27. Juli 2007

Biodiesel-Kapazitäten steigen auf Rekordniveau

Themen: Energie,Statistik — info @ 12:07

Münster (agrar.de) – In Deutschland werden immer mehr Produktionsanlagen zur Herstellung von Biodiesel errichtet. Nach einer aktuellen Analyse sind für das laufende Jahr 2007 zusätzliche Anlagen mit einer Jahreskapazität von 1,54 Millionen Tonnen geplant, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Die gesamte Kapazität zur Produktion von Biodiesel steigt in Deutschland dann bis Ende des Jahres um über 40 Prozent auf rd. 5,4 Millionen Tonnen (2006: 3,8 Millionen Tonnen).

Der gesamte Treibstoffabsatz in Deutschland erreichte im Jahr 2006 insgesamt 51,7 Millionen Tonnen, davon 29,1 Millionen Tonnen Diesel und 22,6 Millionen Tonnen Ottokraftstoffe. Bei Vollauslastung der inländischen Produktionskapazitäten wäre damit ein theoretischer Anteil des Biodiesels am mineralischen Diesel in Höhe von über 18 Prozent möglich.

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Öko-Produkte kaum mit Pestiziden belastet

Themen: Baden-Württemberg,Biolandbau — info @ 10:07

Baden-Württembergisches Ökomonitoring unterstreicht Leistungen des Öko-Landbaus

Berlin (agrar.de) – ‚Die Ergebnisse des heute vorgestellten Ökomonitorings der Chemischen und Veterinäruntersuchungsämter in Baden-Württemberg machen erneut deutlich, dass die Ausweitung des Öko-Landbaus ein Fortschritt für Lebensmittelqualität, Verbrauchergesundheit und Umweltschutz ist‘ so Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Den Untersuchungen nach ist die mittlere Pestizidbelastung von Lebensmitteln aus konventioneller Landwirtschaft 40 Mal höher als bei Bio-Lebensmitteln. Nur in wenigen Fällen finden sich in Öko-Produkten Spuren von Pflanzenschutzmitteln, die zumeist von Anwendungen auf konventionellen Nachbarfeldern stammen. In Obst und Gemüse aus konventioneller Erzeugung wurden fast immer Pestizidbelastungen nachgewiesen – beim Spitzenreiter Paprika wurden die gesetzlich zulässigen Höchstmengen in jeder dritten Probe der überschritten.

Dr. Alexander Gerber, Geschäftsführer des BÖLW verwies darauf, dass auch die internen Qualitätssicherungsmaßnahmen der Öko-Branche immer wieder zu vergleichbaren Ergebnissen kommen. Eine breite Datengrundlage sei beispielsweise mit dem Rückstandsmonitoring des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) erarbeitet worden.

‚Öko-Lebensmittel definieren sich zwar nicht über Analysewerte im Endprodukt, sondern über genau beschriebene Produktionsprozesse für Anbau und Verarbeitung. Trotzdem sind Analyseergebnisse ein guten Indikator dafür, dass diese Produktionsmethoden auch zu hoher Lebensmittelqualität führen‘ so Gerber weiter. Wenn bei dem Monitoring allerdings trotzdem einmal erhöhte Spuren naturfremder Stoffe in Ökoprodukte gefunden würden, dann verfolge man solche Hinweise, um zu überprüfen, ob eine Verwechslung, eine verbotene Anwendung oder gar betrügerische Handlungen vorlägen. ‚Die im BÖLW zusammengeschlossenen Verbände haben sich darauf geeinigt, ihren Mitglieder bereits einen Wert von 0,1 Milligramm/kg als ‚Warnwert‘ zur Auslösung solcher Nachforschungen zu empfehlen.‘

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, das regelmäßig Vergleichsuntersuchungen von Lebensmitteln aus konventioneller und ökologischer Produktion vornimmt.

