27. August 2007

Nordrhein-Westfalen: Pestiziduntersuchungen jetzt online nachlesbar – Verbraucherschutzministerium schaltet Internetportal frei

Düsseldorf (agrar.de) – Die Auswertung der Ergebnisse aller in Nordrhein-Westfalen durchgeführten Untersuchungen von Obst und Gemüse auf Pestizide sind ab sofort online nachzulesen. Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg hat ein Internetportal frei geschaltet, das für alle Verbraucherinnen und Verbraucher zugänglich ist. Damit ist Nordrhein-Westfalen das erste Bundesland, das seine Untersuchungsergebnisse in dieser Form transparent macht. Im neuen Pestizidreport wird für jede Obst- oder Gemüsesorte, von der landesweit mindestens 20 Proben pro Jahr untersucht werden, eine komplette Auswertung zur Verfügung gestellt. Diese umfasst nicht nur Angaben darüber, wie viele Proben Pestizide enthalten und wie häufig Höchstmengen überschritten sind, sondern auch einen Vergleich der Herkunftsländer und der großen Supermarktketten wie Aldi, Plus, Rewe oder Edeka. Die Seite wird je nach Untersuchungsaufkommen mindestens einmal pro Woche aktualisiert.

In Nordrhein-Westfalen werden jährlich rund 3.000 Proben Obst und Gemüse auf die Rückstände von etwa 600 verschiedenen Pflanzenschutzmitteln untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Informations- und Kommunikationssystem Lebensmittelüberwachung (ILM) beim Chemischen Landes- und Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Münster zusammengeführt und ausgewertet.

Im nun frei geschalteten Pestizidreport sind alle Untersuchungen seit dem Jahr 2004 aufgeführt und können als Jahresvergleich oder einzelne Jahresauswertung angezeigt werden. Die Internetseite gibt Auskunft darüber, ob grundsätzlich Pestizide nachweisbar waren, ob dabei die zulässige Höchstmenge überschritten wurde und ob Mehrfachrückstände aufgefallen sind. Aufgeschlüsselt wird außerdem, welche Pestizidwirkstoffe am häufigsten gefunden wurden. Ergänzend bietet der Pestizidreport Kurzinformationen darüber, was Pflanzenschutzmittel genau sind, welche Regeln für Rückstände gelten und wie die Lebensmittelüberwachung untersucht.

Der Pestizidreport Nordrhein-Westfalen ist auf der Seite des Verbraucherschutzministeriums zu finden.

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Baden-Württemberg: Getreideernte 2007 bei knapp 3 Millionen Tonnen

Ernte im Durchschnitt der vergangenen Jahre – Ertrag im Südwesten bei 62 Dezitonnen je Hektar

Stuttgart (agrar.de) – Während die Getreideernte auch in den baden-württembergischen Spätdruschgebieten kurz vor dem Abschluss steht, legt das Statistische Landesamt eine erste Erntebilanz auf der Grundlage exakter Ertragsmessungen vor. Aufgrund der vorläufigen Ergebnisse der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung beziffert sich die diesjährige Getreideernte (ohne Körnermais) auf knapp 29,7 Millionen Dezitonnen (dt; 1dt = 100 kg = 0,1 Tonnen) oder knapp 3 Millionen Tonnen. Das entspricht in etwa dem Mittel der Jahre 2001/06. Das Vorjahresergebnis von 30,6 Mill. dt wird dagegen um 3,1 Prozent verfehlt.

Hinter dem Ernteergebnis verbirgt sich eine im Vergleich zum Vorjahr um 3.300 ha (+0,7 Prozent) ausgedehnte Getreideanbaufläche ohne Körnermais (477.100 ha). Die Anbauausdehnungen erfolgten bei Wintergerste (105.700 ha; +5,2 Prozent), Sommergerste (84.400 ha; +1,9 Prozent) und Triticale (19.600 ha; +7,1 Prozent), einer zumeist als Futtermittel verwendeten Kreuzung aus Winterweizen und Roggen. Die ertragsstärkste Getreideart Winterweizen (208.900 ha; ohne Dinkel) konnte ihre Stellung behaupten, während Hafer (29.000 ha; -5,8 Prozent) weiter an Boden verlor.

