15. August 2007

Durchwachsene Getreideernte im Rheinland

Bonn (agrar.de) – Die Getreideernte im Rheinland ist weitestgehend abgeschlossen, lediglich in den Höhenlagen der Eifel warten größere Anteile von Braugerste aber auch noch Weizen auf ihre Ernte. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, sei die Getreideernte im Rheinland in diesem Jahr zwar außergewöhnlich früh gestartet, hätte aber durch den Regen immer wieder unterbrochen werden müssen. Damit sei die Ernte für die Landwirte zu einer regelrechten Hängepartie geworden, berichtet der RLV.

Enttäuscht seien viele Landwirte in diesem Jahr über die vielerorts erzielten geringeren Erträge. So habe bei der Wintergerste der Befall mit Gelbverzwergungsvirus im Herbst, die extreme Trockenheit im April sowie die sehr nasse Folgewitterung bis hin zur Ernte insgesamt Mindererträge gegenüber dem Vorjahr bewirkt, die sich im Mittel auf etwa minus 10 Prozent beziffern lassen. Allerdings seien die Ertragsstreubreiten sehr hoch, betont der RLV. Auch die wichtigste Getreideart im Rheinland, der Winterweizen, hat nach RLV-Angaben vor allem stark unter der Apriltrockenheit gelitten. Im Mittel der Standorte seien Mindererträge gegenüber dem Vorjahr von 8 bis 10 Prozent festzustellen. Aber auch bei dieser Kultur seien extreme Streubreiten festzustellen. Insbesondere auf den leichteren Standorten lägen die Ertragsminderungen deutlich höher.

Wie der RLV weiter mitteilt, hätten die äußerst ungewöhnlichen Witterungsabläufe in diesem Vegetationsjahr auf alle Kulturarten ihre ungünstigen Auswirkungen gehabt, so auch auf Winterraps, bei dem Mindererträge gegenüber dem vergangenen Jahr um etwa 15 Prozent beobachtet werden konnten. Ähnliches gelte für Sommergetreide, insbesondere für Hafer und Braugerste, die ähnlich unter den schlechten Verhältnissen gelitten hätten, wie das Wintergetreide.

Etwas gemildert werde die Enttäuschung über die geringere Getreideernte durch die diesjährigen Erzeugerpreise. Da die Getreideernte des Vorjahres schon unterdurchschnittlich gewesen sei, seien entgegen der sonst üblichen Einbrüche die Erzeugerpreise zur Ernte in diesem Jahr relativ stabil geblieben und stiegen – auch angesichts weltweit knapper Getreidevorräte – weiter. Allerdings stünden, so der RLV, den gestiegenen Erzeugererlösen in diesem Jahr erheblich höhere Kosten für Drusch und Trocknung gegenüber.

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Ein Landwirt produziert 48 Mio. l Grundwasser

Themen: Statistik,Umwelt,Wasser — info @ 13:08

Bonn (agrar.de) – Nicht nur 7 t Weizen oder 30 t Kartoffeln, sondern auch 1 Mio. l Grundwasser im Jahr produziert ein Ackerbauer auf 1 ha Land. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in einer Pressemitteilung hin. Bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 48 ha in Deutschland (Agrarbericht 2007) sei mit einer Grundwasserneubildung von 48 Mio. l auf der Ackerfläche zu rechnen. Diese Grundwasserneubildung reiche aus, um über 800 Einwohner ein ganzes Jahr lang mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband stützt sich bei seiner Berechnung auf die Aussagen von Prof. Dr. Hans-Peter Blum vom Institut für Bodenkunde der Universität Kiel. Der hatte schon 1997 darauf hingewiesen, dass die Ackernutzung im Schnitt ein um 100 l/m² größere Grundwasserversickerungsrate habe als der natürliche Wald.

