31. August 2007

Genraps: Bioland fordert umfassende Aufklärung

Themen: Gentechnik,Raps,Verbände — info @ 16:08

Länder müssen auf ausgesäten Flächen wirkungsvolle Maßnahmen gegen keimfähiges GVO-Saatgut sicherstellen

Mainz (agrar.de) – Anlässlich der heute bekannt gewordenen Rückrufaktion der Deutschen Saatgutveredlung AG (DSV) von gentechnisch verunreinigtem Raps fordert Bioland eine schnelle und umfassende Aufklärung. ‚Die betroffenen Bundesländer müssen über wirkungsvolle Maßnahmen auf den bereits ausgesäten Flächen sicherstellen, dass kein keimfähiges Saatgut im Boden verbleibt. Den betroffenden Landwirten darf dabei aber kein materieller Schaden entstehen‘, fordert Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Rapssaatgut überdauert im Boden bis zu 15 Jahre. Nach Erkenntnissen von Bioland sind von dem Rückruf zwei Rapssorten betroffen: Taurus und Oase.

Besonders besorgt zeigt sich Bioland über die Äußerung des DSV-Vorstands Christoph Lüdecke, dass es sich bei der Verunreinigung evtl. um Folgen von Freisetzungsversuchen der 90er Jahre handeln könne. Sollte die damalige Auskreuzung von GVO-Raps tatsächlich die Ursache sein, ist zu befürchten, dass sich die nicht zugelassenen GVO-Konstrukte bis heute weit verbreitet haben. Dies erfordere dringend weitere Untersuchungen hinsichtlich deren Ausbreitung. Der Fall zeigt nochmal ganz eindeutig, dass es niemals eine Zulassung von GVO-Raps in Deutschland geben darf.

Bioland ist mit über 4.500 Erzeugern und knapp 700 Vertragspartnern in der Herstellung der größte Verband im ökologischen Landbau in Deutschland.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Verbände.

30. August 2007

Schleswig-Holstein: Gentechnisch verunreinigtes Rapssaatgut wird untergepflügt

Themen: Gentechnik,Raps,Schleswig-Holstein — info @ 16:08

Kiel (agrar.de) – Im Rahmen einer routinemäßigen Kontrolle von Saatgut durch die Länder sind bei einer Rapspartie Spuren gentechnisch veränderter Organismen gefunden worden, die keine Zulassung für den Anbau besitzen. Dabei handelt es sich um Raps der Saatgutpartie Taurus D/BN 3237/318 der Deutschen Saatveredlung AG in Lippstadt. In den bisher untersuchten Proben wurde Erbgut nachgewiesen, das auf eine gentechnisch erzeugte Resistenz gegenüber einem Herbizid (BASTA) hindeutet.

Trotz einer sofort vom Saatgutunternehmen eingeleiteten Rückrufaktion sind Teile der Partie dennoch zur Aussaat gekommen. In Schleswig-Holstein ist dabei nach derzeitigem Wissensstand eine Anbaufläche von ca. 300 ha betroffen.

Da für gentechnisch veränderten Raps derzeit keine Zulassung zum Anbau existiert, darf dieser in der EU nicht ausgesät werden. Die betroffenen Landwirte werden daher kurzfristig eine entsprechende Anordnung zur Vernichtung des Raps-Aufwuchses und zum Umbruch erhalten, damit eine Neueinsaat noch rechtzeitig möglich ist. Vor dem Umbruch ist aber sicher zu stellen, dass die ausgesäten Rapsbestände vollständig aufgelaufen sind.

‚Die Vernichtung der Rapsbestände ist gesetzlich erforderlich und auch notwendig. Nur so können wir das Vertrauen der Verbraucher in die durch Gentechnik nicht veränderten landwirtschaftlichen Produkte erhalten‘, so von Boetticher. Die betroffenen Landwirte müssten durch die Verursacher angemessen entschädigt werden, fordert der Minister abschließend. Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Thüringen: Durchschnittlicher Ertrag bei Getreide auf Vorjahresniveau

Themen: Erntebericht,Getreide,Raps,Statistik,Thüringen — info @ 14:08

Winterraps mit geringerer Ertragsleistung

Erfurt (agrar.de) – Die Getreideernte begann durch den Wachstumsvorsprung der Kulturen in diesem Jahr ca. 14 Tage eher als in durchschnittlichen Jahren. Die Erntearbeiten wurden durch teils länger anhaltende Niederschläge im Juli und August beeinträchtigt. Diese führten regional zu höheren Verlusten. Insgesamt sind noch knapp 5 Prozent der rund 363.200 Hektar Getreidefläche abzuernten.

