19. Juli 2007

Verbände: Bio boomt, heimische Erzeugung stagniert

Themen: Biolandbau,Förderung,Verbände — info @ 14:07

Berlin (agrar.de) – Die jüngst vom Bundeslandwirtschaftsministerium veröffentlichten Daten zur Entwicklung des ökologischen Landbaus 2006 zeigen, wie sich die Schere zwischen boomendem Biomarkt und heimischer Erzeugung aus ökologischem Landbau immer weiter öffnet. Während der Umsatz mit Bioprodukten in Deutschland im Jahr 2006 um rund 15 Prozent auf gut 4,5 Milliarden Euro gestiegen ist, ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche im gleichen Zeitraum lediglich um 2,3 Prozent gewachsen.

Die deutliche Kluft zwischen Angebot und Nachfrage müsse zunehmend über Importe abgedeckt werden, bedauerte der Deutsche Bauernverband (DBV). In einigen der neuen EU-Staaten würden sich angesichts der Marktchancen und mit Unterstützung entsprechender Förderprogramme die ökologisch bewirtschafteten Flächen derzeit von Jahr zu Jahr verdoppeln. In Deutschland hingegen hatten die meisten Bundesländer in den Jahren 2005 und 2006 im Hinblick auf die anstehende neue EU-Förderperiode keine Neuanträge zur Förderung der Um­stellung auf ökologischen Landbau bewilligt. Der Rückgang der Umstellungsraten in Deutsch­land war deshalb vorhersehbar, betonte der DBV, der hier Wertschöpfungsmöglichkeiten für die heimischen Landwirte verloren sieht.

BÖLW: Politik verschenkt Chancen bei Wirtschaftsentwicklung und Umweltschutz ‚Dass die heimische Öko-Produktion nicht mit der Marktentwicklung Schritt hält, ist bedenklich‘, erklärte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Der BÖLW fordert von Bund und Ländern, die Rahmenbedingungen für den Umstieg auf Ökologischen Landbau zu verbessern.

‚Der Öko-Landbau schafft gerade dort Arbeitsplätze wo sie am schwierigsten zu halten sind – im ländlichen Raum‘, so Löwenstein. Bio-Betriebe weisen im Schnitt ein Drittel mehr Arbeitsplätze als konventionelle auf. Mit seiner tier- und umweltgerechten Wirtschaftsweise erbringt er zudem Leistungen, die der gesamten Gesellschaft zugute kommen. ‚Zur bald bevorstehenden Herbstaussaat erwarten wir von der Politik klare Signale, die zur Umstellung motivieren. Ohne Scheuklappen muss auch darüber diskutiert werden, wie die Steuermittel für die Landwirtschaft so eingesetzt werden können, dass sie besser als bisher eine umweltgerechte Produktion ermöglichen.‘

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Sachsen-Anhalt: Gute Spargel- und Erdbeerernte

Halle (agrar.de) – Die diesjährige Spargelernte brachte nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes 46,3 Dezitonnen je Hektar, das sind 9 Dezitonnen je Hektar mehr als im Vorjahr. Die Erntemenge lag um fast ein Fünftel über dem Durchschnitt der vergangenen 6 Jahre. Die Erdbeererzeuger in Sachsen-Anhalt werden ersten Schätzungen zufolge 2007 voraussichtlich mit 1.500 Tonnen eine gute Ernte im Vergleich zum sechsjährigen Mittel (1.000 Tonnen) einbringen. Mit eingeschätzten 73,2 Dezitonnen wird jedoch ein unter dem Vorjahresspitzenertrag von 82,5 Dezitonnen liegender Hektarertrag erwartet.

Die Witterung hat – trotz des milden Winters und der Trockenheit im April 2007 – beim Spargel für eine bessere Qualität als im Vorjahr und eine größere Erntemenge gesorgt. Nur 2003 wurde eine höhere Menge geerntet. Die Spargelsaison begann in diesem Jahr bereits Anfang April, und das war deutlich früher als üblich. So ernteten die Spargelanbauer Sachsen-Anhalts in diesem Jahr auf knapp 1.200 Hektar bei einem Hektarertrag von 46,3 Dezitonnen über 5.400 Tonnen des beliebten Edelgemüses. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erntemenge um fast ein Viertel höher. Bedeutendste Anbauregionen in Sachsen-Anhalt sind Altmark, Jerichower Land, Anhalt-Zerbst und Börde.