Mindererträge beim Sommergetreide

Die durchschnittliche Flächenleistung aller Getreidearten liegt im Landesmittel bei 62,2 dt/ha und damit etwas über dem langjährigen Mittel 2001/06 (61,5 dt/ha). Das Vorjahresergebnis erreichte dagegen knapp die 65-Marke. Auffällig ist, dass bei allen Wintergetreidearten höhere Erträge als im langjährigen Mittel zu verzeichnen sind, so beispielsweise bei Winterweizen (72,7 dt/ha; +4,0 Prozent), Triticale (66,0 dt/ha; +3,2 Prozent) und Wintergerste (60,6 dt/ha; +1,7 Prozent). Die im Frühjahr gesäten Getreidearten Sommergerste (44,0 dt/ha) und Hafer (45,1 dt/ha) verfehlten die langjährigen Mittel aber jeweils um über ein Zehntel. Ausschlaggebend hierfür dürfte die hochsommerliche Trockenperiode im April gewesen sein. Es fehlte an Bodenfeuchtigkeit, so dass die Vegetationsentwicklung nur sehr zögerlich einsetzte. Besonders betroffen hiervon waren Gebiete wie das Rheintal, deren Böden für ein geringes Wasserhaltevermögen bekannt sind.

Legt man die Anbauflächen der diesjährigen repräsentativen Bodennutzungshaupterhebung zugrunde, so errechnet sich für die Futter- und Industriegetreidearten (Gerste und Hafer) eine Gesamterntemenge von 12,9 Millionen dt; ein Ergebnis, welches das Vorjahresresultat um 5,0 Prozent, das Mittel der Jahre 2001/06 um 7,9 Prozent unterschreitet. Die Ernte der Brotgetreidearten (Weizen und Roggen) beziffert sich auf insgesamt 16,8 Millionen dt und liegt damit 6,5 Prozent über dem langjährigen Mittel, aber 1,6 Prozent unter dem Vorjahresergebnis

Rekord bei Winterraps

Wie das Statistische Landesamt aufgrund erster Ergebnisse der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung weiter feststellt, konnte bei Winterraps, der mit Abstand bedeutendsten Ölfrucht im Land, mit einem Durchschnittsertrag von 42,3 dt/ha erstmals die 40er-Marke übertroffen und damit ein neues Rekordergebnis (zuvor: 39,8 dt/ha) für den Südwesten erzielt werden. Allerdings dürfte der Ölgehalt unter dem Vorjahreswert von annähernd 42 Prozent liegen. Die Körnermaisbestände, in ihrem Kerngebiet am Oberrhein häufig beregnet, machen derzeit ebenfalls einen guten Eindruck, so dass im Landesmittel die durchschnittliche Flächenleistung auf rund 100 dt/ha veranschlagt wird.

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24. August 2007

Steinobsternte 2007 bringt voraussichtlich gute Ergebnisse

Themen: Erntebericht,Obst,Statistik — info @ 16:08

Wiesbaden (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes werden die Erntemengen von Pflaumen insgesamt (einschließlich Mirabellen und Renekloden) mit 63.300 Tonnen 22 Prozent und von Süßkirschen mit 34.100 Tonnen in diesem Jahr voraussichtlich etwa 5% über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1997 – 2006) liegen. Die Erntemenge von Sauerkirschen bleibt dagegen mit 28.500 Tonnen gut 6 Prozent hinter dem langjährigen Mittel zurück.

Alle genannten Steinobstarten zusammen werden 2007 voraussichtlich eine Ernte von insgesamt 126.000 Tonnen erzielen, die damit um 10% höher ausfällt als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Regional sind jedoch durch Frühjahrsfröste und unwetterartige Regen- und Hagelschauer auch hohe Ausfälle zu erwarten.

Die diesen Ergebnissen zugrunde liegende Ernteschätzung in Erzeugerbetrieben des Marktobstbaus von Mitte Juli 2007 lässt sowohl bei Pflaumen und Zwetschen als auch bei Mirabellen und Renekloden auf das zweitbeste Ergebnis der letzten zehn Jahre hoffen. Die gesamte Ernte von Pflaumen/Zwetschen wird im Jahr 2007 voraussichtlich 56.800 Tonnen erbringen und die Ernte von Mirabellen und Renekloden 6.500 Tonnen (zusammen 63.300 Tonnen). Die höchste Ernte von Pflaumen insgesamt wurde im Jahr 2004 mit 83.800 Tonnen erzielt. Das relativ feuchte Sommerwetter in diesem Jahr hat den Ansatz und das Wachstum der Pflaumen befördert.

Nach den aktuellen Ergebnissen der Baumobstanbauerhebung 2007 werden in Deutschland 4.530 Hektar Pflaumen/Zwetschen und 560 Hektar Mirabellen und Renekloden auf ertragsfähigen Flächen angebaut. Die bedeutendsten Anbauländer sind Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo sich 64 Prozent der Anbauflächen befinden. 70 Prozent der Erntemengen von Pflaumen und Zwetschen sowie 82 Prozent der Erntemengen von Mirabellen und Renekloden werden voraussichtlich in diesen beiden Ländern erzeugt.

