22. August 2007

Mehr Raps und Silomais in Nordrhein-Westfalen

Bonn (agrar.de) – Die Bauern in Nordrhein-Westfalen haben in diesem Jahr deutlich mehr Winterraps, Silomais und Hackfrüchte angebaut als in 2006. Der Anbau von Getreide und Hülsenfrüchten haben dagegen in 2007 deutlich abgenommen. Zu diesem vorläufigen Ergebnis kommen – wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn berichtet – erste Auswertungen des Statistischen Landesamtes.

Insgesamt beackern Nordrhein-Westfalens Bauern etwa 1.072.700 ha Ackerland. Auf über der Hälfte, etwa 59 Prozent, wächst Getreide. Fruchtart Nummer Eins in Nordrhein-Westfalen bleibt mit rund 272.000 ha unverändert der Weizen. Während im Rheinland der Anbau leicht zurückging, wurde er in Westfalen-Lippe ausgedehnt. Insgesamt beansprucht der Winterweizen 25 Prozent des Ackerlandes in Nordrhein-Westfalen, im Rheinland beträgt sein Anteil 29 Prozent, in Westfalen 24 Prozent. An zweiter Stelle rangiert unverändert die Wintergerste, die jedoch gegenüber dem Vorjahr um etwa 4 Prozent auf 180.800 ha zurückging. Im Rheinland wurden unverändert rund 36.800 ha, in Westfalen-Lippe rund 144.000 ha ermittelt. Der Roggenanbau hat, wie im Vorjahr, wieder nur leicht zugelegt, jedoch spielt er mit insgesamt knapp 19.460 ha ebenso wie die Sommergerste und Hafer weiterhin nur eine untergeordnete Rolle.

Erneut ausgedehnt wurde der Anbau von Winterraps, der in diesem Jahr auf 75.660 ha (+ 15 Prozent) geerntet wurde. Der kräftige Anstieg des Rapsanbaus ist vor allem auf die Zunahme der Produktion für Biodiesel zurückzuführen und liegt im bundesweiten Trend. Auch der Kartoffelanbau legte wieder leicht zu. Sowohl Frühkartoffeln, trotz der schwierigen Pflanzbedingungen, als auch speziell Industriekartoffeln wurden auf Grund des großen Bedarfs und guter Preise im Vorjahr zusammen auf rund 1.630 ha Anbaufläche erweitert. Das ist ein Plus von 8,5 Prozent. Der Anbau von Spätkartoffeln zu Speisezwecken sank dagegen um 5 Prozent beziehungsweise 650 ha auf 12.300 ha im Vergleich zu 2006.

Die Möglichkeit, Zuckerrüben zu industriellen Zwecken veräußern zu können, ließ hier den Anbau nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr wieder um beachtliche 7,9 Prozent auf fast 61.200 ha empor klettern. Unverändert blieb der Anbau von Körnermais und Corn-Cob-Mix, einer Maisspezialität für Vieh, mit 83.600 ha. Der Anbau von Silomais, mit dem eigentlich vor allem Rinder gefüttert werden, legte um 7,2 Prozent oder knapp 10.000 ha auf 195.329 ha zu, wobei dies überwiegend in Westfalen-Lippe erfolgte. Bei rückläufigen Viehzahlen kann nur der so genannte Biogas-Boom Ursache für eine erhebliche Ausdehnung des Maisanbaus in 2007 sein.

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Sachsen: Im 1. Halbjahr rund 13 Prozent mehr Fleisch

Themen: Fleisch,Sachsen,Statistik,Tiere — info @ 12:08

Weniger Rindfleisch – mehr Schweinefleisch

Dresden (agrar.de) – In Sachsen wurden im ersten Halbjahr 2007 insgesamt rund 33.400 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erschlachtet. Im Vergleich zum Vorjahr sind das gut 3.900 Tonnen Fleisch (13 Prozent) mehr. Diese Fleischmenge resultiert aus der Schlachtung von 320.300 Tieren. Rund 96 Prozent der Gesamt­schlachtmenge kamen aus gewerblichen Schlachtungen und vier Prozent aus Hausschlachtungen. Im Berichtszeitraum wurden 307.800 gewerbliche und 12.500 Hausschlachtungen durchgeführt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die gewerblichen Schlachtungen um 47.200 (18 Prozent). Demgegenüber verringerten sich die Hausschlachtungen über 500.

