28. September 2007

Saarländischer Ökolandbau liegt im bundesweiten Vergleich auf Platz zwei

Themen: Anbauflächen,Biolandbau,Saarland,Statistik — info @ 14:09

9,3 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche werden ökologisch bewirtschaftet

Saarbrücken (agrar.de) – Im Saarland werden derzeit rund 7.300 Hektar Landwirtschaftsfläche ökologisch bewirtschaftet. Gemessen an der landwirtschaftlich genutzten Gesamtfläche, die im Saarland rund 78 000 Hektar groß ist, macht der Ökolandbau damit einen Anteil von 9,3 Prozent aus. Insgesamt wirtschaften derzeit im Saarland über 170 Betriebe nach den Regeln des ökologischen Landbaus, darunter sind rund 60 so genannte ‚verarbeitende Betriebe‘ wie Bäckereien, Metzgereien und seit 2005 auch eine Bio-Molkerei. Die durchschnittliche Anbaufläche der saarländischen Ökolandbetriebe beträgt rund 74 Hektar.

Nach den aktuellen Daten nimmt das Saarland damit beim Ökolandbau im bundesweiten Vergleich den zweiten Platz ein. Übertroffen wird das Saarland lediglich nur von Brandenburg, das über einen Ökolandanteil von derzeit 9,6 Prozent verfügt. Der Bundesdurchschnitt liegt derzeit bei nur 4,7 Prozent. Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln in Deutschland ist derzeit enorm hoch. Auch weltweltweit betrachtet gewinnt der Markt für biologisch erzeugte Lebensmittel immer mehr an Bedeutung. Von Seiten der Politik ist es die Aufgabe, die ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe und ihre Wettbewerbskraft so gut es geht zu unterstützen und weiter zu stärken.

Bundesweit ist zu beobachten, dass die Umsätze mit Öko-Lebensmitteln von Jahr zu Jahr deutlich steigen. In Deutschland zeigt sich jedoch, dass die Angebotsentwicklung hinter den seit drei Jahren 2-stelligen jährlichen Umsatzzuwächsen in der zurückbleibt. Denn während der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im Jahr 2006 in Deutschland um 18 Prozent auf gut 4,6 Milliarden Euro gestiegen ist, hat die Öko-Fläche nur um 2,3 Prozent zugenommen.

Das Anliegen desUmweltministeriums ist es, den Ökoanbau und die ökologisch wirtschaftenden Betriebe im Saarland zu stabilisieren und den Flächenanteil, auf denen ökologische Anbauverfahren betrieben werden, weiter auszubauen. Das Angebot regional erzeugter, ökologischer Lebensmittel vergrößert sich ständig: Neben Milch, Wein, Getreide, Gemüse, Kartoffeln und Fleisch gibt es im Saarland sogar Bio-Senf, Bio-Honig sowie hochwertige Bio-Speiseöle aus saarländischem Anbau. Ökologisch wirtschaftende Betriebe leisten einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz, da sie auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger verzichten sowie ökologisch wertvolle Flächen pflegen.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Saarland.

27. September 2007

Verbände warnen vor Folgen der Milchquoten-Abschaffung

Themen: EU,Rinder,Verbände — info @ 14:09

Höhere Milchproduktion in Europäischer Union könnte Weltmarktpreise destabilisieren

Berlin (agrar.de) – Brot für die Welt, Oxfam Deutschland, BUND und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft warnen vor einem Ausstieg aus der Milchquotenregelung wie ihn die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern am morgigen Freitag in Saarbrücken vorschlage. Ein Ende der Mengenbegrenzung würde sich extrem negativ auf Entwicklungsländer auswirken. Der Weltmilchmarkt sei klein. Nur sieben Prozent der weltweiten Milchproduktion werde international gehandelt. Die Weltmarktmenge entspreche damit nur etwa einem Drittel der jährlich allein in der Europäischen Union (EU) produzierten Milchmenge.

