada und Brasilien sind, drastisch gesenkt. Zur Behebung der Schwierigkeiten der europäischen Schweineerzeuger erscheint die Regelung für die private Lagerhaltung daher als unzureichend.

Links zum Thema EU und Landwirtschaft.

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