23. Juli 2007

Konjunkturbarometer: Landwirte erwarten positive Wirtschaftsentwicklung

Themen: Banken,Förderung,Wirtschaft — info @ 09:07

Index steigt erneut leicht an

Berlin (agrar.de) – Das wirtschaftliche Klima in der deutschen Landwirtschaft hat sich auf hohem Niveau erneut leicht verbessert. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Erhebung des Konjunktur­baro­meters Agrar im Juni / Juli 2007. Der Index, der sich aus der Einschätzung der aktuellen und der zukünftigen wirtschaftlichen Lage der Landwirte zusammensetzt, erreicht laut Deutschem Bauernverband (DBV) 32,2 Punkte nach 27,3 Punkten im Vorquartal. Vor allem die Beurteilung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung in den kommenden zwei bis drei Jahren fällt deutlich besser aus als vor drei Monaten. Zum ersten Mal seit September 2003 übersteigt die Erwartung an die zukünftige wirtschaftliche Situation die Beurteilung der aktuellen Lage. Der Optimismus wird von allen Betriebsformen, insbesondere zunehmend auch den Milchbauern, getragen. Hier führt die aktuelle Situation auf den Milchmärkten bei den Milcherzeugern zu deutlich gestiegenen Erwartungen an eine künftig bessere Milchpreisentwicklung. Die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation insgesamt fällt im Vergleich zum Vorquartal aber etwas schwächer aus. Insbesondere unter den Schweinehaltern überwiegen derzeit die Landwirte, die ihre aktuelle Situation als ungünstig einschätzen. Der insgesamt immer noch vorherrschende positive Grundton in Deutschland wird nunmehr vor allem vom Ackerbau getragen. Insgesamt wird von den Landwirten im Süden Deutschlands die wirt­schaftliche Lage zurückhaltender gesehen als von den Berufskollegen im Norden. Die Verlagerung der zuletzt recht hohen Investitionsneigung der Landwirte von Wirt­schaftsgebäuden hin zu Maschinen und Geräten sowie Hoftechnik setzt sich fort, bei insgesamt annähernd gleich bleibendem Gesamtvolumen der beabsichtigten Investitionen. Das Konjunktur- und Investitionsbarometer Agrar wird im Auftrag des DBV, der Landwirtschaftlichen Rentenbank, des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und des Bundesverbandes der Lohnunternehmen vierteljährlich erhoben. Im Juni / Juli 2007 befragte das Marktforschungsinstitut Produkt + Markt dazu in einer repräsentativen Befragung rund 1.000 Landwirte und Lohnunternehmer zu ihrer wirtschaftlichen Lage und ihren Investitionsabsichten.

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21. Juli 2007

Bioland zum Gentechnikgesetzentwurf des BMELV

Themen: Gentechnik,Haftung,Verbände — info @ 13:07

Haftungsregelung nach wie vor ungeeignet – Zweiklassenlandwirtschaft zwischen Biolandbau und herkömmlicher Landwirtschaft

Mainz (agrar.de) – Nach Ansicht des Anbauverbandes Bioland enthält der aktuelle Gesetzentwurf zum Gentechnikgesetz nach wie vor gravierende Schwachstellen. Zentrale Problemstellungen zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung seien weiter ausgeblendet. Bioland fordert daher von Minister Seehofer entsprechende Nachbesserungen.

Sachlich nicht haltbar ist das unterschiedliche Schutzniveau für ökologisch und konventionell wirtschaftende Betriebe. So soll die Abstandregelung von Genmais zu Ökomais 300 m und zu herkömmlichen Mais nur 150 m betragen. ‚Eine Zweiklassengesellschaft in der Landwirtschaft lehnen wir ab. Jeder gentechnikfrei wirtschaftende Betrieb, und das sind 99,9% aller Landwirte, muss gleichermaßen vor Kontaminationen mit GVO geschützt werden‘, so Bioland Präsident Thomas Dosch.

