08. Juni 2007

DBV: Rohstoffwert Milch gewaltig gestiegen

Themen: Milch,Verbände — info @ 12:06

Berlin (agrar.de) – Der Rohstoffwert von Milch ist im Mai auf die neue Rekordmarke von 38,39 Cent je Kilogramm hochgeschnellt und liegt damit 4 Cent über dem Wert des Vormonats und 13 Cent über dem Wert des Vorjahresmonats. Der Rohstoffwert Milch auf Basis von 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß wird von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Kiel berechnet und gibt nur die Erlöse für Butter und Magermilchpulver wieder. Er ist also als Index zu verstehen und nicht als Auszahlungspreis von Milch einer bestimmten Molkerei.

Nach Auffassung des Milchpräsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Folgart, verdeutlicht der gewaltige Anstieg des Rohstoffwertes die Dynamik auf den Milchmärkten. Der Weltmarkt sei leergefegt. Butter und Magermilchpulver stellen seit langer Zeit wieder alternative Verwertungsmöglichkeiten zu Konsummilch und Käse dar. Diese hervorragende Situation war und ist Grundlage für höhere Preisabschlüsse zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel. Jetzt müsse sich dies auch in einer deutlichen Erhöhung der Milcherzeugerpreise wiederfinden, forderte Folgart. Unabdingbar sei, dass diese Verhandlungsergebnisse der Molkereien sofort an die Milchbauern weitergegeben würden. Der Anstieg des Rohstoffwertes Milch verdeutliche auch, wie sich die früheren auf die Intervention ausgerichteten Produkte Butter und Magermilchpulver heute aufgrund der weiterhin starken Marktnachfrage zu einer Preislokomotive entwickelt haben.

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07. Juni 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 891 angebotenen Schweinen alle Schweine in 5 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,42 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,38 Euro bis 1,44 Euro verkauft.

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01. Juni 2007

Milch: Weißer Fitmacher zu Dumpingpreisen

Themen: Biolandbau,Milch,Verbände — info @ 16:06

Kritik an Dumping-Politik im Milchbereich

Berlin/Hamm (agrar.de) – Oxfam Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kritisieren anlässlich des heutigen internationalen Tages der Milch die europäische Dumping-Politik im Milchbereich. Diese Politik gefährde die bäuerliche Milchwirtschaft in ihrer Existenz, sowohl in den armen Ländern wie auch in Europa selbst, so die Verbände.

Gemäß den neuesten Berechnungen von Oxfam Deutschland (auf Basis der vollständigen Zahlen für 2005) liegen die Exportpreise in Deutschland im Durchschnitt 41 Prozent und in der Europäischen Union 31 Prozent unter den Produktionskosten. ‚Dumping findet nach wie vor im großen Stil statt‘, empört sich Marita Wiggerthale, Agrarreferentin bei Oxfam Deutschland e.V. Ein Großteil sei nach wie vor auf die EU-Exportsubventionen in Höhe von 1,43 Mrd. Euro zurückzuführen, die auf das Konto großer Milchkonzerne gingen. ‚Während Nestlé & Co. dick bei den Subventionen absahnen, bleiben Milchbauern in armen Ländern auf ihrer Milch sitzen. Das Landwirtschaftsministerium ignoriert die Existenzprobleme armer Milchbauern im Süden und bedient mit seiner Klientelpolitik die Profitinteressen der exportorientierten Milchindustrie‘, kritisiert sie weiter.

Milchdumping sei jedoch auch ein Problem für die bäuerliche Landwirtschaft in Deutschland. Der Erzeugerpreis der Molkereien für die Milchbauern lag im Jahr 2006 in Deutschland bei 27,35 Cent je Liter Milch, die Erzeugung koste die Milchviehbetriebe aber 40 Cent je Liter. Immer mehr bäuerliche Betriebe würden deswegen gezwungen, ihre Produktion aufzugeben. ‚Für die Milchbauern in der EU wäre es wichtig, die in der EU produzierte Milchmenge zu reduzieren, dafür aber einen fairen Preis für die Milch zu erhalten. So könnte auch eine sozial- und umweltgerechte Milcherzeugung wirtschaftlich tragbar sein‘, erklärt Bernd Voß, aktiver Milchbauer und Mitglied des AbL-Bundesvorstands.

