17. August 2007

Ackerfläche in Bayern leicht ausgeweitet

Stilllegungsflächen deutlich reduziert

München (agrar.de) – Wie das Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, ist nach dem vorläufigen Ergebnis der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung für Ackerland eine geringfügige Zunahme um rund 10.300 ha bzw. 0,5 Prozent auf 2.087.100 ha zu verzeichnen. Mit 1.180.400 ha entfällt gut die Hälfte der Ackerflächen auf Getreideflächen (einschließlich Mais). Von der Getreidefläche, die zwischenzeitlich vollständig abgeerntet sein dürfte, entfielen auf die wichtigsten Fruchtarten Weizen 488.500 ha und auf Gerste 439.400 ha. Das sind gegenüber dem Vorjahr Rückgänge um 3.500 ha bei Weizen und um 2.200 ha bei Gerste. Dabei nahmen allerdings die Anbauflächen von Winterweizen um 2.300 ha auf 482.800 ha und von Wintergerste um 13.900 ha auf 297.000 ha zu.

Die Anbaufläche von Sommergerste wies mit 142.400 ha sogar einen Tiefstand auf. Auch die Anbaufläche von Hafer war mit 39.200 ha um 800 ha geringer als im Vorjahr. Flächenzunahmen waren hingegen bei Roggen um 9.100 ha auf 41.100 ha und bei Triticale um 6.000 ha auf 68.200 ha zu verzeichnen. Die Getreidefläche (ohne Mais) hat um 7.800 ha auf 1.082.900 ha zugenommen. Die mit Körnermais und Corn-Cob-Mix angebaute Fläche hat sich um 7.200 ha auf zusammen 97.500 ha verringert. Insgesamt war die Getreidefläche (einschl. Mais) um 600 ha geringer als im Jahr 2006.

Auf einer Fläche von 462.700 ha und damit auf 17.500 ha mehr als noch im Jahr 2006 stehen Futterpflanzen. Maßgebend für den Flächenzuwachs ist vor allem die Ausdehnung des Silomaisanbaus um 14.100 ha auf 329.000 ha. Rund 195.000 ha sind mit Handelsgewächsen bestellt; das sind 6.800 ha mehr als im Jahr davor. Den größten Teil davon umfasst die Anbaufläche für Winterraps, die mit 170.900 ha um 10.300 ha über dem Wert von 2006 liegt. Die Anbaufläche von Hackfrüchten übertrifft mit 115.000 ha die entsprechende Vorjahresfläche um 4.400 ha. Einer erneuten Reduzierung der Kartoffelanbaufläche um 1.900 ha auf 47.100 ha steht dabei eine Ausdehnung beim Anbau von Zuckerrüben um 6.400 ha auf 67.100 ha gegenüber. Während die Fläche, auf der Gartengewächse angebaut werden, mit 16.500 ha um 100 ha über dem Vorjahreswert liegt, verringerten die bayerischen Landwirte die Anbaufläche von Hülsenfrüchten um 2.800 ha auf 14.300 ha. An Stilllegungsflächen werden 103.100 ha ausgewiesen, 16.500 ha weniger als noch im Jahr 2006. Dabei ist zu beachten, dass die mit nachwachsenden Rohstoffen bestellte Fläche im Rahmen der Bodennutzungshaupterhebung nicht als Stilllegung zählt, sondern der jeweiligen Fruchtart zugerechnet wird.

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