21. Juni 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 09:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 490 angebotenen Schweinen alle Schweine in 4 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,44 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,43 Euro bis 1,44 Euro verkauft.

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Deutschland erzeugt das meiste Bioethanol

Themen: Energie,Kraftstoffe,Statistik — info @ 09:06

Spitzenposition in der EU – Rohstoffbedarf der Industrie steigt

Hannover (agrar.de) – Deutschland ist der Spitzenreiter in der europäischen Bioethanol-Herstellung. Im vergangenen Jahr erzeugten die sieben deutschen Destillerien 340.200 Tonnen (t) Bioethanol, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Damit lagen sie deutlich vor Spanien, wo 317.300 t hergestellt wurden. Erst mit Abstand folgte Frankreich mit einer Jahresproduktion von 197.400 t Bioethanol. In Schweden wurden nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle in Bonn 110.500 t und in Italien 101.000 t produziert. Auch Polen konnte sich mit einer Herstellung von 94.700 t zu den größten Bioethanol-Herstellern in der EU zählen, Ungarn folgte mit knapp 27 Mio. t erst mit weitem Abstand. Insgesamt wurden in 2006 in der EU knapp 1,24 Mio. t Bioethanol erzeugt, das waren rund 70 Prozent mehr als im Jahr zuvor, gegenüber der Herstellung von 2004 stieg die Produktion sogar um knapp das Dreifache. Verantwortlich für die boomende Nachfrage nach Bioethanol ist vor allem die starke Verteuerung des Rohöls.

Bioethanol kann aus Getreide, Rüben oder Zuckerrohr hergestellt und als Treibstoff verwendet werden. Hierzulande wird der Biosprit zu 80 Prozent aus Getreide hergestellt, insgesamt wurden in 2006 schätzungsweise rund 1,6 Mio. t Getreide zu Biotreibstoff destilliert. Wichtigster Rohstoff ist Weizen, auch wenn mit 650.000 t nur rund drei Prozent der gesamten deutschen Weizenproduktion für die Bioethanolherstellung verwendet wurden. Der Löwenanteil von 6,7 Mio. t wanderte nach wie vor in die Lebensmittelherstellung und weitere 4,5 Mio. t wurden zu Mischfutter verarbeitet. Bei Roggen hat sich die Bioethanolproduktion dagegen mittlerweile zu einem bedeutenden Absatzkanal entwickelt, mit 500.000 t wird bereits ein Fünftel der gesamten Ernte zu Treibstoff verarbeitet.

Auch in vielen anderen europäischen Ländern werden Biokraftstoffe immer stärker auf der Basis von Getreide hergestellt. Für das Wirtschaftsjahr 2006/07 rechnen Marktbeobachter damit, dass EU-weit insgesamt 3,6 Mio. t Getreide zu Bioethanol verarbeitet werden. Dies würde einer Steigerung von knapp 90 Prozent gegenüber dem Wirtschaftsjahr zuvor entsprechen. Mit 93,1 Mio. t beziehungsweise 80,2 Mio. t wird jedoch nach wie vor das meiste Getreide in der Futterproduktion und für die Erzeugung von Nahrungsmitteln eingesetzt. Da die EU den Anteil von Biokraftstoffen jedoch bis zum Jahr 2010 auf 5,75 Prozent steigern will, wird der Rohstoffbedarf der Industrie noch weiter steigen und könnte die bisher eher von Überschüssen geprägten Märkte weiter entlasten. So befinden sich nach Angaben der ZMP derzeit allein in Deutschland sechs Bioethanolanlagen mit einer Produktionsleistung von insgesamt 340.000 t in Bau, weitere 1,26 Mio. t Jahreskapazität sind in Planung.

