17. Oktober 2007

Putenaufzucht in Deutschland: Vorbildlich und tiergerecht

Themen: Geflügel,Tierschutz,Verbände — info @ 20:10

Amtsveterinärin und Polizei bestätigen tiergerechte Putenhaltung in Vechta

Berlin (agrar.de) – Immer wieder geraten Putenhalter in das Visier von Tierrechtlern. Zu unrecht, wie aktuell in Vechta, Landkreis Cloppenburg, von amtlicher Seite bestätigt wurde. Hier hatte der Tierrechtsbund Aktiv mit Sitz in Bremen versucht, die heimischen Putenhalter in Misskredit zu bringen. So behaupteten die Tierrechtler, dass in einigen Ställen in Vechta die hohen Anforderungen des Tierschutzes in der Putenhaltung nicht eingehalten werden und brachten dies zur Anzeige – Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Kurz nach Aufgeben der Anzeige gegen den Putenhalter traf die Polizei in Begleitung der zuständigen Amtsveterinärin bei den Ställen ein und konnten keinerlei Missstände, weder hinsichtlich der tiergerechten Haltung noch in Bezug auf Hygienevorschriften, entdecken.

Hohe Tierschutzstandards in der deutschen Putenhaltung

Wer sich objektiv mit der Tierhaltung auseinandersetzt, stellt rasch fest, dass Tierschutz und moderne Wirtschaftsgeflügelhaltung sich bedingen. Nur zufriedene und gesunde Tiere sind Garant für eine optimale Fleischqualität. Deshalb haben die heimischen Putenerzeuger gemeinsam mit den Länderbehörden und Tierschutzorganisationen bundeseinheitliche Eckwerte schon 1999 entwickelt und verabschiedet.

Diese Eckwerte stellen detaillierten Anforderungen an die Haltung und die Tierbetreuung von Puten bzgl. Besatzdichte, Beschäftigungsmaterial und Versorgungseinrichtungen von Futter und Wasser.

‚Eine solche freiwillige Vereinbarung für eine tiergerechte Putenhaltung ist einmalig in Europa und übertrifft in tierschutzrechtlicher Hinsicht alle europäischen Standards.‘, so Dr. Thomas Janning, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Putenerzeuger. Für die heimischen Putenmäster hat der Tierschutz seit jeher oberste Priorität. Deshalb engagieren sie sich für eine tiergerechte Aufzucht und Haltung von Puten und optimieren diese gemeinsam mit Wissenschaftlern, Landesbehörden und gesellschaftlichen Gruppen. Der Verband würde es daher begrüßen, wenn der offene Dialog zwischen Tierschützern und Putenerzeugern weiterhin aufrechterhalten werden könnte und nicht immer wieder durch unhaltbare Verdächtigungen gestört würde.

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Studie zum Weiterbildungsverhalten in der Landwirtschaft

Themen: Bildung,Statistik — info @ 20:10

Bonn (agrar.de) – Erstmals in Deutschland haben die Andreas Hermes Akademie (AHA) und die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) in einer repräsentativen Marktforschungsstudie fast 860 landwirtschaftlich tätige Unternehmer nach ihrem Weiterbildungsverhalten gefragt. Das Ergebnis: Landwirte investieren in Weiterbildung, weil sie um deren Bedeutung für eine erfolgreiche Unternehmensführung wissen. ‚Gerade auch die Märkte der Landwirte und die Bedürfnisse der Verbraucher ändern sich schnell‘, sagt Hans-Benno Wichert, Bildungsbeauftragter des Deutschen Bauernverbandes und AHA-Kuratoriumsvorsitzender. ‚Wer seinen Betrieb darauf einstellen will, muss an seinen unternehmerischen Kompetenzen ständig weiterarbeiten‘.

71 Prozent der Landwirtinnen und Landwirte haben sich in den letzten fünf Jahren persönlich und/oder fachlich weitergebildet. Und dies, obwohl ihre Arbeitsbelastung ihnen dazu wenig Zeit lässt: Denn im Sommer arbeiten knapp die Hälfte der Landwirte zwischen 50 und 69 Stunden, 30 Prozent sogar 70 und mehr Stunden. Im Winter arbeiten sie im Schnitt zehn Stunden weniger. Hinderungsgrund, an Weiter-bildungsveranstaltungen teilzunehmen, sind darum vor allem die fehlende Zeit (71 Prozent), aber auch die Gebundenheit an den Betrieb (22 Prozent) und der Vorrang der Familie (19 Prozent).