Nach der zweiten Schätzung der Kirschenernte, die ebenfalls Mitte Juli auf Basis der ertragsfähigen Anbauflächen aus der aktuellen Baumobstanbauerhebung 2007 (5.440 Hektar Süßkirschen und 3.430 Hektar Sauerkirschen) ermittelt wurde, ist mengenmäßig mit einer guten Süßkirschen- und einer unterdurchschnittlichen Sauerkirschenernte zu rechnen. Qualitativ hat der heftige Regen in der Reifezeit besonders den Süßkirschen geschadet, die dadurch häufig platzten und nicht mehr gut vermarktet werden konnten. Der durchschnittliche Ernteertrag je Hektar wird bei Süßkirschen nahezu 63 Dezitonnen und bei Sauerkirschen voraussichtlich 83 Dezitonnen betragen. Das mit Abstand bedeutendste Anbauland von Süßkirschen ist mit 39 Prozent der Anbaufläche (gut 2.100 Hektar) und voraussichtlich 58 Prozent der Erntemenge Baden-Württemberg. Die Erzeugung von Sauerkirschen erfolgt überwiegend in Sachsen mit 850 Hektar, in Rheinland-Pfalz mit 830 Hektar und in Thüringen mit 610 Hektar. In diesen drei Ländern sind zusammen 70 Prozent der Sauerkirschenernte zu erwarten.

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23. August 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 16:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 500 angebotenen Schweinen alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,50 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,49 Euro bis 1,51 Euro verkauft.

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Öko-Sektor in Schleswig-Holstein weiter auf Wachstumskurs

Kiel (agrar.de) – Biologische Lebensmittel sind in Schleswig-Holstein weiter stark im Kommen. Das hat Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher mitgeteilt. ‚Der Bio-Sektor hat im Jahr 2006 erheblich zugelegt, und auch für 2007 zeichnet sich ein deutliches Wachstum ab‘, sagte von Boetticher.

Der Landwirtschaftsminister verwies darauf, dass im Jahr 2005 zwischen Nord- und Ostsee noch 694 Unternehmen dieser Branche registriert waren, derzeit sind es schon 787. Das entspricht einer Steigerungsrate von 13,4 Prozent. Die Zahl von 787 Bio-Unternehmen gliedert sich dabei auf in 472 landwirtschaftliche Betriebe und 315 gewerblich verarbeitende Unternehmen, Händler und Importeure.

Zum Jahresende 2006 bewirtschafteten in Schleswig-Holstein die landwirtschaftlichen Öko-Betriebe ca. 32.000 Hektar nach den Regelungen der EU für den ökologischen Landbau. Das ist eine Zunahme um 1,9 Prozent bei der Fläche im Jahr 2006. Allerdings liegt der Gesamtanteil ökologisch bewirtschafteter Flächen und Betriebe mit ca. 3,2 Prozent noch unter dem Bundesdurchschnitt (4,6 Prozent).

Der langjährige Trend einer zahlenmäßig stärkeren Zunahme in der Verarbeitungs- und Importbranche bei Öko-Produkten gegenüber ihrer landwirtschaftlichen Erzeugung hält dafür in Schleswig-Holstein ungebrochen an. Der Zuwachs beträgt im Vergleich zum Jahresende 2005 heute 87 Unternehmen (plus 45 Unternehmen in 2006 und bereits 42 neue in 2007). ‚Dies entspricht einem Zuwachs von insgesamt 38,2 Prozent; eine bislang unübertroffene Zuwachsrate‘, erläuterte Landwirtschaftsminister von Boetticher.

Die überwiegende Zahl der Betriebe im Land wirtschaftet gleichzeitig nach den Bestimmungen eines Anbauverbands des ökologischen Landbaus und kennzeichnet ihre Produkte zusätzlich mit BIOLAND®, BIOPARK®, DEMETER®, NATURLAND® oder den Siegeln anderer regionaler Ökoverbände.

Das Kaufverhalten bestimmt das Wachstum des ökologischen Landbaus. ‚Bio-Produkte sind längst mehr als ein Trend‘, sagte der Landwirtschaftsminister. Nachhaltigkeit, eine besonders artgerechte Tierhaltung und transparente Erzeugung seien zunehmend gefragt. Den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Schleswig-Holstein stehe ein großes Angebot von qualitativ hochwertigen Erzeugnissen des ökologischen Landbaus gerade auch aus der Region zur Verfügung.

Erzeugung, Verarbeitung, Import und Handel werden von dreizehn staatlich zugelassenen und im Lande tätigen Kontrollstellen mindestens einmal im Jahr streng kontrolliert. Das Landwirtschaftsministerium überwacht diese Kontrollen.

