25. Juli 2007

Schweinebestand im Land Brandenburg gestiegen

Potsdam (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der allgemeinen Viehbestandserhebung am 3. Mai 2007 gab es zum Stichtag in Brandenburg 568.100 Rinder, 810.200 Schweine, 128.700 Schafe und 8.294.900 Stück Geflügel.

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, vergrößerte sich der Bestand an Schweinen innerhalb eines Jahres um 12.700 auf 810.200 Tiere (+1,6 Prozent). Der stärkste Zuwachs war bei den Mastschweinen festzustellen. Deren Anzahl nahm um 18.000 auf 255.800 Tiere zu (+7,6 Prozent). Auch bei den Zuchtschweinen war ein Anstieg um 4.200 Tiere (+4,1 Prozent) zu verzeichnen.

Die Zahl der Rinder verringerte sich im Vergleich zum 3. Mai 2006 um 4.200 Tiere. Nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr blieb mit 94.000 Tieren die Zahl der Kälber. Bei den Milchkühen gab es binnen Jahresfrist einen Rückgang um 3.100 auf 164.300 Tiere. Damit setzt sich hier der Trend der letzten Jahre fort. Die Zahl der Ammen- und Mutterkühe nahm um 1.900 auf 92.100 Tiere zu.

Die Zahl der im Land gehaltenen Schafe verringerte sich gegenüber dem 3. Mai 2006 um 5.000 auf 128.700 Tiere (–3,7 Prozent). Der Rückgang betraf sowohl die Gruppe der Schafe unter 1 Jahr einschließlich der Lämmer (–2.400 Tiere) als auch die Gruppe der weiblichen Schafe zur Zucht (–3.100 Tiere).

Stark zugenommen haben seit 2005 die Geflügelbestände Brandenburgs, die alle zwei Jahre in die Erhebung einbezogen sind. So erhöhte sich der Bestand der Hühner um knapp 800.000 auf 6.462.500 Tiere (+13,9 Prozent), im Wesentlichen bedingt durch das Plus von 11 Prozent bei der Zahl der Legehennen (ab einem halben Jahr) und das von 4 Prozent bei den Schlacht- und Masthähnen. Die Zahl der Enten erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 945.000 Tiere und die Zahl der Truthühner um 1,5 Prozent auf 878.900 Tiere.

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Niedersachsen: Mais verdrängt Weizen als bedeutendste Ackerkultur

Themen: Anbauflächen,Niedersachsen,Statistik — info @ 12:07

Hannover (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2007 stehen auf den 1,87 Mio. ha Ackerfläche in Niedersachsen in diesem Jahr zu 51 Prozent Getreide (inkl. Körnermais und CCM) (963.300 ha). Auf den Rängen zwei bis fünf folgen 22 Prozent Futterfeldfrüchte (405.400 ha), 12 Prozent Hackfrüchte (228.500 ha), 8 Prozent Ölfrüchte (154.000 ha) und 5 Prozent Brachflächen (91.800 ha).

Nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik hat der Mais erstmals den Weizen als flächenmäßig bedeutendste Ackerkultur abgelöst. Mais wächst in diesem Jahr auf 413.200 ha und beansprucht damit 22 Prozent der niedersächsischen Ackerfläche. Der hohe Zuwachs von 31.200 ha (+8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr ist auf den anhaltenden Boom der Bioenergie zurückzuführen. Das zeigt sich auch beim Winterraps, dessen Anbaufläche in diesem Jahr mit 16 Prozent Flächenzunahme wieder zweistellig wächst und erstmals 150.000 ha erreicht.

Der erhöhte Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen geht in erster Linie zu Lasten der Getreidefläche und der Brachfläche. Die Getreidefläche (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) sinkt um 33.100 ha (3,6 Prozent) auf 884.900 ha. Brachflächen nehmen um 17.900 ha (16 Prozent) auf 91.800 ha ab.

Innerhalb des Getreides verzeichnen fast alle Arten Flächenverluste. Winterweizen geht um 23.700 ha (6 Prozent) auf 396.800 ha zurück. Wintergerste sinkt um 15.200 ha (7 Prozent) auf 197.600 ha. Triticale gibt 5.200 ha (6 Prozent) Fläche ab und steht noch auf 74.500 ha. Sommergerste verliert 11.400 ha (19 Prozent) und nimmt mit 47.900 ha weniger als die Hälfte der Fläche von 2003 ein. Gegen den Trend wächst die Roggenfläche um 24.600 ha (21 Prozent) auf 144.200 ha.