Unternehmensentwicklung ist das Top-Thema Am meisten interessieren sich die befragten Landwirte für die Themen
– ‚Wettbewerb und Preisentwicklungen‘ (59 Prozent),
– ‚Technikentwicklung und Neuheiten‘ sowie
– ‚Unternehmensentwicklung/strategische Positionierung‘ (je 49 Prozent).

Auch bei der Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen stehen diese Themen ganz oben auf der Tagesordnung:
– ‚Unternehmensentwicklung/strategische Positionierung (39 Prozent),
– ‚Technikentwicklung/Neuheiten‘ (39 Prozent) sind die Tagungsrenner, gefolgt von
– ‚Umsetzung von EU- und nationalen Vorschriften (34 Prozent). Aber auch
– ‚Marketing‘ (34 Prozent),
– ‚Wettbewerb und Preisentwicklung‘ (29 Prozent),
– ‚Persönlichkeitsentwicklung‘ (20 Prozent) sowie
– ‚Gesprächs- und Verhandlungstechniken‘ (19 Prozent)
stehen bei den Landwirten hoch im Kurs.

Der Grund für diese Themenpräferenzen liegt auf der Hand: ‚Landwirte sind vor allem als Unternehmer gefordert‘, meint Dietmar Erlebach, Abteilungsleiter Marktforschung der CMA. ‚Sie müssen Produktion und Vermarktung genauso beherrschen wie Führung und Change Management.‘ Landwirte arbeiten für einen anspruchsvollen Markt und in hartem Wettbewerb.

Das verlangt den ganzheitlichen Unternehmer:
– ‚Fachliche Qualifikationen‘ (78 Prozent),
– ‚Persönlichkeit‘ (49 Prozent),
– ‚Managementkompetenzen‘ (30 Prozent) und
– ’soziale Kompetenzen‘ (22 Prozent) sind für die Landwirte die wichtigsten Fähigkeiten einer unternehmerisch tätigen Führungskraft.

‚Die Landwirte haben verstanden‘, resümiert AHA-Direktor Dr. Peter Pascher. ‚Unternehmertum ist mehr als Fachwissen. Es gehören auch überfachliche Qualifikationen dazu.‘ Dieses Interesse an überfachlicher Weiterbildung ist deutlich größer als bisher angenommen. Für Unternehmensentwicklung interessieren sich beispielsweise 49 Prozent der Befragten, für Gesprächstechnik 36 Prozent und für Persönlichkeitsentwicklung 33 Prozent.

Bildung macht expansionsfreudig

Die finanzielle Entwicklung (38 Prozent) und die betriebliche Veränderung (29 Prozent) sehen die befragten Landwirte als ihre größte unternehmerische Herausforderung an. Mit ihrem aktuellen Wissenstand sehen sich die Betriebsleiter dafür gut gerüstet. Sie geben sich selbst die Note 2,1. In diesem Markt besteht vor allem, wer sich bewegt: 30 Prozent der Befragten wollen ihren Betrieb in den nächsten drei Jahren vergrößern, 64 Prozent unverändert belassen und nur 6 Prozent verkleinern. Weiterbildungsteilnehmer planen deutlich expansiver (43 Prozent), Betriebsleiter mit Expansionsabsichten haben sich häufiger weitergebildet.

Die Studie wurde von der GLC Glücksburg Consulting AG, Hamburg, unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Gießen von Mai bis September 2007 durchgeführt. Mittels computergestützter Telefoninterviews und in Gruppendiskussionen wurden 858 Landwirte befragt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Andreas Hermes Akademie.