Für die Ernte 2007 rechnen die Thüringer Bauern mit einer Getreideernte (ohne Corn-Cob-Mix und Körnermais) von 2,3 Millionen Tonnen. Die Erntemenge wird – bei gleicher Ertragsleistung wie 2006 – um knapp 2 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr, da die Anbaufläche auf 363.200 Hektar (2006: 369.700 ha) zurück genommen wurde. Mit einem durchschnittlichen Hektarertrag von 63,8 dt/ha wird die Ertragsleistung des Vorjahres wieder erreicht, sie bleibt aber um 1,6 Prozent hinter dem sechsjährigen Mittel der Jahre 2001 bis 2006 (64,8 dt/ha).

Bei Winterweizen, der mit 214.300 Hektar auf 59 Prozent der Getreidefläche insgesamt steht, berechnete das Thüringer Landesamt für Statistik einen Flächenertrag von 67,5 dt/ha. Die Ertragsleistung liegt auf dem Vorjahresniveau (67,3 dt/ha). Das mehrjährige Mittel 2001/2006 von 69,5 dt/ha wird um 2,8 Prozent unterschritten. Die Erntemenge erreicht mit 1.446.000 Tonnen ein Ergebnis, das um 1,3 Prozent unter dem des Vorjahres liegt. Ausschlaggebend hierfür ist der Rückgang der Anbaufläche um 1,5 Prozent.

Bei Roggen wird mit einem Ertrag von 62,0 dt/ha gerechnet (2006: 61,8 dt/ha). Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt werden in diesem Jahr 4,6 Dezitonnen weniger vom Hektar geerntet. Infolge der Ausweitung der Roggenanbaufläche um über ein Drittel (37,3 Prozent) auf 11.600 Hektar in diesem Jahr, liegt die Erntemenge mit 71.700 Tonnen um 37,8 Prozent über der Vorjahresmenge.

Wintergerste liegt mit 65,8 dt/ha unter dem Vorjahresniveau (2006: 66,9 dt/ha), aber über dem langjährigen Mittel 2001/2006 (65,1 dt/ha). Durch einen Flächenzuwachs auf 67.700 Hektar (+ 2,2 Prozent) zur Ernte 2007 konnte eine Gesamterntemenge von 445.600 Tonnen (+ 0,5 Prozent) eingefahren werden.

Sommergerste verfehlt mit 49,0 dt/ha nochmals das niedrige Vorjahresniveau (2006: 49,5 dt/ha). Das langjährige Mittel (D 2001/2006: 51,6 dt/ha) wird um 5,0 Prozent unterschritten. 2007 werden voraussichtlich 222.000 Tonnen Sommergerste eingefahren. Damit liegt die Erntemenge um 11,7 Prozent unter dem Vorjahresergebnis.

Hafer, der in Thüringen mit einem Anbau von 5.500 Hektar eine untergeordnete Rolle spielt, bringt mit einem Flächenertrag von 45,6 Dezitonnen 5,8 dt/ha (- 11,3 Prozent) weniger als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006 und 3,2 dt/ha ( 6,5 Prozent) weniger als im Jahr 2006. Weitere Anbaueinschränkungen (- 2,4 Prozent zum Vorjahr) sowie geringere Erträge führen zu einer Gesamternte, die mit 25.200 um 8,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt.

Mit einem voraussichtlichen Flächenertrag von 58,0 dt/ha wird Triticale, eine Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, das durchschnittliche Ertragspotential der Jahre 2001 bis 2006 um 1,9 dt/ha (- 3,2 Prozent) und den Ertrag des Vorjahres um 3,9 dt/ha (- 6,3 Prozent) unterschreiten. Insgesamt werden nach den vorläufigen Ergebnissen 80.200 Tonnen Triticale geerntet (2006: 81.300 Tonnen).