Mit Blick auf die anstehende Entscheidung über die Zukunft der Milchquote setzen sich Oxfam Deutschland und die AbL für die Beibehaltung einer Mengenregulierung und eine Kürzung der Milchquoten ein. Nur so könne dem Milchdumping ein Ende gesetzt werden. Bernd Voß ergänzte für die AbL: ‚Die Beibehaltung der Quote ist im Interesse der Milchviehbetriebe. Denn würde die Quote entfallen und die Menge freigegeben, würden alle Bemühungen der Milchbauern, von den Molkereien einen kostendeckenden Milchpreis zu erhalten, zunichte gemacht werden. Und für die Steuerzahler ist die Quote das wirtschaftlichste Instrument, um den Milchmarkt zu regulieren.‘

Zahlen und Fakten zur Milch: – In Deutschland wurden 114,2 Mio. Euro (2005) bzw. 75 Mio. Euro (2006) an Exportsubventionen für Milchprodukte ausgegeben. – Die Top 5 der Empfänger erhielten 58 Prozent der Exportsubventionen für Milchprodukte in 2006. Der Top-Empfänger erhielt allein 21,3 Mio. Euro. – In Deutschland gibt es noch rund 100.000 Milchviehbetriebe. Studien prognostizieren, dass die Hälfte der Betriebe in den nächsten Jahren aufgeben wird, wenn die Erzeugerpreise nicht schnell wieder auf ein kostendeckendes Niveau steigen.

Upländer Bauernmolkerei zahlt 40 Cent pro Liter Bio-Milch

Die Upländer Bauernmolkerei im sauerländischen Usseln hat angekündigt, ab dem 1. Juli 2007 40 Cent pro Liter Milch an ihre Mitglieder auszuzahöen. ‚Damit sind wir die erste Molkerei in Deutschland mit diesem Auszahlungspreis an die Landwirte‘ erklärte Josef Jacobi, Vorsitzender des Unternehmens anlässlich des Tages der Milch. ‚Wir wollen zeigen, dass es anders und besser geht. Mit fairen Erzeugerpreisen leisten wir einen Beitrag zur besseren Qualität und zu einer ausreichenden Bezahlung bäuerlicher Arbeit, aber auch zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen‘, unterstrich Karin Artzt- Steinbrink, Geschäftsführerin der Molkerei diesen Schritt.

Der Bund der Deutschen Milchviehhalter (BDM) hat – unterstützt AbL – gegen die zu niedrigen Milchauszahlungspreise bundesweit große Protestaktionen organisiert, die klare Forderung ’40 Cent für den Liter Milch‘ aufgestellt und mit einem Lieferboykott gedroht.

Vor dem Hintergrund zunehmenden Drucks seitens der Bauern und einer steigenden Nachfrage auf den internationalen Märkten haben Molkereien bei den laufenden Verhandlungen mit dem Lebensmittelhandel höhere Preise ausgehandelt, allerdings ohne sich festzulegen, ob und in welchem Umfang diese auch an die Bauern weiter gereicht werden.

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Im Durchschnitt versorgt jede Milchkuh 21 Bürger mit Milch

Themen: Milch,Statistik,Wirtschaft — info @ 15:06

Bonn (agrar.de) – Täglich liefert eine Kuh durchschnittlich 18 l Milch und versorgt damit im Schnitt 21 Bürger mit dem gesunden und nahrhaften Lebensmittel. Darauf macht der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) anlässlich des Tages der Milch aufmerksam. Aus 18 l Milch könne die Molkerei circa 3,5 Päckchen Butter oder 19 kg Joghurt herstellen. Jährlich verbrauche jeder Bundesbürger durchschnittlich fast 93 kg Milch.