Weiterhin ungenügend sei die Frage der Haftung im Schadensfall geregelt. So sollen laut Gesetzentwurf Einträge von GVO in Lebens- und Futtermittel erst ab einer Schwelle von 0,9% einen Schadensersatzanspruch auslösen. ‚Kein Landwirt kann Erzeugnisse mit so hohen Eintragswerten am Markt absetzen – zum einen weil dies gegen die Erwartungen der Verbraucher spricht, zum anderen weil alle weiteren Glieder der Lebensmittelkette wie Verarbeitung und Handel für sich ebenfalls Sicherheitsmargen für den Fall einer Kontamination beanspruchen‘, so Dosch. Nur wenn am Ende der Kette der Wert von 0,9% an GVO-Einträgen nicht überschritten ist, wird keine GVO-Kennzeichnungspflicht ausgelöst. Die Gleichsetzung von Kennzeichnungsgrenzwert und Haftungsgrenzwert ist realitätsfremd. Vorsorgemaßnahmen gehen zu Lasten der Nicht-GVO-Landwirte, verteuern deren Produkte und gefährden die Wahlfreiheit für Landwirte und Verbraucher.

Positiv sei, dass das Standortregister von Gentech-Feldern in seiner jetzigen transparenten Form mit Angabe des Grundstücks erhalten bleiben soll. Damit würden bürokratische Antragsverfahren auf Einsichtnahme in das Register vermieden.

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20. Juli 2007

BÖLW: Neues Gentechnikgesetz wirft ungelöste Fragen auf

Themen: Bienen,Gentechnik,Haftung,Verbände — info @ 15:07

Verband: Seehofer muss nachbessern

Berlin (agrar.de) – Nach monatelangen Verhandlungen hinter verschlossenen Türen ist jetzt der Entwurf für ein neues Gentechnikgesetz bekannt geworden. Auch wenn viele der in den letzten Monaten diskutierten Verschlechterungen nicht eingetreten sind, werfen die geplanten Änderungen eine Reihe ungelöster Fragen auf und sind nicht geeignet eine Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik dauerhaft abzusichern.

‚Ein wesentlicher Teil der Lasten der Koexistenz soll von denen getragen werden, die die Gentechnik nicht wollen. Das ist und bleibt unakzeptabel‘, so Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Positiv bewertet der BÖLW, dass es nun doch bei den geltenden Regeln für das Standortregister für Gentechnikpflanzen bleiben soll. Danach müssen Gentechnikfelder parzellengenau im Internet dargestellt werden. ‚Alles andere wäre zu einem bürokratischen Monster geworden‘, versichert Löwenstein.

Für unbegründbar hält der BÖLW-Vorsitzende hingegen, dass konventionell wirtschaftende Bauern durch geringere Feldabstände vor dem Pollenflug von Gentechnikpflanzen geschützt werden sollen als ihre ökologisch wirtschaftenden Kollegen. ‚Gentechnikfreiheit ist unteilbarer Anspruch der gesamten Landwirtschaft. Ein Regelwerk, das auf dem Großteil der Fläche eine schleichende Kontamination mit künstlichen Genkonstrukten aus den Laboren von Monsanto und Co zulässt, bedroht alle – auch Biobauern oder Imker‘, so Löwenstein.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Abstände und sonstige Vorsichtsmaßnahmen gegen Verunreinigungen durch Gentechnik unterbleiben können, wenn betroffene Landwirte auf einen Schutz verzichten oder sich nicht dazu äußern. ‚Das ist in Wirklichkeit ein weiteres Element zur unkontrollierten Gentechnikausbreitung‘, erläutert Löwenstein. ‚Denn dann weiß niemand mehr, wo die durch Fremdbestäubung entstandenen Gentechnikpflanzen wachsen, wie sie in Verkehr gebracht und wo sie erneut ausgesät werden.‘ Er verweist in dem Zusammenhang auf jüngst bekannt gewordene Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen, wo aufgrund des warmen Winters auf dem Acker verbliebene Maiskörner im Folgejahr aufwuchsen, wodurch sich unerkannt Gentechnikpollen verbreiten kann.