Die in Sachsen erschlachtete Schweinefleischmenge von 27.800 Tonnen bildet mit 83 Prozent den Hauptanteil an der sächsischen Fleischerzeugung. Dafür wurden im Freistaat 292.200 Schweine einer Schlachtung zugeführt. Gegenüber dem Vorjahr sind das 4.300 Tonnen (18 Prozent) mehr. Darunter waren rund 7.900 Hausschlachtungen. Das durchschnittliche gewerbliche Schlachtschwein brachte im ersten Halbjahr 95 Kilogramm Schlachtgewicht auf die Waage.

Der Anteil des Rindfleisches an der Fleischerzeugung betrug knapp 16 Prozent. Die erzeugte Rind­fleischmenge verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 400 (sieben Prozent) auf gut 5.200 Tonnen. Dies ist zugleich die geringste Rindfleischerzeugung im 1. Halbjahr seit Einführung dieser Statistik. Mit 17.400 Rindern wurden 1.600 Tiere weniger als im Vorjahr geschlachtet. Darunter waren 5.500 Bullen und Ochsen, knapp 8.900 Kühe und über 3.000 Färsen. Die Zahl der hausgeschlachteten Rinder betrug im ersten Halbjahr 1.900 Tiere – 200 weniger als im Vorjahres­zeitraum. Das durchschnittliche gewerbliche Schlachtgewicht der Rinder erhöhte sich um fünf auf 300 Kilogramm. Im Freistaat Sachsen wurden 126 Tonnen Kalbfleisch durch die Schlachtung von 1.800 Kälbern erzeugt. Die Kalbfleischmenge lag um zehn Tonnen (sieben Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Außerdem wurden von Januar bis Juni in Sachsen 169 Tonnen Schaffleisch durch die Schlachtung von rund 7.700 Schafen erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 18 Tonnen Fleisch (zwölf Prozent) bzw. 800 Schlachtungen mehr. Die Anzahl der hausgeschlachteten Tiere entsprach mit gut 2.200 Tieren den Vorjahreswerten. Weiterhin wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 952 Ziegen und 195 Pferde geschlachtet, die eine Fleischmenge von 17 Tonnen Ziegen- bzw. 51 Tonnen Pferdefleisch erbrachten. Die Zahl der geschlachteten Ziegen liegt um sieben Prozent über dem Vorjahreswert.

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21. August 2007

2007 weniger Äpfel aus Brandenburg

Potsdam (agrar.de) – Der durchschnittliche Apfelertrag fällt in diesem Jahr deutlich niedriger aus. Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wird mit 106 Dezitonnen pro Hektar der niedrigste Ertrag bei Äpfeln seit 1990 für Brandenburg erwartet. Ein Jahr zuvor waren es 241 Dezitonnen pro Hektar und im dem Durchschnitt der letzten Jahre (2001 bis 2006) 224 Dezitonnen pro Hektar.

Die geringen Erträge bei den Äpfeln sind besonders auf die Blütenfröste Ende April und Anfang Mai zurückzuführen. Dabei gab es regional deutliche Unterschiede.

Des Weiteren hat sich die Anbaufläche dieser Obstart von 1.400 Hektar im Jahr 2006 auf 1.200 Hektar in diesem Jahr verringert. Unter Berücksichtigung der aktuellen Anbaufläche wird derzeit von einer Apfelerntemenge von 127.400 Tonnen ausgegangen. Ein Jahr zuvor waren es 338.500 Tonnen.

Die Hauptanbaugebiete dieses Kernobstes befinden sich im Landkreis Potsdam-Mittelmark und in der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder). Golden Delicious, Idared, und Jonagold gehören in Brandenburg zu den führenden Tafelobstsorten.