Die Daten des Institutes für Bodenkunde der Universität belegen nach Auffassung des RLV, dass der ländliche Raum mit den landwirtschaftlichen Nutzflächen das Trinkwasserreservat der städtischen Ballungsgebiete ist. Hingegen sei das Grundwasser in Ballungs- und Industriegebieten in vielen Fällen für die Trinkwassergewinnung unbrauchbar. Die Grundwasserneubildung könne fast nur noch im Bereich der Land- und Forstwirtschaft qualitativ und quantitativ gesichert werden. Diese lebensnotwendige Leistung der heimischen Landwirtschaft müsse deshalb in Politik und Gesellschaft Anerkennung finden, meint der RLV.

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Durchwachsene Getreideernte im Rheinland

Bonn (agrar.de) – Die Getreideernte im Rheinland ist weitestgehend abgeschlossen, lediglich in den Höhenlagen der Eifel warten größere Anteile von Braugerste aber auch noch Weizen auf ihre Ernte. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, sei die Getreideernte im Rheinland in diesem Jahr zwar außergewöhnlich früh gestartet, hätte aber durch den Regen immer wieder unterbrochen werden müssen. Damit sei die Ernte für die Landwirte zu einer regelrechten Hängepartie geworden, berichtet der RLV.

Enttäuscht seien viele Landwirte in diesem Jahr über die vielerorts erzielten geringeren Erträge. So habe bei der Wintergerste der Befall mit Gelbverzwergungsvirus im Herbst, die extreme Trockenheit im April sowie die sehr nasse Folgewitterung bis hin zur Ernte insgesamt Mindererträge gegenüber dem Vorjahr bewirkt, die sich im Mittel auf etwa minus 10 Prozent beziffern lassen. Allerdings seien die Ertragsstreubreiten sehr hoch, betont der RLV. Auch die wichtigste Getreideart im Rheinland, der Winterweizen, hat nach RLV-Angaben vor allem stark unter der Apriltrockenheit gelitten. Im Mittel der Standorte seien Mindererträge gegenüber dem Vorjahr von 8 bis 10 Prozent festzustellen. Aber auch bei dieser Kultur seien extreme Streubreiten festzustellen. Insbesondere auf den leichteren Standorten lägen die Ertragsminderungen deutlich höher.

Wie der RLV weiter mitteilt, hätten die äußerst ungewöhnlichen Witterungsabläufe in diesem Vegetationsjahr auf alle Kulturarten ihre ungünstigen Auswirkungen gehabt, so auch auf Winterraps, bei dem Mindererträge gegenüber dem vergangenen Jahr um etwa 15 Prozent beobachtet werden konnten. Ähnliches gelte für Sommergetreide, insbesondere für Hafer und Braugerste, die ähnlich unter den schlechten Verhältnissen gelitten hätten, wie das Wintergetreide.

Etwas gemildert werde die Enttäuschung über die geringere Getreideernte durch die diesjährigen Erzeugerpreise. Da die Getreideernte des Vorjahres schon unterdurchschnittlich gewesen sei, seien entgegen der sonst üblichen Einbrüche die Erzeugerpreise zur Ernte in diesem Jahr relativ stabil geblieben und stiegen – auch angesichts weltweit knapper Getreidevorräte – weiter. Allerdings stünden, so der RLV, den gestiegenen Erzeugererlösen in diesem Jahr erheblich höhere Kosten für Drusch und Trocknung gegenüber.

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Bodensee ist wichtigstes Apfelanbaugebiet Baden-Württembergs

Stuttgart (agrar.de) – In der Rheinebene ist der Obstanbau vielseitiger – Kirschen und Birnen werden auch hochprozentig veredelt Nach den Ergebnissen der Baumobstanbauerhebung 2007 ist und bleibt die Bodenseeregion das führende Obstanbaugebiet in Baden-Württemberg. Wie das Statistische Landesamt feststellt, liegt nahezu die Hälfte (47 Prozent) von insgesamt 15.200 Hektar (ha) Baumobstfläche des Landes in der Obstlandschaft ‚Bodensee‘, die aus den drei Kreisen Ravensburg, Konstanz und Bodenseekreis besteht. In der Obstbauregion ‚Rheinebene‘, die sich entlang des Rheins von Mannheim bis Lörrach erstreckt, befinden sich gut 5.500 ha oder 36 Prozent der Baumobstfläche des Landes. Der Rest verteilt sich auf das Anbaugebiet ‚Neckartal‘ (1.500 ha bzw. 10 Prozent) und die ‚Sonstigen Gebiete‘ (900 ha bzw. 6 Prozent).