Die Erträge bei Winterraps liegen weit unter dem Vorjahresniveau und auch unter dem mittleren Erträgen der Jahre 2001/2006. Die Ernte von Winterraps wurde mit einem Flächenertrag von 32,8 dt/ha abgeschlossen. Damit wurde das Ertragsniveau des Vorjahres um 12,7 Prozent und das Mittel der Jahre 2001/2006 um 7,3 Prozent verfehlt. Der Winterraps hat stark unter der diesjährigen Witterung gelitten. So führten Dürre im Frühjahr mit begleitenden Nachtfrösten, später Sturm, Hagel und Starkniederschlag zu Mindererträgen. Der zu Erntebeginn einsetzende Regen sorgte nochmals für Ertragsverluste. Durch erneute Anbauausweitung um 9,0 Prozent auf 124.800 Hektar fiel der Rückgang der Erntemenge gegenüber dem Vorjahr gemäßigter aus. Insgesamt wurden 409.800 Tausend Tonnen geerntet, 4,9 Prozent weniger als 2006.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Sachsen-Anhalt: Getreideertrag NUR 60 Dezitonnen je Hektar

Halle (agrar.de) – Nach Mitteilung des 5Statistischen Landesamtes ist 2007 ein Hektarertrag für Getreide von 60 Dezitonnen zu erwarten. Niedrigere Erträge gab es in den letzten 10 Jahren nur in den beiden Extremjahren 2002 und 2003. Mit 3,3 Millionen Tonnen wird die Getreideernte (ohne Körnermais) um fast 10 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr.

Bei einer Reduzierung der Getreidefläche um 3 Prozent gegenüber 2006 waren vor allem witterungsbedingte Ertragsausfälle Ursache einer deutlich unter dem Durchschnitt (- 13 Prozent) der vergangenen sechs Jahre liegenden diesjährigen Getreideernte. Neben der extremen Trockenheit im April, die auch durch den zu spät kommenden Regen im Mai/Juni nicht ausgeglichen wurde, führte das ständige Regenwetter zur Verzögerung der recht frühzeitig begonnenen Ernte und damit zu hohen Ernte- wie auch Qualitätsverlusten.

Fast drei Viertel der Getreideanbaufläche nimmt Brotgetreide ein. Hier wird mit 63 Dezitonnen je Hektar (7 Prozent geringer als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006 ) eine Gesamternte von 2,5 Millionen Tonnen erwartet. Von vier Fünfteln der Brotgetreidefläche wird Winterweizen geerntet. Hier wird eine Erntemenge von 2,2 Millionen Tonnen erwartet. Infolge des niedrigsten Hektarertrages seit 15 Jahren beim Roggen (37 dt/ha) wird trotz erheblicher Anbauausdehnung von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr die zu erwartende Erntemenge kaum höher sein als im Jahr 2006 (0,3 Millionen Tonnen).

Erhebliche Ertragseinbußen zeichnen sind auch beim Futtergetreide ab. So wird bei einer Flächenreduzierung gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent mit einer um 24 Prozent geringeren Erntemenge (0,8 Millionen Tonnen) gerechnet. Für Wintergerste (drei Viertel der Futtergetreidefläche) wurde ein durchschnittlicher Hektarertrag von knapp 57 Dezitonnen ermittelt. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre wurde je Hektar gut 10 Dezitonnen mehr geerntet.

Auch Winterraps liegt mit durchschnittlich ermittelten 31 Dezitonnen je Hektar unter dem Vorjahreswert und unter dem langjährigen Mittel. Trotz einer weiteren Flächenausdehnung um 14 Prozent bzw. 22.100 Hektar gegenüber dem Vorjahr wird mit 0,6 Millionen Tonnen die Erntemenge um 7 Prozent geringer ausfallen. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 590 angebotenen Schweinen alle Schweine in 5 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,53 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,53 Euro bis 1,54 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

29. August 2007

Schleswig-Holstein: Getreideernte 2007

Erträge bleiben hinter Erwartungen zurück

Kiel (agrar.de) – Nach der zweiten, noch vorläufigen Ernteberechnung des Statistikamtes Nord ergibt sich für Schleswig-Holstein eine Getreideernte von 2,15 Mio. Tonnen (t). Dies wäre die niedrigste Ernte seit 13 Jahren. Bei einer gegenüber dem Vorjahr um knapp 18.000 ha oder sechs Prozent eingeschränkten Getreidefläche von 299.000 ha, wird damit die Erntemenge um 15 Prozent unter der des Vorjahres liegen. Diese zweite Ernteberechnung weist aufgrund der nicht vorhersehbaren, zum Teil extremen Witterungsverhältnisse im Juli eine um rund sieben Prozent niedrigere Getreideernte als zum Stand der ersten Ernteschätzung von Ende Juni aus.