Bericht über das Öko-Monitoring-Programm Baden-Württemberg 2002 bis 2006 (PDF-Datei)

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BUND fordert Verschärfung des Gentechnikgesetzes

Themen: Gentechnik,Verbände — info @ 10:07

Berlin (agrar.de) – Der von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer vorgelegte Entwurf für das neue Gentechnikgesetz sei eine massive Verschlechterung gegenüber dem geltenden Recht, kritisierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Wenn der Entwurf ohne Änderungen durchkomme, könne dies das Ende der gentechnikfreien Landwirtschaft bedeuten. Der Bundestag dürfe dem Gesetzentwurf deshalb auf keinen Fall zustimmen, forderte der Umweltverband. Das Nebeneinander einer Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik müsse so gestaltet werden, dass konventionelle und ökologische Produkte dauerhaft nicht verunreinigt würden. Die vorgeschriebenen Abstände zu gentechnikfreien Feldern seien völlig unzureichend. In Laboren oder Gewächshäusern erprobte Gentech-Pflanzen würden sogar teilweise vom Gesetz gar nicht mehr erfasst.

Der Gesetzentwurf biete Gentech-Landwirten gleich zwei Möglichkeiten, nichts gegen gentechnische Verunreinigungen zu unternehmen: Wenn der Nachbarn dem schriftlich zustimme, und wenn der Nachbar auf die Mitteilung über den bevorstehenden Gentech-Anbau innerhalb eines Monats nicht reagiere.

Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: ‚Es darf nicht sein, dass Landwirte mit privaten Absprachen das Gentechnikgesetz aushebeln können. Und es darf nicht sein, dass Landwirte so leicht ihr Recht auf Schutz vor Gentech-Kontamination verwirken, nur weil sie Fristen versäumen. Bleibt es bei dieser Regelung, können sich gentechnisch veränderte Organismen großflächig und unkontrolliert verbreiten.‘

Der BUND kritisierte zudem, dass der Abstand eines Genmais-Felds zu konventionell und biologisch bewirtschafteten Maisfeldern mit 150 und 300 Metern viel zu gering sei. Gentech-Einträge würden so billigend in Kauf genommen. Weiger: ‚Wir fordern mindestens 1000 Meter Abstand. Darunter ist Gentechnikfreiheit nicht gesichert.‘ Alle Landwirte müssten entschädigt werden, sobald eine Verunreinigung von 0,1 Prozent in ihrer Ernte nachweisbar sei.

Der Gesetzentwurf schaffe Regulierungen für bestimmte Gentech-Pflanzen ab, die in Laboren und Gewächshäusern erprobt werden. Damit würden diese zu ‚rechtsfreien Räumen‘, warnte Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin. ‚Auch aus Laboren und Gewächshäusern können gentechnisch veränderte Organismen in die Umwelt gelangen. Dennoch sollen vermeintlich ungefährliche Pflanzen künftig keiner Risikobewertung unterzogen, nicht mehr überwacht und gekennzeichnet werden. Wenn sich die Große Koalition nicht zum Büttel einer in ihren Ansprüchen maßlosen Forschungslobby machen will, muss sie diesen Paragraphen ersatzlos streichen.‘

Es müsse eine Datenbank eingerichtet werden, die alle gentechnisch veränderten Organismen erfasse, die irgendwo auf der Welt – inklusive Deutschland – zu experimentellen Zwecken freigesetzt würden. Nur so ließen sich gentechnische Verunreinigungen schnell auffinden und Rückrufaktionen durchführen.

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26. Juli 2007

Auf einem Fünftel des Brandenburger Ackerlands wächst Roggen

Themen: Anbauflächen,Brandenburg,Getreide,Statistik — info @ 14:07

Potsdam (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2007 bauten die Brandenburger Landwirte auf 513.400 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) an. Damit vergrößerte sich nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg die Getreideanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 3.600 Hektar.