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20. August 2007

DBV: Enttäuschende Getreide- und Rapsernte 2007

Themen: Erntebericht,Statistik — info @ 13:08

Bauernverband zieht Erntebilanz

Berlin (agrar.de) – Für die deutschen Ackerbauern geht eine mengenmäßig enttäuschende Getreide- und Rapsernte zu Ende, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) auf seiner Erntepresse­konferenz mitteilte. Mit knapp 40 Millionen Tonnen Getreide (- 8,7 Prozent) fiel das Ernte­ergebnis 2007 nochmals niedriger aus als die ohnehin schwache Ernte 2006. Auch die Winterrapsernte ist für die Bauern ernüchternd. Trotz einer Ausdehnung des Rapsanbaus um 9 Prozent bleibt die Erntemenge mit 5 Millionen Tonnen hinter dem Vorjahr zurück. Mit Ausnahme traditioneller Spätdruschgebiete ist die Getreide­ernte eingefahren, so dass die Marktversorgung sichergestellt ist. Immer neue Niederschläge verhindern derzeit jedoch den Abschluss der Getreideernte. Die Vermarktung der Frühkartoffeln neigt sich ebenfalls dem Ende, witterungsbedingt beträgt der Vermark­tungsvorsprung bis zu 14 Tage. Zuckerrüben und Mais, deren Ernte noch nicht begonnen hat, können von den Niederschlägen profitieren und präsentieren sich mit guten Beständen. Gleiches gilt für Gemüse, Wein und die sonstigen Sonderkulturen. Wesentlicher Grund für die ungewöhnlich niedrige Ernte in 2007 ist der außer­gewöhnliche Witterungsverlauf während der Vegetationsperiode. Nach dem zunächst sehr milden Winter ohne nennenswerte Frostschäden starteten die Kulturen deutlich früher als üblich in die Vegetation. Es folgte jedoch eine ausgeprägte Frühjahrstrockenheit mit außergewöhnlich hohen Temperaturen in entscheidenden Entwicklungs- und Wachstumsphasen im April und Mai. In den folgenden Monaten konnten die Kulturen zwar etwas aufholen, die Schädigungen dürften in den meisten Fällen jedoch irreversibel gewesen sein. Während der Ernte sorgten immer wieder einsetzende Nieder­schläge für Ernte­unter­brechungen, vielerorts knickten Halme und Ähren um, die nicht mehr geerntet werden konnten. Für die Bauern sind deshalb die deutlich über dem Vorjahr liegenden Erzeuger­preise wichtig, um Ertragseinbußen und witterungsbedingt höhere Erntekosten aufzufangen. Für die einzelnen Getreidearten stellt sich das Bild wie folgt dar: Bei der Wintergerstenernte ist 2007 mit 8 Millionen Tonnen ein deutlicher Rückgang der Erntemenge zu verzeichnen. Der um 12 Prozent niedrigere Ertrag und ein leichter Flächen­rückgang (minus 3 Prozent) haben dazu geführt, dass die Erntemengen um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückging. Die Wintergerste hat damit erwartungsgemäß am stärksten unter der Frühjahrstrockenheit gelitten. Aufgrund ihres fortgeschrittenen Entwicklungsstadiums konnten Trockenschäden nicht mehr kompensiert werden. Deutlich geht auch die Entemenge für Sommergerste zurück. Ein um 8,6 Prozent geringerer Ertrag gegenüber dem Vorjahr – verstärkt durch einen Rückgang der Anbaufläche um 8,5 Prozent – lässt die Erntemenge auf 2,1 Millionen Tonnen zurückgehen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dieses einen deutlichen Rückgang in Höhe von 16 Prozent. Die Qualitäten sind