Erst die Trockenheit im April mit hohen Temperaturen, danach zu viel Niederschlag im Mai und im Juni führte bei den Erdbeeren zu einem niedrigeren Ertrag als 2006. Ausgehend von den abgeernteten Erdbeerflächen 2006 ist bei zu erwarteten Hektarerträgen von 73,2 Dezitonnen mit einer Erntemenge von 1 500 Tonnen zu rechnen. Das sind zwar 185 Tonnen weniger als im Vorjahr, aber gegenüber dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre wird die Erntemenge vor allem wegen der inzwischen erfolgten Flächenausweitung um etwa 50 Prozent höher ausfallen. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:07

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 620 angebotenen Schweinen 440 Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,55 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,54 Euro bis 1,55 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

BVL veröffentlicht Übersicht für Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln

Diskussion über Pflanzenschutzmittelrückstände in Obst und Gemüse versachlichen

Berlin (agrar.de) – Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat das Konzept einer Übersicht aller ihm bekannten Rückstandsmengen von Pflanzenschutzmitteln in Obst und Gemüse der Öffentlichkeit vorgestellt. Das BVL macht damit für jede Obst- und Gemüseart transparent, wie sich die Rückstandsgehalte jedes nachgewiesenen Pflanzenschutzmittelwirkstoffs in der Zusammenschau aller Proben verteilen.

Diese Auswertung ermöglicht es sowohl Wirtschafts- und Verbraucherverbänden als auch Handelsunternehmen eine Einordnung der von ihnen gemessenen Rückstände im Vergleich zu Anderen vorzunehmen. Diese Informationen werden zum 31. August 2007 über die Internetseite des BVL online zur Verfügung gestellt.

Bei einer Auswertung der Daten für das Jahr 2005 wurde festgestellt, dass die Rückstandsgehalte in mehr als neunzig Prozent der Proben unter der Hälfte der gesetzlichen Höchstmengen liegen. Das BVL zieht daraus den Schluss, dass Höchstmengenüberschreitungen in der Regel das Ergebnis einzelner Fehlanwendungen sind. Bei einem ganz überwiegenden Teil der Proben werden die Höchstmengen bei weitem nicht ausgeschöpft.

Handel, Erzeuger und Verbraucher sind vielfach noch stark auf die Höchstmengen fixiert. Das BVL will mit der Veröffentlichung der Übersicht einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über Pflanzenschutzmittelrückstände leisten. ‚Mit der neuen Übersicht wird transparent, dass vielfach Obst und Gemüse produziert wird, dessen Rückstandsbelastung weit unter den gesetzlichen Höchstmengen liegt‘, betont Dr. Christian Grugel, Präsident des BVL.

Die Entwicklung der von den Ländern berichteten Rückstandsgehalte der Jahre 2003 bis 2006 ist uneinheitlich. Ein Rückgang der Pflanzenschutzmittelrückstände kann nur in Einzelfällen belegt werden. Das BVL rechnet für die kommenden Jahre jedoch mit sinkenden Rückstandsgehalten durch die Verbesserung des Qualitätsmanagements bei Erzeugern und im Handel. Das BVL will durch die neue Übersicht den Handel in die Lage versetzen, die Wirksamkeit seiner getroffenen Maßnahmen zu überprüfen und kann sein Qualitätsmanagement daran orientieren.

Die Auswertung des BVL der Jahre 2003 bis 2006 basiert auf Daten der Bundesländer, die diese im Rahmen der Lebensmittelüberwachung, des Lebensmittel-Monitorings und des Bundesweiten Überwachungsprogramms erhoben haben.

Links zum Thema Lebensmittel, Links zum Thema Pflanzenschutz.

18. Juli 2007

Länder können vom Bundesjagdgesetz abweichen

Themen: Bundesländer,Jagd — info @ 16:07

Berlin (agrar.de) – Die am 1. September 2006 in Kraft getretene Föderalismusreform hat für die Bundesländer die Möglichkeit geschaffen, von den Regelungen des Bundesjagdgesetzes abweichen zu können. Von dieser Möglichkeit hätten die Länder bislang jedoch keinen Gebrauch gemacht, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Die Bundesregierung erwartet nach eigenen Angaben nicht, dass es zu einer wesentlichen Zersplitterung des Jagdrechts im Vergleich zur bisherigen Situation kommt. Angesprochen auf die Ausweitung des Maisanbaus und die dadurch steigenden Schäden durch Schwarzwild, teilt die Regierung mit, sie werde in einem auf drei Jahre angelegten Modellvorhaben gemeinsam mit dem Deutschen Bauernverband und dem Deutschen Jagdschutzverband überprüfen, wie geeignete Jagdmethoden aussehen können, um der neuen Situation zu begegnen.