Als unzureichend bezeichnet Löwenstein die Haftungsregelung: ‚Die windelweichen Formulierungen bei der Haftung werden der Wirklichkeit in der Lebensmittelwirtschaft nicht gerecht.‘ Handel und Verarbeitung können aufgrund gesetzlicher Vorgaben, unausgereifter Analyseverfahren und den Risiken weiterer Verunreinigungen im Produktionsprozess keine GVO-Kontaminationen bis 0,9 Prozent tolerieren.

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Regierung will Zerschneidung der Landschaft auf das Mindestmaß begrenzen

Themen: Agrarstruktur — info @ 15:07

Berlin (agrar.de) – Um das europäische Naturerbe und die biologische Vielfalt zu erhalten, will die Bundesregierung eine weitere Zerschneidung der deutschen Landschaft ‚auf das Mindestmaß‘ begrenzen. Das berichtet der Pressedienst des Bundestags.

Es müsse ein bundesweites ‚Wiedervernetzungskonzept‘ entwickelt werden, das ein wichtiger Baustein des länderübergreifenden Biotopverbundes ist. Dieses Konzept müsse die Anforderungen der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU sowie alle von einer Zerschneidung betroffenen Komponenten der biologischen Vielfalt berücksichtigen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen.

Mit einen solchen Konzept würden nicht nur Möglichkeiten für das Wild geschaffen, auf die andere Seite von Verkehrswegen zu kommen, sondern es würden auch Vernetzungsmöglichkeiten von Lebensgemeinschaften wiederhergestellt. Ziel sei es, gefährdete Tierpopulationen zu stabilisieren und die Möglichkeit zu schaffen, verwaiste Landschaften wieder mit Tieren zu besiedeln, Wanderungen von Tieren zu unterstützen und die Anpassungsfähigkeit von Lebensgemeinschaften an Veränderungen der Umwelt zu verbessern. Darauf werde beim Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen heute schon geachtet, heißt es in der Antwort. Querungshilfen wie etwa Grünbrücken oder Grünunterführungen müssten vorgesehen und nach fachlichen Gesichtspunkten optimal platziert, gestaltet und in die Landschaft eingebunden werden. Für das bestehende Straßennetz würden bislang vereinzelt von einigen Bundesländern wieder Vernetzungskonzepte entwickelt. Ein bundesweites Konzept gebe es bislang nicht. Bis 2009 soll es jedoch vom Bundesamt für Naturschutz zusammen mit dem Bundesverkehrsministerium erarbeitet werden.

Die Regierung weist ferner darauf hin, dass alle bisherigen Wiedervernetzungskonzepte erweitert werden müssten, da in erster Linie auf die Ansprüche großer und mittelgroßer Säugetiere abgestellt werde. Vor allem wirbellose Tiere fehlten, die jedoch einen wesentlich größeren Teil der biologischen Vielfalt repräsentierten. Auch die Ansprüche kleiner, am Boden lebender Wirbeltiere wie Reptilien, Amphibien und Kleinsäugetiere müssen nach Meinung der Regierung in ein umfassendes Konzept einbezogen werden, um dem Anspruch gerecht werden zu können, die biologische Vielfalt in Deutschland zu erhalten.

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Hessen: Winterrapsanbau erneut ausgedehnt

Themen: Anbauflächen,Biogas,Energie,Hessen,Raps,Statistik — info @ 14:07

Wiesbaden (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung im Mai wurden 64.000 ha mit Winterraps, einschl. des Anbaus als nachwachsender Rohstoff, bestellt. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, entsprach dies einem Flächenzuwachs von gut 2.000 ha gegenüber dem Vorjahr. Damit beträgt der Anteil der Fläche mit Winterraps 13,5 Prozent des gesamten hessischen Ackerlands (477.000 ha). Vor 25 Jahren wurden gerade 8.400 ha Winterraps angebaut.

Anbaustärkste Kultur war weiterhin der Winterweizen (knapp 31 Prozent des hessischen Ackerlandes und fast die Hälfte der hessischen Getreidefläche), der jedoch mit 147.000 ha einen Rückgang der Fläche um 3,5 Prozent gegenüber 2006 erfuhr.

