31. Oktober 2007

RLV: Blauzungen-Impfstoff muss für alle reichen

Themen: Blauzungenkrankheit,Schafe,Verbände — info @ 13:10

RLV-Fachausschuss Rinder fordert ausreichend Impfstoff gegen Blauzungenkrankheit und Verschiebung der BVD-Bekämpfung

Bonn (agrar.de) – Der im kommenden Jahr zu erwartende Impfstoff gegen die so genannte Blauzungenkrankheit muss zumindest auf freiwilliger Basis allen Wiederkäuer haltenden Betrieben in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt werden.
Dies hat der Fachausschuss Rinder des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes
(RLV) auf seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Montag in Bonn gefordert. Zudem sprach sich der Fachausschuss dafür aus, mit Blick auf die Möglichkeit einer verpflichtenden Impfung Aspekte der EU-Kofinanzierung wie auch das Vorgehen anderer EU-Mitgliedstaaten zu berücksichtigen.

Wie der Fachausschuss-Vorsitzende, Johannes Frizen aus Alfter, hervorhob, hat sich die 2006 erstmals im Dreiländereck Deutschland, Belgien, Niederlande aufgetretene Krankheit dramatisch ausgebreitet. Inzwischen seien bundesweit circa 16.000 Betriebe betroffen, davon mehr als die Hälfte in NRW. Auch bei Rindern nehme die Zahl der durch die Krankheit verursachten Todesfälle zu. Hinzu kämen erhebliche wirtschaftliche Schäden durch Leistungseinbrüche, vermehrtes Umrindern sowie gestiegene Tierarzt- und Arzneimittelkosten.

Aufgrund der Belastung der Betriebe durch die Blauzungenkrankheit fordert der Fachausschuss darüber hinaus, die geplante Zwangsbekämpfung der Bovinen Virus-Diarrhoe – kurz BVD – um mindestens zwei Jahre zu verschieben. Dies gilt nach Auffassung des Fachausschusses umso mehr, als die BVD-Bekämpfung allein über ein halbwegs praxisgerechtes Ohrstanz-Verfahren zu schultern ist. Nicht zuletzt aus organisatorischen und logistischen Gründen bestünden jedoch erhebliche Zweifel, dass das Ohrstanzverfahren zum jetzigen Zeitpunkt optimal einsetzbar sei.

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Absatz von Stickstoffdüngern gesunken, von Kalkdüngern gestiegen

Themen: Düngung,Statistik — info @ 09:10

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Wirtschaftsjahr 2006/2007 (Juli 2006 bis Juni 2007) aus inländischer Produktion oder Einfuhr

– 1,60 Millionen Tonnen Stickstoffdünger (N),
– 0,26 Millionen Tonnen Phosphatdünger (P2O5),
– 0,44 Millionen Tonnen Kalidünger (K2O) und
– 2,18 Millionen Tonnen Kalkdünger (CaO)

an landwirtschaftliche Absatzorganisationen oder Endverbraucher in Deutschland abgesetzt.

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2005/2006 nahm der Absatz bei Stickstoffdüngern um 10,4 Prozent und bei Phosphatdüngern um 3,4 Prozent ab. Dagegen gab es eine Steigerung des Absatzes bei Kalkdüngern um 14,8 Prozent und bei Kalidüngern um 3,9 Prozent.

Der Aufwand je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche blieb 2006/2007 im Vergleich zu 2005/2006 bei Phosphatdüngern konstant bei 16 kg P2O5. Bei Kalkdüngern stieg er deutlich von 106 auf 123 kg CaO und bei Kalidüngern von 25 auf 26 kg K2O. Demgegenüber sank der Aufwand je Hektar bei Stickstoffdüngern von 105 auf 94 kg N.

Im Wirtschaftsjahr 2006/2007 wurden die Stickstoffdünger zu 41 Prozent als Kalkammonsalpeter, zu 19 Prozent als Harnstoffdünger und zu 14 Prozent als Ammonnitrat-Harnstoff-Lösungen abgesetzt. Als Mehrnährstoffdünger kamen Stickstoffdünger lediglich zu 10 Prozent zum Einsatz. Phosphatdünger wurden zu annähernd neun Zehnteln als Mehrnährstoffdünger abgegeben; dabei überwogen mit einem Anteil von 45 Prozent die Stickstoff-Phosphatdünger.

Kalidünger wurden etwa zur Hälfte (52 Prozent) als Kaliumchlorid abgesetzt, 40 Prozent entfielen auf Mehrnährstoffdünger. Kalkdünger wurden zu 74 Prozent als Kohlensaurer Kalk verkauft.

