13. August 2007

Getreide bleibt wichtigste Ackerfrucht in Sachsen

Themen: Anbauflächen,Getreide,Raps,Sachsen,Statistik — info @ 15:08

Winterraps erreicht größte Anbaufläche seit 1991

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte bearbeiten in diesem Jahr rund 722.700 Hektar Ackerland. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes gut 1.500 Hektar mehr als im Vorjahr.

Für Getreide einschließlich Körnermais wurde eine Anbaufläche von 395.400 Hektar ermittelt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 6.200 Hektar bzw. 1,5 Prozent. Getreide bleibt aber die wichtigste Ackerfrucht und wächst in diesem Jahr auf 55 Prozent des Ackerlandes heran. Obwohl die Anbaufläche von Weizen um 4.000 (2,2 Prozent) verringert wurde, bleibt Weizen die am häufigsten angebaute Getreideart und beansprucht 45 Prozent der Getreideanbaufläche. Mit Gerste war eine Fläche von 135.700 Hektar und damit rund 34 Prozent der Getreideanbaufläche bestellt.

Die sächsischen Landwirte drillten weiterhin 22.600 Hektar Triticale (-6,0 Prozent) und 9.800 Hektar Hafer (-3,0 Prozent zum Vorjahr). Der stärkste Flächenrückgang war bei der Sommergerste mit 9.600 Hektar (20,7 Prozent) zu verzeichnen. Dagegen wurde die Roggenanbaufläche um 11.500 Hektar (40,6 Prozent) ausgeweitet.

Der Anbau von Handelsgewächsen nahm um 10.400 Hektar (7,3 Prozent) zu und erhöhte sich auf 152.900 Hektar. Zu den Handelsgewächsen zählen unter anderem Ölfrüchte (Raps, Körnersonnenblumen, Lein), Rüben und Gräser zur Samengewinnung sowie Hopfen. Handelsgewächse nehmen in diesem Jahr 21,2 Prozent des Ackerlandes ein. Den größten Zuwachs der Anbaufläche verzeichnet der Winterraps mit 11.200 Hektar (8,6 Prozent zum Vorjahr).

Futterflächen machen rund 15 Prozent des Ackerlandes aus. Im Vergleich zu 2006 erhöhte sich die Futteran­baufläche um 3.000 Hektar bzw. 2,8 Prozent. Diese erneute Steigerung resultiert insbesondere aus einer Zunahme der Silomaisfläche um 4,9 Prozent bzw. 3.100 Hektar. Silomais wird auf 66.200 Hektar angebaut und beansprucht 9,2 Prozent des Ackerlandes und über 60 Prozent der Futteranbaufläche.

Auf 24.000 Hektar wachsen Hackfrüchte heran. Das sind 2.900 Hektar (13,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Dabei entfallen 15.600 Hektar auf Zuckerrüben und 8.000 Hektar auf Kartoffeln. Die Anbaufläche für Hülsen­früchte hingegen verringerte sich nahezu um ein Drittel auf 10.500 Hektar. Obwohl dieser Rückgang insbesondere aus einer Verringerung des Anbaus von Futtererbsen resultiert, stellt diese Fruchtart weiterhin die wichtigste Hülsenfrucht in Sachsen dar. Futtererbsen werden auf 8.500 Hektar (-30,0 Prozent zum Vorjahr) angebaut.

Die Brache beläuft sich in diesem Jahr auf etwa 24.700 Hektar. Das sind 3.600 Hektar (12,7 Prozent) weniger als 2006.

Diese Angaben sind das vorläufige Ergebnis der Agrarstrukturerhebung 2007, die in rund 10.500 landwirt­schaftlichen Betrieben stattfand.

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