Getreide steht auf über 49 Prozent des Ackerlandes. Beim Roggenanbau gab es erstmals nach 2004 eine deutliche Anbauausdehnung (+26 Prozent). Dieses Wintergetreide wächst auf 207.200 Hektar, ein Fünftel des Brandenburger Ackerlandes. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die zunehmende Erzeugung von Bioenergie im Land zurückzuführen.

Winterweizen, die zweitwichtigste Anbaufrucht nach Roggen, ist in diesem Jahr von 132.000 Hektar vom Halm zu holen. Ein Jahr zuvor waren es noch 150.800 Hektar. Weiterhin rückläufig ist der Anbau von Triticale (einer Kreuzung aus Weizen und Roggen). Dieses Getreide wächst in diesem Jahr auf 52.200 Hektar (–16 Prozent). Ebenfalls verringert hat sich der Wintergerstenanbau (–11 Prozent). In diesem Jahr mussten hier 76.100 Hektar gedroschen werden.

Die Ernte der Ölfrüchte erfolgt 2007 von 149.000 Hektar, das sind 14 Prozent des Ackerlandes. Der Rapsanbau nahm um 6 Prozent auf 132.600 Hektar zu. Die bestimmende Kultur ist der Winterraps mit 131.900 Hektar. Deutlich reduziert hat sich die Fläche mit Körnersonnenblumen. Diese wachsen 2007 nur auf 12.000 Hektar (–36 Prozent).

Futterpflanzen auf dem Ackerland wachsen 2007 auf 212.200 Hektar (+6 Prozent) und nehmen damit gut 20 Prozent des Ackerlandes ein. Die wichtigste Futterpflanze, Silomais, steht auf 120.900 Hektar (+15 Prozent).

Bei den Hülsenfrüchten dominieren die Futtererbsen mit 12.000 Hektar und die Lupinen mit 14.300 Hektar.

Hackfrüchte werden auf 20.600 Hektar angebaut (+5 Prozent). Die Rodungen der Kartoffeln erfolgen auf 11.300 Hektar. Bei der Fläche mit Zuckerrüben kam es zu einer Anbauausdehnung um fast 800 Hektar auf 9.000 Hektar. Mit 104.000 Hektar sind 10 Prozent des Ackerlandes stillgelegt bzw. aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen.

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Trotz Wetterkapriolen Getreideernte in Baden-Württemberg auf Niveau der Vorjahre

Themen: Baden-Württemberg,Erntebericht,Statistik — info @ 13:07

Erwarteter Ertrag von 61 Dezitonnen je Hektar bedeutet eine Gesamterntemenge von 29 Millionen Dezitonnen

Stuttgart (agrar.de) – Die Getreideernte 2007 wird nach Einschätzung der amtlichen Ernteberichterstatter von Ende Juni und Anfang Juli nur durchschnittlich ausfallen. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wird der Ertrag im Landesmittel und über alle Getreidearten (ohne Körnermais) auf 61 Dezitonnen je Hektar (dt/ha; 1dt = 0,1 Tonnen) gegenüber 61,5 dt/ha im Sechsjahresmittel 2001/2006 und 64,6 dt/ha im Erntejahr 2006 veranschlagt.

Infolge der ausgeprägten Trockenperiode im April liefen die Frühjahrssaaten nur zögerlich auf. Die anschließende Nässephase im Mai hatte mancherorts Zwiewuchs zur Folge, der jetzt wegen unterschiedlicher Abreife der Getreidebestände die Ernte erschwert. Einschränkend ist schließlich anzumerken, dass diese erste Ernteschätzung unter der Prämisse erfolgte, dass bis zum Einbringen der Ernte einigermaßen normale Witterungsverhältnisse vorherrschen. Aufschluss über die tatsächliche Getreideernte werden daher erst die effektiven Probeschnitt- und Volldruschergebnisse der »Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung« Ende August liefern.