Die betrieblichen Strukturen unterscheiden sich in den beiden wichtigsten Obstlandschaften des Landes deutlich. Am Bodensee konzentrieren sich die Betriebe in der Regel eindeutig auf die Erzeugung von Tafelobst, überwiegend Äpfel. Andere landwirtschaftliche oder gärtnerische Produktion hat in diesen Betrieben, wenn überhaupt vorhanden, nur untergeordnete Bedeutung. Der spezialisierten Ausrichtung entsprechend, ist die mit Obstbäumen bepflanzte Fläche im Vergleich zum übrigen Land überdurchschnittlich groß (4,6 ha je Betrieb) und vergleichsweise dicht bepflanzt.

Ein weiteres Merkmal der Spezialisierung ist die Dominanz des Apfels. Rund 90 Prozent der Fläche am ‚Bodensee‘ sind mit Apfelbäumen bepflanzt, so dass die übrigen Baumobstarten mehr der Sortimentsabrundung dienen. Im Bereich ‚Rheinebene‘, zu dem so unterschiedliche Landschaften wie das Markgräflerland, die Ortenau oder die Bergstrasse zählen, sind die Produktionsverhältnisse demgegenüber vielseitiger und abwechslungsreicher. Neben die Erzeugung von Tafelobst tritt die Weiterverarbeitung und Veredelung in Brennereien, die bei Kirschen und auch Birnen den überwiegenden Verwendungszweck darstellt. In den Betrieben der ‚Rheinebene‘ wird der Anbau von Baumobst vielfach auch durch Erdbeeren und Strauchbeeren ergänzt. Die reine Baumobstfläche im einzelnen Betrieb ist daher merklich kleiner (im Durchschnitt 1,5 ha) und der Apfel ist zwar wichtig, aber nicht mehr dominant. Apfel, Süßkirschen und Pflaumen/Zwetschgen stehen in der ‚Rheinebene‘ nahezu gleichwertig nebeneinander.

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14. August 2007

Rheinland-Pfalz: Winterraps und Silomais auf Höchststand

Getreideanbau ausgeweitet

Bad Ems (agrar.de) – Die rheinland-pfälzischen Landwirte ernteten in den vergangenen Wochen von fast 41.000 Hektar Fläche Winterraps. Der Anbau erreichte damit einen neuen Höchststand. Auch die Silomaisfläche ist mit über 22.000 Hektar so groß wie nie zuvor, so das Statistische Landesamt. Ursache für die Ausweitung der Anbauflächen ist die zunehmende Bedeutung landwirtschaftlicher Rohstoffe als Ersatz für fossile Rohstoffe. So dient Raps beispielsweise als Rohstoff für die Erzeugung von Biodiesel. Silomais wird dagegen in Biogasanlagen eingesetzt.

Die Getreidefläche hat gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent zugenommen. Mit 239.000 Hektar entspricht sie der durchschnittlichen Anbaufläche der sechs Jahre von 2001 bis 2006. In Deutschland wurde auf rund 6,2 Millionen Hektar Getreide gesät. Rheinland-Pfalz hat hieran einen Anteil von 3,9 Prozent; bei Winterraps und Silomais liegen die Anteile bei 2,7 bzw. 1,5 Prozent. Die wichtigste Getreideart ist mit großem Abstand Winterweizen. In Rheinland-Pfalz wurde die Anbaufläche in diesem Jahr um 8.000 Hektar auf 106.000 Hektar ausgeweitet.