Zahlreiche Studien prognostizieren eine deutliche Steigerung der EU-Milchproduktion, sollte die Milchquote fallen. Dies könnte zu einem erneuten Preissturz auf dem Weltmarkt führen, so die Verbände. Sollte dies tatsächlich eintreten, sei zu erwarten, dass die Milchindustrie eine Wiedereinführung der Exportsubventionen für Milchprodukte fordere. Erstmalig seit 40 Jahren hatte die EU die Ausfuhrerstattungen Mitte diesen Jahres ausgesetzt. Die Exporte mit EU-Fördergeldern hatten den Weltmarktpreis für Milch in den vergangenen Jahrzehnten künstlich gedrückt und so dazu beigetragen, dass in vielen Entwicklungsländern kleinbäuerliche Produzenten von ihren regionalen Absatzmärkten verdrängt und die Entwicklung einer funktionierenden Milchwirtschaft verhindert wurde. Sollte die Milchmenge in der EU steigen und damit der Druck auf den Weltmarktpreis erhöht werden, hätten die regionalen Märkte in den armen Ländern weiter keine Chance, sich zu erholen, erklären die Verbände.

Auch der Erzeugerpreis in Deutschland und in der EU droht bei einer Mengenausdehnung gravierend zu sinken, warnen die Verbände. Damit würde der Strukturwandel weiter verschärft und die Milchviehhaltung konzentriere sich auf wenige Regionen und wenige Betriebe. Die ökologisch besonders wertvolle Milcherzeugung in den weniger ertragreichen Grünlandregionen werde verdrängt. Voraussichtlich verlöre in wenigen Jahren die Hälfte der heute gut 100.000 Milchbetriebe ihre Existenzgrundlage. Mit dem Höfesterben gingen auch unzählige Arbeitsplätze in ländlichen Regionen verloren.

Den Agrarministern von Bund und Ländern werfen die Verbände vor, sich jetzt schon eindeutig für einen Ausstieg aus der Milchquote im Jahr 2015 auszusprechen, obwohl nicht absehbar sei, wie man die negativen Auswirkungen der Maßnahme verhindern wolle. Es werde zwar viel von ‚Begleitmaßnahmen‘ gesprochen, aber allen sei klar, dass dafür schlicht das Geld fehle. Nicht zuletzt werde in dem Zusammenhang gerne auf die zweite Säule der EU-Agrarpolitik verwiesen, aus der u.a. zusätzliche Umweltleistungen und über Ausgleichszahlungen benachteiligte Gebiete gefördert werden. Aber diese Fördergelder seien gerade erst erheblich gekürzt worden. Die Frage, wie mit weniger Geld mehr Aufgaben bewältigt werden sollen, müssten die Agrarminister von Bund und Ländern zunächst klar und ehrlich beantworten. Die Verbände merken an, dass die Fortführung der Milchquote ein sehr kostengünstiges Instrument sei, für das keine Steuergelder aufgebracht werden müssten.

Links zum Thema Verbände.

Bioland: Bundesländer müssen Sofortmaßnahmen zur Ausweitung des Biolandbaus in Deutschland ergreifen

Themen: Biolandbau,Bundesländer,Verbände — info @ 13:09

Mainz (agrar.de) – Angesichts zunehmender Knappheit heimischer Bioprodukte fordert Bioland von allen Bundesländern Sofortmaßnahmen zur Ausweitung des Biolandbaus. ‚Die Bundesländer müssen endlich ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um die Wettbewerbskraft heimischer Landwirte zu stärken und damit die Chancen der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft in diesem Wachstumsmarkt zu verbessern‘, so Bioland-Präsident Thomas Dosch. ‚Hindernisse durch die aktuelle Förderpolitik müssen beseitigt werden‘, so Dosch. Bioland fordert eine Anhebung der Ökoprämien, die Biobetriebe als Honorierung von Umweltleistungen erhalten. Fast alle Bundesländer haben im Jahr 2007 die Prämiensätze für den Biolandbau gekürzt und damit die Wettbewerbskraft heimischer Betriebe im internationalen Wettbewerb geschwächt. Nachbarländer wie Österreich, aber auch osteuropäische Länder wie Polen honorieren dagegen die Umweltleistungen ihrer Bio-Betriebe weit besser als alle Bundesländer in Deutschland.

