30. Juli 2007

Deutscher Verband Tiernahrung warnt vor Verbrauchertäuschung

Themen: Gentechnik,Verbände — info @ 16:07

Änderung der Gentechnik-Kennzeichnung ‚höchst problematisch‘

Bonn (agrar.de) – Als höchst problematisch stuft der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) mit Sitz in Bonn den von Bundesminister Horst Seehofer in der vergangenen Woche vorgelegten Kompromiss zum Gentechnikgesetz ein. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Verordnung über neuartige Lebensmittel und Lebensmittelzutaten hinsichtlich der Kennzeichnung von Lebensmitteln ‚ohne Gentechnik‘ geändert werden soll. Hierdurch kommt es nach Ansicht des DVT zu einer Irreführung des Verbrauchers.

So soll ein Lebensmittel aus der Tierproduktion künftig mit der Bezeichnung ‚ohne Gentechnik‘ beworben werden dürfen, wenn lediglich eingesetzte Futtermittel gentechnisch unverändert sind. Die Verwendung von Zusatzstoffen, Arzneimitteln oder Impfstoffen aus gentechnischen Verfahren spielt dann keine Rolle mehr. ‚Als Vertreter der Futtermittelwirtschaft in Deutschland lehnen wir dieses Ansinnen einer Verordnungsänderung strikt ab‘, meint DVT-Geschäftsführer Peter Radewahn. ‚Eine Änderung der Kennzeichnungsvorschriften in dieser Art käme einer Verbrauchertäuschung gleich, da dem Lebensmittelkonsumenten wichtige Informationen über den Herstellungsprozess vorenthalten würden.‘ Der Verbraucher gehe davon aus, dass bei der Kennzeichnung ‚ohne Gentechnik‘ das Produkt in jeder Hinsicht ohne den Einsatz gentechnischer Verfahren entstand.

Der DVT fordert den Bundesminister sowie die weiteren an den Beratungen des Gesetzes beteiligten Entscheidungsträger zu einer Berücksichtigung dieser Bedenken auf. Nur so könne man die Information des Verbrauchers in vollem Umfang gewährleisten.

Der DVT vertritt als unabhängiger Wirtschaftsverband die Interessen der Unternehmen, die Mischfutter, Vormischungen und Zusatzstoffe für Nutz- und Heimtiere herstellen, lagern und damit handeln.

Links zum Thema Verbände.

Thüringen: Landwirte rechnen mit unterdurchschnittlicher Getreideernte

Themen: Erntebericht,Getreide,Statistik,Thüringen — info @ 13:07

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten Ertragsschätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter vom Juni 2007 rechnen die Thüringer Landwirte mit einer Ernte von 2,3 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) bei einem durchschnittlichen Hektarertrag von 63 Dezitonnen. Damit würde die Getreideernte nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 3 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Hier wurden 2,4 Millionen Tonnen Getreide eingefahren, bei einem Durchschnittsertrag von 64 Dezitonnen je Hektar. Die diesjährige Getreideernte wird auch deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre liegen.

Zwei Drittel der Getreideernte wird als Brotgetreide eingefahren werden. Bei leicht gesunkener Anbaufläche und einem um 4 Prozent niedrigeren Hektarertrag als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006 wird eine Gesamternte von 1,5 Millionen Tonnen erwartet. Beim Winterweizen, der 93 Prozent der Brotgetreidefläche einnimmt, wird eine Erntemenge von 1,4 Millionen Tonnen eingeschätzt.

An Futtergetreide wird aufgrund des Rückgangs der Anbaufläche um 8 Prozent und des niedrigeren Ertrages mit einer Erntemenge von 0,8 Millionen Tonnen Getreide gerechnet. Das wären 9 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006. Für die Wintergerste, mit deren Ernte begonnen wurde, schätzen die Landwirte den durchschnittlichen Hektarertrag auf 63 Dezitonnen und eine Erntemenge von 0,4 Millionen Tonnen.

Für Winterraps wurde im Juni ein durchschnittlicher Hektarertrag von 34 Dezitonnen geschätzt. Trotz einer Flächenausdehnung um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr würde die Erntemenge damit um 3 Prozent niedriger ausfallen.

