28. August 2007

Nordrhein-Westfalen: Getreideernte um 14,1 Prozent niedriger als 2006

Düsseldorf (agrar.de) -Der ungewöhnlich milde Winter, die ausgeprägte Frühjahrstrockenheit mit ungewöhnlich hohen Temperaturen im April und Mai sowie regional unterschiedliche Niederschlagsmengen während der Wachstums- und Ernteperiode beeinflussten das Ertragsniveau der diesjährigen Getreideernte in NRW negativ. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurde mit 3,51 Millionen Tonnen 14,1 Prozent weniger Getreide (ohne Körnermais) im Land gedroschen als im Jahr zuvor, wobei die Anbaufläche um 2,8 Prozent reduziert wurde.

Beim Weizen, der hierzulande nach wie vor wichtigsten Getreideart, wurde bei leicht rückläufiger Anbaufläche (-1,6 Prozent) mit 1,96 Millionen Tonnen eine um 9,7 Prozent geringere Gesamternte eingefahren; der Ertrag je Hektar (7,16 Tonnen) war um 8,3 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Der Flächenertrag der Gerste lag im Erntejahr 2007 bei 5,63 Tonnen pro Hektar, das waren 16,5 Prozent weniger als 2006. Somit wurde – auch bedingt durch die Reduzierung der Anbaufläche für Gerste um 4,0 Prozent – mit 1,10 Millionen Tonnen eine um 19,9 Prozent geringere Gerstenmenge geerntet als im Vorjahr.

Da die Anbaufläche von Triticale um 4,2 Prozent eingeschränkt wurde und der Hektarertrag mit 5,47 Tonnen um 8,7 Prozent sank, konnte für diese Getreideart mit 277.000 Tonnen eine um 12,5 Prozent niedrigere Gesamternte eingefahren werden als im Vorjahr.

Beim Roggen wurde trotz einer in 2007 erneuten Ausdehnung der Anbaufläche (+1,3 Prozent), bedingt durch den um 32,2 Prozent geringeren Ertrag von 4,47 Tonnen je Hektar, eine gegenüber dem Vorjahr um 31,3 Prozent niedrigere Gesamternte von 87.000 Tonnen erzielt.

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