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2005/2006 wurden bei den Stickstoffdüngern verhältnismäßig weniger Kalkammonsalpeter (Anteil um 4 Prozent-Punkte gesunken) und mehr Harnstoffdünger (+ 2 Prozent-Punkte) abgesetzt.

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30. Oktober 2007

Sonnleitner: Der Health Check darf keine neue Reform werden

Themen: EU,GAP,Statistik,Verbände — info @ 17:10

Liebenberg (agrar.de) – ‚Seit der Verabschiedung der Reform wurde immer wieder versprochen, dass diese bis 2013 gilt.‘ Daran erinnerte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf dem Eliteforum Landwirtschaft der Deutschen Kreditbank (DKB) in Liebenberg. Für eine prosperierende Landwirtschaft sei eine verlässliche Politikbegleitung sehr entscheidend.

Die anstehende Überprüfung der Gemeinsamen EU-Agrarreform (‚Health Check‘) dürfe keine neue Reform werden. Ganz bewusst sei für die Überprüfung der Name Health Check gewählt worden, da nichts neu gemacht, sondern vielmehr überprüft und nachkorrigiert werden müsse.

Sonnleitner sieht einige Bereiche der EU-Agrarreform, die dringend einer Nachbesserung bedürfen. Die vollständig von der Produktion entkoppelten Direktzahlungen müssten in allen EU-Mitgliedsländern in die Praxis umgesetzt werden. Dies sei in Deutschland Realität und erfolgreich umgesetzt. In der deutschen Landwirtschaft sei es mittlerweile ganz normal, dass die Direktzahlungen in erster Linie als Ausgleich für gesellschaftliche Leistungen und weniger als Ausgleich für Preissenkungen gewährt würden.

Das Cross Compliance System kritisierte Sonnleitner als viel zu kompliziert und zu bürokratisch. Der Health Check müsse genutzt werden, die Anwendung von Cross Compliance weiter zu vereinfachen. Davon würden die Landwirte und letztlich auch der Verbraucher profitieren. ‚Jeder investierte Euro in die Landwirtschaft ist auch eine Investition in ländliche Räume, in Wertschöpfung und in den Erhalt von Arbeitsplätzen dort‘, stellte Sonnleitner fest.

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IVA zur Rückstandssituation bei Lebensmitteln

Frankfurt (agrar.de) – Gute Nachrichten für Verbraucher: Mehr als die Hälfte aller Lebensmittel in Europa ist frei von Pestizidrückständen. Das ergaben die nationalen Rückstandskontrollen für das Jahr 2005. Die EU-Kommission hat die Ergebnisse jetzt in einem Bericht zusammengefasst. Rückstände innerhalb der zulässigen Höchstmengen fanden sich danach in 41 Prozent der Proben. Bei knapp fünf Prozent wurden Überschreitungen festgestellt. Dieser Anteil halbiert sich allerdings, wenn aus Drittländern importierte Ware ausgeklammert wird. Ein beträchtlicher Teil der Überschreitungen ist zudem auf unterschiedliche Höchstmengen in den Ländern Europas zurückzuführen. In Deutschland betrifft das mehr als die Hälfte der Nachweise.

Die nationalen Rückstandskontrollen in 28 europäischen Ländern umfassten über 60.000 Proben, vorzugsweise Obst, Gemüse und Getreide. Besonders häufig untersucht wurden Produkte, bei denen in früheren Jahren auffällige Rückstände gefunden worden waren. Die Rückstandssituation dürfte daher in der Praxis noch günstiger sein als der Bericht darstellt. Die Kommission verweist zudem darauf, dass durch bessere Analysetechnik und Laborausstattung immer kleinere Mengen und immer mehr verschiedene Substanzen aufgespürt werden können.

Verarbeitete Lebensmittel schneiden im Übrigen noch besser ab als Frischware. Zwei Drittel aller Proben sind hier rückstandsfrei. Bei Babykost, für die besonders strenge Grenzwerte gelten, liegt dieser Anteil sogar bei 94 Prozent.

‚Viele Verbraucher glauben, wegen möglicher Rückstände nur von Biokost gesund leben zu können. Wir verstehen diese Befürchtung, aber der Bericht der Kommission zeigt, dass man unbesorgt zum ganz normalen Obst und Gemüse greifen kann. Jede zweite Frucht ist auch dort frei von Rückständen. Und die winzigen Spuren in der übrigen Ware sind kein Risiko für die Gesundheit. Das bestätigen uns die Behörden, die die Pflanzenschutzmittel genau prüfen, bevor sie auf den Markt kommen‘, erklärt dazu Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar in Frankfurt.