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DBV zur Erntesituation bei Obst, Gemüse, Hopfen, Tabak und Wein

Themen: Erntebericht,Pflanzen,Statistik — info @ 09:08

Berlin (agrar.de) – In einer aktuellen Pressemitteilung gibt der Deutsche Bauernverband (DBV) seine Einschätzung der Erntesituation bei Obst, Gemüse, Hopfen, Tabak und Wein bekannt:

Obst

Die Obsternte 2007 dürfte ähnlich hoch ausfallen wie im Jahre 2006. Ein milder Winter und ein überdurchschnittlich warmer April haben für einen frühen Vege­tations­beginn und eine um zwei bis drei Wochen frühere Obstblüte gesorgt. Entsprechend hat auch die Ernte bei allen Obstarten in Deutschland um etwa zwei Wochen früher einge­setzt. Frostschäden hat es im Obstbau in diesem Jahr nur regional gegeben; insbesondere in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind aber erhebliche Frostschäden ent­standen. Hagelschäden sind bisher u.a. in Sachsen, Brandenburg, an der Niederelbe und in Teilen des Bodenseegebietes zu verzeichnen. Die häufigen Niederschläge ab Mitte Juli haben zu erheblichen Verlusten bei regenempfindlichen Kulturen wie Süßkirschen geführt. Für Kernobst waren die Blühbedingungen günstig, abgesehen von einer Frostnacht Ende April, die aber keine größeren Schäden verursachte. Die Bedingungen für das Frucht­wachs­tum waren günstig. Bei Äpfeln ist nach derzeitigem Stand von einer normalen Ernte in Deutschland auszugehen. Gerechnet wird mit einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Erntemenge von 952.000 Tonnen. Im Alten Land werden 304.000 Tonnen geschätzt. Dies bedeutet gegenüber dem Jahr 2006 ein Plus von 1 Prozent. Am Bodensee gehen die Experten von einer Erntemenge von 281.000 Tonnen und damit einem Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Für Sachsen werden 86.000 Tonnen (- 3 Prozent) geschätzt. Deutlich niedriger als in 2006 sind die Ernteerwartungen in einigen kleineren Anbaugebieten wie etwa Brandenburg, Mecklen­burg-Vorpommern, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Die Apfelernte in der Europäischen Union wird auf 8,56 Mio. Tonnen geschätzt. Gegenüber dem Vorjahr wird damit die Ernte in der Europäischen Union der 27 Mitgliedsstaaten um 13 Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr. Für die Europäische Union der 15 liegt das Schätz­ergebnis bei 6,84 Mio. Tonnen und damit um 3 Prozent höher als im letzten Jahr. Die neuen Mitgliedsstaaten Tschechien, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen und Slowe­nien kommen zusammen auf nur 1,72 Mio. Tonnen und erreichen damit eine um 46 Prozent geringere Ernte. Die Erzeugungsmenge in Polen wurde frostbedingt um 47 Prozent auf 1,2 Mio. Tonnen reduziert gegenüber der sonst üblichen Erntemenge von mehr als 2 Mio. Tonnen. Damit ist im Jahre 2007 Italien mit 2,08 Mio. Tonnen der größte Apfelproduzent. Bei Birnen liegen die Erwartungen für Deutschland um etwa 4 Prozent niedriger als im letzten Jahr, da einige Sorten in diesem Jahr alternieren. Die Schätzung beläuft sich auf 55.000 t. Bei Süßkirschen war vor Erntebeginn noch eine höhere Ernte als im Vorjahr geschätzt worden. Durch die seit Mitte Juni fast täglichen Niederschläge ist ein Teil der Kirschen geplatzt. Frostbedingt eine sehr kleine Ernte bei Süßkirschen gibt es in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Vorjahresernte von 32.000 t bundesweit dürfte letztlich nicht ganz erreicht worden sein. Bei Sauerkirschen wird ein Rückgang der Ernte um 15 Prozent auf 27.000 t erwartet . Verluste durch Platzen sind durch höheres Fruchtgewicht kompensiert worden. Bei Pflaumen erwarten wir eine überdurchschnittliche Ernte bei allen Reifegruppen, die wahrscheinlich noch um mehr als die 6 Prozent zulegen wird, die vor Erntebeginn geschätzt worden waren. Nur im Osten ist aufgrund von Frostschäden eine kleinere Ernte zu erwarten. Bei Erdbeeren ist die Fläche leicht reduziert worden, und auch die Erträge sind durch Fäulnis teilweise niedriger ausgefallen. Insgesamt dürften ca. 6 % weniger geerntet worden sein. Die Ernte von Strauchbeeren ist durchweg etwas niedriger ausgefallen. Äpfel aus der Ernte 2006, die das Angebot bis Ende Juli prägten, konnten zu etwas höheren Preisen abgesetzt werden, da die niedrigeren Bestände in der EU nur teilweise durch höhere Zufuhren aus Übersee kompensiert wurden. Knapp werden in dieser Saison Mostäpfel sein, da die Ausfälle in Osteuropa zum größeren Teil Mostäpfel