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RLV: Landwirte haben 54-Stunden-Woche

Themen: Arbeitsmarkt,Verbände,Wirtschaft — info @ 11:10

Bonn (agrar.de) – In der Landwirtschaft wird im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen länger gearbeitet. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn hin. So arbeiten nach Angaben des statistischen Bundesamtes selbständige Landwirte im Jahr 2005 durchschnittlich 53,9 Stunden in der Woche. Selbständige im Bereich des produzierenden Gewerbes kamen nur auf 45,4 Stunden während in der Gruppe der Selbstständigen aller Wirtschaftsbereiche die ermittelte Arbeitszeit mit 43,5 Stunden noch etwas kürzer war.

Eine Besonderheit stelle – so der RLV – die Gruppe der ‚mithelfenden Familienangehörigen‘ in der Landwirtschaft dar, die mit 33,4 Stunden Arbeitszeit in der Woche genau so lange arbeiten wie Angestellte (32,6) und Arbeiter (31,4) in anderen Wirtschaftsbereichen. Bei den mithelfenden Familienangehörigen handelt es sich nach Angaben des RLV vor allem um die Ehefrauen und Kinder der Landwirte, manchmal aber auch um die Eltern des Betriebsleiters oder andere Verwandte, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben lebten und arbeiten. Dies Personengruppe habe in keinem anderen Wirtschaftsbereich eine solche Bedeutung wie in der Landwirtschaft, betont der Verband. Vor allem in viehhaltenden Betrieben, aber auch insbesondere während der Erntezeit seien die Familienmitglieder unersetzlich, denn ohne sie könnte die auf den Höfen tägliche anfallende Arbeit in den meisten Fällen nicht bewältigt werden.

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DBV: Positive Stimmung in der Landwirtschaft verstetigt sich

Themen: Verbände,Wirtschaft — info @ 10:10

Neues Konjunkturbarometer bestätigt aber Einbruch in der tierischen Veredlung

Berlin (agrar.de) – Das wirtschaftliche Klima in der deutschen Landwirtschaft hat sich nach Information des Deutschen Bauernverbandes (DBV) auf hohem Niveau nochmals verbessert. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Erhebung des Konjunktur­baro­meters Agrar im September/Oktober 2007. Der Index, der sich aus der Einschätzung der aktuellen und der zukünftigen wirtschaftlichen Lage der Landwirte zusammensetzt, erreicht 38,3 Punkte nach 32,2 Punkten im Vorquartal.

Die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation insgesamt fällt im Vergleich zum Vorquartal deutlich besser aus aus. Insbesondere die Ackerbau sowie Milchvieh und Rinder haltenden Betriebe tragen die gute Stimmung. Einen herben Rückschlag vermelden jedoch die Schweine haltenden Veredelungsbetriebe. Insbesondere die Sauenhalter befinden sich in einer existenzbedrohlichen Situation. Der Optimismus ist aber insgesamt weiter auf dem Vormarsch: Schätzten im September 2006 lediglich 21 Prozent der Befragten ihre aktuelle wirtschaftliche Situation gut oder sehr gut ein, so waren dies aktuell 40 Prozent. Diese positive Stimmungsentwicklung ist gleichmäßig in allen Regionen Deutschlands festzu­stellen. Die Beurteilung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren wird ähnlich eingeschätzt, wie auch vor drei Monaten. Die Veredlungs­betriebe erwarten erfreulicherweise eine Verbesserung ihrer zuletzt anhaltend negativen wirtschaftlichen Entwicklung. Die Investitionsneigung der Landwirte befindet sich auf hohem Niveau. Sie verlagert sich deutlich zu Maschinen und Geräten hin.

Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird im Auftrag des DBV, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und des Bundesverbandes der Lohnunternehmen vierteljährlich erhoben. Im September/Oktober 2007 befragte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt dazu in einer repräsentativen Befragung rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmer zu ihrer wirtschaftlichen Lage und ihren Investitionsabsichten.

Die ausgewählten Grafiken zu diesem Konjunkturbarometer finden Sie hier.

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15. Oktober 2007

Starker Anstieg der Getreideeinfuhren

Themen: Futtermittel,Statistik,Verbände — info @ 09:10

Hauptlieferant von Getreide war Frankreich

Bonn (agrar.de) – Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde von Januar bis Juli 2007 Getreide im Wert von 776 Millionen Euro nach Deutschland einge­führt.