Die anhaltende Trockenheit im April führte teilweise zu Zwiewuchs und geringerer Bestockung der Ähren. Der gegenwärtige Regen erschwert die Ernte und kann die Qualität beeinträchtigen. In Abhängigkeit vom weiteren Witterungsverlauf können die ersten Ertragsschätzungen mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Niedrigere Erträge bei Getreide und Raps im Land Brandenburg

Themen: Brandenburg,Erntebericht,Getreide,Statistik — info @ 13:07

Potsdam (agrar.de) – Von Brandenburgs Feldern werden in diesem Jahr mit voraussichtlich 2,2 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) rund 3 Prozent weniger als 2006 geerntet werden. Das teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg als amtliches Ergebnis der ersten Ertragsschätzungen repräsentativ ausgewählter Betriebe mit.

Dabei entfallen 1,5 Millionen Tonnen auf die Brotgetreidearten (Weizen, Roggen) und 0,7 Millionen Tonnen auf die Futter- und Industriegetreidearten (Gerste, Hafer, Triticale). Im Landesmittel entsprechen die 2,2 Millionen Tonnen Getreide einem Ertrag von 44,7 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) und liegt so 4,5 dt/ha unter dem Durchschnitt der letzten 6 Jahre (2001 bis 2006). Gegenüber 2006 verringert sich der Hektarertrag um 4 Prozent.

Bei dem im Anbau dominierenden Roggen (207.200 Hektar) wird mit einem Ertrag von 37,4 dt/ha gerechnet (2006: 40,1 dt/ha). Die Ertragsschätzungen bei der zweitwichtigsten Getreideart Brandenburgs, dem Winterweizen (132.000 Hektar), liegen bei 56,9 dt/ha (2006: 54,0 dt/ha). Ein Ertragsrückgang um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr wird bei Wintergerste (76.100 Hektar) erwartet. Von dieser Getreideart werden voraussichtlich 48,6 dt/ha gedroschen.

Die starken Regenfälle im Mai und Juni sind ein Grund für die Ertragsausfälle bei Gerste und Roggen. Teilweise bereitete in der Wintergerste Zwiewuchs Probleme. Die Ertragsleistung pro Hektar von Triticale (52.200 Hektar) liegt im Vergleich zum Vorjahr bei einem Plus von 6 Prozent. Der geschätzte Ertrag beläuft sich 2007 auf 41,6 dt/ha (2006: 39,4 dt/ha).

Der Ertrag von Winterraps wird mit 30,1 dt/ha deutlich geringer ausfallen (2006: 33,3 dt/ha). Basierend auf der vorläufigen Winterrapsanbaufläche von 131.900 Hektar ist für dieses Jahr von einer Gesamterntemenge von rund 397.000 Tonnen auszugehen (2006: 411.400 Tonnen).

Die ersten Ergebnisse beruhen ausschließlich auf Schätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter von Ende Juni 2007. Diese können in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf bis zur Ernte und nach Vorliegen der Ergebnisse der gewogenen Erträge mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

Mecklenburg-Vorpommern: Rinderhaltung zunehmend stabil, positive Entwicklung bei Schweinen

Schwerin 8agrar.de) – Die Rinderhaltung in Mecklenburg-Vorpommern hat sich offensichtlich stabilisiert. Wie das Statistische Amt nach vorläufigen Angaben zur Entwicklung der Viehbestände mitteilt, hielten die Landwirtschaftsbetriebe im Mai 2007 insgesamt 541.000 Rinder, das sind knapp 1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Der Schweinebestand im Land wurde zum dritten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr aufgestockt; 740.100 Tiere bedeuten 4 Prozent mehr als im Mai 2006.

Kaum Veränderungen gab es in der Schafhaltung: Sie entspricht mit 102.400 Tieren dem Umfang in den Vorjahren.

Bei Rindern war die Anzahl der Milchkühe im Mai 2007 mit 171.000 Tieren erstmals gegenüber dem Vorjahr nicht rückläufig. Zum zweiten Mal erhöhte sich der Bestand an Ammen- und Mutterkühen, nunmehr um 4 Prozent auf 69.200 Tiere, nachdem er von 2000 bis 2005 rückläufig war. Landesweit werden die 541.000 Rinder in 2.300 Betrieben gehalten, darunter Milchkühe in über 800 Betrieben, Ammen- und Mutterkühe in 1.300 Betrieben.