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19. Juni 2007

Österreich: Versorgungsbilanzen für den pflanzlichen Sektor

Themen: Futtermittel,International,Lebensmittel — info @ 13:06

Landwirtschaft leistet wichtigen Beitrag zur Ernährung

Wien (agrar.de) – Im Rahmen der Versorgungsbilanzen wurden für das abgelaufene Wirtschaftsjahr 2005/06 sowohl das Aufkommen als auch die Verwendung wichtiger pflanzlicher Erzeugnisse ermittelt. Demnach standen in Österreich rund 4,7 Mio. t Getreide, 2,2 Mio. t Obst und Gemüse, 797.000 t Kartoffeln, 448.000 t Ölsaaten, 239.000 t Pflanzenöle, 388.000 t Zucker, 2,7 Mio. hl Wein sowie 8,98 Mio. hl Bier als Nahrungs- und Futtermittel zur Verfügung.

Die Produktion der Landwirtschaft konnte den Bedarf an Getreide zu 104 Prozent, an Kartoffeln zu 96 Prozent, an Wein zu 83 Prozent, an Obst und Gemüse zu 60 Prozent und an pflanzlichen Ölen zu 40 Prozent decken.

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NABU und DBIB: Gen-Mais-Anbau gefährdet Honigbienen und Berufsimker

Themen: Bienen,Gentechnik,Haftung,Mais — info @ 12:06

Berlin (agrar.de) – Der NABU und der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) haben sich für einen sofortigen Anbaustopp des Gen-Maises MON 810 sowie ein generelles Anbauverbot von Gen-Pflanzen in Schutzgebieten ausgesprochen. Nach wie vor steht der kommerziell angebaute Gen-Mais in Schutzgebieten wie z.B. in Brandenburg und Sachsen und gefährdet dort Bienen und Schmetterlinge, kritisieren die beiden Verbände in einem am Dienstag in Berlin vorgestellten Positionspapier. NABU und DBIB fordern ferner eine unabhängige Risiko-Forschung beim Anbau genmanipulierter Pflanzen sowie klare Abstands- und Haftungsregelungen für Gen-Bauern.

‚Solange die ökologischen Risiken und die Gefahren für Bienen und andere Tiere nicht vollständig ausgeräumt werden können, muss auf den Anbau von Bt-Mais verzichtet werden. Es kann vor allem nicht sein, dass der Osten Deutschlands mit seinen ausgedehnten landwirtschaftlichen Flächen und seinen zahlreichen Naturschutzgebieten unter dem Motto ‚Es wird schon gutgehen‘ unkontrolliert und großflächig mit Gen-Äckern überzogen wird‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Der genmanipulierte Mais erzeuge permanent und in allen Pflanzenteilen ein Insektizid, das mit dem Pollenflug verbreitet bzw. in den Boden abgegeben werde und dort überdauern kann.

Vor allem Honigbienen in ihrer wichtigen Funktion als Bestäuber sind von dem toxischen Bt-Mais akut bedroht. Anlass zur Sorge bietet das Bienensterben in den USA – mit insgesamt 54,6 Millionen Hektar Hauptanbauland der Gentechnik. Dort sind im vergangenen Jahr über 60 Prozent der Bienenvölker gestorben. ‚Unsere Völker sind bereits durch Pollenmangel, Parasiten und den vielfältigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in einer schwierigen Situation. Das im Mais enthaltene Insektengift wird zu einem weiteren negativen Faktor für die Bienen werden. Unser Honig ist ein Premiumprodukt und wird gerade von den gesundheitsbewussten Kunden geschätzt, die Gentechnik in Lebensmitteln vehement ablehnen. Mit geschwächten Bienen und verunsicherten Kunden gibt es keine Zukunft für Berufsimker in Deutschland‘, sagte DBIB-Vorstandsmitglied Walter Haefeker.

Noch vor der Sommerpause will das Kabinett das neue Gentechnikgesetz verabschieden. Es sieht vor, dass künftig die Lage von Gen-Äckern nicht mehr genau angegeben werden muss. Somit wissen auch die zuständigen Behörden, Naturschützer und Imker vor Ort nicht mehr, wo der Gen-Mais steht. Darüber hinaus fehlt ein Konzept, um ökologische Risiken beim Genpflanzenanbau und in der Genpflanzenforschung zu erkennen. Weder Abstandsregelungen zu Schutzgebieten noch ein Anbauverbot in Schutzgebieten selbst werden festgeschrieben.