Nach Berechnungen des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT) wären das 40,6 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Menge nach betrachtet fiele der Anstieg mit einem Plus von 22,2 Prozent auf 3,4 Millionen Tonnen deutlich geringer aus. Die Zunahme des Importwertes wäre demnach vorrangig auf Preissteigerungen zurück­zuführen: So stiegen Die Einfuhrpreise für Getreide von Januar bis Juli 2007 im Vorjahres­vergleich um 30,1 Prozent.

Hauptbezugsquelle von Getreide war Frankreich mit einem Mengenanteil von 28 Prozent, gefolgt von Ungarn (15 Prozent). Importiert wurde überwiegend Mais (40 Prozent der Menge), gefolgt von Weizen (22 Prozent) und Gerste (18 Prozent).

Mais verteuerte sich nach Angaben des Verbandes von Januar bis Juli 2007 gegenüber dem Vorjahr um 23,6 Prozent, die Preise für Weizen zogen um 28,4 Prozent an, die für Gerste um 46,1 Prozent.

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Gutes vom Bauern – Was bietet Sachsens Landwirtschaft?

Dresden (agrar.de) – Die sächsische Bodenfläche beläuft sich auf 1,842 Millionen Hektar. Mit 910.800 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) bewirtschafteten die sächsischen Landwirte, Gärtner, Obstbauern und Winzer 2006 knapp die Hälfte der sächsischen Bodenfläche. Darunter waren 721.200 ha Ackerland (79 Prozent), 183.800 ha (20 Prozent) Dauergrünland, 4.450 ha Obstanlagen und knapp 400 ha bestockte Rebfläche. Das Ackerland wurde zu 51 Prozent (401.600 ha) mit Getreide einschließlich Körnermais bestellt. Auf weiteren 133.300 Hektar (18 Prozent) wuchsen Ölpflanzen und auf 106.900 Hektar (15 Prozent) Futterpflanzen.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurde 2006 in Sachsen eine Getreideernte (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) von knapp 2,3 Millionen Tonnen eingebracht. Darunter waren über 1,2 Millionen Tonnen Brotgetreide (Weizen und Roggen). Das sind umgerechnet 291 Kilogramm pro Kopf der sächsischen Bevölkerung. An sonstigen Mähdruschfrüchten (unter anderem Raps, Futtererbsen, Ackerbohnen) brachten die Landwirte 501.600 Tonnen ein. Darunter waren 453.800 Tonnen Winterraps. Außerdem wurden 233.800 Tonnen Kartoffeln und 690.700 Tonnen Zuckerrüben gerodet.

Auf sächsischen Anbauflächen wurden zudem 58.100 Tonnen Gemüse, darunter knapp 6.300 Tonnen unter Glas, geerntet. 14.800 Tonnen entfielen auf Kohlgemüse. Weitere ertragreiche Gemüsearten in Sachsen waren Zwiebeln mit knapp 11.700, Frischerbsen mit gut 11.600 und Gurken mit 4.450 Tonnen.

Die sächsischen Obstbauern ernteten 103.500 Tonnen Baumobst. Weiterhin wurden 5.500 Tonnen Beerenobst gepflückt. Den Hauptanteil an der Erntemenge bildeten Äpfel mit 90.100 Tonnen (87 Prozent des Baumobstes), gefolgt von 8.400 Tonnen Sauerkirschen und Erdbeeren mit über 4.900 Tonnen. Die sächsischen Winzer erzeugten knapp 19.800 Hektoliter Wein, darunter waren 16.600 Hektoliter Weißwein (84 Prozent).

In den landwirtschaftlichen Betrieben mit Viehhaltung wurden im Mai 2006 rund 487.400 Rinder, 617.600 Schweine und 121.700 Schafe gehalten. Diese Tierbestände bildeten die Grundlage für die Erzeugung erheblicher Mengen an tierischen Produkten. Milch war mit knapp 1,6 Millionen Tonnen das mengenmäßig umfangreichste tierische Produkt. Dies entspricht einer Erzeugung von rund 371 Kilogramm pro Kopf der sächsischen Bevölkerung. Die durchschnittliche jährliche Milchleistung von 8.107 Kilogramm je Kuh erbrachte auch 2006 wieder den Spitzenplatz unter den Bundesländern. Ebenso beachtlich ist die erzeugte Menge von über 983 Millionen Eiern in Betrieben mit 3.000 und mehr Legehennenplätzen. Dies entspricht einer jährlichen Legeleistung von 306 Eiern je Henne. Sachsen ist nach Niedersachsen der zweitgrößte Eierproduzent in Deutschland.