Die Anbaufläche von Gerste betrug knapp 100.000 ha. Dabei wurden die Anbauflächen von Wintergerste auf 77.000 ha und die Sommergerstenfläche auf nun 24.000 ha eingeschränkt. Der Roggenanbau, als zweitwichtigste Brotgetreideart, umfasste zum Erhebungszeitpunkt 15 000 ha.

Trotz nahezu gleichbleibendem Rinderbestand wurde der Anbau von Silomais erneut um 1.400 ha auf nun 28.000 ha ausgedehnt. Hierfür dürfte die Nachfrage von Silomais als Substrat in den Biogasanlagen verantwortlich sein.

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„Doping“ im Stall deutlich erschwert

Themen: Fleisch,Futtermittel,Hormone — info @ 14:07

Verbesserte Nachweismethode ermöglicht wirksame Kontrolle des Hormonverbots in der Tiermast

Berlin (agrar.de) – In der Europäischen Union ist der Einsatz von Hormonen in der Tiermast verboten. Trotzdem werden sie wegen ihrer Muskel aufbauenden und Wachstum fördernden Eigenschaften immer wieder illegal an Nutztiere in der Lebensmittelproduktion verabreicht. Eingesetzt werden sowohl körperfremde als auch körpereigene Hormone, die synthetisch hergestellt werden. Während der Einsatz körperfremder Hormone von den Kontrollbehörden schon lange nachgewiesen werden kann, war das für die Verabreichung synthetisch hergestellter, körpereigener Steroide bislang nicht möglich. Sie konnten nicht von den im Körper vorkommenden, chemisch identischen Hormonen unterschieden werden. Um diese Lücke zu schließen, wurde unter Federführung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einem europäischen Forschungsprojekt ein Verfahren entwickelt, mit dem der illegale Einsatz dieser ’natürlichen‘ Steroide bei Nutztieren jetzt aufgedeckt werden kann. ‚Erst durch den Schluss der Nachweislücke kann das Hormonverbot greifen und wirksam kontrolliert werden‘, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Hormone spielen in der Natur eine wichtige Rolle: Sie kommen in Pflanzen, bei Tieren und beim Menschen vor, steuern Vorgänge im Stoffwechsel und wirken schon in geringen Mengen. Zu hohe Dosen haben einen negativen Einfluss auf die Zielorgane und können darüber hinaus das Tumorrisiko erhöhen. Das gilt auch für die Gruppe der Steroide, zu denen die weiblichen und männlichen Geschlechtshormone Estradiol und Testosteron gehören. Folgerichtig ist der Einsatz aller Hormone bei Lebensmittel liefernden Tieren in der Europäischen Union verboten – das gilt für körperfremde Stoffe genauso wie für synthetisch hergestellte, körpereigene Substanzen.

Steroidhormone wirken Muskel aufbauend und Wachstum fördernd. Deshalb werden sie trotz des Verbotes immer wieder illegal in der Tiermast eingesetzt. Während die körperfremden Hormone bei der Lebensmittelüberwachung schon seit langem nachgewiesen werden können, blieb der illegale Einsatz synthetisch produzierter, körpereigener Hormone weitestgehend unentdeckt. Sie konnten bislang nicht von den natürlich im Körper der Tiere vorkommenden Steroiden unterschieden werden, weil sie mit ihnen chemisch identisch sind.

Die Lücke sollte das EU-Forschungsprojekt ISOSTER schließen, das auf Initiative und unter Koordination des BfR über vier Jahre durchgeführt und jetzt abgeschlossen wurde. Neun Partner aus Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland beteiligten sich an dem Projekt. Sie kamen sowohl aus der Lebensmittel- als auch aus der Dopingkontrolle. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln der Europäischen Union sowie aus Eigenmitteln der Projektnehmer.