In der Schweinehaltung setzte sich die positive Bestandsentwicklung im dritten Jahr in Folge fort. 740.100 Tiere sind 4 Prozent mehr als im Mai 2006 und zugleich der höchste Bestand seit 1993. Gut 650 Betriebe betreiben Schweinehaltung, darunter nicht ganz 300 die Haltung von Zuchtschweinen.

Knapp 650 Betriebe verfügen über Schafhaltung. Der Gesamtbestand beläuft sich auf 102.400 Tiere.

Nach wie vor liegt die Flächenintensität der Viehhaltung im Agrarland Mecklenburg-Vorpommern unter dem Durchschnittswert für alle Bundesländer. Der Rinderbesatz, Anzahl der Tiere je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche, beläuft sich auf 40, für Deutschland liegt dieser Wert bei 76. Der Schweinebesatz, Anzahl der Tiere je 100 Hektar Ackerland, wird mit 69 ausgewiesen, für Deutschland mit 225. Auch bei Schafen liegt die Haltungsdichte mit 8 je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche deutlich unter dem Durchschnittswert für Deutschland von 15 (Angaben für Deutschland aus 2005).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Thüringen: Auf jedem zweiten Hektar Baumobstfläche stehen Apfelbäume

Themen: Anbauflächen,Obst,Statistik,Thüringen — info @ 11:07

Erfurt (agrar.de) – Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, bewirtschaften 57 Marktobstbetriebe eine Baumobstfläche von 2.434 Hektar mit 3,22 Millionen Bäumen. Jeder zweite Hektar (1.211 Hektar) wird für den Anbau von Äpfeln genutzt. Aufgrund der höheren Pflanzdichte sind mehr als drei Viertel (2,48 Millionen) der Obstbäume Apfelbäume. Die am häufigsten angebauten Apfelsorten sind Jonagold, Idared, Pinova, Elstar, Jonagored, Gala und Golden Delicious.

Auf 933 Hektar (38 Prozent) der Thüringer Baumobstfläche stehen 555.000 Kirschbäume, wobei auf zwei Drittel der Fläche (631 Hektar) Sauerkirschen heranreifen. Diese werden fast ausschließlich industriell zu Säften und Konserven weiter verarbeitet. Bundesweit liegt Thüringen beim Anbau von Sauerkirschen hinter Sachsen und Rheinland-Pfalz an dritter Stelle.

Pflaumen und Zwetschen werden auf 180 Hektar angebaut. Auf 3 Prozent der Baumobstfläche (77 Hektar) stehen Mirabellen und Renekloden. Mit 32 Hektar Anbaufläche ist die Erzeugung von Birnen in Thüringen eher unbedeutend.

Die Anbauschwerpunkte des Thüringer Obstanbaus befinden sich in den Landkreisen Gotha, Sömmerda und Kyffhäuserkreis. Die Marktobstbetriebe dieser 3 Kreise bewirtschaften 79 Prozent der Baumobstfläche.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Schweinebestand in Deutschland steigt weiter

Themen: Schweine,Statistik,Tierbestände — info @ 11:07

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gab es im Mai 2007 nach vorläufigen Ergebnissen der allgemeinen Viehbestandserhebung 27,1 Millionen Schweine, 12,7 Millionen Rinder und 2,4 Millionen Schafe in den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland. Der Schweinebestand ist damit im Vergleich zum November 2006 um 283.000 Tiere oder 1,1 Prozent gewachsen. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres beträgt der Anstieg 2,2 Prozent oder 582.000 Tiere. Damit setzt sich die Zunahme der Schweineproduktion weiter fort. So hat der Schweinebestand in den letzten fünf Jahren insgesamt um rund 1 Million Tiere oder 3,8 Prozent zugenommen.

Insbesondere der Bestand an Mastschweinen ist innerhalb des letzten Jahres deutlich um 4,6 Prozent (+ 489.000 Tiere) auf gut 11,0 Millionen Tiere angestiegen. Aber auch die Zahl der Ferkel und Jungschweine ist gegenüber Mai 2006 um 74.000 Tiere oder 0,6 Prozent angewachsen, im Vergleich zum November 2006 beträgt der Anstieg 1,6 Prozent (+ 212.000 Tiere). Der für die Deckung des Ferkelbedarfs wichtige Zuchtsauenbestand ist seit November 2006 ebenfalls um 1,6 Prozent auf rund 2,5 Millionen Tiere angestiegen. Die Zahl der trächtigen Jungsauen hat sich um 6,7 Prozent auf 314.000 Tiere erhöht.

