04. September 2007

Rheinland-Pfalz: Artgerechte Hühnerhaltung ab sofort förderfähig

Themen: Geflügel,Rheinland-Pfalz — info @ 10:09

Mainz (agrar.de) – Die rheinland-pfälzische Landesregierung unterstützt die Abschaffung von Käfigen für Legehennen. Mit einem neuen Programm werden Betriebe gefördert, die auf artgerechte Boden- oder Freilandhaltung wechseln, wie Wirtschaftsminister Hendrik Hering mitteilte.

‚Den Betrieben mit Legehennenhaltung bietet die Landesregierung eine neue Fördermöglichkeit für Investitionen zur Verbesserung des Tierschutzes an‘, erklärte Hering heute in Mainz. ‚Ich will diejenigen Legehennenhalter unterstützen, die zur Aufgabe der Käfighaltung bereit sind und auf die artgerechte Boden- oder Freilandhaltung umstellen wollen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des bewährten einzelbetrieblichen Förderungsprogramms (EFP) für die Landwirtschaft, das eine der wichtigsten Maßnahmen des neuen rheinland-pfälzischen Entwicklungs-Programms Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung (PAUL) ist‘.

Die Förderung können landwirtschaftliche und gewerbliche Legehennenbetriebe beantragen, die ihre Käfige abschaffen und mit mehr als 7.500 Euro Investitionskosten die Boden- oder Freilandhaltung einführen. Der Investitionszuschuss beträgt 20 Prozent im Regelfall. Dieser Zuschuss kann auf 25 Prozent erhöht werden, wenn für die Legehennen eine besonders artgerechte Form der Boden- oder Freilandhaltung eingerichtet wird, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht.

Interessierte Legehennenhalter können ab sofort Förderanträge stellen. Die Anträge sind beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel, Görresstraße 10, 54470 Bernkastel-Kues einzureichen. Zur Ausarbeitung des Antrags können sich die Betriebe an die Unternehmensberatung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz wenden. Die Antragsformulare sind beim DLR Mosel und der Landwirtschaftskammer erhältlich. Links zum Thema Tierschutz, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Anzahl der Obstbäume in Sachsen weiter gestiegen

Themen: Erntebericht,Obst,Sachsen,Statistik — info @ 09:09

Dresden (agrar.de) – In Sachsen stehen nach Angaben des Statistischen Landesamtes knapp 6,4 Millionen Obstbäume, deren Früchte für den Verkauf bestimmt sind. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Obstanbau vor fünf Jahren sind das rund 313.700 Bäume (5,2 Prozent) mehr. Die Obstanbaufläche nahm um 156 Hektar (4,0 Prozent) auf 4 100 Hektar zu.

Auf gut einem Drittel der Anbaufläche stehen Bäume in Dichtpflanzungen von 1.600 und mehr Bäumen je Hektar. Die durchschnittliche Baumzahl in den Dichtpflanzungen liegt bei 2.484 Bäumen je Hektar. Pflanzdichten von mehr als 4.000 Obstbäumen je Hektar sind keine Seltenheit. Somit werden die Obstanbauflächen durch immer höhere Pflanzdichten intensiver genutzt.

In den sächsischen Obstanlagen sind überwiegend Apfelbäume zu finden. Auf 2.800 Hektar (68,9 Prozent der gesamten Obstanbaufläche) stehen 5,5 Millionen Apfelbäume. In der Hitliste der Apfelsorten führt Idared vor Golden Delicious, Gala, Jonagold, Elstar, Shampion und Pinova. Sauerkirschen stellen mit rund 639.000 Bäumen die zweitwichtigste Obstart im heimischen Marktobstbau dar. Danach folgen Birnen (135.000 Bäume), Süßkirschen (88.000 Bäume) sowie Pflaumen und Zwetschgen einschließlich Mirabellen und Renekloden (71.000 Bäume).

Mit der Erzeugung von Baumobst für den Verkauf befassen sich momentan 72 Betriebe in Sachsen. 16 Betriebe haben eine Baumobstfläche von mehr als 100 Hektar. Sie verfügen über rund zwei Drittel der gesamten sächsischen Anbaufläche und Obstbäume.

Regionale Schwerpunkte des sächsischen Obstanbaus sind die Landkreise Sächsische Schweiz (auf 1.260 Hektar stehen 2,3 Millionen Obstbäume) und Torgau-Oschatz (890 Hektar, 1,3 Millionen Obstbäume).

Die Ergebnisse stammen aus der Obstanbauerhebung 2007. Erfasst wurden ausschließlich Flächen und Bäume im Marktobstbau.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

03. September 2007

Thüringen Milchlieferung in andere Bundesländer gestiegen

Themen: Milch,Rinder,Statistik,Thüringen — info @ 13:09

Erfurt (agrar.de) – Im 1. Halbjahr 2007 lieferten Thüringer Milcherzeuger 465.080 Tonnen Rohmilch zur weiteren Verarbeitung zu Konsummilch, Käse, Quark, Joghurt und anderen Milchprodukten an Molkereien und Milchsammelstellen. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 494 Tonnen bzw. 0,1 Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten 2006. Bis April lag die angelieferte Milchmenge über dem entsprechenden Vorjahresergebnis, danach kehrte sich das Bild.

Unter dem Vorjahresniveau lag die Milchmenge, die von Thüringer Erzeugern an hiesige Molkereien geliefert wurde. An Molkereien in Thüringen wurden 233.163 Tonnen geliefert und damit 12.344 Tonnen bzw. 5,0 Prozent weniger als in der ersten Jahreshälfte 2006.

Molkereien in acht weiteren Bundesländern nahmen 231.917 Tonnen Rohmilch ab (gegenüber 1. Halbjahr 2006: + 12.838 Tonnen bzw. 5,9 Prozent). Hauptabnehmer von Thüringer Milch sind die Molkereien in Bayern. Über ein Viertel (125.796 Tonnen) der in Thüringen erzeugten Milch nahm den Weg nach Bayern. Nach Rheinland-Pfalz wurden 43.381 Tonnen und nach Sachsen-Anhalt 25.197 Tonnen geliefert. Molkereien in Sachsen kauften 17.115 Tonnen und Nordrhein-Westfalen 12.469 Tonnen Rohmilch auf. Weitere Milch wurde nach Mecklenburg-Vorpommern (5 495 Tonnen), Niedersachsen (2.177 Tonnen) und Hessen (287 Tonnen) geliefert.

Die Thüringer Molkereien bezogen auch Milch von Milchbauern aus vier anderen Bundesländern. Von Januar bis Juni 2007 wurden 28.303 Tonnen Rohmilch (1. Halbjahr 2006: 24.910 Tonnen) von Milcherzeugern außerhalb Thüringens aufgekauft. Hauptlieferanten waren die Erzeuger aus Hessen mit 15.084 Tonnen und Niedersachsen mit 10.532 Tonnen. Von Erzeugern aus Sachsen-Anhalt und Sachsen wurden 1.817 bzw. 870 Tonnen Rohmilch bezogen.

Insgesamt veredelten Thüringer Molkereien im ersten Halbjahr 261.466 Tonnen Rohmilch zu Molkereiprodukten. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 270.417 Tonnen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

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