30. Juli 2007

Thüringen: Landwirte rechnen mit unterdurchschnittlicher Getreideernte

Themen: Erntebericht,Getreide,Statistik,Thüringen — info @ 13:07

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten Ertragsschätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter vom Juni 2007 rechnen die Thüringer Landwirte mit einer Ernte von 2,3 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) bei einem durchschnittlichen Hektarertrag von 63 Dezitonnen. Damit würde die Getreideernte nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 3 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Hier wurden 2,4 Millionen Tonnen Getreide eingefahren, bei einem Durchschnittsertrag von 64 Dezitonnen je Hektar. Die diesjährige Getreideernte wird auch deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre liegen.

Zwei Drittel der Getreideernte wird als Brotgetreide eingefahren werden. Bei leicht gesunkener Anbaufläche und einem um 4 Prozent niedrigeren Hektarertrag als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006 wird eine Gesamternte von 1,5 Millionen Tonnen erwartet. Beim Winterweizen, der 93 Prozent der Brotgetreidefläche einnimmt, wird eine Erntemenge von 1,4 Millionen Tonnen eingeschätzt.

An Futtergetreide wird aufgrund des Rückgangs der Anbaufläche um 8 Prozent und des niedrigeren Ertrages mit einer Erntemenge von 0,8 Millionen Tonnen Getreide gerechnet. Das wären 9 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006. Für die Wintergerste, mit deren Ernte begonnen wurde, schätzen die Landwirte den durchschnittlichen Hektarertrag auf 63 Dezitonnen und eine Erntemenge von 0,4 Millionen Tonnen.

Für Winterraps wurde im Juni ein durchschnittlicher Hektarertrag von 34 Dezitonnen geschätzt. Trotz einer Flächenausdehnung um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr würde die Erntemenge damit um 3 Prozent niedriger ausfallen.

Die anhaltende Trockenheit im April führte teilweise zu Zwiewuchs und geringerer Bestockung der Ähren. Der gegenwärtige Regen erschwert die Ernte und kann die Qualität beeinträchtigen. In Abhängigkeit vom weiteren Witterungsverlauf können die ersten Ertragsschätzungen mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen.

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