30. Oktober 2007

Sonnleitner: Der Health Check darf keine neue Reform werden

Themen: EU,GAP,Statistik,Verbände — info @ 17:10

Liebenberg (agrar.de) – ‚Seit der Verabschiedung der Reform wurde immer wieder versprochen, dass diese bis 2013 gilt.‘ Daran erinnerte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf dem Eliteforum Landwirtschaft der Deutschen Kreditbank (DKB) in Liebenberg. Für eine prosperierende Landwirtschaft sei eine verlässliche Politikbegleitung sehr entscheidend.

Die anstehende Überprüfung der Gemeinsamen EU-Agrarreform (‚Health Check‘) dürfe keine neue Reform werden. Ganz bewusst sei für die Überprüfung der Name Health Check gewählt worden, da nichts neu gemacht, sondern vielmehr überprüft und nachkorrigiert werden müsse.

Sonnleitner sieht einige Bereiche der EU-Agrarreform, die dringend einer Nachbesserung bedürfen. Die vollständig von der Produktion entkoppelten Direktzahlungen müssten in allen EU-Mitgliedsländern in die Praxis umgesetzt werden. Dies sei in Deutschland Realität und erfolgreich umgesetzt. In der deutschen Landwirtschaft sei es mittlerweile ganz normal, dass die Direktzahlungen in erster Linie als Ausgleich für gesellschaftliche Leistungen und weniger als Ausgleich für Preissenkungen gewährt würden.

Das Cross Compliance System kritisierte Sonnleitner als viel zu kompliziert und zu bürokratisch. Der Health Check müsse genutzt werden, die Anwendung von Cross Compliance weiter zu vereinfachen. Davon würden die Landwirte und letztlich auch der Verbraucher profitieren. ‚Jeder investierte Euro in die Landwirtschaft ist auch eine Investition in ländliche Räume, in Wertschöpfung und in den Erhalt von Arbeitsplätzen dort‘, stellte Sonnleitner fest.

Links zum Thema Europa,
Links zum Thema Verbände.




   (c)1997-2017 @grar.de