Sommergerste konnte (entgegen einer ersten Auswertung im Frühjahr) gegenüber dem Vorjahr im Anbauumfang geringfügig auf 56.000 Hektar zulegen. Die Zunahme um 2.000 Hektar dürfte vor allem zulasten von Hafer erfolgt sein, der wie die Sommergerste erst im Frühjahr ausgesät wird. Der Haferanbau fiel auf knapp 7.000 Hektar (minus 1.400 Hektar) zurück. Wintergerste (38.000 Hektar), Triticale – eine Kreuzung aus Weizen und Roggen – (15.000 Hektar) und Roggen (11.000 Hektar) konnten im Anbau zulegen.

Trotz der anstehenden Einschnitte bei den Erlösen für Zuckerrüben nahm der Anbau im Vergleich zum Vorjahr wieder zu. Die Fläche stieg um 10 Prozent auf gut 20.000 Hektar. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert ist dies allerdings ein Rückgang von 1,5 Prozent. Der Kartoffelanbau blieb mit 8.400 Hektar im Umfang stabil. Eine seit Jahren rückläufige Entwicklung weisen dagegen Hülsenfrüchte wie Futtererbsen und Ackerbohnen (1.800 Hektar; minus 21 Prozent) sowie der Tabak (800 Hektar; minus 3,3 Prozent) auf. Ebenfalls rückläufig sind die stillgelegten oder brachliegenden Flächen. Sie nahmen um knapp 11 Prozent auf 28.000 Hektar ab. Die nicht mehr stillgelegten Flächen wurden vielfach für den Anbau von landwirtschaftlichen Rohstoffen zum Ersatz fossiler Rohstoffe genutzt.

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Weniger Rinder und Schafe in Bayern

Themen: Bayern,Statistik,Tierbestände — info @ 13:08

Jedoch um 1,3 Prozent mehr Schweine

München (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der Viehbestandserhebung im Mai 2007 wurden in Bayern rund 3.481.100 Rinder, 422.500 Schafe und 3.698.400 Schweine gehalten. Das bedeutet gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres Rückgänge um 0,2 Prozent bei Rindern und um 5,9 Prozent bei Schafen, jedoch eine Zunahme um 1,3 Prozent bei Schweinen. In den landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern verringerte sich nach den vorläufigen Ergebnissen der Viehbestandserhebung im Mai 2007 der Tierbestand bei Rindern gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 0,2 Prozent auf 3.481.100 Tiere.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung stellen Milchkühe mit einer Zahl von 1.230.600 Tieren einen Anteil von 35,4 Prozent am gesamten Rinderbestand. Bei dieser Tierkategorie hat sich die Zahl gegenüber dem Mai 2006 um rund 1.500 Tiere bzw. 0,1 Prozent verringert.

Bei Schafen ist mit 5,9 Prozent ein vergleichsweise starker Rückgang des Tierbestandes gegenüber dem Vorjahr auf 422.500 Tiere zu verzeichnen.

Bei Schweinen hat sich der Tierbestand jedoch erhöht. Mit 3.698.400 Tieren lag deren Zahl im Mai 2007 um 1,3 Prozent über der vom Mai 2006. Zugenommen haben die Bestände bei Jungschweinen um 4,0 Prozent auf 829.000 Tiere und bei Mastschweinen um 2,1 Prozent auf 1.223.700 Tiere. Mit 391.700 Tieren wurden aber um 2,0 Prozent weniger Zuchtsauen gehalten als im Jahr davor. Die Zahl der Ferkel umfasste 1.246.700 Tiere, was gegenüber dem Vorjahr eine geringfügige Abnahme um 0,1 Prozent bedeutet.