Die wachsenden Bestände sind hauptsächlich auf die Zunahme in Niedersachsen und Nordrhein–Westfalen zurückzuführen. Diese beiden Länder haben zusammen einen Schweinebestand von knapp 15 Millionen Tieren oder 54 Prozent des gesamten Bestandes in Deutschland. Beide Länder verzeichnen ein deutliches Wachstum ihrer Schweinebestände gegenüber dem Vorjahr: In niedersächsischen Schweineställen standen Anfang Mai 8,2 Millionen Schweine; das sind 179.000 oder 2,2 Prozent mehr als im Mai 2006. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Schweine um 5,2 Prozent oder 321.000 Tiere auf 6,4 Millionen Schweine gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der relativ starke Anstieg der Schweinebestände in Nordrhein-Westfalen ist unter anderem auf den durch die Schweinepest im Frühjahr 2006 verursachten, geringen Schweinebestand im Mai vorigen Jahres zurückzuführen.

Die Zahl der Rinder blieb gegenüber November 2006 mit 12,7 Millionen Tieren nahezu unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Rinder jedoch um 0,5 Prozent oder 59.000 Tiere zurückgegangen. Die Zahl der Färsen sank um 30.000 Tiere oder 1,1 Prozent gegenüber Mai 2006. Die Milchkuhbestände reduzierten sich um 0,3 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Tiere,

27. Juli 2007

Biowissenschaftler fordern Korrekturen am Gentechnikgesetz

Themen: Forschung,Gentechnik,Verbände — info @ 15:07

Berlin (agrar.de) – Der Verbund Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) hat nachdrücklich Korrekturen am vorgelegten Entwurf des Vierten Gesetzes zur Änderung des Gentechnikgesetzes gefordert. Es steht zu befürchten, dass im Bereich der Grünen Gentechnik ein weiteres innovatives Forschungsfeld mit derzeit noch starker deutscher Beteiligung verloren geht. Schon heute wandern Forschung und Anbau mitsamt ihren hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Ausland ab. Die Ergebnisse der Gentechnik-Forschung in Deutschland kommen so zunehmend den Ländern zugute, in denen weniger restriktive Regelungen für transgene Produkte gelten.

Eine der Absichten des Gesetzgebers war es, das deutsche Gentechnikrecht so auszugestalten, dass Forschung und Anwendung der Gentechnik in Deutschland befördert werden. ‚Wir hegen jedoch große Zweifel ob die vorgelegten Entwürfe diesem Ziel gerecht werden‘, so Prof. Rudi Balling, Präsident des VBIO. Gerade in Zeiten, in denen von der Wissenschaft erwartet wird, dass sie ihre Ergebnisse auch praktisch und gewinnbringend umsetzt (‚Tanslation‘), wird die Behinderung der Anwendung zwangsläufig negativ auf die Wissenschaft rückwirken. ‚Insofern‘ – so Balling weiter – ‚können wir auch die Einschätzung der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Dr. Annette Schavan, bei den vorgeschlagenen Änderungen handele es sich um einen ‚guten Kompromiss‘, nicht nachvollziehen‘.

Die Kritik im Einzelnen:

Die Novellierung des Gesetzes wurde entgegen zwischenzeitlicher Ankündigungen nicht dazu genutzt, das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit aufzunehmen, ohne zugleich die Forschung der Wissenschaftler zu behindern.

Es wurde die Chance versäumt, Rechtssicherheit zu schaffen und praktikable Schwellenwerte festzulegen, die den Wissenschaftlern auch weiterhin die Erforschung transgener Pflanzen ermöglicht.

Von der gesamtschuldnerischen Haftung sind gerade Wissenschaftler stark betroffen. Sie haften für Auskreuzungen aus geprüften und genehmigten Freisetzungsexperimenten bei der Entwicklung gentechnisch veränderter Sorten. Dadurch wird die Forschung massiv behindert, zumal die Deckungsvorsorge durch Forschungsinstitutionen ausgeschlossen ist.

Die vorgesehenen Änderungen stellen nicht sicher, dass eine Abgabe von nicht zum Verkehr zugelassenen Lebensmitteln an Dritte zu Forschungszwecken auch wirklich erlaubt ist. Die betroffenen Wissenschaftler werden auch weiterhin durch Strafandrohung an ihrer Forschung gehindert.