betreffen. Die Erdbeersaison war durch niedrige Preise in der ersten und hohe in der zweiten Saisonhälfte gekennzeichnet. Im Durchschnitt wurden etwas höhere Preise erzielt. Für einwandfreie Qualitäten von Süß­kirschen wurden ebenfalls höhere Preise erzielt. Die großen Verluste in Osteuropa durch Frost ließen Sauerkirschen zu einem knappen Gut werden. Enttäuschend fielen dagegen die Preise für Zwetschen aus. Bei Birnen werden nach einer schwierigen Saison höhere Preise erwartet, da die Ernte in der EU um 8 Prozent niedriger veranschlagt wird. Gemüse Die Saison 2007 begann – wie bei den anderen Kulturen auch – in diesem Jahr früher. Die Anbaufläche von Gemüse und Erdbeeren ist nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungserhebung in Deutschland im Jahr 2007 um 4 Prozent auf 117.000 Hektar eingeschränkt worden. Damit wurde zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 wieder ein Rückgang der Fläche verzeichnet. Nach einem Jahr mit überwiegend hohen Erzeuger­preisen für Gemüse mag diese Tatsache überraschen. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass auch alle anderen pflanzlichen Erzeugnisse im Wirtschaftsjahr 2006/07 hohe Preise er­zielten. Ferner dürften die Erdbeeren, die nicht getrennt ausgewiesen werden, zumindest für einen Teil des Flächenrückgangs verantwortlich sein. Die Spargelernte 2007 lag mit etwa einem plus von 15 Prozent deutlich über dem Vorjahr und wahrscheinlich auch geringfügig über dem bisherigen Rekordniveau des Jahres 2005. Die Preise waren geringfügig höher als im Vorjahr, was vor allem auf die zeitliche Verteilung mit einer früheren Ernte und einer größeren Menge im April zurückzuführen ist. Die Anbaufläche von Zwiebeln wurde trotz sehr guter Vorjahrespreise in 2007 nur gering­fügig ausgeweitet. Wichtiger als die Veränderung der Anbauflächen sind aber die Erträge, die man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einschätzen kann. Anfang Mai überwog eine eher kritische Beurteilung, die sich inzwischen nach den Regenfällen relativiert hat. Die Anbaufläche von Möhren dürfte sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert haben. Die Bestände stehen normal, vereinzelt beklagt man zu dünne Bestände (zu wenig Pflanzen/Quadratmeter, gilt auch für Zwiebeln). Eine Ernteeinschätzung ist noch nicht möglich. Der Anbau von Salaten ist 2007 nicht nennenswert ausgeweitet worden. Die anhaltenden Niederschläge bereiten Probleme bei der laufenden Ernte. Trotz eher geringer Mengen war die Preissituation im Juni und Juli nicht zufrieden stellend. Die Nachfrage ist deutlich witterungsbedingt deutlich geringer. Die übermäßig feuchte kühle Witterung ist nicht gerade Konsum fördernd Blumenkohl, Broccoli und Kohlrabi erzielten bislang zufriedenstellende Preise, Mitte Juli haben die Preise sogar kräftig angezogen. Dafür ist zum einen im Gegensatz zu Salaten für diese Kulturen die Konsum fördernde Witterung verantwortlich, zum anderen sind bedingt durch witterungsbedingte Verzögerungen bzw. geringere oder verzögerte Pflanzungen weniger Sätze erntereif. Generell bewegen sich die Erntemengen seit Saisonbeginn bis heute leicht über dem niedrigen Vorjahresniveau. Ein Index der Erzeugermarktpreise aus 16 Gemüsearten ohne Spargel lag bis Mitte 2007 etwas über dem Niveau des Durchschnitts der Jahre 2001 bis 2005, erreichte das Spitzenniveau des Jahres 2006 aber nicht. Hopfen Die Hopfenbestände sind gesund. Dennoch sind witterungsbedingte Ertragseinbußen zu erwarten. Derzeit gehen wir von einer knapp unterdurchschnittlichen Ernte aus. Tabak Die Tabakernte ist in vollem Gange. Die Prognosen sind bis jetzt sehr gut. Die Bestände sind etwa 10 bis 14 Tage früher reif und hatten bis jetzt ideale Wachstumsbedingen. Der Anbau hat sich auf dem Niveau des letzten Jahres stabilisiert und bei einer Anbaufläche von rund 3.400 Hektar werden rund 9.500 Tonnen erwartet, wenn nicht noch Hagel oder flächen­deckende Krankheiten auftreten. Durch das feucht/kalte Wetter tritt in einigen Beständen Blauschimmel auf. Wein Durch den diesjährigen Witterungsverlauf ist die Rebenentwicklung in diesem Jahr im Vergleich zum langjährigen Mittel um zwei bis drei Wochen voraus. Zur Einschätzung der zu erwartenden Erntemenge ist es noch zu früh. Die qualitativen und quantitativen Aussichten für den kommenden Weinjahrgang sind aus gegenwärtiger Sicht nicht anders als günstig einzustufen. Die Federweißenernte hat begonnen.

