09. August 2007

Viehbestand in Schleswig-Holstein

Entgegen dem mehrjährigen Trend mehr Milchkühe, weniger Schweine und Schafe

Kiel (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Erhebung über die Viehbestände am 3. Mai 2007 wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins 1,14 Mio. Rinder, 1,48 Mio. Schweine und 341.000 Schafe gehalten.

Der Rinderbestand insgesamt war um 9.000 Tiere (ein Prozent) kleiner als im Mai 2006, damit setzte sich der langjährige Rückgang gebremst fort. Wie das Statistikamt Nord mitteilt, zeigte sich erstmals seit vier Jahren bei der Zahl der Milchkühe wieder ein Zuwachs – ihr Bestand erhöhte sich in Jahresfrist um 9.000 Tiere (drei Prozent) auf jetzt 337.000. Dieser Anstieg entgegen dem langjährigen Trend ist im Zusammenhang mit Informationen über noch nicht ausgeschöpfte Milchgarantiemengen zum Ende des letzen Milchwirtschaftsjahres zu sehen. Die Zahl der Ammen- und Mutterkühe lag mit knapp 44.000 Tieren leicht über dem Wert vom Mai 2006 (zwei Prozent). Der Bestand der für die Reproduktion wichtigen Zucht- und Nutzfärsen (ab ein Jahr alt) verringerte sich in Jahresfrist um ein Prozent; die Zahl der Kälber und Jungrinder bis zu einem Jahr ging um fast 9.000 Tiere oder zwei Prozent zurück.

Bei den Schlachtrindern (über ein Jahr) fiel der Bestandsabbau recht deutlich aus. Ihre Zahl lag zum Zählungsstichtag um sechs Prozent unter dem Vorjahresbestand.

Der Gesamtbestand an Schweinen war erstmals seit zehn Jahren wieder rückläufig und nahm gegenüber dem Mai 2006 um 23.000 Tiere (zwei Prozent) ab. Sowohl der Bestand an Jungschweinen wie auch an Ferkeln ging in Jahresfrist um vier Prozent zurück. Gleichzeitig erhöhte sich die Gesamtzahl der Mastschweine leicht um ein Prozent, der Sauenbestand insgesamt blieb nahezu unverändert. Dabei wurde die Zunahme bei den Jungsauen um 5.000 Tiere durch den Rückgang bei den Altsauen ausgeglichen.

Der Bestand an Schafen zeigte erstmals seit zehn Jahren einen deutlichen Rückgang. In Jahresfrist verringerte sich ihre Zahl um sieben Prozent oder 27.000 Tiere. Eine Ausnahme war nur bei den Hammeln zu verzeichnen.

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