Nach Jahren des kontinuierlichen Rückgangs steigt die Zuckerrübenanbaufläche deutlich um 15.900 ha (18 Prozent) auf 102.400 ha. Nach der knappen Rohstoffversorgung der Zuckerfabriken im vergangenen Jahr war hier massiv um zusätzliche Fläche geworben worden. Auch die Kartoffelfläche steigt nach dem starken Rückgang im vergangenen Jahr um 5.200 ha (4 Prozent) an und erreicht mit 124 000 ha ein für Niedersachsen durchschnittliches Niveau.

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Sachsen-Anhalt: Bauern ernten weniger Getreide

Themen: Erntebericht,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 11:07

Halle (agrar.de) – Nach ersten Einschätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter vom Juni 2007 wird lt. Mitteilung des Statistischen Landesamtes eine Getreideernte von 3,4 Mill. Tonnen erwartet. Diese Erntemenge würde sowohl unter dem Vorjahreswert als auch unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre liegen. Bei Winterraps wird trotz erheblicher Flächenausdehnung gegenüber dem Vorjahr die Erntemenge niedriger ausfallen als 2006.

Die Getreideernte (ohne Körnermais) wird um rd. 200.000 Tonnen bzw. 5,6 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr, resultierend aus der Einschränkung der Anbaufläche (- 2,8 Prozent), aber auch aus einem unter dem Vorjahr liegenden eingeschätzten Hektarertrag von 62 Dezitonnen (2006: 64,2 dt/ha). Der Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006 lag bei 65,5 Dezitonnen je Hektar.

Die Brotgetreidearten dürften voraussichtlich 2,6 Mill. Tonnen erbringen, das sind ein Prozent weniger als im Vorjahr. Hier nimmt Winterweizen 79 Prozent (2006: 82 Prozent) der Brotgetreidefläche ein. Bei Winterweizen wird mit 2,2 Mill. Tonnen – infolge einer Anbaureduzierung bei gleichem Hektarertrag wie im Vorjahr – eine um fast vier Prozent unter dem Vorjahr liegende Erntemenge erwartet. Der mit 69 Dezitonnen eingeschätzte Hektarertrag steht einem sechsjährigen Mittel von 71,8 Dezitonnen je Hektar gegenüber.

Bei allen übrigen Getreidearten (außer Sommerweizen) liegen die geschätzten Hektarerträge ebenfalls unter dem sechsjährigen Mittel, aber auch gleichzeitig unter dem Vorjahresergebnis. Für Wintergerste, deren Ernte fast abgeschlossen ist, schätzen die Landwirte den durchschnittlichen Hektarertrag auf 62 Dezitonnen (2006: 67,5 dt/ha).

An Futtergetreide wird aufgrund der gesunkenen Anbaufläche und der niedrigen Erträge mit einer Erntemenge von 0,8 Mill. Tonnen gerechnet. Das wären 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Winterraps bringt nach bisherigen Schätzungen einen Hektarertrag von 32 Dezitonnen (2006: 38,1 dt/ha) und wird damit unter dem mehrjährigen Mittel von 35,6 Dezitonnen je Hektar liegen. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

BÖLW begrüßt eine Reform der Gentechnikfrei-Kennzeichnung in der Neue-Lebensmittel-Verordnung (NLV)

Themen: Bienen,Gentechnik,Verbände — info @ 09:07

Berlin (agrar.de) – Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) begrüßt die Absicht der Koalition, parallel zum Gentechnikgesetz die ‚Ohne-Gentechnik-Verordnung‘ praxisnäher zu gestalten.

‚Österreich hat mit seiner Gentechnikfrei-Kennzeichung vorgemacht, wie man transparent macht, wenn Fleisch, Milch oder Eier aus konventioneller Erzeugung mit Futter ohne Gentechnik erzeugt wurden‘, erklärt Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des BÖLW. ‚Dies ist wichtig, denn die EU-Vorgaben zur Kennzeichnung greifen hier nicht.‘

Die österreichische Gentechnikfrei-Richtlinie habe sich seit 10 Jahren bewährt, weil sie klar abgrenzt, bis wohin zurückverfolgt werden müsse, ob gentechnisch veränderte Organismen im Produktionsprozess verwendet wurden. Im Gegensatz dazu werde von der Kennzeichnungsmöglichkeit der deutschen Verordnung so gut kein Gebrauch gemacht.