Im Rahmen von ISOSTER wurde eine Nachweismethode weiter entwickelt, die auf der Isotopenmassenspektrometrie (IRMS) basiert. Das Verfahren wird im Sportdoping eingesetzt und sollte auch der Lebensmittelkontrolle zugänglich gemacht werden. Bei der Isotopenmassenspektrometrie wird ausgenutzt, dass Kohlenstoff aus zwei stabilen Isotopen, dem 12C und dem 13C, besteht. Dabei liegt der Anteil des Isotops 12C am Kohlenstoff bei ungefähr 98,89 Prozent, der des Isotops 13C bei nur 1,11 Prozent. Das exakte prozentuale Verhältnis der beiden Isotope zueinander in den Molekülen eines Organismus ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, zum Beispiel von der Ernährung. Innerhalb eines Organismus ist es aber immer annähernd gleich.

Bedingt durch den Herstellungsprozess enthält ein synthetisch produziertes Hormon, beispielsweise Testosteron, weniger 13C als das vom Körper gebildete. Wird einem Tier synthetisch hergestelltes Testosteron verabreicht, mischt es sich mit dem körpereigenen. Damit ändert sich die Isotopenzusammensetzung des Testosterons. Es liegt nun eine Mischung aus dem synthetischen und dem im Körper gebildeten Testosteron vor. Das hat zur Folge, dass der mit der Isotopenmassenspektrometrie ermittelte prozentuale Anteil des 13C-Isotopes kleiner wird. Dagegen behalten andere Moleküle ihre ursprüngliche Zusammensetzung bei. Werden bei einem Vergleich dieser Werte größere Differenzen festgestellt, ist ein Verstoß gegen das Hormonverbot wahrscheinlich.

Der Nachweis der Hormon-Isotope erfolgt im Urin von Rindern. Dies ermöglicht eine Kontrolle der Tiere im Stall. Die entwickelte Methode ist allerdings sehr aufwändig, weil die Konzentrationen der Hormone im Organismus und der Anteil des Isotops 13C im Molekül sehr gering sind. Außerdem muss das zu untersuchende Hormon von allen störenden Begleitsubstanzen abgetrennt werden. Das Verfahren wurde in verschiedenen europäischen Laboren an Proben von behandelten und unbehandelten Rindern erfolgreich getestet. Ob sich die aufwändige Methode für den Routineeinsatz in der Lebensmittelüberwachung eignet, wird die Zukunft zeigen.

Weitere Informationen zu dem Projekt stehen in Kürze auf der BfR-Homepage) unter dem Menupunkt Forschung zur Verfügung.

Externe Links

EFSA concludes review of new scientific data on potential risks to human health from certain hormone residues in beef (EFSA-Pressemitteilung vom 18. Juli 2007)

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Baden-Württemberg: Erdbeersaison 2007 bleibt hinter Rekord der Vorjahre zurück

105 Dezitonnen je Hektar oder insgesamt 27.200 Tonnen veranschlagt – Je Einwohner mehr als 2,5 Kilogramm Erdbeeren

Stuttgart (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt aufgrund eines ersten Gesamtüberblicks seiner Ernteberichterstatter von Ende Juni/Anfang Juli feststellt, wird der Hektarertrag bei Erdbeeren im Landesdurchschnitt auf rund 105 Dezitonnen (1 dt = 100 Kg = 0,1 Tonnen) veranschlagt. Für die baden-württembergischen Verhältnisse ist dies ein leicht unterdurchschnittliches Ergebnis, für das zum einen die Trockenheit im April und zum anderen die spätere Nässe mit der Folge von Fäulnis verantwortlich gemacht wird. Zum Vergleich: in den beiden letzten Jahren konnten mit 123 dt/ha (2005) und 139 dt/ha (2006) Rekorderträge erzielt werden.

Die Anbauverhältnisse des Vorjahres (2.600 ha) mit den Schwerpunkten an Rhein und Bodensee unterstellt, wird die diesjährige Gesamterdbeerernte im Verkaufsanbau auf 27.200 Tonnen (t) veranschlagt. Das wäre in Anbetracht der seit 2002 kontinuierlich ausgedehnten Anbauflächen die drittgrößte Erdbeerernte im Südwesten. Bei rund 10,7 Millionen Einwohnern im Land stünden damit pro Person mehr als 2,5 Kilogramm oder gut fünf Schalen zu je 500 Gramm aus heimischer Produktion zur Verfügung.