Die Festschreibung des Abstandes auf 150 bzw. 300 (Ökolandbau) Meter wird den Anbau von GVO-Mais an vielen Stellen unmöglich machen – mit den skizzierten negativen Folgen für die Wissenschaft.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Verbände.

Leichtes Plus beim Bierabsatz im ersten Halbjahr 2007

Themen: Bier,Handel,Lebensmittel,Statistik — info @ 14:07

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben im ersten Halbjahr 2007 deutsche Brauereien und Bierlager 52,5 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 0,3 Millionen Hektoliter oder 0,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006.

Zu dem leichten Anstieg trug hauptsächlich die ungewöhnlich milde Witterung in den ersten vier Monaten bei. So wurde von Januar bis April 2007 ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber der gleichen Vorjahresperiode ermittelt. Der Rückgang in den beiden Folgemonaten (Mai – 1,9 Prozent und Juni – 10,0 Prozent) ist neben dem Witterungseinfluss auch dadurch bedingt, dass im Vorjahr die hier ausgetragene Fußball–Weltmeisterschaft und die sommerlichen Temperaturen einen positiven Einfluss auf den Bierabsatz in Deutschland hatten. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

Der Trend zu Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – ist weiterhin ungebrochen. Biermischungen machten im ersten Halbjahr 2007 2,3 Millionen Hektoliter des gesamten Bierabsatzes aus; das ist ein Plus von 33,0 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2006. Auch hier zeigt sich der deutliche Einfluss der Witterung auf den Bierabsatz: Wurde in den ersten fünf Monaten 2007 ein Plus zwischen 32,2 Prozent und 51,4 Prozent zum Vorjahresmonat erreicht, konnte für den regenreichen Juni 2007 nur noch ein Anstieg um 9,8 Prozent gegenüber dem Juni 2006 erzielt werden.

84,8 Prozent des gesamten Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2007 waren für den Inlands–verbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge ging um 1,2 Prozent auf 44,5 Millionen Hektoliter zurück. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 8,0 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+ 10,8 Prozent). Davon gingen 6,2 Millionen Hektoliter (+ 9,9 Prozent) in EU–Länder, 1,7 Millionen Hektoliter (+ 15,2 Prozent) in Drittländer und 93.251 Hektoliter (– 4,0 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Baumobst 2007 in Mecklenburg-Vorpommern: Große Betriebe und 84 Prozent Äpfel

Themen: Anbauflächen,Mecklenburg-Vorp.,Obst,Statistik — info @ 13:07

Schwerin 8agrar.de) – In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 28 Betriebe des Gartenbaus und der Landwirtschaft, die auf knapp 1.500 Hektar Baumobst für Verkaufszwecke anbauen. Wie das Statistische Amt mitteilt, hat sich damit in den vergangenen fünf Jahren, seit der letzten Erhebung, die Baumobstfläche um 12 Prozent verringert, seit 1992 sogar um die Hälfte. Die durchschnittliche Betriebsgröße erhöhte sich von 52 im Jahr 2002 auf nunmehr 54 Hektar. Der Anteil der Äpfel an der Baumobstfläche stieg im gleichen Zeitraum von 80 auf fast 84 Prozent.

Neben dem Baumobst wird auf 358 Hektar Strauchbeerenobst angebaut, auf 370 Hektar wachsen Erdbeeren.

Auch im Obstbau sind flächenmäßig große Betriebe strukturbestimmend. So konzentrieren sich fast 86 Prozent des Baumobstes in lediglich sieben Betrieben. Diese verfügen durchschnittlich über 184 Hektar Baumobstfläche.

Dominierend im Obstbau sind bei steigender Tendenz die Äpfel. Sie nehmen mit zusammen 1.255 Hektar nunmehr 83,7 Prozent der Baumobstfläche ein. Bei den anderen Obstarten, die für Verkaufszwecke angebaut werden, war die Fläche seit 2002 um zusammen 28 Prozent rückläufig. Auf 93 Hektar stehen Sauerkirschen (6,2 Prozent der Baumobstfläche), auf 71 Hektar Süßkirschen (4,8 Prozent), auf 57 Hektar Pflaumen und Zwetschen (3,8 Prozent) und auf 22 Hektar Birnen (1,5 Prozent).

