05. Oktober 2007

Rheinland-Pfalz: Anbaufläche für Gemüse auf neuem Höchststand

Blattgemüse wird bei den Kunden immer beliebter

Bad Ems (agrar.de) – Die Anbaufläche für Gemüse ist in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert ausgeweitet worden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurde auf 16.900 Hektar Gemüse angebaut; das war gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um ein Prozent. Im Jahr 1992 hatte die Anbaufläche mit rund 8.700 Hektar gerade einmal gut die Hälfte des diesjährigen Wertes erreicht.

Eine besonders große Zunahme gegenüber dem Vorjahr verzeichnete Blattgemüse, zu dem Salate und Spinat gehören. Die Fläche wuchs um knapp 15 Prozent auf 3.800 Hektar. Demgegenüber wurde der Anbau von Wurzel- und Knollengemüse, wie z. B. Radieschen und Möhren, um 3,3 Prozent eingeschränkt. Auf diese Gemüsearten entfiel mit 5.200 Hektar aber nach wie vor die größte Anbaufläche. Um 13 Prozent auf 2.300 Hektar deutlich eingeschränkt wurde auch die Erzeugung von Kohlgemüse. Diese Entwicklung dürfte auf ein geändertes Konsumverhalten zurückzuführen sein. Während sich Salate bei Verbrauchern einer steigenden Beliebtheit erfreuen und ständig neue Züchtungen auf den Markt kommen, verliert das klassische Kohlgemüse an Bedeutung. Stängelgemüse – im Wesentlichen Spargel und Rhabarber – legte um 5,8 Prozent auf 1.460 Hektar zu.

In Rheinland-Pfalz wird zwar eine große Vielfalt von Gemüsearten angebaut, die Masse des Anbaus konzentriert sich aber auf wenige Arten. So nahmen 2007 nur neun Arten zusammen etwa zwei Drittel der Anbaufläche ein. Fast 16 Prozent des Anbaus entfielen auf Radieschen (2.670 Hektar; minus 3,1 Prozent), gefolgt von Möhren und Karotten (1.640 Hektar; minus 4,1 Prozent). Blumenkohl, die wichtigste Kohlart, wurde um 12,1 Prozent auf nur noch 1.300 Hektar eingeschränkt. Auch Brokkoli, der zum Kohlgemüse zählt, wurde im Anbau reduziert. Er wuchs nur noch auf 221 Hektar (minus 43,5 Prozent). Demgegenüber konnte Feldsalat eine Flächenausweitung um 51,5 Prozent auf 1.080 Hektar verzeichnen. Lollosalat legte um 34,2 Prozent auf 320 Hektar zu. Weitere wichtige Gemüsearten waren mit je rund 1.120 Hektar Anbaufläche Speisezwiebeln (minus 7,5 Prozent) und Spargel (minus 5,6 Prozent). Auf über 1.000 Hektar erstreckt sich auch die Anbaufläche für Bundzwiebeln (plus 1,6 Prozent).

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