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Thüringen: Durchschnittliche Freiland-Erdbeerernte

Themen: Erntebericht,Obst,Statistik,Thüringen — info @ 12:07

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten Ernteschätzungen durch freiwillige Ernteberichterstatter wird in diesem Jahr mit einer Ertragsleistung von 8,8 Tonnen Erdbeeren je Hektar (t/ha) gerechnet. Damit würde sowohl das Ergebnis des Vorjahres (8,6 t/ha) als auch das langjährige Mittel der Jahre 2001/2006 (8,7 t/ha) nur leicht überboten.

Bei voraussichtlich 120 Hektar Freilandflächen, die in diesem Jahr abgeerntet wurden bzw. noch werden, wird die diesjährige Gesamterntemenge im Verkaufsanbau nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik auf knapp 1.100 Tonnen geschätzt (2006: 130 Hektar; 1.121 Tonnen).

Die Verbraucher schätzen die heimischen Erdbeeren vor allem wegen ihrer Frische und ihres vollmundigen Aromas. Mit einem Kaloriengehalt von 32 Kalorien pro 100 Gramm ist die Erdbeere eine besonders leichte Kost. Nennenswert ist auch der hohe Vitamin C-Gehalt. So decken 150 Gramm den Tagesbedarf an Vitamin C. Erdbeeren haben darüber hinaus eine gesundheitsfördernde Wirkung, da diese die antibakteriellen und entzündungshemmenden Catechine enthalten, die Schwermetalle im Organismus binden.

Die Erdbeeren aus Thüringen werden direkt, auf Wochenmärkten und an Straßenrändern, an die Kunden verkauft oder über den Handel vermarktet. Zur Erdbeerzeit sind neben den entlohnten Arbeitskräften auch die Selbstpflücker fleißig am ernten.

Würde die gesamte heimische Ernte in handelsübliche 500 g – Größen verpackt werden, wären 2,3 Millionen Schälchen bzw. Körbchen erforderlich.

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Hessen: Drastischer Bestandsabbau in der Schafhaltung

Wiesbaden (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen der im Mai durchgeführten Erhebung über die Viehbestände wurden insgesamt 780.000 Schweine und 473.000 Rinder sowie 154.000 Schafe gezählt.

Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit rund 20.000 (minus 2,5 Prozent) Schweine weniger gehalten als im Mai 2006. Zum Zeitpunkt der Erhebung gab es gut 8.100 Betriebe mit Schweinehaltung in Hessen, darunter knapp 2.000 mit Zuchtsauenhaltung. Dies waren knapp sechs Prozent weniger Betriebe mit Schweinehaltung als noch im Mai 2006.

Während die Schweinebestände lediglich moderat abgebaut wurden, verringerte sich der Schafbestand und acht Prozent. Die Betriebe mit Schafhaltung nahmen sogar um fast zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nun 1.800 Betriebe ab.

Der Rinderbestand blieb gegenüber dem Vorjahr fast identisch und wurde von gut 10.000 Betrieben betreut. Hessenweit wurden von knapp 4.100 Betrieben 40.000 Ammen- und Mutterkühe und von gut 4.600 Betrieben 151.000 Milchkühe gehalten.

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19. Juli 2007

Lebensmittelüberwachung der Länder beanstandet 138.000 Betriebe

Themen: Fleisch,Gemüse,Lebensmittel,Milch,Obst — info @ 16:07

Jahresbericht Lebensmittelüberwachung 2006: Mängel bei Hygiene und Kennzeichnung bleiben auf Vorjahresniveau

Berlin (agrar.de) – Fast jeder vierte überprüfte Betrieb, der Lebensmittel herstellt, bearbeitet oder verkauft ist im Jahr 2006 bei Lebensmittelkontrollen aufgefallen. Rund zwölf Prozent der kontrollierten Betriebe verstießen gegen Hygienebestimmungen, vier Prozent hatten ihre Produkte mangelhaft gekennzeichnet oder irreführend beworben oder verpackt. Die betrieblichen Eigenkontrollen wurden in rund fünf Prozent der Betriebe beanstandet. Dies ist das Ergebnis des ‚Jahresberichts Lebensmittelüberwachung 2006‘, den das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf der Basis der Kontrollergebnisse der Bundesländer zusammengestellt hat, die für die Lebensmittelüberwachung zuständig sind. Das BVL informiert mit dem Bericht die Europäische Kommission über die Aktivitäten der Lebensmittelüberwachungsbehörden.

