19. Oktober 2007

Saarland: Trotz größerer Anbaufläche geringere Erntemenge

Themen: Erntebericht,Saarland,Statistik — info @ 14:10

Saarbrücken (agrar.de) – Die saarländischen Landwirte haben in diesem Jahr rund 116.700 Tonnen Getreide geerntet (ohne Körnermais). Das ergibt sich aus der vorläufigen Ernteberichterstattung des Statistischen Amtes.

Trotz einer Ausweitung der Anbaufläche um 6,9 Prozent auf 23 337 Hektar blieb die Erntemenge um 6,6 Prozent unter derjenigen des Vorjahres.

Im Vergleich zur durchschnittlichen Ernte der Jahre 2001 bis 2006 entspricht dies einem Rückgang von 10,7 Prozent. Der durchschnittliche Hektarertrag lag mit 50,0 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) sogar um 12,6 Prozent unter dem Vorjahresergebnis und um 9,6 Prozent unter dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre.

Das Ertragsniveau lag bei allen Getreidearten unter den jeweiligen Durchschnittswerten des Vorjahres. Beim Brotgetreide waren es 55,3 dt/ha (0,7 Prozent), darunter Winterweizen 59,1 dt/ha (11,7 Prozent), Sommerweizen 45,6 dt/ha (4,8 Prozent) und Roggen 46,3 dt/ha (9,3 Prozent). Beim Futtergetreide ergaben sich 43,5 dt/ha (15,9 Prozent), darunter Wintergerste 51,4 dt/ha (16,3 Prozent), Sommergerste 36,5 dt/ha (14,9 Prozent), Hafer 35,7 dt/ha (13,5 Prozent) und Triticale 52,6 dt/ha (8,1 Prozent).

Ursache für die geringere Erntemenge trotz größerer Anbaufläche war die Trockenheit im April, die die Getreidepflanzen in ihrer Entwicklung beeinträchtigte. Die nachfolgende Regenperiode konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Die Ernte begann schon Ende Juni und wurde immer wieder durch Niederschlagsperioden im Juli und August unterbrochen, was ebenfalls zu Ertrags- und Qualitätseinbußen führte.

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