‚Da Öko-Produkte immer ohne Gentechnik hergestellt werden, braucht unsere Branche kein zusätzliches Label ‚gentechnikfrei'“, betont Löwenstein. Trotzdem habe auch die Ökologische Lebensmittelwirtschaft großes Interesse daran, dass eine solche Regelung in der Praxis funktioniert. Denn wenn konventionelle Bauern und die Verarbeiter ihrer Produkte die Verbraucher auf eine gentechnikfreie Produktionsweise hinweisen könnten, entstehe ein zusätzlicher Grund auf den Anbau von Gentechnik-Pflanzen zu verzichten. ‚Und je weniger davon angebaut wird, desto geringer ist das Risiko für Biobauern und Imker, kontaminiert zu werden‘ folgert der BÖLW Vorsitzende.

‚Entscheidend ist es, dass die Verbraucher sich durch ihre Kaufentscheidung gegen den Einsatz der Gentechnik dort wenden können, wo sie am problematischsten ist: bei lebenden, vermehrungsfähigen Organismen im offenen System der Natur, von wo aus sie nicht zurück geholt werden können‘ resümiert Löwenstein.

Im Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft sind die Verbände der landwirtschaftlichen Erzeuger, der Verarbeiter und der Händler ökologischer Lebensmittel zusammengeschlossen.

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24. Juli 2007

Bauernverband rät weiterhin vom GVO-Anbau ab

Themen: Gentechnik,Haftung,Umwelt,Verbände — info @ 16:07

Gentechnik-Novelle trägt nicht zur Lösung der Haftungsfrage bei

Berlin (agrar.de) – ‚Auch nach dem neuen Entwurf zum Gentechnik-Gesetz bleiben wir aufgrund der unveränderten Haftungsregelungen dabei, vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen abzuraten‘. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV), nachdem Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer am 24. Juli 2007 auf einer Pressekonferenz in Berlin über die wichtigsten Inhalte des geplanten Gesetzes informiert hatte.

Der DBV erneuerte seine Position, dass für ihn bei der Anwendung der Grünen Gentechnik die Koexistenz aller Anbauformen absolute Priorität besitzt. Mit der Vorlage eines Verordnungsentwurfes zur guten fachlichen Praxis beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommt der Gesetzgeber endlich einer lange vorgetragenen Forderung des Deutschen Bauernverbandes nach. Durch die Festlegung kulturspezifischer Anbauregeln müsse eine Beeinträchtigung benachbarter Landwirte ausgeschlossen werden, dabei sollten die Anbauabstände gemäß wissenschaftlichen Erkenntnissen auch aus der deutschen Sicherheitsforschung definiert und kontinuierlich überprüft werden. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes ist es erforderlich, für alle Bewirtschaftungsformen zu einheitlichen Abständen zu gelangen.

Kritisch beurteilt der DBV, dass die angekündigte Präzisierung der verschuldensunabhängigen Haftungsregelung im Gentechnikgesetz unterbleiben soll. Damit wird weder den Landwirten noch der Versicherungswirtschaft eine ausreichende Grundlage für die Kalkulierbarkeit möglicher Haftungsrisiken gewährt. Wer die gute fachliche Praxis einhalte, dürfe nicht mit Haftungsrisiken belastet werden. Ebenso müssten Landwirte, die keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauten, bei möglichen Schäden unbürokratisch und ohne Ausfallrisiko entschädigt werden. Nach Ansicht des DBV können diese Ziele für verbleibende Restrisiken jenseits der verschuldensabhängigen Haftung weiterhin nur umfassend durch einen Haftungsfonds erreicht werden, der von den Saat- und Pflanzgut liefernden Unternehmen wie auch von Landwirten, die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, gespeist werden müsse. Alternative freiwillige Angebote der Saat- und Pflanzgutwirtschaft seien nur dann akzeptabel, wenn sie ebenfalls einen belastbaren Anspruch für den geschädigten Landwirt sicherstellen.