Als zweite Maßnahme fordert Bioland von den Ländern erhöhte Investitionszuschüsse für Maßnahmen zur artgerechten Tierhaltung. ‚Wer seine Tierhaltung umstellen will, muss in artgerechte und damit teurere Ställe investieren‘, so Dosch. Die Bundesländer müssen dem Auseinanderdriften von Angebot und Nachfrage im deutschen Biomarkt durch spezifische Maßnahmen entgegen wirken. Mit nur 2,3 Prozent Zuwachs der ökologisch bewirtschafteten Fläche verzeichnete Deutschland 2006 den historischen Tiefststand. Dagegen lag das Marktwachstum im gleichen Zeitraum bei 18 Prozent. Die Zahl der registrierten Importeure von Bioprodukten erhöhte sich um 16,8 Prozent.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Thema Verbände.

Thüringen: Spargel auf einem Viertel der Freilandflächen

Themen: Anbauflächen,Gemüse,Thüringen — info @ 12:09

Im Unterglasanbau vorwiegend Produktion von Gurken und Tomaten

Erfurt (agrar.de) – Thüringer Gemüsebauern bestellten in diesem Jahr 1.808 Hektar mit Freilandgemüse. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 72 Hektar bzw. 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 80,3 Prozent der Thüringer Freilandgemüseanbauflächen wurden für den Anbau von Spargel, Buschbohnen, Weißkohl, Blumenkohl und Speisezwiebeln genutzt.

Spargel ist die Gemüseart mit der größten Anbaufläche. Dieses begehrte Gemüse stand auf 429 Hektar bzw. auf knapp einem Viertel (23,7 Prozent) der Freilandfläche. Die Spargelfläche nahm zum Vorjahr um weitere 18 Hektar (+ 4,3 Prozent) zu. Von 378 Hektar wurde in diesem Jahr Spargel gestochen (2006: 327 ha). Die Fläche war um 15,7 Prozent größer als vor einem Jahr. 51 Hektar standen noch nicht im Ertrag. Die Fläche mit Jungspargel war um 34 Hektar geringer als im Jahr 2006.

Auf 338 Hektar standen Buschbohnen. Nach einem beachtlichen Rückgang des Anbaus von 2004 bis 2006 wurden in diesem Jahr wieder mehr Buschbohnen angebaut. Die Flächenzunahme um 75 Hektar gegenüber dem Vorjahr war gleichzeitig die flächenmäßig größte Ausdehnung aller Gemüsearten.

261 Hektar wurden mit Weißkohl bestellt. Das waren 7 Hektar weniger als im Vorjahr.

Der Anbau von Blumenkohl, der bis zum Jahr 2004 die ‚Nummer 1‘ im Freilandanbau war, erfolgte in diesem Jahr auf 260 Hektar. Gegenüber der Anbaufläche des Vorjahres nahm die Fläche um 28 Hektar bzw. um 11,9 Prozent zu.

163 Hektar wurden mit Speisezwiebeln bestellt. Das entsprach dem Anbauumfang von 2006.

Der Thüringer Freilandgemüseanbau konzentriert sich insbesondere im Unstrut-Hainich-Kreis, im Altenburger Land und in der Stadt Erfurt. Gemüseanbauer dieser Regionen bewirtschaften 80 Prozent der Gemüseflächen des Landes. Dabei ist Erfurt das Zentrum des Anbaus von Blumenkohl. Der Unstrut-Hainich-Kreis ist die Anbauregion von Spargel, Weißkohl und Speisezwiebeln. Buschbohnen werden überwiegend von Gemüsebauern im Altenburger Land kultiviert.

Der Anbau von Gemüse in Unterglasanlagen erfolgt im Jahr 2007 auf 44,4 Hektar. Die Fläche wurde um 4,7 Hektar bzw. 11,7 Prozent ausgedehnt. Zwei Drittel der Unterglasflächen werden für den Anbau von Gurken und Tomaten genutzt. So reifen Gurken auf 15,4 Hektar (2006: 16,1 ha) und auf 13,9 Hektar (2006: 14,7 ha) wachsen Tomaten. Einen größeren Anbau unter Glas haben noch Radies (3,4 ha), Kopfsalat (3,4 ha) und Feldsalat (3,3 ha).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Fruchtsaft-Industrie: Schlechteste Apfelernte der letzten 10 Jahre in Europa treibt Preise in die Höhe

Themen: Industrie,Obst,Verbände — info @ 09:09

Bonn (agrar.de) – Bereits Ende Juni 2007 hat der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie angekündigt, dass die Apfelernte in Europa von Mengenausfällen gekennzeichnet ist, die Tanks leer sind und eine Verknappung bei Apfelsaft eintreten wird.