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4,4 Millionen Apfelbäume in NRW

Düsseldorf (agrar.de) – Äpfel, Kirschen, Birnen, Pflaumen und anderes Baumobst zum Verkauf werden in Nordrhein- Westfalen von 303 Betrieben auf einer Fläche 2.250 Hektar angebaut. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, dienen mehr als drei Viertel dieser Fläche (1.758 Hektar, 78,1 Prozent) der Erzeugung von Äpfeln. Auf Pflaumen und Zwetschen entfallen 190 Hektar, auf Birnen 153 Hektar, auf Süß- und Sauerkirschen 143 Hektar und auf Mirabellen und Renekloden sieben Hektar. Vor fünf Jahren (2002) hatte die Zahl der Obstanbaubetriebe noch bei 331 und die Fläche bei rund 2.600 Hektar gelegen.

4,4 Millionen der insgesamt knapp fünf Millionen Obstbäume sind Apfelbäume. Rund 3,2 Millionen Apfelbäume stehen allein im Regierungsbezirk Köln, dem traditionell größten Obstanbaugebiet im Land mit Schwerpunkt im Meckenheimer Raum.

Bedeutendste Tafelapfelsorten in Nordrhein-Westfalen sind Elstar, Jonagold, Braeburn und Gala. Allein diese vier Sorten beanspruchen mehr als die Hälfte (56,8 Prozent) der gesamten Apfelanbaufläche.

Bei den Zahlen handelt es sich um erste Ergebnisse der alle fünf Jahre stattfindenden ‚Baumobstanbauerhebung‘, bei der nur Betriebe mit Anbauflächen für Obst zum Verkauf von mindestens 3.000 Quadratmetern (30 Ar) befragt werden.

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Mehr Schafe, weniger Rinder und Schweine in Sachsen

Themen: Sachsen,Statistik,Tierbestände — info @ 10:08

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte halten nach Angaben des Statistischen Landesamtes zurzeit 483.500 Rinder, 615.100 Schweine und 126.700 Schafe. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Bestände bei Rindern und Schweinen. Demgegenüber wurden mehr Schafe als im Vorjahr gezählt.

In der Rinderhaltung setzte sich auch 2007 der seit Jahren anhaltende Bestandsabbau fort. In den vergangenen zehn Jahren verringerte sich die Anzahl der in Sachsen gehaltenen Rinder um fast ein Viertel (143.500 Tiere bzw. 23 Prozent), darunter in den vergangenen zwölf Monaten um 4.000 Rinder (0,8 Prozent). Damit wurde ein neuer Tiefpunkt erreicht. Der zahlenmäßig stärkste Rückgang ist jeweils mit 2.000 Tieren bei Milchkühen (1,0 Prozent) und bei den weiblichen Zuchtrindern über 12 Monate (1,9 Prozent) zu verzeichnen. Mit 69.700 Kälbern unter 6 Monate wurden 1.500 Tiere (2,1 Prozent) weniger als vor Jahresfrist gezählt. In der Ammen- und Mutterkuhhaltung wurden 37.500 Kühe – 1.700 Tiere (4,7 Prozent) mehr als 2006 – erfasst. Eine ebenfalls positive Bestandsentwicklung ist bei den männlichen Rindern über sechs Monate ersichtlich. In dieser Kategorie erhöhte sich der Bestand um 800 (2,7 Prozent) auf 31.800 Bullen. Weiterhin wurden rund 2.600 Schlachtfärsen über ein Jahr alt gehalten.