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Baden-Württemberg: Rekord bei Apfelernte 2007

Themen: Baden-Württemberg,Erntebericht,Obst,Statistik — info @ 09:08

Ernte im Marktobstbau bei fast 3 Millionen Dezitonnen – Je Einwohner im Südwesten voraussichtlich 28 Kilogramm Äpfel

Stuttgart (agrar.de) – In Baden-Württemberg wird nach Angaben des Statistischen Landesamtes nach zwei Jahren mit kleineren Apfelernten 2007 wieder mit einer größeren Erntemenge gerechnet. Dies wird durch die ersten Schätzungen der amtlichen Obsternteberichterstatter von Mitte Juli belegt. Demzufolge wird nach derzeitigem Behang im Marktobstbau eine Erntemenge von fast 3 Millionen Dezitonnen (dt = 100 kg) erwartet. Das sind fast 300 Millionen Kilogramm oder umgerechnet auf die 10,7 Mill. Einwohner im Südwesten 28 kg Äpfel je Einwohner.

In den Vorjahren 2006 und 2005 waren jeweils rund 2,4 Millionen dt Äpfel aus baden-württembergischer Ernte auf den Markt gelangt. Das würde immerhin einer Ausweitung der Erntemenge nach den Schätzungen um ein Fünftel bis ein Viertel entsprechen. Im Jahr 2004 (3,3 Mill. dt) und 2002 (3,1 Mill.dt.) lagen die Ergebnisse der Ernte leicht über dem für 2007 erwarteten Ergebnis.

Der Ertrag 2007 beziffert sich im Durchschnitt aller Anbaugebiete und Sorten bei einer Anbaufläche von landesweit knapp 10.000 Hektar (ha) auf voraussichtlich 290 dt/ha. Dabei werden die Ertragsaussichten der einzelnen Sorten durchaus unterschiedlich eingeschätzt. Die Erwartungen reichen bei den Hauptsorten von 270 dt/ha bei Elstar über 290 dt/ha bei Gala sowie 320 dt/ha bei Jonagold und Golden Delicious.

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22. August 2007

RLV: Agrarsubventionen des Bundes auf historischem Tief

Themen: Förderung,Statistik,Verbände — info @ 16:08

Berlin (agrar.de) – Die Landwirtschaft spielt als Empfänger von Subventionen des Bundes eine immer kleinere Rolle. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, gehen laut dem 21. Subventionsbericht der Bundesregierung die dem Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zugeordneten Subventionen von 1,3 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf 0,9 Mrd. Euro im Jahr 2008 zurück. Der Anteil des Agrarsektors an den gesamten Subventionen des Bundes sinkt in dieser Zeit von 5,7 Prozent auf 4,3 Prozent. Damit setze sich der Trend der 90er Jahre unvermindert fort, wonach die Agrarsubventionen sowie ihr Anteil an den Gesamtsubventionen weiter stark rückläufig sind. 1990 machten die Agrarsubventionen des Bundes mit 2,9 Mio. Euro noch 20 Prozent an den Gesamtsubventionen aus, hebt der RLV hervor.

Allein bei den Finanzhilfen erbrachte die Landwirtschaft zwischen 2005 und 2008 mit Einsparungen von 137 Mio. Euro den größten Einsparbetrag nach dem Wohnungsbau. Bei den Finanzhilfen an die Landwirtschaft schlagen insbesondere die Reduzierung des Bundeszuschusses zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) auf 100 Mio. Euro im Haushalt 2008, der sinkende Bedarf für auslaufende Maßnahmen wie die Landabgaberente und die Förderung der Einstellung der landwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit (FELEG) sowie die Reduzierung des Zuschusses an die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein zu Buche. Beim Abbau von Steuervergünstigungen trägt die Landwirtschaft allein mit den Einschränkungen bei der Agrardieselvergütung im Berichtszeitraum zu Mehreinnahmen des Bundes in Höhe von 275 Mio. Euro bei.

