14. August 2007

Rheinland-Pfalz: Winterraps und Silomais auf Höchststand

Getreideanbau ausgeweitet

Bad Ems (agrar.de) – Die rheinland-pfälzischen Landwirte ernteten in den vergangenen Wochen von fast 41.000 Hektar Fläche Winterraps. Der Anbau erreichte damit einen neuen Höchststand. Auch die Silomaisfläche ist mit über 22.000 Hektar so groß wie nie zuvor, so das Statistische Landesamt. Ursache für die Ausweitung der Anbauflächen ist die zunehmende Bedeutung landwirtschaftlicher Rohstoffe als Ersatz für fossile Rohstoffe. So dient Raps beispielsweise als Rohstoff für die Erzeugung von Biodiesel. Silomais wird dagegen in Biogasanlagen eingesetzt.

Die Getreidefläche hat gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent zugenommen. Mit 239.000 Hektar entspricht sie der durchschnittlichen Anbaufläche der sechs Jahre von 2001 bis 2006. In Deutschland wurde auf rund 6,2 Millionen Hektar Getreide gesät. Rheinland-Pfalz hat hieran einen Anteil von 3,9 Prozent; bei Winterraps und Silomais liegen die Anteile bei 2,7 bzw. 1,5 Prozent. Die wichtigste Getreideart ist mit großem Abstand Winterweizen. In Rheinland-Pfalz wurde die Anbaufläche in diesem Jahr um 8.000 Hektar auf 106.000 Hektar ausgeweitet.

Sommergerste konnte (entgegen einer ersten Auswertung im Frühjahr) gegenüber dem Vorjahr im Anbauumfang geringfügig auf 56.000 Hektar zulegen. Die Zunahme um 2.000 Hektar dürfte vor allem zulasten von Hafer erfolgt sein, der wie die Sommergerste erst im Frühjahr ausgesät wird. Der Haferanbau fiel auf knapp 7.000 Hektar (minus 1.400 Hektar) zurück. Wintergerste (38.000 Hektar), Triticale – eine Kreuzung aus Weizen und Roggen – (15.000 Hektar) und Roggen (11.000 Hektar) konnten im Anbau zulegen.

Trotz der anstehenden Einschnitte bei den Erlösen für Zuckerrüben nahm der Anbau im Vergleich zum Vorjahr wieder zu. Die Fläche stieg um 10 Prozent auf gut 20.000 Hektar. Gegenüber dem langjährigen Mittelwert ist dies allerdings ein Rückgang von 1,5 Prozent. Der Kartoffelanbau blieb mit 8.400 Hektar im Umfang stabil. Eine seit Jahren rückläufige Entwicklung weisen dagegen Hülsenfrüchte wie Futtererbsen und Ackerbohnen (1.800 Hektar; minus 21 Prozent) sowie der Tabak (800 Hektar; minus 3,3 Prozent) auf. Ebenfalls rückläufig sind die stillgelegten oder brachliegenden Flächen. Sie nahmen um knapp 11 Prozent auf 28.000 Hektar ab. Die nicht mehr stillgelegten Flächen wurden vielfach für den Anbau von landwirtschaftlichen Rohstoffen zum Ersatz fossiler Rohstoffe genutzt.

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