26. Juli 2007

Auf einem Fünftel des Brandenburger Ackerlands wächst Roggen

Themen: Anbauflächen,Brandenburg,Getreide,Statistik — info @ 14:07

Potsdam (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2007 bauten die Brandenburger Landwirte auf 513.400 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) an. Damit vergrößerte sich nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg die Getreideanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 3.600 Hektar.

Getreide steht auf über 49 Prozent des Ackerlandes. Beim Roggenanbau gab es erstmals nach 2004 eine deutliche Anbauausdehnung (+26 Prozent). Dieses Wintergetreide wächst auf 207.200 Hektar, ein Fünftel des Brandenburger Ackerlandes. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die zunehmende Erzeugung von Bioenergie im Land zurückzuführen.

Winterweizen, die zweitwichtigste Anbaufrucht nach Roggen, ist in diesem Jahr von 132.000 Hektar vom Halm zu holen. Ein Jahr zuvor waren es noch 150.800 Hektar. Weiterhin rückläufig ist der Anbau von Triticale (einer Kreuzung aus Weizen und Roggen). Dieses Getreide wächst in diesem Jahr auf 52.200 Hektar (–16 Prozent). Ebenfalls verringert hat sich der Wintergerstenanbau (–11 Prozent). In diesem Jahr mussten hier 76.100 Hektar gedroschen werden.

Die Ernte der Ölfrüchte erfolgt 2007 von 149.000 Hektar, das sind 14 Prozent des Ackerlandes. Der Rapsanbau nahm um 6 Prozent auf 132.600 Hektar zu. Die bestimmende Kultur ist der Winterraps mit 131.900 Hektar. Deutlich reduziert hat sich die Fläche mit Körnersonnenblumen. Diese wachsen 2007 nur auf 12.000 Hektar (–36 Prozent).

Futterpflanzen auf dem Ackerland wachsen 2007 auf 212.200 Hektar (+6 Prozent) und nehmen damit gut 20 Prozent des Ackerlandes ein. Die wichtigste Futterpflanze, Silomais, steht auf 120.900 Hektar (+15 Prozent).

Bei den Hülsenfrüchten dominieren die Futtererbsen mit 12.000 Hektar und die Lupinen mit 14.300 Hektar.

Hackfrüchte werden auf 20.600 Hektar angebaut (+5 Prozent). Die Rodungen der Kartoffeln erfolgen auf 11.300 Hektar. Bei der Fläche mit Zuckerrüben kam es zu einer Anbauausdehnung um fast 800 Hektar auf 9.000 Hektar. Mit 104.000 Hektar sind 10 Prozent des Ackerlandes stillgelegt bzw. aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen.

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