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EU: Sinkende Ernteerträge

Themen: Erntebericht,International,Statistik — info @ 15:07

Hitzewellen, Dürren und starke Regenfälle führen zu uneinheitlichen Ergebnissen in Europa

Brüssel (agrar.de) – Die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS), der hauseigene wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission, hat ihre jährliche Vorausschätzung der Ernteerträge in Europa veröffentlicht. Ihrer Hauptaussage zufolge wird die Getreideernte im Jahr 2007 bei insgesamt 276 Mio. Tonnen liegen und damit um 1,6 Prozent gegenüber dem letzten Fünfjahresdurchschnitt sinken, wobei Mittel- und Osteuropa die größten Rückgänge zu verzeichnen haben.

In ganz Europa war die Vegetationsperiode außergewöhnlich, da der milde Winter und die warmen Frühlingstemperaturen das Pflanzenwachstum förderten. Insbesondere nördliche Regionen waren jedoch von intensiven Regenfällen betroffen, während osteuropäische Länder, besonders rund um das Schwarze Meer, unter extremer Hitze und Dürre zu leiden hatten.

Laut den Vorhersagen wird der Weizenertrag in Rumänien beispielsweise 20,1 Prozent unter dem Durchschnittswert liegen, und in Bulgarien wird der Gerstenertrag voraussichtlich um 14,6 Prozent und der Maisertrag sogar um 40 Prozent sinken. In Ungarn wird mit einem Rückgang beim Maisertrag von 6,7 Prozent gerechnet, während die Weichweizenerträge in der Tschechischen Republik und in der Slowakischen Republik voraussichtlich um 7,1 Prozent bzw. 8,9 Prozent zurückgehen werden.

Bezogen auf die einzelnen Kulturen weisen die Erträge der 27 EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2007 laut den aktuellen Vorhersagen gegenüber den letzten fünf Jahren folgende Veränderungen auf:

Weichweizen: (±0 Prozent) Hartweizen (+13,5 Prozent) Gerste (+3,4 Prozent) Körnermais (-0,8 Prozent) Raps (-5,1 Prozent) Sonnenblume (-3,4 Prozent) Kartoffel (+8,1 Prozent) Zuckerrübe (+4,2 Prozent)

Die für die Getreide-Erzeugung genutzte Gesamtfläche der 27 EU-Staaten hat sich im Jahr 2007 den Schätzungen zufolge um 2,3 Prozent verringert. Obwohl voraussichtlich 276 Mio. Tonnen (5 Mio. Tonnen bzw. 1,6 Prozent weniger als im Fünfjahresdurchschnitt) produziert werden, bedeutet dies eine Zunahme von etwa 10 Mio. Tonnen gegenüber dem Jahr 2006.

Während der Vegetationsperiode hatten die außergewöhnlich hohen Temperaturen von 2-4°C über dem jahreszeitlichen Durchschnitt sicherlich Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum in Mittel- und Osteuropa sowie in den Balkanländern. In Frankreich, Deutschland und den Benelux-Ländern war der Frühling ebenfalls sehr mild. Spanien und Portugal hatten im Frühjahr starke Regenfälle zu verzeichnen, die sich ab Mai auch auf Mittel- und Westeuropa ausdehnten.

Ende Juni sowie Mitte Juli hatten südliche und östliche Mittelmeerländer wie Italien und der Balkan unter Hitzewellen und außergewöhnlichen Dürren zu leiden. In Ungarn, Bulgarien und Rumänien dauert diese extreme Hitze noch immer an und gefährdet sowohl die Winter- als auch die Sommerernte.

Gleichzeitig haben ungewöhnlich starke Regenfälle das Ertragspotenzial in den Ländern am Nordatlantik und der Nordsee verringert. Seit Anfang Juni hatten das Vereinigte Königreich, Nordfrankreich, Norddeutschland, die Benelux-Länder, Dänemark, Norwegen und Nordpolen mehr als 150 mm Regen zu verzeichnen, der die ersten Ernten teilweise verdorben hat. In Norwegen und Nordengland wurden Spitzenwerte von 260 mm bzw. 445 mm gemessen.