Grund dafür ist, dass von der seit 10 Jahren schlechtesten Apfelernte in der EU auch osteuropäische Länder betroffen sind, die zu den Hauptverarbeitern von Äpfeln und in der Folge Hauptproduzenten von Apfelsaft und Apfelsaftkonzentrat in der EU gelten.

Für Deutschland ist im Durchschnitt nur eine normale Apfelernte abzusehen, auch wenn in einigen Gebieten gute bis sehr gute Erträge vermeldet werden. Die Situation ist jedoch innerhalb der Bundesländer sehr unterschiedlich. Selbst innerhalb einzelner Regionen sind sehr differenzierte Ergebnisse zu verzeichnen. Bei diesen Einschätzungen handelt es sich um Äpfel für den Frischmarkt und nicht für die Fruchtsaftindustrie.

Die deutsche Fruchtsaftindustrie, die neben Plantagenobst zunächst meist Streu- und Gartenobst verarbeitet, stellt fest, dass nur etwa 75 Prozent der Erntegröße 2006 in diesem Jahr zur Verfügung stehen werden.

Die Ernteergebnisse in einigen europäischen Nachbarstaaten führen dazu, dass aus den gut mit Äpfeln gesegneten Gebieten in Deutschland gegen Höchstpreise die Äpfel weggekauft werden. Für die in der Region ansässigen Fruchtsaftunternehmen sind die Preise für Äpfel um bis zu 100 Prozent angestiegen, mit steigender Tendenz. Dies alles führt natürlich auch zu dramatisch höheren Preisen für Apfelsaftkonzentrat, die bis zu 250 Prozent gestiegen sind. Dies sind die höchsten Preise für Apfelsaftkonzentrat seit mehr als 10 Jahren. Insofern ist nicht auszuschließen, dass die Apfelsaftpreise erstmals über denen von Orangensaft liegen.

Auch andere Obstarten sind davon betroffen, so beispielsweise Sauerkirschen, bei denen ebenfalls die seit 10 Jahren schlechteste Ernte innerhalb der Europäischen Union eingefahren wurde. Aber auch Johannisbeeren rot und schwarz, aktuell Trauben und weitere Fruchtarten mussten mengenmäßig Einbußen hinnehmen. Dies führt insgesamt zur Verknappung der erforderlichen Ausgangsprodukte und in der Folge zu Verteuerungen.

Die wichtigen Fruchtsäfte und Fruchtsaftkonzentrate werden weltweit gehandelt. Deshalb muss die Situation europäisch bzw. weltweit bewertet werden, sie hat hinsichtlich der Auswirkungen einen direkten Einfluss auch auf Deutschland.

Preiserhöhungen für beispielsweise Energie, Hilfs- und Zusatzstoffe, Verpackungsmaterial, Dieselkraftstoff und Erhöhung der Mautgebühren sind weitere Kostenfaktoren, die in die Kalkulation der Preise nunmehr Eingang finden werden.

Dies sind die Gründe dafür, dass von Preiserhöhungen – neben Apfelsäften trüb und klar – alle Produkte, bei denen Apfelsaft Verwendung findet, wie beispielsweise Apfelsaftschorlen und Multivitaminsäfte, betroffen sind und diese an die Verbraucher weitergegeben werden. Aber auch andere Fruchtsaftsorten und weitere hochfruchthaltige Produkte der deutschen Fruchtsaftindustrie sind von sofortigen Preiserhöhungen betroffen.

Links zum Thema Verbände.

26. September 2007

Rheinland-Pfalz: Größte Pflaumenernte erwartet

Themen: Obst,Rheinland-Pfalz,Statistik — info @ 10:09

Ein Viertel weniger Äpfel als im Vorjahr

Bad Ems (agrar.de) – Die diesjährige Ernte von Pflaumen und Zwetschen im Erwerbsobstbau wird sich nach den Ertragsschätzungen der Obstbauexperten auf 15.800 Tonnen belaufen und damit das bisherige Rekordergebnis von 2004 um 600 Tonnen übertreffen. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Anstieg bei der Erntemenge nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems mehr als 70 Prozent. Gepflückt werden muss das Obst auf einer Fläche von knapp 990 Hektar.