Erst kürzlich habe zudem die Stiftung Warentest berichtet, dass Normal- und Biokost im Hinblick auf Inhaltsstoffe und andere Qualitätsmerkmale gleichwertig sind.

Deutsche Verbraucher sind durch die amtlichen Kontrollen besonders gut geschützt. Fast ein Viertel aller Proben stammt von hier. Alle deutschen Labore sind akkreditiert, sie erfüllen also hohe Standards. Und sie analysieren die mit Abstand höchste Zahl von Wirkstoffen, nämlich über 600. Nachgewiesen wurden bei den deutschen Kontrollen 292 Wirkstoffe, im EU-Durchschnitt finden die Labore 215 verschiedene Substanzen. Zusätzlich zu den staatlichen Kontrollen sorgt die Wirtschaft selbst für Sicherheit. Erzeuger und Handel führen mindestens zehn Mal so viele Rückstandsuntersuchungen durch wie die amtliche Lebensmittelüberwachung. Diese Kontrollen haben einen großen Vorzug: Schwachpunkte in der Produktion werden frühzeitig entdeckt und können auf kurzem Wege beseitigt werden.

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29. Oktober 2007

Schweiz: Biomarkt wächst rasant

Basel (agrar.de) – Der Bio-Gesamtmarkt ist in der Schweiz laut BIO SUISSE im ersten Halbjahr um 4,7 Prozent gestiegen, derjenige mit konventionellen Lebensmitteln um 2,1 Prozent. Sämtliche Bio-Frischprodukte verkauften sich überdurchschnittlich gut: Milchprodukte, Käse, Eier, Charcuterie, Fisch, Früchte und Gemüse verzeichnen ein durchschnittliches Wachstum von rund 6 Prozent – im konventionellen Bereich liegt dieser Durchschnitt bei 1,7 Prozent.

‚Geiz ist geil‘ ist vorbei, die Kundschaft setzt wieder auf Qualität. Das führt vereinzelt gar zu Bio-Rohstoffengpässen. Die Zahlen wurden vom unabhängigen Marktforschungsinstitut IHA-gfk in der Zeit zwischen Januar und August 2007 erhoben und umfassen die Verkaufszahlen aller Grossverteiler. Auch die Produkte in der Direktvermarktung (Bio-Hofläden, Gemüsekörbe, Gemüseabos etc.) sind gefragt wie noch nie. Bio Suisse führt das überdurchschnittliche Wachstum darauf zurück, dass Konsumentinnen und Konsumenten wieder vermehrt auf Qualität setzen. Genuss, Gesundheit und verantwortungsvolles Handeln lassen sich mit dem Kauf von Bio-Produkten bestens verbinden. Die Sorge um den Klimawandel sensibilisiert die Bevölkerung wieder vermehrt für Umweltthemen. Und auch die gute Konjunkturlage trägt dazu bei, dass sich Konsumenten Bio-Produkte gönnen.

Die Zahlen im Detail

Der Bio-Lebensmittelmarkt ist zwischen Januar und August 2007 um 4,7 Prozent gewachsen, der konventionelle um 2,1 Prozent. Noch deutlicher ist die Differenz bei den Frischprodukten: hier wächst der Bio-Markt um 6 Prozent, der konventionelle um 1,7 Prozent. Bei den Milchprodukten (Milch und Jogurt) wurden im Bio-Bereich 4,3 Prozent mehr verkauft (im konventionellen 0,7 Prozent). Bio-Käse erreicht ein Wachstum von 7,8 Prozent (0,4 Prozent), Bio-Eier legen gar um 7,9 Prozent zu (3,5 Prozent).). Der Verkauf von Bio-Früchten stieg um 6,1 Prozent (- 2,1 Prozent) und jener von Bio-Gemüsen gar um 8,9Prozent (2,5 Prozent). Beim Bio-Fleisch und –Fisch liegt die Zuwachsrate bei 6,9 Prozent (3,5 Prozent), allerdings sind hier die Marktanteile gering.

Engpässe bei Bio-Eiern und Bio-Getreide

Die hervorragenden Verkaufszahlen führen vereinzelt sogar zu Lieferengpässen. So sind Bio-Eier Mangelware geworden. Diesem Umstand wird Bio Suisse bei der Mengenplanung für das kommende Jahr zusammen mit den Bio-Eierproduzenten Rechnung tragen. Nach wie vor gibt es auch zu wenig einheimisches Bio-Getreide. Auch von Früchten, Gemüsen, Beeren, Kräutern, Raps(öl) und Kartoffeln liesse sich problemlos mehr verkaufen.