Mit allein 1,5 Mio. Tonnen entfallen zwei Drittel der Getreideernte auf den Weizen. Die Bestände präsentierten sich nach dem Winter zunächst in einem guten Zustand. Ein Niederschlagsdefizit im Frühjahr führte auf leichten Böden zu Trockenschäden. Durch Starkwinde und große Regenmengen wurden im Juli vielerorts die Getreidebestände zu Boden gedrückt, was ebenso zu Ernteverlusten führte wie die fehlende Sonneneinstrahlung und Schäden durch das Gelbverzwergungsvirus. Im Ernteverlauf gab es immer wieder Unterbrechungen durch Regenfälle, die Befahrbarkeit auf schweren Böden war schlecht und die Feuchtigkeitsgehalte des Getreides waren entsprechend hoch. Für Weizen und auch Roggen werden dennoch überwiegend ausreichende Qualitäten für die Verarbeitung als Brotgetreide erwartet.

Nach den Berechnungen des Statistikamtes liegt das Ertragsniveau bei fast allen Getreidearten sowohl unter dem Vorjahresergebnis als auch unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Im Landesmittel wird mit einem Getreideertrag von 72 dt/ha (Vorjahr 80 dt/ha) gerechnet. Ertragsstärkste Getreideart ist mit 79 dt/ha der Winterweizen gefolgt von Wintergerste (67 dt/ha), Triticale (55 dt/ha), Sommergerste (51 dt/ha), Roggen (50 dt/ha) und Hafer (50 dt/ha).

Bei einer gegenüber 2006 um 8.000 ha oder sieben Prozent auf 121.000 ha ausgeweiteten Anbaufläche und einem Ertrag von 39 dt/ha, der damit auf dem Niveau des Vorjahrs liegt, wird die Rapsernte rund 472.000 t betragen. Damit wird eine um ebenfalls sieben Prozent höhere Erntemenge als im Vorjahr erwartet.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Rheinland-Pfalz: Getreideernte 2007 deutlich geringer

Der sommerliche April sorgte für geringere Hektarerträge

Bad Ems (agrar.de) – Die rheinland-pfälzischen Landwirte droschen diesen Sommer nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nur 1,3 Millionen Tonnen Getreide. Trotz einer Ausweitung der Anbaufläche um 5,5 Prozent auf 239.000 Hektar blieb die Erntemenge um 6,9 Prozent unter der des Vorjahres. Im Vergleich zu der durchschnittlichen Erntemenge der vergangenen sechs Jahre war das ein Minus von 6,5 Prozent. Der durchschnittliche Hektarertrag für Getreide lag mit 55 Dezitonnen je Hektar (1 Dezitonne = 100 Kilogramm) sogar um fast zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert und um 6,3 Prozent unter dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre.

Eine wesentliche Ursache für die trotz gestiegener Getreidefläche geringere Erntemenge war die Trockenheit im April. Da den Getreidepflanzen Wasser fehlte, bildeten sie insbesondere auf den leichteren Böden nicht genügend Ähren aus. Dementsprechend gab es hier auch die größten Ertragsrückgänge.

Winterraps, der ebenfalls eine wichtige Mähdruschfrucht ist, brachte noch 35 Dezitonnen von einem Hektar. Er lag damit um knapp ein Zehntel unter dem Vorjahresertrag. Wegen der großen Nachfrage nach Rapssaat – beispielsweise zur Erzeugung von Biodiesel – nahm die Anbaufläche auf 40.800 Hektar zu (plus 9,1 Prozent). Die Erntemenge von 143.000 Tonnen erreichte deshalb auch fast das Vorjahresergebnis.

Ernte begann früher

Wegen des milden Winters und des warmen Frühjahrs sowie der fehlenden Niederschläge im April begann die Getreideernte 2007 bereits Mitte Juni und damit etwa zwei Wochen früher als im vorigen Jahr. Sie wurde dann aber immer wieder durch die Niederschlagsperioden im Juli und August unterbrochen. Dadurch konnten Getreide und Raps nicht immer zum optimalen Zeitpunkt geerntet werden; das führte ebenfalls zu Ertrags- und Qualitätseinbußen.