Auch bei Mirabellen und Renekloden ist von deutlich höheren Erträgen als im Vorjahr auszugehen. Erwartet werden 156 Dezitonnen je Hektar, im Jahr 2006 waren es 132 Dezitonnen (eine Dezitonne sind 100 Kilogramm). Die Gesamternte wird sich auf 2.700 Tonnen belaufen (plus 29 Prozent).

Die Apfelernte wird mit rund 33.000 Tonnen um gut ein Viertel kleiner ausfallen als im Jahr 2006. Ursachen hierfür sind der geringere Hektarertrag und die kleinere Anbaufläche. Der Hektarertrag wird mit 216 Dezitonnen je Hektar um 16 Prozent unter dem Vorjahresertrag liegen.

Neben Äpfeln, Pflaumen und Zwetschen haben auch die Kirschen (1.300 Hektar) in Rheinland-Pfalz eine größere Bedeutung. Hier hat es erhebliche Veränderungen bei den Anbauflächen gegeben. Aus wirtschaftlichen Gründen wurden Sauerkirschen in den letzten Jahren verstärkt gerodet; sie wachsen nur noch auf 826 Hektar (minus 27 Prozent). Ertraglich legten sie um 28 auf 115 Dezitonnen je Hektar zu, sodass sich eine Gesamterntemenge von 9.500 Tonnen ergab. Der Anbau von Süßkirschen wurde dagegen auf 473 Hektar ausgeweitet (plus 14 Prozent). Mit 2.800 Tonnen wurde eine dem Vorjahr entsprechende Menge eingebracht. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:09

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 645 angebotenen Schweinen 520 Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,45 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,44 Euro bis 1,46 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

25. September 2007

Baden-Württemberg: Durchschnittliche Getreideernte bei knapp 3 Millionen Tonnen

Rekordertrag bei Winterraps – Mit 180.000 Tonnen voraussichtlich kleine Kartoffelernte

Stuttgart (agrar.de) – Nach Abschluss der Getreideernte und nachdem im Statistischen Landesamt nahezu alle für die ‚Besondere Ernte – und Qualitätsermittlung‘ vorgesehenen Probeschnitte und Volldrusche ausgewertet wurden, wird die Getreideernte (ohne Körnermais) im Südwesten auf 29,5 Millionen Dezitonnen (1 dt = 100 kg = 0,1 Tonnen) oder knapp 3 Millionen Tonnen veranschlagt. Das Ergebnis entspricht damit der langjährigen Durchschnittsernte 2001/2006. Im Vorjahr waren 30,6 Mill. dt an Getreide gedroschen worden.

Die durchschnittliche Flächenleistung aller Getreidearten liegt im Landesmittel bei 61,8 dt/ha und damit etwas über dem langjährigen Mittel 2001/06 (61,5 dt/ha). Das Vorjahresergebnis erreichte dagegen knapp die 65er-Marke. Auffällig ist, dass bei allen Wintergetreidearten höhere Erträge als im langjährigen Mittel zu verzeichnen sind, so beispielsweise bei Winterweizen (71,9 dt/ha; +2,8 Prozent), Triticale (66,8 dt/ha; +4,5 Prozent) und Wintergerste (60,7 dt/ha; +1,8 Prozent). Die im Frühjahr gesäten Getreidearten Sommergerste (43,8 dt/ha) und Hafer (46,2 dt/ha) verfehlten die langjährigen Mittel aber jeweils um über ein Zehntel. Ausschlaggebend hierfür dürfte die hochsommerliche Trockenperiode im April gewesen sein. Es fehlte an Bodenfeuchtigkeit, so dass die Vegetationsentwicklung nur sehr zögerlich einsetzte. Besonders betroffen hiervon waren Gebiete wie das Rheintal, deren Böden für ein geringes Wasserhaltevermögen bekannt sind. Umgekehrt fielen im Südosten, also dem Gebiet mit den häufigsten Niederschlägen im Land, die Mindererträge der Sommergetreidearten am geringsten aus.

Die höchsten Ertragszuwächse bei Winterweizen waren ebenfalls im Südosten zwischen Ostalb- und Bodenseekreis zu verzeichnen. Die Gebiete mit Mindererträgen bei Winterweizen sind weitgehend dieselben wie die mit den höchsten Ertragsausfällen bei Sommergerste. Allerdings waren die Ertragsausfälle beim Winterweizen weniger stark ausgeprägt als bei der Sommergerste. Offensichtlich konnte die Apriltrockenheit dem in seiner Entwicklung weiter fortgeschrittenen Winterweizen weniger anhaben als der sich noch im Jugendstadium befindlichen Sommergerste.