Eine weitere Frage der FDP hatte sich auf die Verwendung bleihaltiger Munition bezogen, die zu Vergiftungserscheinungen bei Fisch- und Seeadlern führen kann, weil diese Tierarten mit Bleisplittern durchsetzte Eingeweide erlegter Wildtiere aufnehmen. Von Regierungsseite heißt es dazu, es liefen derzeit noch wissenschaftliche Untersuchungen sowie ein größer angelegter Praxisversuch mit dem Ziel, weitere Aufschlüsse über die Eigenschaften unterschiedlicher Büchsenprojektile zu erhalten. Was die Verwendung von Bleischrot bei der Jagd an Gewässern angehe, so sei die Mehrzahl der Bundesländer der Empfehlung des Agrarministeriums und des Deutschen Jagdschutzverbandes gefolgt und habe Bleischrot bei der Jagd an Gewässern verboten.

Links zum Thema Jagd und Wild.

RLV: Ein Landwirt ernährt heute 143 Mitbürger

Themen: Statistik,Verbände — info @ 15:07

Enorme Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft in den vergangenen 100 Jahren

Bonn (agrar.de) – Immer mehr Menschen werden von 1 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche ernährt. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Heute liege der Hektarertrag mit 74 dt viermal so hoch wie vor 100 Jahren, als gerade einmal 18,5 dt pro ha geerntet werden konnten. Wie sehr die Produktivität in den vergangenen 100 Jahren gesteigert werden konnte, zeigt nach Auffassung des RLV auch folgendes Beispiel:

Erzeugte ein Landwirt im Jahr 1900 Nahrungsmittel in einem Umfang, um etwa vier Personen ernähren zu können, ernährte ein Landwirt 1950 schon zehn und im Jahr 2004 sogar 143 Personen. Trotz dieser starken Produktivitätssteigerung sei Deutschland stets ein Nettoimportland an Agrar- und Ernährungsgütern geblieben, hebt der RLV hervor. Lag 1900 der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln bei 87 Prozent, sank er zu Anfang des 21. Jahrhunderts auf 82 Prozent.

Links zum Thema Verbände.

Orkan Kyrill warf 37 Millionen Kubikmeter Holz um

Themen: Wald,Wetter — info @ 15:07

Berlin (agrar.de) – Der Orkan Kyrill hat im Januar dieses Jahres innerhalb von zwei Tagen mehr als 37 Millionen Kubikmeter Holz umgeworfen. Dies geht laut Pressedienst des Bundestages aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor.

Die mit Abstand höchsten Schäden seien in Nordrhein-Westfalen mit 15,7 Millionen Kubikmeter entstanden, vor Hessen mit 6,5 Millionen Kubikmetern, Bayern mit vier Millionen Kubikmetern und Thüringen mit 2,8 Millionen Kubikmetern. Die Aufräumarbeiten sollen in Nordrhein-Westfalen im April des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Im Zuge der Aufarbeitung des Holzes sind der Bundesregierung nach eigenen Angaben 712 Unfälle bekannt geworden, bei denen neun Todesfälle zu beklagen gewesen seien.

Die Aufarbeitung des Windwurfholzes sei besonders gefährlich, heißt es weiter, weil die Bäume anders als beim normalen Holzeinschlag meist kreuz und quer liegen und dadurch mit sehr unterschiedlichen Spannungsverhältnissen im Holz gerechnet werden müsse. Mechanisierte Arbeitsverfahren mit so genannten Harvestern, Raupenbaggern oder Seilkränen würden dazu beitragen, die Unfallgefahren zu mindern. Voraussetzung sei aber, dass die Arbeiten von erfahrenem und qualifiziertem Personal vorgenommen werden. Nach Auffassung der Bundesregierung muss die Wiederaufforstung der Kyrill-Flächen genutzt werden, um mit Baumarten aufzuforsten, die zu den jeweiligen Standorten passen.

Die Regierung berichtet ferner, dass das warme und trockene Aprilwetter die Entwicklung der ersten Borkenkäfer-Generation begünstigt hat. Bereits Ende Mai seien erste Jungkäfer aufgetreten, sodass in diesem Jahr nicht nur mit einer zweiten, sondern eventuell sogar mit einer dritten Borkenkäfer-Generation gerechnet werden müsse. Pflanzschutzmittel müssten in größerem Umfang als in der Vergangenheit eingesetzt werden, um das Holz gegen den Befall von brütenden Käfern zu schützen.

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Sehr gute Spargelernte in Brandenburg

Themen: Brandenburg,Erntebericht,Gemüse,Statistik — info @ 11:07

Potsdam (agrar.de) – Die diesjährige Spargelernte begann sehr früh und wurde durch einen relativ gleichmäßigen Witterungsverlauf begünstigt. Das Edelgemüse wurde wie jedes Jahr offiziell bis zum 24. Juni (Johannitag) täglich gestochen. Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg konnten durchschnittlich 47,8 Dezitonnen pro Hektar Spargel vom Feld geholt werden. Im Vorjahr waren es 44,8 Dezitonnen pro Hektar.