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Bayerns Bauern mit Ernte zufrieden

Themen: Bayern,Erntebericht,Getreide,Raps,Statistik — info @ 16:08

Getreideernte liegt über langjährigem Durchschnitt

München (agrar.de) – ‚Vor allem den Weizenerträgen ist es zu verdanken, dass in Bayern die Ernte insgesamt gut ausfällt‘, sagt Leonhard Keller Vorsitzender der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Qualitätsgetreide und Ölsaaten in Bayern nach einer Mitteilung des Bayerischen Bauernverbandes.

Anders als im Bundesschnitt wird das Vorjahresergebnis von 6,3 Mio. Tonnen deutlich übertroffen und liegt knapp über dem mehrjährigen Schnitt von 6,6 Mio. Tonnen. Das Positivste an der Getreideernte seien aber die Preise, betont Keller. Sie bedeuten für die Bauern nach Jahren steigender Produktionskosten und zurückgehender Erlöse wieder einen wirtschaftlichen Getreideanbau.

Trotz der guten Ernte in Bayern sei kein Druck auf die Erzeugerpreise zu spüren, betonte Keller. Die Preise seien stabil, mit stetiger Tendenz nach oben. Die aktuellen Preise bei Wintergerste würden derzeit bei 17 bis 18,50 Euro pro Dezitonne (dt) liegen. Die weltweit hohe Nachfrage nach Rohöl und Soja stütze den Rapspreis. ‚Derzeit wird Raps zwischen 28,5 und 30,0 Euro/dt. gehandelt‘, sagt Keller. Der Brotweizenpreis tendiere derzeit zwischen 18 und 21 Euro/dt. Leicht darunter bewege sich der Roggenpreis. Die Verkaufsabschlüsse für Braugerste würden aktuell zwischen 21 und 23,50 Euro/dt liegen.

Nachdem Mitte Juni verglichen mit den Vorjahren die Ernte sehr früh startete, sorgte Regen immer wieder für Unterbrechungen der Feldarbeit. Daher ist, abgesehen von Weizen und Sommergerste, in den Spätdruschgebieten Nordbayerns erst jetzt die Getreideernte abgeschlossen.

‚Regionale Ertragsunterschiede, die sich in allen Kulturen zeigen, sind auf die Frühjahrstrockenheit im April zurückzuführen‘, erklärt Keller. So wurden aus Südbayern deutlich höhere Erträge gemeldet als aus Nordbayern. Keller begründet dies damit, dass in Südbayern die Böden schwerer sind und damit besser das Wasser speichern können. So konnten hier Phasen der Trockenheit besser kompensiert werden als auf nordbayerischen Böden.

Bei Wintergerste liegt der Ertrag heuer bayernweit unter dem Vorjahresniveau von 55,5 dt/ha. Durch die Ausdehnung der Anbaufläche um fünf Prozent gegenüber 2006 auf knapp 300.000 ha liegt die Erntemenge der Wintergerste jedoch deutlich über 1,6 Mio. Tonnen. 2006 waren es 1,57 Mio. Tonnen.

Beim Raps zeigt sich eine Zweiteilung Bayerns. In Südbayern ist ein Ertragszuwachs von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, während es in Nordbayern nur geringe Ertragssteigerungen gibt. Der durchschnittliche Rapsertrag in Bayern liegt bei 38,6 dt/ha. Durch die Ausweitung des Rapsanbaus auf 170.000 ha (+ 6,4 Prozent gegenüber 2006) und durch die guten Erträge erreicht die Erntemenge 2007 in Bayern einen neuen Höchststand von rund 690.000 Tonnen. 2006 waren es 600.000 Tonnen.

Ertragsunterschiede zwischen Nord und Süd zeigen sich auch beim Weizen. In Südbayern liegen die Erträge 10 bis 20 Prozent über denen von 2006. In günstigen Lagen wurden teilweise Erträge von über 100 dt/ha erzielt. Der bayerische Durchschnitt liegt bei 68,3 dt/ha. Nordbayern verzeichnet verglichen mit 2006 einen leichten Ertragsrückgang. Ingesamt liegt die Weizenerntemenge bei über 3,5 Mio. Tonnen. 2006 waren es 3,3 Mio. Tonnen.