‚Der Schutz der Imker vor Kontaminationen bleibt in dem Gesetzentwurf unberücksichtigt. Da Bienen kilometerweit fliegen, greifen die bestehenden Vorschläge zur Koexistenz von herkömmlich wirtschaftenden Bauern und Gen-Bauern nicht. Mit dem Gesetz wird der schleichenden Verunreinigung von Saatgut, Natur und Landschaft Tür und Tor geöffnet‘, so die Verbände.

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15. Juni 2007

Protestaktionen im Rheinland: Wieder Milcherzeugnisse verramscht

Themen: Lebensmittel,Verbände — info @ 15:06

RLV: Landwirte fühlen sich provoziert

Bonn (agrar.de) – Das Lebensmittel Joghurt ist mehr wert, als für 9 Cent je Becher verschleudert zu werden. Dieser Ansicht ist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn. Seit einigen Tagen biete die Marktkette PLUS dieses ‚Wahnsinnsangebot‘ an. Milcherzeug-nisse seien damit wieder einmal zu Schleuderpreisen im Supermarkt zu haben, bedauert der RLV. Die Milchbauern fühlten sich hierdurch provoziert und hätten deshalb gestern und heute in Heinsberg, Oberpleis bei Königswinter und in Blankenheim vor den PLUS-Filialen spontane Protestaktionen veranstaltet. Insgesamt hätten sich weit über Hundert Bauern versammelt, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.

Gerade Milch und Milchprodukte würden strengstens kontrolliert und überwacht sowie unter hohen Produktions- und Sicherheitsstandards erzeugt, erklärt der RLV. Solche Standards hätten nun einmal ihren Preis. Seit Jahren setzten sich die Milcherzeuger daher für eine faire Bezahlung ihrer Milch und gegen das Verramschen hochwertiger Lebensmittel ein. Der RLV weist darauf hin, dass die Landwirte nicht zusähen, wenn der Preiskampf im Lebensmittelhandel weiter auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werde.

Der RLV begrüßt es, dass der Bundesrat erst kürzlich einer Anpassung des Kartellrechtes zugestimmt hat, um dem respektlosen Verramschen von Lebensmitteln einen Riegel vorzuschieben. PLUS habe offenbar noch nicht gemerkt, dass Geiz-Kampagnen längst out sind und zum gesellschaftspolitischen Alteisen gehörten, erklärt der RLV.

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Plus weist Vorwürfe von Bauern zurück

Themen: Lebensmittel,Verbände — info @ 10:06

Lebensmittel-Discounter bietet Milchprodukte zu fairen und marktgerechten Preisen in kleinen Packungen

Mülheim/Ruhr (agrar.de) – Der Lebensmittel-Discounter Plus weist die Vorwürfe verschiedener regionaler Bauernverbände zurück, man würde Milchprodukte zu Schleuderpreisen verkaufen. Unter dem Label ‚Für den Kleinen Kauf‘ hatte Plus diese Woche eine neue Produktreihe gestartet, die rund 40 Produkte des täglichen Bedarfs in besonders kleinen Verpackungseinheiten anbietet. Dabei hat das Unternehmen für die ‚Kleinen Kauf‘-Produkte die gleichen 100g-Preise genommen, die auch für größere Verpackungseinheiten verwendet werden. So kostet die Packung 4 x 150g Naturjoghurt bei Plus derzeit 0,49 Euro. Der fettarme Joghurt in der kleinen Single-Variante wird dagegen im 100g-Becher für 0,09 Euro verkauft.