regional unterschiedlich, sie sind aber für Braugerste, dem wesentlichen Verwendungs­zweck der Sommergerste, in der Regel ausreichend. Vielfach war die Sommergerste zu Beginn der Frühjahrstrockenheit ausgesät worden, so dass die Saat­körner nicht aufliefen oder die jungen Pflanzen nur unzureichend ertragsbildende Organe ausbilden konnten. Die Roggenernte liegt über 350.000 Tonnen und damit etwa 14 Prozent über dem Vorjahr. Grund ist eine starke Anbauausdehnung dieses Brotgetreides um 25,1 Prozent, allerdings konnte aufgrund des um 9 Prozent niedrigeren Hektarertrages die Ertragsmenge nicht im gleichen Umfang ge­steigert werden. Der immer wieder die Ernte unterbrechende Regen hat insbesondere bei später geernteten Partien vereinzelt zu Qualitätsverlusten geführt, insgesamt wird die Qualität jedoch zur Verwendung als Brotgetreide als ausreichend angesehen. Besonders groß ist die Enttäuschung über die Ergebnisse bei der Ernte von Weizen, der wichtigsten Getreideart in Deutschland. Die Erntemenge wird etwa bei 20 Millionen Tonnen liegen, knapp 10 Prozent unter der schon unterdurchschnittlichen Vorjahresernte. Vor der Ernte war vielfach noch von einem Ertrag ausgegangen worden, der auf Vorjahres­niveau lag. Die Niederschläge im Mai und Juni konnten die Pflanzen augen­scheinlich gut nutzen, die Bestände präsentierten sich gut. Umso größer war die Ent­täuschung, als die Mäh­drescher die Bestände ernteten. Zusätzlich erschwerten die ergiebigen Niederschläge die Ernte, weil vielfach die Halme umknickten und Lager­getreide entstand. Die Aussagen zur Backqualität lassen bislang auf ausreichende Quali­täten schließen. Allerdings erreichen spät geerntete Partien nicht immer die erforder­lichen Qualitäten. Unter der ungewöhnlichen Witterung hat auch der Winterraps gelitten. Trotz einer Aus­dehnung des Anbaus um knapp 9 Prozent auf 1,5 Millionen Hektar blieb die Erntemenge mit 5 Millionen Tonnen um 12,8 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Der frühe Vegetationsstart hatte den Raps bis zu 3 Wochen früher als üblich blühen lassen, Spätfröste trafen ihn dann in dieser empfindlichen Entwicklungsphase. In Verbindung mit der Trockenheit im Frühjahr führte dieser zu geringem Ertrag und im Vergleich zu den Vorjahren niedrigen Ölgehalten. Die durchschnittlichen Ernteerträge für Deutschland insgesamt vermögen nicht die regional unterschiedliche Erntesituation widerzuspiegeln. Kleinräumig stark differenzierte Nieder­schlags­ereignisse, wechselnde Bodenverhältnisse und geografische Schwerpunkte mit hohem Schädlingsaufkommen verursachen ein breites Spektrum an Erträgen. Während in Bayern insbesondere bei Weizen Erträge über dem Vorjahr geerntet wurden, hatte Virus­befall in Niedersachsen und Schleswig-Holstein erhebliche Ertragseinbussen zur Folge. In Thüringen und Sachsen-Anhalt sind die Ernten in einigen Landkreisen nachhaltig durch hohen Mäusebefall geschädigt. Die niedrige Ernte 2007 wird für die Landwirte durch die deutlich gestiegenen Preise umsatzmäßig kompensiert. Gegenüber dem Vorjahr sind die Preise für alle Getreidearten deutlich gestiegen, während die Preise für Raps einer solch deutlichen Entwicklung nicht folgen konnten.