Bio Suisse sucht deshalb neue Produzenten. Markus Arbenz, Geschäftsführer von Bio Suisse schätzt, dass der Markt einige hundert Biobetriebe mehr gut verkraften würde. Heute arbeiten rund 6.000 Betriebe nach den Richtlinien von Bio Suisse, das sind 10,5 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe.

ISN: Strompreiserhöhung für Biogas und Lebensmittelpreise nehmen Verbraucher in die Zange

Damme (agrar.de) – Das Bundesumweltministerium hat Mitte Oktober einen Entwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgelegt. Dabei ist entgegen den ursprünglichen Plänen, die Grundvergütung für Strom aus Biomasse abzusenken, vorgesehen, die Vergütung um bis zu 23 Prozent anzuheben, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), in Damme.

Die Verbraucher werden durch dieses Gesetz gleich von zwei Seiten in die Zange genommen. Zum einen werden die großen Energieversorger ihre erhöhten Stromeinkaufpreise ohne weiteres an den Verbraucher weitergeben, wie die aktuelle Strompreisrunde zurzeit ja schon erkennen lässt. Und zum anderen werden diese höheren Vergütungen die Flächenkonkurrenz zwischen Energiepflanzen- und Nahrungsmittelerzeugung weiter anheizen, befürchtet die ISN. Insbesondere die Bezieher kleinerer Einkommen werden mittelfristig unangemessen doppelt bestraft, wenn Sie deutlich mehr für Strom und fürs Grundnahrungsmittel Fleisch bezahlen müssen.

So soll z.B. für neu installierte Kleinanlagen bis zu einer Leistung von 150 kW die Vergütung insgesamt um 17 Prozent bzw. 3,67 Cent/KWh steigen. Für Anlagen bis zu 500 kW, die in Deutschland am weitesten verbreitet sind, ist im Entwurf zwar eine leichte Absenkung der Grundvergütung vorgesehen, die jedoch über einen höheren Nawaro-Bonus für Biogasanlagen mehr als ausgeglichen wird. So steigt hier die Gesamtvergütung um 9 Prozent bzw. 1,78 Cent/KWh, stellt die ISN fest. Und Großanlagen über 5 MW erfahren sogar eine um 23 Prozent bzw. 2,39 Cent/KWh höhere Gesamtvergütung.

Selbst so genannte Altanlagen, die vor 2009 ans Netz gehen, sollen noch in den Genuß des erhöhten Nawaro-Bonus in Höhe von 7,5 Cent/KWh kommen. Stärker belohnt werden sollen im neuen EEG Abwärmekonzepte für die Biostromerzeugung. Für Anlagen bis zu einer Größe von 5 MW will das federführende Bundesumweltministerium den Bonus zur Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung um 1 Cent auf 3 Cent/KWh pro kWh erhöhen.

Die ISN lehnt die Erhöhung der staatlich garantierten Vergütungen für Biogas-Strom eindeutig ab. Dies werde den Wettbewerb der Biogasanlagen-Betreiber mit den Veredlungsbetrieben weiter verzerren. Sinnvoller im Sinne einer nachhaltigen Veredlungswirtschaft, so die ISN, sei eine deutliche Senkung des Nawarobonus und eine Anhebung des Güllebonus.

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Rentenbank senkt Zinsen

Themen: Banken,Förderung,Wirtschaft — info @ 12:10

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite gesenkt.
Die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘, ‚Junglandwirte‘, ‚Umweltschutz und Nachhaltigkeit‘ sowie ‚Ländliche Entwicklung‘ verbilligen sich mit sofortiger Wirkung um bis zu 0,20 Prozentpunkte (nominal). Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte und im Sonderkreditprogramm ‚Umweltschutz und Nachhaltigkeit‘ z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv mindestens 4,96 Prozent, bei 5 jähriger Zinsbindung effektiv 4,91 Prozent.

Die Sonderkredite der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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Nordrhein-Westfalen: Überdurchschnittlich gute Kartoffelernte

Düsseldorf (agrar.de) – Die diesjährige Kartoffelernte in Nordrhein-Westfalen wird mit 1,41 Millionen Tonnen um 7,7 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse der „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ mitteilt, wird die Erntemenge voraussichtlich auch um 3,1 Prozent über dem Durchschnittsergebnis der Jahre 2001 bis 2006 liegen.