Die Überwachungsbehörden in den Ländern führten 2006 insgesamt 1.067.330 Kontrollen in 590.010 Betrieben durch. Dabei wurde die Hälfte aller Betriebe kontrolliert, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten, handeln, lagern und transportieren sowie verkaufen. In den vergangenen fünf Jahren ging die Zahl der Kontrollbesuche um insgesamt rund zehn Prozent zurück.

Neben der Kontrolle von Betrieben nehmen die Untersuchungsbehörden der Länder auch Lebensmittelproben. Von den im vergangenen Jahr untersuchten 407.815 Proben wurden durchschnittlich 15,2 Prozent beanstandet. Der Anteil der beanstandeten Proben ist damit seit 2002 praktisch gleich geblieben. Mit über 21 Prozent der untersuchten Proben wiesen Fleisch, Wild, Geflügel und Wurst die höchste Beanstandungsquote auf. Auch Süßwaren, Honig und Zucker waren mit rund 20 Prozent häufig zu beanstanden. Deutlich verbessert hat sich gegenüber dem Vorjahr die Beanstandungsquote von Eis und Desserts, die um über fünf Prozent auf 16 Prozent sank. Nur rund zehn Prozent der untersuchten Obst- und Gemüseproben und rund zehn Prozent der Proben von Schokolade, Kakao, kakaohaltigen Erzeugnissen, Kaffee und Tee wurden beanstandet.

Etwa die Hälfte der Beanstandungen durch die Lebensmittelüberwachungsbehörden ging auf falsche, mangelhafte oder irreführende Kennzeichnung bzw. Aufmachung von Lebensmitteln zurück. Beispiele hierfür sind ein fehlendes Mindesthaltbarkeitsdatum oder Mogelpackungen, die eine größere Füllmenge vortäuschen. Fast jede sechste beanstandete Probe war verdorben oder enthielt in Ausnahmefällen krankheitserregende Keime. Elf Prozent der beanstandeten Proben wiesen Verunreinigungen durch Rückstände wie Pflanzenschutzmittel, Kontaminanten wie Acrylamid oder Fremdkörper wie Sand oder Glassplitter auf. In 16 Prozent der beanstandeten Proben entsprach die Zusammensetzung der Lebensmittel nicht den Vorschriften. Hierunter fällt zum Beispiel die Verwendung von Schweinefleisch für ein Wiener Schnitzel, das aus Kalbfleisch bestehen muss.

Ans Europäische Schnellwarnsystem wurden Proben gemeldet, bei denen Höchstgehalt unerwünschter Stoffe überschritten wurden oder von denen ein ernstes Risiko für die menschliche Gesundheit ausging. Soweit möglich wurden diese Lebensmittel vom Handel zurückgezogen oder die Verbraucher wurden durch einen Rückruf informiert. Die Auswahl der Betriebe und Proben erfolgt EU-weit nach einheitlichen Grundsätzen und ist vor allem auf Betriebe und Lebensmittel gerichtet, von denen ein erhöhtes Risiken für den Verbraucher ausgehen kann. Aus der Zahl der Beanstandungen kann daher nicht auf die generelle Sicherheit der Lebensmittel und die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen durch alle Betriebe in Deutschland geschlossen werden.

Alle Ergebnisse und Hintergrundinformationen sind auf der BVL-Seite abrufbar: – Jahresbericht Lebensmittelüberwachung 2006 (Text/Tabellen) – Jahresbericht Lebensmittelüberwachung 2006 (Grafiken) – %url5%Hintergrundinformationen zum Thema Lebensmittelüberwachung in Deutschland%/%

Links zum Thema %url2%Lebensmittel%/%.

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