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17. August 2007

Niedersachsen: Geringste Getreideernte seit 13 Jahren

Themen: Erntebericht,Getreide,Niedersachsen,Statistik — info @ 12:08

Hannover (agrar.de) – Niedrige Hektarerträge und Flächenverluste für den Anbau von Energiepflanzen (Biodiesel und Biogas) führten zu einer geringen Getreideernte 2007. Die Erntemenge von nur 5,3 Mio t (Getreide ohne Mais) ist die geringste seit 1994. Die Landwirte haben seit 5 Jahren keine so niedrigen Weizenerträge und seit 22 Jahren keine so niedrigen Wintergerstenerträge mehr eingefahren. Neben den witterungsbedingten Ertragsausfällen schmälert auch die zunehmende Beanspruchung von Ackerflächen für die Erzeugung von Energiepflanzen die Getreideernte stetig. Die Getreidefläche sank von 1 Mio Hektar im Jahr 1989 auf 0,89 Mio Hektar in 2007, so das Statistische Landesamt.

2007 gab es viele ungünstige Wetterbedingungen für das Getreide und sie kumulierten sich teilweise. Der milde Herbst 2006 und frostfreie Tage bis Weihnachten förderten die Blattlausvermehrung in den zu der Zeit jungen Beständen des Wintergetreides. Blattläuse sind Überträger von Getreide- Virusinfektionen, die dieses Jahr so stark auftraten wie seit 1989 nicht mehr. Nässe im Januar und Februar hinterließ schadhafte Stellen auf manchen Feldern und verhinderte oft ein rechtzeitiges Befahren der Schläge im Frühjahr für die Pflegearbeiten. Der extrem trockene April bewirkte allgemein zu dünne Bestände, besonders auf den sandigen Böden. Nach der Trockenheit im April folgten extrem feuchte Wochen im Mai und Juni. Dies förderte, trotz der dünnen Bestände, gebietsweise die schnelle Ausbreitung von Pilzkrankheiten. Fast die ganze Küste entlang lagen die Getreidebestände nach Sommerstürmen Ende Juni platt am Boden.

Das ständige Regenwetter zur Ernte führte anschließend teilweise zu hohen Ernteverlusten beim oft verspäteten Drusch der mürbe gewordenen Halme und Ähren. Die dünnen Bestände liefern wenig Stroh, so dass sogar Stroh als Einstreu für die Gebiete mit intensiver Tierhaltung wieder sehr gefragt ist. Die Strohtransporte für die vermehrte Bodenhaltung von Geflügel rollen nach Süd-Oldenburg und in die Niederlande.

Große Hoffnung setzen die Landwirte auf die anstehende Ernte von Mais und Zuckerrüben, die sich während des ständig feuchten Sommers sehr gut entwickelt haben.

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Ackerfläche in Bayern leicht ausgeweitet

Stilllegungsflächen deutlich reduziert

München (agrar.de) – Wie das Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ist nach dem vorläufigen Ergebnis der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung für Ackerland eine geringfügige Zunahme um rund 10.300 ha bzw. 0,5 Prozent auf 2.087.100 ha zu verzeichnen. Mit 1.180.400 ha entfällt gut die Hälfte der Ackerflächen auf Getreideflächen (einschließlich Mais). Von der Getreidefläche, die zwischenzeitlich vollständig abgeerntet sein dürfte, entfielen auf die wichtigsten Fruchtarten Weizen 488.500 ha und auf Gerste 439.400 ha. Das sind gegenüber dem Vorjahr Rückgänge um 3.500 ha bei Weizen und um 2.200 ha bei Gerste. Dabei nahmen allerdings die Anbauflächen von Winterweizen um 2.300 ha auf 482.800 ha und von Wintergerste um 13.900 ha auf 297.000 ha zu.

Die Anbaufläche von Sommergerste wies mit 142.400 ha sogar einen Tiefstand auf. Auch die Anbaufläche von Hafer war mit 39.200 ha um 800 ha geringer als im Vorjahr. Flächenzunahmen waren hingegen bei Roggen um 9.100 ha auf 41.100 ha und bei Triticale um 6.000 ha auf 68.200 ha zu verzeichnen. Die Getreidefläche (ohne Mais) hat um 7.800 ha auf 1.082.900 ha zugenommen. Die mit Körnermais und Corn-Cob-Mix angebaute Fläche hat sich um 7.200 ha auf zusammen 97.500 ha verringert. Insgesamt war die Getreidefläche (einschl. Mais) um 600 ha geringer als im Jahr 2006.