Beim Baumobst spielen die Sorte und die Nachfrage eine entscheidende Rolle für den Verwendungszweck. Der Tafelobstanteil am Apfelanbau liegt bei 28 Prozent (2002: 32 Prozent, 1997: 50 Prozent). Demzufolge hat sich der Anteil der Wirtschaftsäpfel in den vergangenen zehn Jahren beträchtlich ausgedehnt. Wirtschaftsäpfel werden zumeist vermostet, aber auch, bei Einhaltung strenger Qualitätskriterien, für Säuglingsnahrung verarbeitet. Bei den anderen Obstarten liegt der Anteil des Tafelobstes z. T. wesentlich höher (Birnen: 67 Prozent, Süßkirschen: 92 Prozent, Sauerkirschen: 26 Prozent, Pflaumen: 56 Prozent).

Bedeutende Tafelapfelsorten in Mecklenburg-Vorpommern sind Jonagold (19 Prozent des Anbaus von Tafeläpfeln), Idared (18 Prozent) und Elstar (13 Prozent). Bei den Tafelbirnen hat Conference mit 54 Prozent die größte Verbreitung.

Strauchbeerenobst wird in Mecklenburg-Vorpommern von 24 Betrieben auf 358 Hektar erzeugt (2005), darunter 192 Hektar vorwiegend Schwarze Johannisbeeren und 136 Hektar Sanddorn (57 Prozent der Fläche in Deutschland überhaupt).

Erdbeeren auf dem Freiland bauen 44 Betriebe auf zusammen 370 Hektar an (2006).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Ernteaussichten in Schleswig-Holstein 2007

Niedrigere Getreideernte als in den Vorjahren erwartet

Kiel (agrar.de) – Das Statistikamt Nord erwartet eine Getreideernte von 2,3 Mio. Tonnen (t). Dies wären neun Prozent oder 222.000 t weniger als im Vorjahr und 22 Prozent oder 653.000 t weniger als im Spitzenjahr 2001. Die Getreidefläche wurde um 18.000 ha auf rund 299.000 ha eingeschränkt. 1,7 Mio. t der Erntemenge entfallen voraussichtlich auf die Brotgetreidearten (Weizen, Roggen) und 0,6 Mio. t auf die Futtergetreidearten (Gerste, Hafer, Triticale). Allein 1,5 Mio. t oder 66 Prozent der Getreideernte dürfte der Winterweizen – die mit 187.000 ha flächenstärkste Getreideart – erbringen, womit das Vorjahresergebnis um rund neun Prozent unterschritten würde.

In Folge von Ausweitungen der Anbaufläche, aber auch einer höheren Ertragsschätzung, wird mit einer um rund 40 Prozent höheren Roggenernte im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. Dagegen erwartet das Statistikamt Nord eine im Vergleich zu 2006 um rund 18 Prozent niedrigere Wintergerstenernte, die in erster Linie auf Reduzierungen der Anbaufläche zurückzuführen ist.

Die Aussaatbedingungen im Herbst 2006 waren gut, es konnten 279.000 ha mit Wintergetreide bestellt werden. Die Anbaufläche wurde damit um 17.000 ha reduziert. Auch die Fläche mit Sommergetreide wurde um knapp 1.000 ha auf 19.000 ha eingeschränkt. Geringe Auswinterungsschäden nach einem milden, feuchten Winter und ein trockenes Frühjahr ermöglichten eine überwiegend gute Entwicklung der Getreidebestände. Virusbefall und Lagergetreide – verursacht durch ergiebige Regenfälle mit Starkwinden – werden allerdings regional zu einer Ertragsminderung führen.

Die Rapsernte (einschließlich Anbau als nachwachsender Rohstoff) wird auf 482.000 t geschätzt. Bei einer Anbauausweitung auf 121.000 ha wird die Erntemenge voraussichtlich über der des Vorjahres liegen.

Da Kornbildung und Ernteverluste entscheidend von dem weiteren Witterungsverlauf (Niederschlagsverteilung, Sonneneinstrahlung) bis zum Erntezeitpunkt abhängen, kann die endgültige Erntemenge an Getreide und Raps noch mehr oder minder von dieser ersten Schätzung abweichen.

Die Ergebnisse beruhen auf den Ertragsschätzungen der amtlichen Ernteberichterstatter von Ende Juni und den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung im Mai.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Seiten: << 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 >>



   (c)1997-2017 @grar.de