09. Oktober 2007

Gute Kartoffelernte in Bayern

Themen: Bayern,Erntebericht,Kartoffeln,Statistik — info @ 14:10

Langjähriger Durchschnitt um acht Prozent übertroffen

München (agrar.de) – 2007 wird es in Bayern eine überdurchschnittliche Kartoffelernte von voraussichtlich gut 2 Millionen Tonnen geben. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind das gut 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Erntemenge der vorangegangenen sechs Jahre wird um 8 Prozent überschritten. Als Durchschnittsertrag werden 431,6 Dezitonnen je Hektar erwartet, ein Wert der bisher erst zweimal übertroffen wurde (1996 und 2000). Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um gut 11 Prozent, gegenüber dem langjährigen Durchschnitt ein Plus von fast 16 Prozent. – Die Kartoffelanbaufläche verringerte sich binnen Jahresfrist um fast 4 Prozent auf rund 47.000 Hektar, wobei die Anbaufläche der überwiegend angebauten ertragreicheren mittelfrühen und späten Sorten um 4,3 Prozent eingeschränkt, die der Frühkartoffeln – sie werden nur auf 3,5 Prozent der Kartoffelfläche angebaut – dagegen um ein Zehntel ausgedehnt wurde.

Nach einem ersten vorläufigen Ergebnis wird es in diesem Jahr in Bayern eine gute Kartoffelernte geben. Den bisher ausgewerteten Ertragsmessungen im Rahmen der ‚Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung‘ in Verbindung mit den Ertragsschätzungen der amtlichen Berichterstatter zu Folge, wird bei Kartoffeln mit einem Durchschnittsertrag von 431,6 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) gerechnet. Dies sind gut 11 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr (387,3 dt/ha) und gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006 (373,4 dt/ha) ein Plus von 15,6 Prozent. Ein höherer Hektarertrag konnte bisher nur in den Jahren 1996 und 2000 erwirtschaftet werden. Weiter reduziert wurde die Anbaufläche. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung sank sie binnen Jahresfrist um 1.900 ha bzw. fast 4 Prozent auf rund 47 000 ha. Da der hohe Hektarertrag die Flächenreduzierung jedoch deutlich überkompensiert, kann nach derzeitiger Schätzung eine überdurchschnittliche Kartoffelernte von gut 2 Millionen Tonnen erwartet werden. Dies sind gut 7 Prozent mehr als im Vorjahr (1,90 Millionen Tonnen). Das mehrjährige Mittel der Jahre 2001 bis 2006 (1,88 Millionen Tonnen) wird um 8 Prozent übertroffen.

In Bayern werden hauptsächlich die ertragstärkeren mittelfrühen und späten Sorten angebaut. Ihr Anteil an der gesamten Kartoffelanbaufläche lag 2007 mit 45.400 ha bei 96,5 Prozent. Aufgrund der um 4,3 Prozent reduzierten Anbaufläche und gleichzeitiger Ertragssteigerung gegenüber dem Vorjahr um 11,5 Prozent auf 436,8 dt/ha, wird bei den mittelfrühen und späten Sorten mit einer Ernte von knapp 2 Millionen Tonnen gerechnet, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 6,7 Prozent und gegenüber dem vorangegangenen Sechsjahresdurchschnitt eine Steigerung um 7,7 Prozent.

Bei den in Bayern nur in geringem Umfang angebauten Frühkartoffeln konnten die Landwirte nach dem schlechten vorangegangenen Jahr heuer eine sehr gute Ernte einfahren. Aufgrund der günstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr stieg der Durchschnittsertrag gegenüber 2006 (250,0 dt/ha) um 15,1 Prozent auf 287,7 dt/ha, dem besten Ergebnis seit neun Jahren.

Im Gegensatz zur Flächenminderung bei den mittelfrühen und späten Sorten wurde zudem die Anbaufläche binnen Jahresfrist um ein Zehntel auf rund 1.650 ha erhöht.

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