15. August 2007

Bodensee ist wichtigstes Apfelanbaugebiet Baden-Württembergs

Stuttgart (agrar.de) – In der Rheinebene ist der Obstanbau vielseitiger – Kirschen und Birnen werden auch hochprozentig veredelt Nach den Ergebnissen der Baumobstanbauerhebung 2007 ist und bleibt die Bodenseeregion das führende Obstanbaugebiet in Baden-Württemberg. Wie das Statistische Landesamt feststellt, liegt nahezu die Hälfte (47 Prozent) von insgesamt 15.200 Hektar (ha) Baumobstfläche des Landes in der Obstlandschaft ‚Bodensee‘, die aus den drei Kreisen Ravensburg, Konstanz und Bodenseekreis besteht. In der Obstbauregion ‚Rheinebene‘, die sich entlang des Rheins von Mannheim bis Lörrach erstreckt, befinden sich gut 5.500 ha oder 36 Prozent der Baumobstfläche des Landes. Der Rest verteilt sich auf das Anbaugebiet ‚Neckartal‘ (1.500 ha bzw. 10 Prozent) und die ‚Sonstigen Gebiete‘ (900 ha bzw. 6 Prozent).

Die betrieblichen Strukturen unterscheiden sich in den beiden wichtigsten Obstlandschaften des Landes deutlich. Am Bodensee konzentrieren sich die Betriebe in der Regel eindeutig auf die Erzeugung von Tafelobst, überwiegend Äpfel. Andere landwirtschaftliche oder gärtnerische Produktion hat in diesen Betrieben, wenn überhaupt vorhanden, nur untergeordnete Bedeutung. Der spezialisierten Ausrichtung entsprechend, ist die mit Obstbäumen bepflanzte Fläche im Vergleich zum übrigen Land überdurchschnittlich groß (4,6 ha je Betrieb) und vergleichsweise dicht bepflanzt.

Ein weiteres Merkmal der Spezialisierung ist die Dominanz des Apfels. Rund 90 Prozent der Fläche am ‚Bodensee‘ sind mit Apfelbäumen bepflanzt, so dass die übrigen Baumobstarten mehr der Sortimentsabrundung dienen. Im Bereich ‚Rheinebene‘, zu dem so unterschiedliche Landschaften wie das Markgräflerland, die Ortenau oder die Bergstrasse zählen, sind die Produktionsverhältnisse demgegenüber vielseitiger und abwechslungsreicher. Neben die Erzeugung von Tafelobst tritt die Weiterverarbeitung und Veredelung in Brennereien, die bei Kirschen und auch Birnen den überwiegenden Verwendungszweck darstellt. In den Betrieben der ‚Rheinebene‘ wird der Anbau von Baumobst vielfach auch durch Erdbeeren und Strauchbeeren ergänzt. Die reine Baumobstfläche im einzelnen Betrieb ist daher merklich kleiner (im Durchschnitt 1,5 ha) und der Apfel ist zwar wichtig, aber nicht mehr dominant. Apfel, Süßkirschen und Pflaumen/Zwetschgen stehen in der ‚Rheinebene‘ nahezu gleichwertig nebeneinander.

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