Alfred Glander, Vorsitzender der Geschäftsführung von Plus Deutschland: ‚Das sind kleine Preise, aber keine Dumping-Preise. Wir bieten hier fair umgerechnete Produkte in kleinen Packungsgrößen an, die sich an Singles, ältere Menschen, kleine Haushalte oder auch Berufspendler richten – eben all jene, die bisher oftmals das Problem hatten, dass die Produktmengen für den Tagesgebrauch einfach zu groß waren.‘

Der Lebensmittel-Discounter Plus gehört zur internationalen Unternehmensgruppe Tengelmann und ist in insgesamt neun europäischen Ländern aktiv. Das Unternehmen beschäftigt in den 4.000 Filialen mehr als 42.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund neun Milliarden Euro. Neben Deutschland operiert Plus in Österreich, Tschechien, Ungarn, Spanien, Portugal, Polen, Rumänien und Griechenland.

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14. Juni 2007

In Bayern und Niedersachsen wächst der meiste Mais

Anbaufläche steigt weiter – Fast jeder fünfte Hektar in Niedersachsen

Hannover (agrar.de) – Wo Rindvieh gehalten wird, wird auch Mais angebaut. Dementsprechend viel Mais bauen die Landwirte in Bayern und Niedersachsen auch in diesem Jahr auf ihren Äckern an, berichtet der Landvolk-Pressedienst. In Bayern haben die Landwirte dem Grobgetreide nach einer Schätzung des Deutschen Maiskomitees 436.900 Hektar (ha) reserviert, in Niedersachsen wächst der Mais auf 407.800 ha. Erst mit Abstand folgen Nordrhein-Westfalen mit 220.300 ha und Baden-Württemberg mit 143.400 ha. Auch Brandenburg mit einer Anbaufläche von 136.400 ha und Schleswig-Holstein mit 116.100 ha dürfen sich noch zu den großen ‚Maisländern‘ rechnen, während der Mais in allen anderen Bundesländern auf weniger als 95.000 ha wächst. Am Ende der Skala liegen Rheinland-Pfalz mit 31.900 ha, Hessen mit 31.100 ha und das Saarland, wo nur 2.900 ha Mais angebaut werden.

Gegenüber dem vergangenen Jahr haben die deutschen Landwirte den Maisanbau um schätzungsweise fünf Prozent auf die neue Rekordfläche von 1,84 Mio. ha ausgeweitet. Dabei hat sich vor allem die Ausweitung der Anbaufläche von Silomais um 89.200 ha oder 6,6 Prozent auf jetzt 1,44 Mio. ha ausgewirkt. Dagegen schränkten die Landwirte den Körnermaisanbau um 0,2 Prozent auf 399.900 ha leicht ein. Gesunken ist dabei ausschließlich der Maisanbau zum Dreschen, und zwar um 0,4 Prozent auf 301.500 ha. Der Anbau von Corn-Cob-Mix, bei dem der ganze Kolben einschließlich der Spindeln als energiereiches Futter für die Schweinemast geerntet wird, ist dagegen mit einer Fläche von rund 98.400 ha nahezu unverändert geblieben. Den Zuwachs der gesamten Maisanbaufläche führen Fachleute vor allem auf die durch Trockenheit verursachte Futterknappheit des vergangenen Jahres zurück. Außerdem haben einige Landwirte Wintergetreideflächen aufgrund von Trockenheits- und Virusschäden umgebrochen und setzen stattdessen auf den Anbau von Mais.

Nach wie vor melden jedoch auch die Biogasanlagen Bedarf an, wo sich der Mais aufgrund seiner hohen Erträge und der hohen Gasausbeute besonders gut als nachwachsender Rohstoff eignet. Dadurch hat der Maisanbau allein in Niedersachsen mittlerweile auch Einzug in Ackerbauregionen gehalten, wo er zuvor kaum zu finden war. Mit 408.000 ha, das entspricht einem Plus von 6,7 Prozent, wächst bundesweit fast jeder fünfte ha Mais in Niedersachsen. Die niedersächsischen Landwirte sollen allein die Silomaisfläche in 2007 um 8,7 Prozent auf 326.600 ha vergrößert haben. Bezüglich dieser Fläche rechnen Fachleute wie auch auf Bundesebene allerdings noch mit einer leichten Korrektur nach unten, da die Silomaisproduktion für Biogasanlagen in der vorläufigen Anbauerhebung überrepräsentiert zu sein scheint.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 14:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 905 angebotenen Schweinen alle Schweine in 5 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,45 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,43 Euro bis 1,46 Euro verkauft.