Wie das Statistische Landesamt weiter feststellt, hat sich bei Winterraps das Ende August prognostizierte Rekordergebnis bestätigt. Mit einem Durchschnittsertrag von 42,0 dt/ha wurde erstmals die 40er-Marke übertroffen. Die Körnermaisbestände, derzeit eher unter dem Aspekt der Schädlingsbekämpfung im Bewusstsein der Öffentlichkeit, vermitteln weiterhin einen guten Eindruck. Die durchschnittliche Flächenleistung dürfte im Landesmittel bei 95 dt/ha liegen.

Leicht überdurchschnittliche Erträge im heimischen Kartoffelanbau, wegen Anbaueinschränkung aber deutlich geringere Erntemengen Mitte September ist die diesjährige Kartoffelernte bei den für das Einkellerungsgeschäft maßgeblichen Sorten noch in vollem Gange. Bei den mittelfrühen und späten Kartoffeln zeichnet sich demnach für Baden-Württemberg im Landesmittel mit voraussichtlich 345 dt/ha ein leicht überdurchschnittlicher Ertrag ab. Das langjährige Mittel 2001/2006 beziffert sich auf 340 dt/ha; im Vorjahr konnten 328 dt/ha gerodet werden. Insgesamt wird eine Erntemenge von 1,6 Mill. dt Spätkartoffeln (einschließlich mittelfrühe) erwartet. Der Sechsjahresdurchschnitt wird damit um ein Fünftel, das Vorjahresergebnis um 13 Prozent verfehlt. Dahinter steht eine Anbaufläche von 4.650 ha; das sind rund 1.000 ha weniger als noch vor Jahresfrist. Die Kartoffel verschwindet mehr und mehr aus dem Anbauprogramm landwirtschaftlicher Betriebe. Der Arbeitsaufwand ist hoch und ohne Spezialmaschinen nur auf kleinen Flächen zu bewältigen. Der Kartoffelanbau konzentriert sich demzufolge vor allem auf einige Spezialbetriebe mit günstigen Bodenverhältnissen, wie etwa im Heilbronner Raum und am Oberrhein

Die Frühkartoffeln erzielten im heimischen Anbau mit rund 280 dt/ha eine sehr erfreuliche Flächenleistung. Das Vorjahresergebnis und das Mittel 2001/2006 belaufen sich auf jeweils knapp 270 dt/ha. Auf einer Anbaufläche von 760 ha, rund 100 ha weniger als im Vorjahr, wurde im Südwesten somit eine Erntemenge von rund 215.000 dt Frühkartoffeln erzeugt. Das langjährige Mittel (244.000 dt) liegt 12 Prozent, das Vorjahresergebnis 6 Prozent darüber. Die gesamte Kartoffelernte der marktorientierten Betriebe des Landes ist damit auf voraussichtlich 1,8 Mill. dt (180.000 Tonnen) zu beziffern.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Ernte 2007 in Niedersachsen: Mehr Kartoffeln als Getreide

Hannover (agrar.de) – Nachdem die niedersächsischen Landwirte dieses Jahr die geringste Getreideernte seit 13 Jahren eingefahren haben, ist man nun über eine durchschnittliche Kartoffelernte schon froh. Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik mitteilt, gibt es wegen der hohen Ausfälle bei Getreide erstmals seit 1967 voraussichtlich wieder mehr Kartoffeln (5,4 Mio. t) als Getreide (5,2 Mio. t).

Die häufigen Niederschläge seit dem Beginn der Haupterntezeit erschweren die Ernte. Auf leichter abtrocknenden Standorten wird jede mögliche Stunde gerodet und auf eine gesunde Lagerung der Knollen geachtet. In feuchteren Lagen wird, wenn es denn möglich ist, mit dem Roden für die Dauerlager noch auf eine bessere Abtrocknung der Dämme gewartet, um die Lagerfähigkeit der Knollen im klimatisierten Großlager zu erhöhen. Im Unterschied zu früheren Zeiten lagern die Haushalte selbst kaum noch Kartoffeln ein.