Weizen ist die wichtigste Getreidepflanze

Weizen – vor allem Winterweizen – ist mit großem Abstand die wichtigste Getreidepflanze und mit 64 Dezitonnen je Hektar zugleich die ertragsstärkste Getreideart in Rheinland-Pfalz. Der Anbau nahm um 6,7 Prozent auf 108.000 Hektar zu. Gegenüber den langjährigen Durchschnittserträgen belief sich der Ertragsrückgang auf 6,7 Prozent. Verglichen mit dem Vorjahresergebnis fehlten den Landwirten sogar 9,1 Prozent oder über 6 Dezitonnen je Hektar. Im Jahr 2006 waren 70 Dezitonnen gedroschen worden. Wegen der großen Flächenzunahme belief sich das Minus bei der Erntemenge (689.000 Tonnen) gegenüber dem Vorjahr nur auf 2,9 Prozent.

Neben dem Winterweizen hat auch die Sommergerste eine größere Bedeutung in den Anbauplänen der rheinland-pfälzischen Landwirte. Sommergerste wird vielfach als Braugerste an die Malzindustrie vermarktet und konnte nach dem Einbruch der Anbaufläche im Vorjahr wieder leicht auf 56.000 Hektar zulegen. Der Ertrag lag in diesem Jahr bei nur 42 Dezitonnen je Hektar (minus 17 Prozent). Da Sommergerste erst im Frühjahr ausgesät wird, litt sie besonders stark unter der Apriltrockenheit.

Wintergerste, die auf 38.000 Hektar angebaut wurde (plus 7,8 Prozent), brachte mit 52 Dezitonnen je Hektar nur etwa vier Fünftel des Vorjahresertrages. Die Erntemenge lag mit 199.000 Tonnen um 3,4 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt. Der Anbau von Triticale (15.000 Hektar), Roggen (11.000 Hektar) und Hafer (7.000 Hektar) ist hierzulande von eher geringer Bedeutung. Die Erträge lagen ebenfalls unter den letzjährigen Werten. Triticale erreichte 55 Dezitonnen je Hektar (minus 6,1 Prozent), Roggen 52 Dezitonnen je Hektar (minus 6,6 Prozent) und Hafer 38 Dezitonnen je Hektar (minus 12 Prozent). Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

28. August 2007

Gentechnikgegner drohen mit Eskalation

Themen: Gentechnik,Umwelt,Verbände — info @ 16:08

InnoPlanta: Gefährdung von Menschenleben wird billigend in Kauf genommen – Verband fordert Änderung des Standortregisters

Gatersleben (agrar.de) – Anlässlich einer Drohung militanter Gentechnikgegner, Eisenteile in Feldern mit gentechnisch verändertem (gv) Mais platziert zu haben, sieht die Arbeitsgemeinschaft Innovative Landwirte im InnoPlanta (InnoPlanta AGIL) nun dringenden Handlungsbedarf seitens der Politik.

Mit einem Bekennerschreiben warnt eine Gruppe nit dem Namen ‚FEld-Bestellung‘, gv-Maisflächen abzuernten, da man viele davon ‚mit Eisenstangen bestellt, Eisenteilen bespickt und/oder Eisendrähten verziert‘ habe.

Das Druckmittel, Metallteile in den betreffenden Maisfeldern verteilt zu haben, stelle eine bewusste und gezielte Inkaufnahme lebensgefährlicher Körperverletzungen von Landwirten sowie deren Mitarbeitern und der Verursachung erheblicher Sachschäden an Erntemaschinen dar, so die Arbeitsgemeinschaft.

Möglich würden derartige Gewalttaten durch das öffentliche Standortregister, das seit 2005 sämtliche Äcker, die mit gv-Pflanzen bestellt wurden, flurstücksgenau auflistet und von jedermann eingesehen werden kann. ‚Dass die Bundesregierung eine Änderung beim Standortregister mit Hinweis auf mehr Bürokratie und höhere Kosten bei der Bearbeitung von möglichen Anträgen auf Einsichtnahme betroffener Personen abgelehnt hat, ist angesichts des sich ausweitenden Missbrauchs völlig inakzeptabel‘, so Dr. Uwe Schrader, Vorsitzender der InnoPlanta AGIL.