Das diesjährige Ergebnis liegt dabei 13 Prozent über dem sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006 (42,2 Dezitonnen pro Hektar). Im vergangenen Jahr wurde die ertragsfähige Fläche dieses königlichen Gemüses auf 2.600 Hektar ausgedehnt. Unter der Voraussetzung eines stabilen Anbauumfangs ist von einer Gesamternte von 12.400 Tonnen auszugehen.

Ein Jahr zuvor stachen Brandenburgs Spargelanbauer rund 11.700 Tonnen. Das langjährige Mittel (2001 bis 2006: 8.900 Tonnen) wäre dann um mehr als ein Drittel übertroffen. Brandenburg lag in den vergangenen Jahren nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auf Platz 3 beim Spargelanbau in Deutschland und war Spitzenreiter der neuen Länder. Das Hauptanbaugebiet befindet sich rund um Beelitz, im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Mit zirka 2.300 Hektar Anbaufläche kommen fast 90 Prozent der Brandenburger Spargelernte aus diesem Landkreis.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

17. Juli 2007

DRV begrüßt Absenkung der Flächenstilllegungsrate

Themen: EU,Flächenstilllegung,Umwelt,Verbände — info @ 16:07

Projekt Lebensraum Brache: Natur- und Umweltschutz nicht vernachlässigen

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) begrüßt die breite Zustimmung des EU-Agrarministerrates zu dem Vorschlag von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel, die Flächenstilllegungsrate zur Ernte 2008 auf Null zu setzen.

‚Damit wurden rechtzeitig die Weichen gestellt, dass noch im Herbst 2007 in der gesamten EU zusätzliche Ackerflächen für den Getreide- und Futterpflanzenanbau genutzt werden können. Angesichts der weltweit knappen Versorgungslage bei Getreide und Ölsaaten kommt der Vorschlag der EU-Kommission zum richtigen Zeitpunkt‘, so DRV-Präsident Manfred Nüssel.

Das Projekt ‚Lebensraum Brache‘ hat Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer in einem Schreiben dazu aufgefordert, den Natur- und Umweltschutz bei den bevorstehenden Beratungen um die Zukunft der obligatorischen Flächenstilllegung nicht zu vernachlässigen.

‚Stillgelegte Flächen sind wichtige Lebensräume gerade in intensiv genutzten Ackerbaulandschaften. Fällt die Flächenstilllegung ohne eine Kompensation für Umwelt und Natur, wird die Artenvielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen weiter sinken‘, so Hilmar Freiherr v. Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

Zahlreiche Untersuchungen aus dem Projekt ‚Lebensraum Brache‘ zeigen, dass schon mit einem Anteil von 5 Prozent wildtierfreundlicher Stilllegungsflächen im Offenland Vielfalt und Anzahl an Wildtieren und -pflanzen deutlich zunehmen. Deshalb fordern die Partner des Projektes ‚Lebensraum Brache‘ Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer dazu auf, die Flächenstilllegung, die einst zur Begrenzung von Überschüssen in der Agrarproduktion eingeführt wurde, künftig zu einem Instrument zum Erhalt und zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft weiter zu entwickeln.

Links zum Thema Verbände.

Gericht: Gen-Mais darf in ökologisch sensiblem Gebiet nicht angebaut werden

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 13:07

Frankfurt/Oder (agrar.de) – Gen-Mais darf nicht angebaut werden, wenn es dadurch zu Risiken für Schutzgebiete kommt. Dies hat das Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder am 13. Juli 2007 entschieden.

Eine Untere Naturschutzbehörde in Brandenburg hatte einem Landwirt aufgegeben, gentechnisch veränderten Mais der Linie MON810 in einem Naturschutz- und FFH-Gebiet nicht auszusäen oder ggf. umzupfügen, da von dem in die Pflanzen eingebauten Bt-Toxin Risiken für das Schutzgebiet ausgingen. Der Landwirt klagte gegen diese Verfügung.

Das Institut für Naturschutz und Naturschutzrecht Tübingen hat im Auftrag des brandenburgischen Umweltministeriums hierzu ein Rechts- und Fachgutachten erstellt. Das Gericht bestätigte die Anordnung der Naturschutzbehörde. Der Landwirt ist jetzt verpflichtet, den Mais umzubrechen. Ein Anbau von Gen-Pflanzen, der zu Beeinträchtigungen von FFH- und Vogelschutzgebieten führen kann, ist damit ohne Verträglichkeitsprüfung nicht mehr zulässig.

Links zum Thema Biotechnologie.

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