Wie der RLV weiter mitteilt, liefere kaum ein anderes Nahrungsmittel dem Menschen so viele Nährstoffe wie die Milch. Deshalb dürfe Milch besonders bei Kindern und Sportlern als äußerst gesunder Energiedrink auf dem Ernährungsplan nicht fehlen. Bevor man also zu teueren Aufbau- und Ergänzungsnahrungsmitteln der Industrie greife, solle besser das Naturprodukt Milch bevorzugt werden.

Die Landwirte im Rheinland versorgten jeden Tag circa 175.000 Milchkühe, hebt der RLV hervor. Hohe Standards an Hygiene, Tierschutz und Umweltschutz würden dabei garantieren, dass Milch und Milchprodukte wertvolle und vor allem bestens kontrollierten Lebensmittel seien. Mehr als unerfreulich ist allerdings die Erlössituation für die Landwirte. Seit Jahren sinken nach Angaben des RLV die Erzeugerpreise und sind in vielen Betrieben nicht mehr kostendeckend. Es sei aus der Sicht der Landwirte völlig unverständlich, dass mittlerweile so manches Mineralwasser teurer sei als das wertvolle Produkt Milch. Die Landwirte hofften deshalb, so der RLV, dass die besseren Preisabschlüsse für Milch und Milchprodukte zwischen Molkereien und Handel, zu dringend erforderlichen höheren Auszahlungspreise für die Erzeuger führen werden.

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2006 wurden in Bayern 7,52 Millionen Tonnen Milch erzeugt

Themen: Bayern,Milch,Statistik — info @ 15:06

Durchschnittliche Milchleistung je Kuh auf 6.100 Kilogramm pro Jahr gestiegen

München (agrar.de) – Von 1,23 Millionen Milchkühen wurden in Bayern im Jahr 2006 knapp 7,52 Millionen Tonnen Milch erzeugt. Dies waren 37.300 Tonnen oder 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Da sich gleichzeitig der mittlere Milchkuhbestand um 41.700 Tiere bzw. 3,3 Prozent verringerte, stieg die durchschnittliche Milchleistung je Kuh um 2,9 Prozent auf die neue Höchstmarke von 6.100 Kilogramm im Jahr bzw. 16,7 Kilogramm pro Tag. In den vergangenen 10 Jahren hat sich damit die Produktivität der bayerischen Milchkühe um fast ein Viertel erhöht, während sich der Kuhbestand im selben Zeitraum um gut ein Fünftel verringerte.

Von der gesamten Milcherzeugung des Jahres 2006 wurden 92,7 Prozent (6,97 Millionen Tonnen) an Molkereien geliefert. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete dies einen Rückgang um fast 75 300 Tonnen bzw. 1,1 Prozent. Die übrigen 545.900 Tonnen verblieben in den Betrieben der Milchkuhhalter, wobei der Großteil (481.300 Tonnen bzw. 6,4 Prozent der Gesamterzeugung) zur Verfütterung verwendet wurde. Von der Restmenge wurden 41.600 Tonnen (0,6 Prozent) im Haushalt frisch verbraucht und 23.000 Tonnen (0,3 Prozent) durch Ab-Hof-Verkauf direkt vermarktet oder zu Butter, Quark und Käse verarbeitet.

Knapp drei Zehntel der Milch (2,22 Millionen Tonnen) wurden in Oberbayern und fast ein Viertel (1,87 Millionen Tonnen) in Schwaben erzeugt, sodass gut 54 Prozent der Milch aus den beiden südlichsten Regierungsbezirken stammten. Ein Zentrum der Milcherzeugung bildet hierbei das Allgäu, in dessen drei Landkreisen Ober-, Unter- und Ostallgäu mit zusammen 1,12 Millionen Tonnen 15 Prozent der bayerischen Milch erzeugt wurden. Demgegenüber trug Unterfranken mit 238.200 Tonnen (3,2 Prozent) den geringsten Anteil zur Milcherzeugung bei.