Besonders starke Einbrüche im Vergleich zur durchschnittlichen Getreideerzeugung der letzten fünf Jahren hatten Bulgarien, Ungarn, Rumänien, die Slowakische Republik und die Tschechische Republik zu verzeichnen:

Rumänien (-20,1 Prozent beim Weizenertrag im Vergleich zum Durchschnittswert, -19,9 Prozent bei Gerste, -17,7 Prozent bei Mais, -16,9 Prozent bei Sonnenblumen, -50 Prozent bei Raps), Bulgarien (-14,6 Prozent beim Gerstenertrag im Vergleich zum Durchschnittswert, -12,4 Prozent bei Weichweizen, -40,4 Prozent bei Mais, -20 Prozent bei Sonnenblumen), Ungarn (-6.7 Prozent beim Maisertrag im Vergleich zum Durchschnittswert, -7,9 Prozent bei Kartoffeln, -5,9 Prozent bei Gerste), die Slowakische Republik (-8,9 Prozent beim Weichweizen im Vergleich zum Durchschnittswert, -2 Prozent bei Wintergerste, -15,6 Prozent bei Raps) und die Tschechische Republik (-7,1 Prozent bei Weichweizen im Vergleich zum Durchschnittswert, -7,7 Prozent bei Gerste).

Detaillierte Ernteschätzungen nach Kulturen und Ländern (englisch)

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Sachsen-Anhalt: Fast eine Million Schweine im Land

Themen: Sachsen-Anhalt,Statistik,Tierbestände — info @ 15:07

Halle (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen der Erhebung der Viehbestände hielten im Mai 2007 die landwirtschaftlichen Betriebe Sachsen-Anhalts 336.500 Rinder, 999.800 Schweine und 108.100 Schafe. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, war der Rinderbestand gegenüber dem Vorjahr erstmals nach 10 Jahren nicht mehr rückläufig und der Schweinebestand der höchste nach 1991 (= 1,2 Mill. Schweine).

Der Schweinebestand war damit gegenüber der Erhebung im Mai 2006 um 15.200 Tiere bzw. 1,5 Prozent höher. Die Erhöhung des Bestandes basiert vor allem auf der Zunahme der Ferkel um 18.700 Tiere bzw. 5,5 Prozent wie auch auf den gestiegenen Mastschwein- und Zuchtsauenbeständen. Mit 297.700 Mastschweinen wurden 9.800 Tiere mehr gehalten als vor einem Jahr. Der für die Deckung des Ferkelbedarfs wichtige Zuchtsauenbestand ist seit Mai 2006 um 7.100 Tiere bzw. 6,0 Prozent auf 124 500 Zuchtsauen angestiegen.

In der Rinderhaltung wurde der in den letzten Jahren zu verzeichnende Bestandsabbau in den ersten Monaten diesen Jahres aufgehalten. So ist mit 336.500 Rindern eine leichte Erhöhung des Bestandes um 2.200 Tiere gegenüber Mai 2006 zu verzeichnen. Die insgesamt positive Entwicklung ist vor allem auf die Erhöhung des Jungviehbestandes (1/2 bis unter ein Jahr) um 1.300 Tiere bzw. 3,2 Prozent und des Bestandes der Zucht- und Nutzfärsen, die die Basis der Reproduktion des Kuhbestandes sind, um 1.800 Tiere bzw. 9,2 Prozent zurückzuführen. Mit einem Bestand von 131.400 Milchkühen war die rückläufige Entwicklung des Milchkuhbestandes gegenüber Mai 2006 von 0,6 Prozent wesentlich geringer als in den Vorjahren.

Bei den Schafen setzte sich der seit Jahren anhaltende Bestandsabbau weiter fort, so liegt der ermittelte Bestand von 118.100 Schafen um 6.100 Tiere bzw. 4,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Deutlicher Rückgang beim Bau neuer Biogasanlagen

Themen: Biogas,Energie,Verbände — info @ 14:07

Fachverband Biogas: Kürzung der Grundvergütung hätte fatale Folgen für die gesamte Branche

Freising (agrar.de) – In seiner Stellungnahme zum Erfahrungsbericht 2007 zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) macht der Fachverband Biogas unmissverständlich deutlich, dass die in dem BMU-Papier vorgeschlagene Kürzung der Grundvergütung für Strom aus Biogas um 0,5 Cent je Kilowattstunde fatale Folgen für die gesamte Branche haben könnte. Denn obwohl die energetische Nutzung von Biogas sowohl in der Politik als auch in der Bevölkerung hohes Ansehen genießt, ist die momentane Lage alles andere als rosig.