Legt man die vorläufigen Ergebnisse zum Getreideanbau aus der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung zugrunde, so kann mit einer Getreideernte (ohne Körnermais) von voraussichtlich 29 Millionen dt (entspricht 2,9 Millionen Tonnen) gerechnet werden. Das Vorjahresergebnis fiel mit insgesamt 30,6 Millionen dt Getreide höher aus. Die langjährige Durchschnittsernte 2001/2006 betrug 29,8 Millionen dt.

Hinter den aktuellen Erntezahlen verbergen sich im Vorjahresvergleich Anbauausdehnungen bei Wintergerste (105.700 ha; +5,2 Prozent), Sommergerste (84.400 ha; +1,9 Prozent) und Triticale, einer Kreuzung aus Winterweizen und Roggen (19.600 ha; +7,1 Prozent) sowie Hafer (29.000 ha; -5,8 Prozent) befindet sich weiter auf dem Rückzug. Die ertragsstärkste Getreideart Winterweizen (208.900 ha) konnte ihre Stellung dagegen behaupten. Von der voraussichtlichen Gesamtgetreideernte des Jahres 2007 entfielen nach jetzigem Stand etwa 15,9 Millionen dt auf die Brotgetreidearten Weizen und Roggen (2001/2006: 15,8 Millionen dt) und 13,1 Millionen dt auf die Futter- und Industriegetreidearten Gerste, Hafer und Triticale (2001/2006: 14,0 Millionen dt).

Bei Winterraps, der mit Abstand wichtigsten Ölfrucht im Land, liegen die Ertragserwartungen bei 35 dt/ha. Nach den ersten Ergebnissen der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung sind im Landesmittel aber Erträge bis zu 40 dt/ha bei allerdings etwas niedrigeren Ölgehalten als 2006 möglich. Im Vorjahr wurde ein Ertrag von 39,5 dt/ha bei einem Ölgehalt von 41,8 Prozent realisiert.

Probleme zeichnen sich derzeit bei der Raufutterversorgung ab. Die Heuernte musste wegen der unbeständigen Witterung gebietsweise immer wieder unterbrochen oder verschoben werden. Mit jedem Tag Verspätung verschlechtert sich die Qualität des Aufwuchses. Der Rohfasergehalt nimmt zu, die Verdaulichkeit ab.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 13:07

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 850 angebotenen Schweinen alle Schweine in 6 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,53 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,52 Euro bis 1,53 Euro verkauft.

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Mecklenburg-Vorpommern: Getreideanbau rückläufig, Rapsfläche erweitert

Themen: Anbauflächen,Mecklenburg-Vorp.,Statistik — info @ 12:07

Schwerin (agrar.de) – Die Getreidefläche in Mecklenburg-Vorpommern ist um 4 Prozent und damit abermals zurückgegangen. Wie das Statistische Amt zu den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzung 2007 mitteilt, verringerte sich der Anbau von Getreide zum dritten Mal in Folge auf nunmehr 547.300 Hektar bzw. 51 Prozent des Ackerlandes. Die einzelnen Getreidearten sind davon unterschiedlich betroffen.

Der Rapsanbau hat sich um 5 Prozent weiter ausgedehnt und umfasst zur gegenwärtigen Ernte eine Fläche von 257.200 Hektar, das sind 24 Prozent des Ackerlandes.

Winterweizen als flächenmäßig bedeutendste Feldfrucht und wichtiges Brotgetreide ist in diesem Sommer von 305.500 Hektar zu ernten. Damit ging der Anbau gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent zurück. Roggen, dessen Fläche zur Ernte 2006 auf 50.000 Hektar stark eingeschränkt wurde, vergrößerte sich im Anbau um ein Drittel auf 66.600 Hektar. Um 10 Prozent rückläufig auf 129.300 Hektar ist der Anbau von Wintergerste. Ebenfalls um fast ein Zehntel eingeschränkt wurde der Anbau von Sommergerste, die vorwiegend als Braugerste Verwendung findet. Die nunmehr 10.500 Hektar sind der bisher geringste Anbauumfang, der jemals nachgewiesen wurde.