Die Bunderegierung müsse sich endlich in der Pflicht sehen, Landwirte und deren Eigentum nicht leichtfertig zu gefährden. In weiten Teilen der Bevölkerung und auch der Politik würde die im Zuge von Feldversuchen und dem kommerziellen Anbau von gv-Pflanzen wütende Aggression zulange als Kavaliersdelikt abgetan und toleriert. Es sei offensichtlich, dass dadurch eine Eskalation, wie sie nun zutage trete, erst befördert wurde, so die Einschätzung Schraders.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Verbände.

Nordrhein-Westfalen: Getreideernte um 14,1 Prozent niedriger als 2006

Düsseldorf (agrar.de) -Der ungewöhnlich milde Winter, die ausgeprägte Frühjahrstrockenheit mit ungewöhnlich hohen Temperaturen im April und Mai sowie regional unterschiedliche Niederschlagsmengen während der Wachstums- und Ernteperiode beeinflussten das Ertragsniveau der diesjährigen Getreideernte in NRW negativ. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurde mit 3,51 Millionen Tonnen 14,1 Prozent weniger Getreide (ohne Körnermais) im Land gedroschen als im Jahr zuvor, wobei die Anbaufläche um 2,8 Prozent reduziert wurde.

Beim Weizen, der hierzulande nach wie vor wichtigsten Getreideart, wurde bei leicht rückläufiger Anbaufläche (-1,6 Prozent) mit 1,96 Millionen Tonnen eine um 9,7 Prozent geringere Gesamternte eingefahren; der Ertrag je Hektar (7,16 Tonnen) war um 8,3 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Der Flächenertrag der Gerste lag im Erntejahr 2007 bei 5,63 Tonnen pro Hektar, das waren 16,5 Prozent weniger als 2006. Somit wurde – auch bedingt durch die Reduzierung der Anbaufläche für Gerste um 4,0 Prozent – mit 1,10 Millionen Tonnen eine um 19,9 Prozent geringere Gerstenmenge geerntet als im Vorjahr.

Da die Anbaufläche von Triticale um 4,2 Prozent eingeschränkt wurde und der Hektarertrag mit 5,47 Tonnen um 8,7 Prozent sank, konnte für diese Getreideart mit 277.000 Tonnen eine um 12,5 Prozent niedrigere Gesamternte eingefahren werden als im Vorjahr.

Beim Roggen wurde trotz einer in 2007 erneuten Ausdehnung der Anbaufläche (+1,3 Prozent), bedingt durch den um 32,2 Prozent geringeren Ertrag von 4,47 Tonnen je Hektar, eine gegenüber dem Vorjahr um 31,3 Prozent niedrigere Gesamternte von 87.000 Tonnen erzielt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

27. August 2007

Ausfuhr von Milch und Milchprodukten gestiegen

Themen: Handel,International,Milch,Statistik — info @ 14:08

Wiesbaden (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden von Januar bis Juni 2007 Milch und Milchprodukte im Wert von 2,9 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert, das waren 20,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahres­zeitraum. Mengenmäßig fiel der Anstieg mit 9,2 Prozent geringer aus. Die Zunahme ist demnach sowohl auf Mengen- als auch auf Preissteigerungen zurückzuführen. Die Ausfuhrpreise für Milch sind im ersten Halbjahr 2007 im Vorjahresvergleich durch­schnittlich um 4,5 Prozent, die Preise für Milchpulver sogar durchschnittlich um 25,5 Prozent gestiegen. Dabei hat sich der Preisanstieg im zweiten Quartal 2007 (+ 8,5 Prozent gegenüber zweites Quartal 2006 für Milch, +35,7 Prozent für Milchpulver) deutlich beschleunigt. Knapp 90 Prozent der Ausfuhren im ersten Halbjahr 2007 gingen in Länder der Europäischen Union. Allein 52 Prozent entfielen auf Italien, die Niederlande und Frankreich. Der asiatische Markt spielt dagegen – zumindest in den direkten Handelsbeziehungen – nur eine untergeordnete Rolle. So gingen etwa in die Volksrepublik China und Indien zusammen lediglich 0,1 Prozent der deutschen Exporte von Milch und Milchprodukten. Die Ausfuhren von Milch und Milchprodukten aus der Europäischen Union insgesamt sind ebenfalls seit Jahresbeginn deutlich gestiegen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2007 nahmen sie wertmäßig um 13,2 Prozent zu. Der Anteil Chinas und Indiens zusammen lag in diesem Zeitraum bei 2,9 Prozent.

Links zum Thema Lebensmittel, Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

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