Die in sächsischen Schlachtereien und bei Hausschlachtungen erschlachtete Fleischmenge belief sich auf 58.400 Tonnen (ohne Geflügel). Darunter waren 46.700 Tonnen Schweine- und 10.900 Tonnen Rindfleisch. In den sächsischen Brütereien schlüpften 222.100 Gänseküken.

Die Teichwirte erzeugten über 3.000 Tonnen Speisefisch. Die wichtigsten Fischarten waren Karpfen mit knapp 2.300 Tonnen und Forellen mit 300 Tonnen.

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Sachsen-Anhalt: Spargel und Zwiebeln meist angebaute Gemüsearten

Halle (agrar.de) – Nach Mitteilungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt wurde in diesem Jahr auf fast 5 600 Hektar Gemüse im Freiland zu Verkaufszwecken angebaut. Noch vor zehn Jahren betrug die Gemüseanbaufläche knapp 3.000 Hektar. Die Anbaufläche wurde gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent bzw. 22 Hektar und gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre um 10,4 Prozent erhöht. 177 Gartenbau- und Landwirtschaftsbetriebe unterschiedlichster Größe und Rechtsform bauten 2007 über 50 Gemüsearten zum Verkauf an.

Das meist angebaute Gemüse bleibt wie in den Vorjahren mit 1.328 Hektar der Spargel. Bei gleichem Anbauumfang wie 2006 sind das mehr als ein Fünftel des Gemüseanbaus im Land. Nummer 2 unter den Gemüsearten ist die Speisezwiebel, die von 1.116 Hektar abgeerntet wurde. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich deren Anbaufläche um 4 Prozent.
Danach folgen grüne Pflückbohnen auf 677 Hektar (- 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr), Möhren und Karotten auf 640 Hektar (+ 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr), Frischerbsen auf 537 Hektar (+ 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Der Anbau von Kohlgemüse umfasste 207 Hektar (2006 = 142 Hektar), darunter dominierte Blumenkohl. Von 153 Hektar angebauten verschiedenen Salaten beanspruchte der Feldsalat mehr als vier Fünftel der Salatfläche. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre stieg seine Fläche um mehr als die Hälfte an. Auf 276 Hektar wurden Radieschen angebaut. Das waren 50 Hektar weniger als im Vorjahr.

Der Anbau von Gemüse unter Glas und Folie erfolgte wie im Vorjahr auf 6,4 Hektar. Wichtigste Kulturen sind hier die Tomaten, gefolgt von den Gurken.

Die diesjährige Erdbeerfläche ist mit 162 Hektar gegenüber dem Vorjahr um fast ein Fünftel geringer. Im Durchschnitt der letzten sechs Jahre waren es 150 Hektar.

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10 Jahre @grar.de Aktuell

Themen: Internet,Medien — info @ 07:10

Rheine (agrar.de) – Pünklich zum 10-jährigen Bestehen – am 12. Oktober 1997 erschien die erste @grar.de Aktuell Meldung – haben wir unserem Nachrichtendienst eine neues Layout und ein zeitgemäßes Datenbanksystem verpaßt.

Ein großer Teil der aktuellen Nachrichten sind bereits über Kategorien (‚themen‘-Menü rechts) erreichbar, ein Drop-Down-Menü (archiv) erleichtert Ihnen den Weg zu den Nachrichten vergangener Monate und Jahre. Die Suchfunktion arbeitet jetzt wesentlich schneller. Weitere Funktionen sind in Vorbereitung.

Wir hoffen, daß Sie uns als Besucher weiterhin treu bleiben.