In den sächsischen Betrieben mit Schweinehaltung wurden 2.500 Tiere (0,4 Prozent) weniger als im Mai 2006 gehalten. Die Bestandsentwicklung seit Mai 2006 zeigte in den einzelnen Altersklassen und Nutzungsrichtungen unterschiedliche Tendenzen. Bestandserhöhungen sind bei Ferkeln und Zucht­schweinen ersichtlich. Demgegenüber fanden in den Kategorien Jung- und Mastschweine Bestands­rückgänge statt. Die Zahl der Ferkel erhöhte sich um 20.500 (11,8 Prozent) auf 194.500 Tiere. Im Zucht­schweinesektor wurden die Bestände in den vergangenen zwölf Monaten um 1.200 Tiere (1,5 Prozent) aufgestockt. Im Schweinemastbereich wurden mit 192.400 Tieren 5.700 Masttiere (2,9 Prozent) weniger als zum Vorjahreszeitpunkt erfasst. Negative Bestandsveränderungen sind auch bei den Jungschweinen zu erkennen. Mit 150.400 Jungschweinen wurden 18.500 Tiere (10,9 Prozent) weniger als im Mai 2006 erfasst. Im Vergleich zum April 1997 wurden im Mai 2007 in Sachsen rund 40.400 Schweine (7,0 Prozent) mehr gehalten.

In der sächsischen Schafhaltung kam es seit dem Vorjahr zu keinen weiteren Bestandsrückgängen. Die Zahl der in Sachsen gehaltenen Schafe erhöhte sich um 5.000 Tiere (4,1 Prozent). Mit 81.800 Tieren bilden weibliche Zuchtschafe und Jährlinge den Hauptanteil (64,6 Prozent) am Gesamt­bestand. Im Vergleich zum Mai 2006 sind dies 2.800 Tiere (3,6 Prozent) mehr. Der Bestand an Schafen unter einem Jahr erhöhte sich im Vergleichszeitraum um 2.200 (5,7 Prozent) auf 41.200 Tiere. Weiterhin werden 1.700 Schafböcke zur Zucht und 2.000 Hammel und übrige Schafe gehalten.

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13. August 2007

Getreide bleibt wichtigste Ackerfrucht in Sachsen

Themen: Anbauflächen,Getreide,Raps,Sachsen,Statistik — info @ 15:08

Winterraps erreicht größte Anbaufläche seit 1991

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte bearbeiten in diesem Jahr rund 722.700 Hektar Ackerland. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes gut 1.500 Hektar mehr als im Vorjahr.

Für Getreide einschließlich Körnermais wurde eine Anbaufläche von 395.400 Hektar ermittelt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 6.200 Hektar bzw. 1,5 Prozent. Getreide bleibt aber die wichtigste Ackerfrucht und wächst in diesem Jahr auf 55 Prozent des Ackerlandes heran. Obwohl die Anbaufläche von Weizen um 4.000 (2,2 Prozent) verringert wurde, bleibt Weizen die am häufigsten angebaute Getreideart und beansprucht 45 Prozent der Getreideanbaufläche. Mit Gerste war eine Fläche von 135.700 Hektar und damit rund 34 Prozent der Getreideanbaufläche bestellt.

Die sächsischen Landwirte drillten weiterhin 22.600 Hektar Triticale (-6,0 Prozent) und 9.800 Hektar Hafer (-3,0 Prozent zum Vorjahr). Der stärkste Flächenrückgang war bei der Sommergerste mit 9.600 Hektar (20,7 Prozent) zu verzeichnen. Dagegen wurde die Roggenanbaufläche um 11.500 Hektar (40,6 Prozent) ausgeweitet.

Der Anbau von Handelsgewächsen nahm um 10.400 Hektar (7,3 Prozent) zu und erhöhte sich auf 152.900 Hektar. Zu den Handelsgewächsen zählen unter anderem Ölfrüchte (Raps, Körnersonnenblumen, Lein), Rüben und Gräser zur Samengewinnung sowie Hopfen. Handelsgewächse nehmen in diesem Jahr 21,2 Prozent des Ackerlandes ein. Den größten Zuwachs der Anbaufläche verzeichnet der Winterraps mit 11.200 Hektar (8,6 Prozent zum Vorjahr).