Ölfrüchte sind in Mecklenburg-Vorpommern zu mehr als 99 Prozent Winterraps. Die Fläche nimmt seit Jahren fast kontinuierlich zu und erreicht 2007 mit insgesamt 257.600 Hektar, darunter allein 255.800 Hektar Winterraps, im Landesdurchschnitt bereits knapp ein Viertel des Ackerlandes.

Hülsenfrüchte, wichtiger Eiweißlieferant für die Tierernährung, sind im Anbau gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel auf 6.800 Hektar beträchtlich reduziert worden.

Die Kartoffelfläche verringerte sich um 11 Prozent auf bisher noch nicht erreichte 14.800 Hektar und nimmt damit nur noch 1,4 Prozent des Ackerlandes ein.

Zuckerrüben erfuhren erstmals seit Jahren eine Ausdehnung des Anbaus, gegenüber 2006 um 15 Prozent auf 24.200 Hektar.

Der Anbau von Feldfutter hat offensichtlich aus energetischen Gründen beträchtlich zugenommen. Allein Silomais muss in diesem Jahr von rund 100.000 Hektar geerntet werden, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Umfang brachliegenden Ackerlandes verringerte sich um 16 Prozent auf unter 70.000 Hektar.

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Nordrhein-Westfalen: Mehr Schweine und Rinder, aber weniger Schafe

Düsseldorf (agrar.de) – In Nordrhein-Westfalen gibt es im Jahr nach der Schweinepest 6,4 Millionen Schweine und damit 5,2 Prozent mehr als im Mai 2006. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand erster vorläufiger Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung mitteilt, sind auch die Rinderbestände nach jahrelangen Rückgängen um 0,9 Prozent auf 1,35 Millionen Tiere angestiegen. Weiterhin rückläufig sind die Zahlen bei den Schafen. Seit der letzten Zählung im Mai 2006 ist die Zahl der Schafe um 6,1 Prozent auf knapp 190.000 Tiere zurückgegangen.

Die Zahl der Rinder, Schweine und Schafe haltenden Betriebe entwickelte sich uneinheitlich: Die Zahl der Betriebe mit Rindviehhaltung verringerte sich binnen Jahresfrist um 1,0 Prozent auf 19.800, jener mit Schweinehaltung stieg um 0,4 Prozent auf knapp 13.000. In nahezu 3.300 Betrieben wurden Schafe gehalten, das waren 8,6 Prozent weniger als im Mai 2006.

Die von den Statistikern vorgestellten Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Auswertung der Fragebögen von etwa einem Fünftel der im Mai im Rahmen der Agrarstrukturerhebung befragten rund 54.000 nordrhein-westfälischen Betriebe im Bereich der Land- und Forstwirtschaft. Ergebnisse für Gemeinden, Städte und Kreise können erst nach Auswertung des gesamten Erhebungsmaterials vorgelegt werden; dies wird erst 2008 der Fall sein.

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Niedersachsen: Mais verdrängt Weizen als bedeutendste Ackerkultur

Themen: Anbauflächen,Niedersachsen,Statistik — info @ 12:07

Hannover (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2007 stehen auf den 1,87 Mio. ha Ackerfläche in Niedersachsen in diesem Jahr zu 51 Prozent Getreide (inkl. Körnermais und CCM) (963.300 ha). Auf den Rängen zwei bis fünf folgen 22 Prozent Futterfeldfrüchte (405.400 ha), 12 Prozent Hackfrüchte (228.500 ha), 8 Prozent Ölfrüchte (154.000 ha) und 5 Prozent Brachflächen (91.800 ha).

Nach Angaben des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik hat der Mais erstmals den Weizen als flächenmäßig bedeutendste Ackerkultur abgelöst. Mais wächst in diesem Jahr auf 413.200 ha und beansprucht damit 22 Prozent der niedersächsischen Ackerfläche. Der hohe Zuwachs von 31.200 ha (+8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr ist auf den anhaltenden Boom der Bioenergie zurückzuführen. Das zeigt sich auch beim Winterraps, dessen Anbaufläche in diesem Jahr mit 16 Prozent Flächenzunahme wieder zweistellig wächst und erstmals 150.000 ha erreicht.