Auf einer Fläche von 462.700 ha und damit auf 17.500 ha mehr als noch im Jahr 2006 stehen Futterpflanzen. Maßgebend für den Flächenzuwachs ist vor allem die Ausdehnung des Silomaisanbaus um 14.100 ha auf 329.000 ha. Rund 195.000 ha sind mit Handelsgewächsen bestellt; das sind 6.800 ha mehr als im Jahr davor. Den größten Teil davon umfasst die Anbaufläche für Winterraps, die mit 170.900 ha um 10.300 ha über dem Wert von 2006 liegt. Die Anbaufläche von Hackfrüchten übertrifft mit 115.000 ha die entsprechende Vorjahresfläche um 4.400 ha. Einer erneuten Reduzierung der Kartoffelanbaufläche um 1.900 ha auf 47.100 ha steht dabei eine Ausdehnung beim Anbau von Zuckerrüben um 6.400 ha auf 67.100 ha gegenüber. Während die Fläche, auf der Gartengewächse angebaut werden, mit 16.500 ha um 100 ha über dem Vorjahreswert liegt, verringerten die bayerischen Landwirte die Anbaufläche von Hülsenfrüchten um 2.800 ha auf 14.300 ha. An Stilllegungsflächen werden 103.100 ha ausgewiesen, 16.500 ha weniger als noch im Jahr 2006. Dabei ist zu beachten, dass die mit nachwachsenden Rohstoffen bestellte Fläche im Rahmen der Bodennutzungshaupterhebung nicht als Stilllegung zählt, sondern der jeweiligen Fruchtart zugerechnet wird.

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16. August 2007

Mecklenburg-Vorpommern: Produktion von Biokraftstoffen mehr als verdoppelt

Schwerin (agrar.de) – In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2006 rund 128.400 Tonnen Biokraftstoffe erzeugt. Wie das Statistische Amt mitteilt, waren das rund 70.500 Tonnen (122 Prozent) mehr als 2005. Für die Herstellung dieser Kraftstoffmenge wurden 346.100 Tonnen Raps, Pflanzenöle, tierische Fette und Fettsäuren sowie Altfette eingesetzt.

Bei den im Land erzeugten Biokraftstoffen handelt es sich überwiegend um Biodiesel (125.200 Tonnen), der durch Veresterung aus Pflanzenöl hergestellt wird und in den meisten herkömmlichen Dieselmotoren genutzt werden kann, sofern eine Freigabe durch den Hersteller vorliegt. Lediglich 3.200 Tonnen der Produktion von Biokraftstoffen entfielen auf Rapsöl.

Die Verdoppelung der Produktion im Jahr 2006 ist auf die Inbetriebnahme neuer Ölmühlen und Umesterungsanlagen zurückzuführen. Damit hat sich die Kapazität der Anlagen im Land gegenüber 2005 fast vervierfacht und betrug 2006 insgesamt 341.500 Tonnen.

In den Absatz gelangten 2006 rund 127.900 Tonnen Biokraftstoffe. Davon gingen 56.500 Tonnen in den Handel und 71.400 Tonnen direkt an die Endverbraucher. An Abnehmer in Mecklenburg-Vorpommern wurden aber lediglich 29.600 Tonnen verkauft, das waren 23 Prozent der Biokraftstoffmenge, die von den sechs Anlagenbetreibern insgesamt abgesetzt wurde.

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Sachsen-Anhalt: Apfel ist beliebteste Baumart

Themen: Erntebericht,Obst,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 12:08

Halle (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der diesjährigen Baumobstanbauerhebung bewirtschaften in Sachsen-Anhalt 94 Obst anbauende Betriebe mit Verkaufsanbau knapp 1.700 Hektar Baumobstfläche mit 2,4 Millionen Bäumen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wird mehr als die Hälfte der Fläche für den Anbau von Äpfeln genutzt. Auf weiteren 31 Prozent der Fläche stehen Kirschbäume, und auf 6 Prozent reifen Pflaumen und Zwetschen heran.

Die Baumobstfläche hat sich in den letzten zehn Jahren um ein Fünftel verringert. Mit 60 Prozent Fläche (1.010 Hektar) bleiben die Äpfel die dominierende Baumobstart. Aufgrund der höheren Pflanzdichte sind 84 Prozent (2 Mill.) der Obstbäume Apfelbäume. Die häufigsten angebauten Apfelsorten sind Idared, Elstar, Gala und Jonagold.