Hohe Temperaturen und anhaltende Trockenheit in den Monaten April bis Mitte Mai führten bei Kartoffeln, insbesondere bei den frühen Sorten, zu einem geringeren Knollenansatz je Kartoffelstaude. Die nachfolgende, anhaltend feuchte Witterung ließ jedoch eine gute Ausbildung der angesetzten Knollen zu, was vermehrt zu Übergrößen führte.

Die diesjährige Vegetation ließ den Ertrag pro Hektar um 4,3 Prozent auf 44,69 Tonnen steigen. Bei Frühkartoffeln erzielten die Landwirte mit 34,29 Tonnen einen um 9,4 Prozent höheren Hektarertrag als 2006. Bei den mittelfrühen und späten Sorten war mit 46,15 Tonnen ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Gut 92 Prozent oder 1,28 Millionen Tonnen der gerodeten Kartoffeln waren mittelfrühe und späte Sorten.

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Bierabsatz im dritten Quartal gesunken

Themen: Bier,Statistik — info @ 11:10

Wiesbaden 8agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im dritten Quartal 2007 deutsche Brauereien und Bierlager 27,4 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 2,1 Millionen Hektoliter oder 7,2 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten im dritten Quartal 2007 1,2 Millionen Hektoliter des gesamten Bierabsatzes aus; das ist ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2006.

84,6 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge sank um 7,7 Prozent auf 23,2 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 4,2 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (- 4,1 Prozent). Davon gingen 3,3 Millionen Hektoliter (- 5,2 Prozent) in EU-Länder, 0,8 Millionen Hektoliter (+ 0,1 Prozent) in Drittländer und 47.747 Hektoliter (- 2,0 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

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26. Oktober 2007

Rheinland-Pfalz: Sieben Millionen Hektoliter Weinmost geerntet

Früher Lesebeginn wegen sommerlicher Temperaturen im Frühjahr

Bad Ems (agrar.de) – Die rheinland-pfälzischen Winzer ernten in diesem Jahr voraussichtlich fast sieben Millionen Hektoliter Weinmost (ein Hektoliter entspricht 100 Liter). Diese Bilanz zieht das Statistische Landesamt kurz vor Abschluss der Lese aus den Meldungen der ehrenamtlichen Ernteberichterstatter. Die Erntemenge liegt damit um 18,2 Prozent über der des Vorjahres und um 8,8 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Auf Weißmost entfallen 4,6 Millionen, auf Rotmost 2,4 Millionen Hektoliter.

Während im vergangenen Jahr die Ernte innerhalb kürzester Zeit eingebracht werden musste, stand dieses Jahr ein langer Lesezeitraum zur Verfügung. So begann die Lese bereits Ende August und konnte dann entsprechend der Reifeentwicklung der Trauben fortgesetzt werden. Der Grund für den ungewöhnlich frühen Beginn waren die sommerlichen Temperaturen im März und April, die einen erheblichen Vegetationsvorsprung brachten. Wegen der aus Sicht der Winzer günstigen Septemberwitterung mit kühlen Nächten blieben die Trauben gesund und ermöglichten eine optimale Lese. Die Schäden aufgrund von Sonnenbrand im August haben sich offenbar nicht so stark auf den Ertrag ausgewirkt wie zunächst befürchtet; die Schätzungen der Weinbauexperten im August waren von lediglich 6,3 Millionen Hektolitern ausgegangen.

Die einzelnen Sorten haben sich mengenmäßig unterschiedlich entwickelt. Riesling, die Sorte mit der größten Anbaufläche, legt gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel auf 1,5 Millionen Hektoliter zu. Die Dornfelder-Menge steigt dagegen nur um 4,8 Prozent auf 995.000 Hektoliter. Die Erntemenge von Müller-Thurgau (eine Million Hektoliter) wird das Vorjahresniveau wegen der rückläufigen Anbaufläche wahrscheinlich nicht ganz erreichen.

Mit 2,9 Millionen Hektoliter entfällt die größte Erntemenge auf das Anbaugebiet Rheinhessen; gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um 12,9 Prozent. Es folgt die Pfalz mit 2,6 Millionen Hektoliter (plus 25,9 Prozent). An der Mosel liegt die Erntemenge bei 925.000 Hektoliter (plus 10 Prozent). Eine größere Menge weist noch die Nahe mit 430.000 Hektoliter (plus 31 Prozent) auf. In den kleinsten Anbaugebieten im Land, Ahr und Mittelrhein, werden 54.000 bzw. 38.000 Hektoliter geerntet.

Im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung berichten über 300 ehrenamtliche Weinbauexperten regelmäßig über die Wachstumsstände der Reben und die Weinmosterträge.

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