Der erhöhte Flächenbedarf für den Anbau von Energiepflanzen geht in erster Linie zu Lasten der Getreidefläche und der Brachfläche. Die Getreidefläche (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) sinkt um 33.100 ha (3,6 Prozent) auf 884.900 ha. Brachflächen nehmen um 17.900 ha (16 Prozent) auf 91.800 ha ab.

Innerhalb des Getreides verzeichnen fast alle Arten Flächenverluste. Winterweizen geht um 23.700 ha (6 Prozent) auf 396.800 ha zurück. Wintergerste sinkt um 15.200 ha (7 Prozent) auf 197.600 ha. Triticale gibt 5.200 ha (6 Prozent) Fläche ab und steht noch auf 74.500 ha. Sommergerste verliert 11.400 ha (19 Prozent) und nimmt mit 47.900 ha weniger als die Hälfte der Fläche von 2003 ein. Gegen den Trend wächst die Roggenfläche um 24.600 ha (21 Prozent) auf 144.200 ha.

Nach Jahren des kontinuierlichen Rückgangs steigt die Zuckerrübenanbaufläche deutlich um 15.900 ha (18 Prozent) auf 102.400 ha. Nach der knappen Rohstoffversorgung der Zuckerfabriken im vergangenen Jahr war hier massiv um zusätzliche Fläche geworben worden. Auch die Kartoffelfläche steigt nach dem starken Rückgang im vergangenen Jahr um 5.200 ha (4 Prozent) an und erreicht mit 124.000 ha ein für Niedersachsen durchschnittliches Niveau.

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Niedersachsen: Getreide- und Rapsernte bisher enttäuschend

Hannover (agrar.de) – Die Folgen des extrem trockenen Aprils zeigen sich nun bei der Getreideernte 2007. Bei den bisher gedroschenen Getreidearten und dem Winterraps wurden die Erwartungen der Landwirte überwiegend enttäuscht, so das Niedersächsisches Landesamt für Statistik.

Die Wintergerstenernte ist abgeschlossen. In den Kreisen fehlen 10 bis 30 Prozent im Vergleich zu den Hektarerträgen des, auch nicht so guten, Vorjahres. Zusätzlich zu der Trockenheit im April verminderte bei der Wintergerste das schlechte Erntewetter den Ertrag. Sie stand zu lange auf den Feldern, die reifen Halme knickten um, die Ähren fielen auf den Boden. Gebietsweise war die Wintergerste auch von einer Viruskrankheit geschwächt, dem von Blattläusen im Herbst übertragenen Gelbverzwergungsvirus.

Auf den in Niedersachsen vom Emsland bis zur Elbe häufigen Sandböden haben die Wintergetreidearten unter der Trockenheit im April sehr gelitten. Sie waren im April schon gut entwickelt, wollten bei der Wärme schnell in die Höhe wachsen, aber es fehlte das Wasser dafür. Die Bestände wurden hier, wenn nicht beregnet werden konnte, sehr ausgedünnt und nun fehlen die Halme und Ähren für gute Erträge.

Die Sommergetreidearten werden erst im Frühjahr ausgesät, waren im April noch wenig entwickelt und hatten daher zu der Zeit noch keinen so großen Wasserbedarf. Die Sommergerste z.B. sieht dieses Jahr sehr gut aus. Auch die ebenfalls erst im Frühjahr gesäten / gepflanzten Ackerkulturen, wie Mais, Kartoffeln und Rüben, proftitierten bisher eher von dem feucht-warmen Wetter im Mai und Juni. Es bleibt zu hoffen, dass die späteren Getreidearten, insbesondere auf den besseren Böden, bessere Erträge liefern und endlich ein beständigeres Sommerwetter für eine verlustarme Getreideernte aufzieht.

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