Auf 530 Hektar stehen 300.000 Kirschbäume. Hier sind auf 67 Prozent der Fläche Süß- und auf 33 Prozent Sauerkirschbäume. Bei der letzten Erhebung vor fünf Jahren lagen diese Anteile bei 55 Prozent bzw. 45 Prozent.

Die regionalen Anbauschwerpunkte des Obstanbaus befinden sich in den südlichen Landkreisen Mansfeld-Südharz und Saalekreis.

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Baumobstanbau in Hamburg und Schleswig-Holstein 2007

Äpfel im Norden wichtigste Baumobstfrucht

Kiel (agrar.de) – In Hamburg haben im Frühjahr 2007 insgesamt 139 Betriebe auf einer Anbaufläche von 1 102 ha Baumobst zu Verbrauchszwecken (Marktobst) erzeugt. Wie das Statistikamt Nord mitteilt, ist die Zahl der Betriebe gegenüber der vorhergehenden Erhebung im Jahre 2002 um 22 Betriebe zurückgegangen. Dagegen ist die Zahl der Bäume von 1,9 Mio. auf fast 2,2 Mio. angestiegen, während die Fläche annähernd konstant blieb. Damit hält der Trend zu engeren Pflanzabständen weiter an.

Den weitaus größten Anteil der Baumobstfläche in Hamburg nehmen mit gut 1.000 ha die Apfelbäume ein. Auf den verbleibenden Flächen befinden sich Süßkirschen (44 ha), Birnen (34 ha), Pflaumen und Zwetschen (13 ha) sowie Sauerkirschen (4 ha).

Knapp ein Viertel der Apfelanlagen ist jünger als vier Jahre und gut ein Viertel älter als fünfzehn Jahre. Da ein Apfelbaum seine ertragreichste Zeit in einem Alter von rund vier bis fünfzehn Jahren hat. befindet sich damit mehr als die Hälfte der Apfelanlagen in der produktivsten Phase.

Wirtschaftsäpfel – also Äpfel für die industrielle Weiterverarbeitung z. B. zu Saft – spielen in Hamburg keine Rolle. Fast alle Apfelanlagen produzieren Tafeläpfel. Die bedeutendsten Sorten sind Elstar (311 ha), Jonagored (175 ha), Jonagold (105 ha) und Holsteiner Cox (90 ha). Die in der Fläche größten Neupflanzungen waren in den vergangenen fünf Jahren für die Sorten Elstar mit (62 ha) und Jonaprince (45 ha) zu verzeichnen.

In Schleswig-Holstein haben 129 Betriebe Marktobst auf einer Anbaufläche von 702 ha erzeugt. Gegenüber der Erhebung im Jahre 2002 hat sich die Zahl der Betriebe mit Marktobstbau damit nicht verändert. Baumbestand (1,3 Mio. Stück) und Baumfläche (702 ha) erhöhten sich jeweils um acht Prozent.

Äpfel sind auch in Schleswig-Holstein die wichtigste Baumobstfrucht. Gut 78 Prozent der Obstanbaufläche (551 ha) nehmen die Apfelbäume ein. Auf die übrigen Flächen verteilen sich Sauerkirschen (61 ha), Süßkirschen (51 ha), Pflaumen und Zwetschen (22 ha) sowie Birnen (17 ha). Knapp zwei Fünftel der Obstanbauflächen liegen im Kreis Pinneberg (254 ha).

Nahezu ein Fünftel der Apfelanlagen ist jünger als vier Jahre und knapp ein Drittel 15 Jahre und älter. Besonders ertragreich ist somit knapp die Hälfte der Anlagen.

Auch in Schleswig-Holstein haben Wirtschaftsäpfel keine große Bedeutung. Auf fast 97 Prozent der Apfelanbauflächen stehen Tafeläpfel. Die größten Flächen entfallen hierbei auf die Sorten Holsteiner Cox (174 ha), Elstar (111 ha), Jonagold (58 ha) und Jonagored (51 ha). Bevorzugte Sorten für Neupflanzungen waren in den vergangenen fünf Jahren mit 26 ha Elstar, gefolgt von Braeburn mit 20 ha.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 660 angebotenen Schweinen 600 Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,47 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,46 Euro bis 1,48 Euro verkauft.

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