Auffällig ist dieses Jahr der hohe Ertragsabstand zwischen Industriekartoffeln und Speisekartoffeln. Als Industriekartoffel werden die Kartoffeln bezeichnet, die für die industrielle Weiterverarbeitung – Chips, Pommes, Stärke, Püree, Fertigprodukte, Alkohol – angebaut werden. Industriekartoffeln sollen sehr groß werden und müssen deshalb lange wachsen. Je größer die Kartoffeln sind, um so länger werden z.B. die Pommes, um so weniger Verschnitt gibt es, um so weniger Schälverluste treten auf, um so schneller und reibungsloser ist der Verarbeitungsprozess. Die Hausfrauen bevorzugen als Speiseware kleinere ‚Haushaltsgrößen‘, die schneller zu kochen und ansprechender zu servieren sind.

Speiseware muss ab Juni kontinuierlich frisch angeboten werden, während Industriekartoffeln lange im Boden bleiben sollen. Nach diesen verschiedenen Kundenwünschen hat sich der Anbau in Bezug auf die Sorten, Pflanzabstände, Pflanz- und Erntezeitpunkte und die regionalen Anbauschwerpunkte auseinander entwickelt. Industrieware ist dieses Jahr gleichmäßiger im Ertrag, bei Speiseware gibt es mehr Ausreißer nach unten.

Das Speisekartoffelsortiment litt im extrem trockenen April stärker als die Industrieware. In Betrieben mit Speise- und Industriekartoffeln werden meist die Speisekartoffeln früher gepflanzt, auch um die Arbeitsspitzen zu brechen. Der Vegetationsrhythmus ist so bei der Mehrzahl der Speisekartoffeln leicht anders als bei Industrieware. Das war dieses Jahr ein Nachteil, denn zum Ende des extrem warmen und trockenen Aprils waren die Speisekartoffeln bereits in der Phase des Knollenansatzes und konnten so weniger Knollen entwickeln. Die Industriekartoffeln erreichten dieses Stadium später im Mai und waren mit Beginn der Regenperiode ab 8. Mai immer sehr gut mit Wasser versorgt. Der Mengenzuwachs bei Industriekartoffeln gegenüber 2006 ist deswegen so hoch, weil im ‚Weltmeistersommer 2006‘ die allgemein weniger beregnungsintensiven Industriekartoffelflächen stark im Ertrag einbrachen und nun wieder auf ein normales Niveau zurück gekehrt sind.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Gemüseanbau 2007 in Brandenburg: Spargel dominiert

Potsdam 8agrar.de) – In Brandenburg wird 2007 eine Anbaufläche für Gemüse zum Verkauf von rund 6.800 Hektar bewirtschaftet.

Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hatten sich im Vergleich zum Vorjahr sowohl der Gemüseanbau auf dem Freiland als auch der unter Glas geringfügig reduziert. Die Gemüseanbaufläche auf dem Freiland beläuft sich 2007 auf 6.700 Hektar. Das sind 160 Hektar (–2 Prozent) weniger als 2006. Der Anbau von Gemüse unter Glas nahm von 38 Hektar im Vorjahr auf nunmehr 36 Hektar ab.

Schwerpunkte des Gemüseanbaus Brandenburgs bilden die Kreise Potsdam-Mittelmark (2.600 Hektar Freilandgemüseanbau und 12 Hektar Anbau von Gemüse unter Glas) und Märkisch-Oderland (1.300 und 5 Hektar). Die wichtigste Kultur im Gemüseanbau ist der Spargel. Dieser steht auf insgesamt 3.000 Hektar und vergrößerte sich damit um 1 Prozent gegenüber 2006. Somit wächst Spargel auf 45 Prozent der Brandenburger Freilandgemüsefläche.

Weitere anbaurelevante Gemüsearten auf dem Freiland sind Möhren/Karotten (770 Hektar), Frischerbsen (740 Hektar) sowie Gurken (740 Hektar) mit jeweils 11 Prozent Anteil an der Freilandgemüsefläche. Die verbleibenden 22 Prozent verteilen sich auf die verschiedene andere Früchte. Beim Anbau unter Glas sind Tomaten mit fast 16 Hektar und Gurken mit 6 Hektar nach wie vor die wichtigsten Gemüsearten.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

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