Dafür hatte dieser Regierungsbezirk mit einer durchschnittlichen jährlichen Milchleistung von 6.369 Kilogramm aber die produktivsten Milchkühe, gefolgt von den Kühen in Schwaben (6 325 Kilogramm) und Mittelfranken (6 293 Kilogramm).

Zu der in Deutschland 2006 erzeugten Milchmenge von insgesamt 28,0 Millionen Tonnen trugen die bayerischen Milchbauern 26,8 Prozent bei. Damit behaupteten sie ihre führende Position deutlich vor Niedersachsen (18,1 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (9,6 Prozent).

Hinsichtlich der durchschnittlichen Milchleistung konnten die bayerischen Milchkühe im bundesweiten Vergleich allerdings nicht mithalten; hier nahmen sie die vorletzte Position ein. Die fünf ostdeutschen Bundesländer lagen hier vorn, allen voran Sachsen mit einer jahresdurchschnittlichen Milchleistung von 8.107 Kilogramm je Kuh, also fast ein Drittel mehr als in Bayern.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

Nordrhein-Westfalen: Weniger Agrar-Prämienanträge

Themen: EU,Förderung,Nordrhein-Westfalen — info @ 09:06

Bonn (agrar.de) – 49.597 Antragsteller haben bis zum 15. Mai einen Antrag im Rahmen der EU-Agrarprämien bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen abgegeben. Das sind 3,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Wert liegt leicht über dem Rückgang der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe, der zuletzt 3,1 Prozent pro Jahr betrug. Die meisten Anträge wurden mit 4.093 im Kreis Steinfurt eingereicht, Schlusslicht ist der Rheinisch-Bergische Kreis mit 479 Anträgen. Hier war auch der Rückgang gegenüber dem Vorjahr mit 1,6 Prozent am geringsten. Den stärksten Rückgang gab es mit 5,3 Prozent im Gebiet des Märkischen Kreises und des Ennepe-Ruhr Kreises.

2005 war die Zahl der Anträge auf EU-Prämien mit einem Schlag um mehr als 11.000 gestiegen, weil durch die geänderte Agrarpolitik der EU erstmals auch Hobbylandwirte, zum Beispiel Pferdehalter, antragsberechtigt geworden waren, sofern sie mehr als 300 Quadratmeter Land bewirtschaften. Den Rückgang der Anträge führt die Landwirtschaftskammer auch darauf zurück, dass sich auch diese Antragsteller für eine vergleichsweise geringe Prämie dem hohen Verwaltungsaufwand bei der Antragstellung und den von der EU vorgeschriebenen umfangreichen Kontrollen im Betrieb stellen müssen.

Mit der seit 2005 geltenden EU-Agrarreform werden Prämien nicht mehr für eine bestimmte Menge an Produktionseinheiten, zum Beispiel Anbau von Getreide oder Haltung von Mastbullen, gezahlt, sondern für die gesamte beihilfefähige Fläche eines Betriebes, unabhängig von der Produktionsrichtung. Damit soll erreicht werden, dass die landwirtschaftlichen Betriebe in der EU international wettbewerbsfähig bleiben und ihre besonderen Leistungen in der Landschaftspflege honoriert werden, ohne dass Überschüsse produziert werden. Landwirte beklagen insbesondere, dass der von der Politik mit der Einführung dieser Agrarreform versprochene Bürokratieabbau bisher ausgeblieben ist und stattdessen die Zahl der Formulare und der zu beachtenden Vorschriften deutlich gestiegen ist. Auch der Verwaltungsaufwand für die Umsetzung der Agrarreform ist beachtlich. So wurde nicht nur das Förderungssystem komplett umgestellt, sondern zeitgleich ein vollständig neues luftbildgestütztes Verfahren vom Nachweis der Flächen eingeführt.

Seit dem vergangenen Jahr schreibt die EU vor, dass die Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer und der übrigen beteiligten Behörden bei allen Kontrollen auf dem Bauernhof grundsätzlich zu zweit arbeiten müssen, was den Personalaufwand erheblich steigert.

Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

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