Bei Roggen liegen die durchschnittlichen Erträge mit etwa 55 dt/ha über denen des Vorjahres von 48,9 dt/ha. Durch die prozentual hohe Flächenausdehnung um 28,5 Prozent auf 41.000 ha erhöht sich die Erntemenge deutlich auf über 200.000 Tonnen. 2006 waren es 156.000 Tonnen.

Für die Sommergerste rechnet Keller vor allem in Nordbayern mit niedrigeren Erträgen als im Vorjahr. In Südbayern liegt der Ertrag zwar etwa auf Höhe des Vorjahresniveau von 41,3 dt/ha, die Reduzierung der Anbaufläche auf nur noch 142.000 Hektar gegenüber 158.000 Tonnen im Jahr 2006 führt jedoch zu einem Rückgang der Erntemenge auf deutlich unter 600.000 Tonnen (650.000 Tonnen im Vorjahr und 750.000 Tonnen im langjährigen Schnitt).

Bei den Qualitäten zeigt sich laut Keller ein durchwachsenes Bild. ‚Im Großen und Ganzen sind die Landwirte mit den Qualitäten zufrieden‘, sagt Keller. Teilweise sei jedoch bei Raps der Ölgehalt niedriger als in den Vorjahren, Weizen und Roggen hätten zum Teil Fallzahlprobleme, die sich auf die Backqualität auswirken und bei Braugerste gäbe es verschiedentlich zu hohe Proteingehalte, die sich negativ auf die Brauqualität auswirken. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

Nutzung der Ackerflächen in Schleswig-Holstein

Themen: Anbauflächen,Schleswig-Holstein,Statistik — info @ 15:08

Weiterer Anstieg der Raps- und Silomaisflächen

Kiel (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung im Mai werden in Schleswig-Holstein auf 642.000 ha Ackerfläche 447.000 ha Marktfrüchte angebaut – und zwar 299.000 ha Getreide, 121.000 ha Ölfrüchte, 1.800 ha Hülsenfrüchte, 17.000 ha Hackfrüchte sowie 8.700 ha Gemüse und Erdbeeren. Auf weiteren 167.000 ha werden Futterfeldfrüchte angebaut.

Wie das Statistikamt Nord mitteilt, nahm die Getreidefläche in Jahresfrist um sechs Prozent ab und erreicht einen Anteil von 46 Prozent der Ackerfläche. Der Winterweizen konnte mit einer Anbaufläche von 187.000 ha seine vorherrschende Stellung unter den Getreidearten behaupten. Die Wintergerstenfläche verkleinerte sich auf 61.000 ha (minus 18 Prozent). Der Sommergerstenanbau erhöhte sich leicht (um zwölf Prozent auf 10.500 ha), auch die Roggenanbaufläche wurde um 18 Prozent auf 22.000 ha ausgeweitet.

19 Prozent der Ackerfläche sind mit Ölfrüchten bestellt, dabei erreichte die Fläche mit Winterraps (einschl. Anbau als nachwachsender Rohstoff) 120.000 ha. Die Winterrapsfläche hat sich somit in den letzten zehn Jahren um knapp 50 Prozent vergrößert, wobei die zunehmende Bedeutung von Raps als Ausgangsstoff für die Produktion von Biodiesel eine Rolle gespielt haben dürfte. Das ‚Allzeithoch‘ von 1991 (125.000 ha) ist allerdings noch nicht wieder erreicht worden.

Einen noch deutlicheren Zuwachs weisen die Anbauflächen von Silomais auf. Auf Grund der erneut kräftigen Zunahme (plus 13 Prozent gegenüber 2006) auf nunmehr 122.000 ha hat sich die Anbaufläche seit Anfang der 90er Jahre mehr als verdoppelt (1993: 60.000 ha). Die steigende Bedeutung von Silomais als Energiepflanze für die Erzeugung von Biogas wird diese Entwicklung mit geprägt haben. Silomais stellte auch 2007 den Hauptteil der zum Anbau von Futterfeldfrüchten genutzen Flächen, die mit 167.000 ha um sieben Prozent über dem Wert des Vorjahres lagen. Damit entfielen 2007 rund 26 Prozent der Ackerflächen auf diese Ackerfutterflächen.

Die Brachfläche hat sich gegenüber 2006 um 14 Prozent verringert, mit 26.000 ha beträgt ihr Anteil an der Ackerfläche vier Prozent. Bei den Hackfrüchten blieb die Kartoffelanbaufläche mit 5.500 ha nahezu unverändert, und bei der Zuckerrübenfläche war ein leichter Anstieg auf 10.500 ha (plus fünf Prozent) zu verzeichnen. Der Anbau von Gemüse und Erdbeeren nahm gegenüber 2006 um ein Prozent zu.

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