Futterflächen machen rund 15 Prozent des Ackerlandes aus. Im Vergleich zu 2006 erhöhte sich die Futteran­baufläche um 3.000 Hektar bzw. 2,8 Prozent. Diese erneute Steigerung resultiert insbesondere aus einer Zunahme der Silomaisfläche um 4,9 Prozent bzw. 3.100 Hektar. Silomais wird auf 66.200 Hektar angebaut und beansprucht 9,2 Prozent des Ackerlandes und über 60 Prozent der Futteranbaufläche.

Auf 24.000 Hektar wachsen Hackfrüchte heran. Das sind 2.900 Hektar (13,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Dabei entfallen 15.600 Hektar auf Zuckerrüben und 8.000 Hektar auf Kartoffeln. Die Anbaufläche für Hülsen­früchte hingegen verringerte sich nahezu um ein Drittel auf 10.500 Hektar. Obwohl dieser Rückgang insbesondere aus einer Verringerung des Anbaus von Futtererbsen resultiert, stellt diese Fruchtart weiterhin die wichtigste Hülsenfrucht in Sachsen dar. Futtererbsen werden auf 8.500 Hektar (-30,0 Prozent zum Vorjahr) angebaut.

Die Brache beläuft sich in diesem Jahr auf etwa 24.700 Hektar. Das sind 3.600 Hektar (12,7 Prozent) weniger als 2006.

Diese Angaben sind das vorläufige Ergebnis der Agrarstrukturerhebung 2007, die in rund 10.500 landwirt­schaftlichen Betrieben stattfand.

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Mehr Schweine- und Geflügelfleisch im 1. Halbjahr 2007 erzeugt

Themen: Fleisch,Statistik — info @ 12:08

Wiesbaden (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2007 wurden in Deutschland 3,5 Millionen Tonnen Fleisch gewerblich erzeugt. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren das 5,6% mehr als im ersten Halbjahr 2006. Ausschlaggebend für diesen Anstieg war die deutliche Zunahme der Schlachtmenge aus Schweineschlachtungen (+ 6,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2006) und der von Geflügelfleisch (+ 8,0 Prozent).

Die Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen (ohne Geflügel) im ersten Halbjahr 2007 setzte sich aus 2,4 Millionen Tonnen Schweinefleisch, 547.100 Tonnen Rindfleisch, 19.800 Tonnen Kalbfleisch, 10.800 Tonnen Schaffleisch sowie rund 1.400 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch zusammen. Damit ist die nachgewiesene Schlachtmenge aus gewerblichen Schlachtungen dieser Tierarten gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 um 5,2 Prozent gestiegen.

Dagegen gingen die Rinderschlachtungen um 3,3 Prozent zurück. Dabei verzeichneten die Schlachtungen von Färsen ein Minus von 3,0 Prozent, Kuhschlachtungen nahmen um 7,1 Prozent ab. Die Zahl der Ochsen- und Bullenschlachtungen blieb nahezu konstant (+ 0,2 Prozent). Obwohl das durchschnittliche Schlachtgewicht der Rinder leicht gestiegen ist, war die Schlachtmenge hier um 1,5 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr 2006.

Im ersten Halbjahr 2007 wurden insgesamt 541.900 Tonnen Geflügelfleisch erzeugt. Darunter sind 316.000 Tonnen Jungmasthühnerfleisch, 21.300 Tonnen Entenfleisch und 186.500 Tonnen Truthuhnfleisch. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 stieg die Erzeugung von Jungmasthühnerfleisch um 16,0 Prozent, die Produktion von Truthuhnfleisch sank um 2,6 Prozent. Bei der Produktion von Entenfleisch wurde mit einem Plus von 19,1 Prozent das Vorjahreshalbjahr deutlich übertroffen.

Traditionell ist der Anteil des gewerblich erzeugten Schweinefleisches mit 68,4 Prozent am höchsten. Danach folgen gleichauf Rindfleisch ohne Kalbfleisch (15,4 Prozent) und Geflügelfleisch (15,3 Prozent). Der Anteil von Kalb-, Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch beträgt zusammen nur knapp 1 Prozent.

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