‚Die jüngste Einschätzung von Firmenmitgliedern zeigt, dass im aktuellen Wirtschaftsjahr ein Umsatzrückgang aus dem landwirtschaftlichen Bereich von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist‘, betont der Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Claudius da Costa Gomez.

Dieser Trend werde sich im kommenden Jahr verstärken, falls die Vergütung tatsächlich abgesenkt werden sollte und sich die Diskussion um das EEG – wie vom Bundesumweltministerium angekündigt – bis Anfang 2009 hinzieht.

Für eine durchschnittliche Anlage mit einer Leistung von 250 kW würde sich ein Einnahmenverlust von 10.000 Euro pro Jahr ergeben. ‚Diese Einbußen lassen sich mit der geplanten Erhöhung des KWK-Bonus nicht kompensieren‘, erklärt da Costa Gomez. Er warnt: ‚Sollte diese für die Branche ungünstige Version einer EEG Novelle im Jahr 2009 in Kraft treten, wäre die bisherige ‚Erfolgsstory Biogas‘ in Deutschland beendet.‘

Der Fachverband Biogas fordert daher, dass die vorgeschlagenen Kürzungen nicht vorgenommen werden und das novellierte EEG bereits Anfang 2008 rechtsgültig wird.

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Thüringen: Viehbestände 2007

Themen: Rinder,Statistik,Thüringen,Tierbestände — info @ 13:07

Weniger Rinder – mehr Schweine und Schafe gegenüber dem Vorjahr

Erfurt (agrar.de) – In den landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens standen nach dem vorläufigen Ergebnis der Viehbestandserhebung vom Mai dieses Jahres 342.000 Rinder, 763.400 Schweine und 220.600 Schafe.

Die Bestände an Rindern gingen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um weitere 2.800 Tiere oder um 0,8 Prozent zurück. Damit setzte sich der Bestandsabbau etwas abgeschwächt auch im Jahr 2007 fort. Mit 342.000 Tieren ist es zugleich der niedrigste Rinderbestand seit 1991. Gründe dafür sind insbesondere weniger weibliche Jungrinder sowie weibliche Zucht- und Nutztiere zwischen 1 und 2 Jahren alt, geringere Nutz- und Zuchtfärsenbestände, weniger Milchkühe und im Ergebnis dessen auch weniger Kälber. Bestandszunahmen bei männlichen Jungrindern, den weiblichen Schlachtrindern, bei Bullen und Ochsen sowie bei Ammen- und Mutterkühen konnten die Rückgänge in vorgenannten Rinderkategorien nicht ausgleichen.

In den einzelnen Kategorien zeigte sich somit eine differenzierte Entwicklung. Bei Kälbern war ein Bestandsrückgang um 600 Tiere oder 1,3 Prozent auf 49.600 Tiere zu verzeichnen. Einer Zunahme bei den männlichen Jungrindern (+ 1.000 Tiere) stand ein Rückgang von weiblichen Jungrindern (- 1.000 Tiere) entgegen, so dass im Saldo bei Jungrindern im Alter zwischen sechs Monaten und einem Jahr mit 48.200 Tieren das Niveau vom Mai 2006 erreicht wurde. Weiter standen im Mai dieses Jahres 68.600 Rinder (2006: 69.000 Stück) der Kategorie 1 bis unter 2 Jahre alt, davon 16.500 männliche Rinder, 49.900 weibliche Zucht- und Nutztiere und 2.300 weibliche Schlachttiere in den Ställen. An Rindern der Kategorie 2 Jahre und älter wurden 175.700 Tiere (2006: 177.500 Tiere) ermittelt. Hier setzte sich der Bestandsrückgang bei den vorwiegend zur Bestandsergänzung gehaltenen Nutz- und Zuchtfärsen in abgeschwächter Intensität weiter fort. Ihre Anzahl sank um 600 Tiere bzw. 3,3 Prozent auf 18.300 Tiere.

