31. Juli 2007

Getreide- und Rapsernte in Niedersachsen bisher enttäuschend

Themen: Erntebericht,Niedersachsen,Statistik — info @ 14:07

Hannover (agrar.de) – Die Folgen des extrem trockenen Aprils zeigen sich nun bei der Getreideernte 2007. Bei den bisher gedroschenen Getreidearten und dem Winterraps wurden die Erwartungen der Landwirte überwiegend enttäuscht. Die Wintergerstenernte ist abgeschlossen. In den Kreisen fehlen 10 bis 30 Prozent im Vergleich zu den Hektarerträgen des, auch nicht so guten, Vorjahres. Zusätzlich zu der Trockenheit im April verminderte bei der Wintergerste das schlechte Erntewetter den Ertrag. Sie stand zu lange auf den Feldern, die reifen Halme knickten um, die Ähren fielen auf den Boden. Gebietsweise war die Wintergerste auch von einer Viruskrankheit geschwächt, dem von Blattläusen im Herbst übertragenen Gelbverzwergungsvirus.

Auf den in Niedersachsen vom Emsland bis zur Elbe häufigen Sandböden haben die Wintergetreidearten unter der Trockenheit im April sehr gelitten. Sie waren im April schon gut entwickelt, wollten bei der Wärme schnell in die Höhe wachsen, aber es fehlte das Wasser dafür. Die Bestände wurden hier, wenn nicht beregnet werden konnte, sehr ausgedünnt und nun fehlen die Halme und Ähren für gute Erträge.

Die Sommergetreidearten werden erst im Frühjahr ausgesät, waren im April noch wenig entwickelt und hatten daher zu der Zeit noch keinen so großen Wasserbedarf. Die Sommergerste z.B. sieht dieses Jahr sehr gut aus. Auch die ebenfalls erst im Frühjahr gesäten / gepflanzten Ackerkulturen, wie Mais, Kartoffeln und Rüben, proftitierten bisher eher von dem feucht-warmen Wetter im Mai und Juni. Es bleibt zu hoffen, dass die späteren Getreidearten, insbesondere auf den besseren Böden, bessere Erträge liefern und endlich ein beständigeres Sommerwetter für eine verlustarme Getreideernte aufzieht.

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