12. Oktober 2007

Bundesrat: Weniger Prüfungsaufwand beim Tiertransport

Themen: EU,Tiere,Tierschutz — info @ 17:10

Berlin (agrar.de) – Der Bundesrat will erreichen, dass bestimmte – besonders sachkundige – Berufsgruppen von einer gesonderten Prüfungspflicht für gewerbliche Tiertransporte ausgenommen werden. Einen entsprechenden Verordnungsentwurf hat er heute beschlossen.

Europaweit benötigt ab dem 5. Januar 2008 jeder, der gewerbliche Tiertransporte über eine Strecke von mehr als 65 Kilometern vornimmt, einen entsprechenden Befähigungsnachweis, der in einer Prüfung zu erwerben ist. Die Prüfungsinhalte der EG-Tierschutztransportverordnung entsprechen im Wesentlichen den Anforderungen der bereits geltenden deutschen Tierschutztransportverordnung. Da Landwirte, Veterinäre, Tierpfleger und vergleichbare Berufsgruppen aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung die Anforderungen an die Sachkunde nach der europäischen Verordnung ohnehin erfüllen, bedarf es für sie keiner zusätzlichen Prüfung für den Befähigungsnachweis zum gewerblichen Tiertransport. Der Verordnungsentwurf sieht daher vor, dass nur solche Personen ihre Eignung mit einem zusätzlichem Lehrgang und eigener Prüfung nachweisen müssen, die ihre berufliche Qualifikation vor dem Inkrafttreten der EG-Tierschutztransportverordnung erworben haben. Damit werde eine europarechtskonforme Regelung geschaffen, die sowohl den Interessen des Tierschutzes als auch denen der betroffenen Berufsgruppen Rechnung trägt, heißt es zur Begründung.

In einer begleitenden Entschließung fordert der Bundesrat die Bundesregierung auf, sich für eine Änderung der EG-Tierschutztransportverordnung einzusetzen, durch die auch bei früheren Berufsabschlüssen automatisch der Befähigungsnachweis erteilt wird. Bis zum Inkrafttreten der entsprechend geänderten EG-Verordnung sollen die notwendigen Lehrgänge und Prüfungen so effizient, kostengünstig und zeitsparend wie möglich durchgeführt werden.

Die Bundesregierung soll sich außerdem für eine Weiterentwicklung der EG-Verordnung einsetzen, nach der auch Tierhalter, die ihre eigenen Tiere über eine weite Strecke transportieren, als Transportunternehmer zugelassen werden müssen. Hier dürften nur die allgemeinen Bedingungen für Tiertransporte gelten, nicht die speziellen der Transportunternehmer. Damit erfolge auch eine Gleichstellung von Tierhaltern mit Landwirten, die Tiere nicht weiter als 50 km transportieren.

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Bundesrat für Kennzeichnung von Gammelfleisch

Themen: Fleisch,Lebensmittel,Wirtschaft — info @ 16:10

Berlin (agrar.de) – In einer heute gefassten Entschließung verlangt der Bundesrat die farbliche Kennzeichnung so genannten ‚Gammelfleisches‘. Die Bundesregierung soll sich für eine europaweite Regelung einsetzen, nach der tierische Nebenprodukte – auch K3-Material genannt – eindeutig und dauerhaft als solche erkennbar sind. Mittels Farbstoffen oder ähnlichem soll das Fleisch so markiert werden, dass man es auch nach der Verarbeitung als für den menschlichen Verzehr ungeeignetes Produkt identifizieren kann. Die Länder verweisen darauf, dass eine nationale Regelung zum Verbraucherschutz vor dem Hintergrund des gemeinsamen Marktes nicht ausreichend sei.

Der Bundesrat fordert außerdem, auf Gemeinschaftsebene ein Rückmeldesystem für dieses Fleisch zu etablieren. Um eine ordnungsgemäße Verwendung von K3-Material sicherzustellen, müsse neben der Kennzeichnung auch die Rückverfolgung lückenlos möglich sein.

Der Bundesrat reagiert mit seiner Entschließung auf die jüngsten Fälle von Fleischskandalen, bei denen für den menschlichen Verzehr ungeeignete Produkte illegal in die Lebensmittelkette eingeschleust wurden. Bereits im Jahr 2006 und zuletzt im März 2007 hatte er entsprechende Entschließungen gefasst; eine europaweite Regelung steht jedoch noch aus.

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