Des Weiteren wurden 117.000 Milchkühe gehalten. Damit setzte sich auch bei Milchkühen die rückläufige Entwicklung fort. Es wurden 2.800 Milchkühe (- 2,3 Prozent) weniger festgestellt als vor Jahresfrist. In der Ammen- und Mutterkuhhaltung ist ein um 3,1 Prozent höherer Bestand zu verzeichnen. Insgesamt wurden knapp 37.200 Tiere ermittelt, 1.100 mehr als zur Erhebung vom Mai 2006. Über die Jahre ist hier bei geringeren Bestandsschwankungen dennoch eine relative Stabilität zu beobachten.

An Schweinen hielten Thüringer Landwirte mit 763.400 Tieren insgesamt 15.600 Tiere mehr als zur Erhebung vom Mai 2006. Im Einzelnen wurden 250.700 Ferkel, 188.500 Jungschweine, 234.300 Mastschweine und 89.900 Zuchtschweine gehalten. Gegenüber 2006 wurden u.a. geringere Bestände in den Gruppen Mastschweine bis 110 Kilogramm Lebendgewicht (- 4.900 Tiere oder – 2,3 Prozent) und nicht tragende Zuchtsauen (- 2.100 Tiere oder – 7,7 Prozent) festgestellt. Demgegenüber standen im Mai 2007 rund 8.500 Ferkel (+ 3,5 Prozent) und 6.800 Jungschweine (+ 3,8 Prozent) mehr in den Ställen als vor einem Jahr.

In der Schafhaltung wurde ein ab dem Jahr 2001 zu beobachtender Bestandsrückgang unterbrochen. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Schafbestand um knapp 4.400 Tiere oder 2,0 Prozent auf 220.600 Schafe im Mai 2007. Bestandszunahmen waren in allen Schafkategorien zu verzeichnen. Die nach Jahren einer permanenten Bestandsreduzierung wieder erfolgte Bestandsaufstockung der weiblichen Schafe zur Zucht auf 154 500 Tiere in diesem Jahr (2004: 166.100; 2005: 161.800 und 2006: 153.800 Tiere) lässt auf einen weiteren Bestandsaufbau in der Thüringer Schafhaltung schließen.

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BDP: Grüne Gentechnik ins Abseits befördert

Themen: Gentechnik,Verbände — info @ 13:07

Verband fordert generelle Aussprache mit der Bundesregierung

Bonn (agrar.de) – Ernüchtert und enttäuscht zeigt sich der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) über den von Bundesminister Seehofer vorgelegten Gesetzesentwurf zur Novellierung des Gentechnikgesetzes (GenTG).

‚Die Aussagen im Koalitionsvertrag ließen erwarten, dass der jahrelange Stillstand bei der grünen Gentechnik beendet wird. Stattdessen erleben wir gerade die Zementierung dieses unbefriedigenden Status Quo‘, erklärt Geschäftsführer Dr. Ferdinand Schmitz. Im Koalitionsvertrag war vereinbart worden, die Regelungen des GenTG derart zu überarbeiten, dass sie ‚Forschung und Anwendung in Deutschland befördern.‘

Die jetzt ins Auge gefassten Rahmenbedingungen würden diesem Vorsatz laut BDP nicht gerecht, fielen in weiten Teilen sogar hinter die im Februar dieses Jahres veröffentlichten Maßgaben des Eckpunktepapiers zurück. Als besonders kritisch betrachte der BDP:

– das Festhalten an der flurstücksgenauen Angabe von Flächen im Standortregister, was Feldzerstörungen weiterhin Tür und Tor öffne.

– die Verdopplung des Mindestabstandes zu Ökofeldern von 150 auf 300 Meter, was wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriere und nicht notwendig sei.

– die Beibehaltung der gesamtschuldnerischen Haftung und die nicht abschließende Aufzählung möglicher Haftungsfälle (Formulierung ‚insbesondere‘ in § 36a), was GVO-Landwirte in einer rechtlich unsicheren Situation beließe.

‚Angesichts des Hin und Her der vergangenen Wochen und Monate fragen wir uns, wie es mit der grünen Gentechnik in Deutschland überhaupt weitergehen soll. Will die Große Koalition deutsche Landwirte an einer innovativen, weltweit eingesetzten Technologie teilhaben lassen oder nicht?‘, fragt Schmitz. Er fordert daher eine generelle Aussprache mit allen beteiligten Ressorts der Bundesregierung, damit die deutschen Pflanzenzüchter über ihre zukünftigen Aktivitäten am Standort Deutschland entscheiden könnten.

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