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Raiffeisen-Bilanz 2006: Genossenschaften steigern ihre Umsätze deutlich

Themen: Verbände,Wirtschaft — info @ 12:06

Berlin (agrar.de) – Die 3.188 Raiffeisen-Genossenschaften verbesserten 2006 den addierten Umsatz um 6,8 Prozent auf 38,3 Mrd. Euro (Vorjahr 35,9 Mrd. Euro). Der konjunkturelle Aufschwung, die Investitionsbereitschaft der Landwirte und Preissteigerungen bei pflanzlichen sowie tierischen Erzeugnissen, führten dazu, dass die Genossenschaften über alle Sparten hinweg gute bis sehr gute Ergebnisse erzielten. Umsatzstärkste Sparte ist mit 18 Mrd. Euro die Warenwirtschaft, gefolgt von der Milchwirtschaft mit rd. 9,5 Mrd. Euro und der Vieh- und Fleischwirtschaft mit rd. 5,4 Mrd. Euro.

Die Genossenschaften im Agrarhandel und in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse vollziehen einen dynamischen und erfolgreichen Anpassungsprozess. Ihre Zahl sank 2006 überwiegend durch Fusionen um 2,6 Prozent auf 1.359. ‚Diese Konzentration führt zu höheren Umsatzvolumina pro Unternehmen und verbessert ihre Wettbewerbskraft auf den nationalen und europäischen Märkten. Das gilt insbesondere für die Milch verarbeitenden Genossenschaften, deren Zahl 2006 auf 64 Unternehmen (- 9,9 Prozent) abnahm, und die Obst-, Gemüse- und Gartenbauwirtschaft. Konsequent nutzen die Unternehmen ihre Chancen, die sich auf den Agrarmärkten und vor allem auf dem Bioenergiesektor bieten‘, erklärte Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), bei der Vorlage des Geschäftsberichts 2006 in Berlin.

Die Agrarausfuhren stiegen 2006 um 5,8 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro. Erzeugnisse der Milch-, Vieh- und Fleischwirtschaft stellen 81 Prozent des Gesamtexports. Allein 2 Mrd. Euro entfallen auf Milchprodukte. Wichtigste Handelspartner sind nach wie vor die EU-Staaten. Sie stellen mit mehr als drei Viertel den eindeutig größten Exportanteil. Neue Märkte erschlossen genossenschaftliche Unternehmen in den EU-Beitrittsländern.

Ausgehend von rd. 360.000 landwirtschaftlichen Betrieben (ab 2 ha LF) in Deutschland und rd. 680.000 Mitgliedschaften von Landwirten, Winzern und Gärtnern verfügen die Raiffeisen-Genossenschaften über eine solide Mitgliederbasis. So werden die Vermarktung und Ertragssituation der Mitglieder gesichert und ausgebaut. Die Genossenschaften (ohne Kredit mit Warengeschäft) beschäftigen bundesweit ca. 88.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter rd. 4.000 Auszubildende.

Der DRV-Bericht 2006 – Ausblick 2007 ist kostenfrei beim Deutschen Raiffeisenverband (Tel.: 0228-106-354, Fax 0228-106-266, E-Mail) erhältlich. Er kann auch im Internet abgerufen werden.

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DRV sieht Trendwende in der Agrarwirtschaft

Themen: International,Verbände,Wirtschaft — info @ 10:06

Berlin (agrar.de) – Als gut bis sehr gut bewertet Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) die Perspektiven für die Genossenschaften. ‚Positiv ist, dass derzeit die gesamtwirtschaftliche und die agrarwirtschaftliche Konjunktur parallel laufen. In der Vergangenheit waren meist gegenläufige Entwicklungen die Regel‘, so Nüssel bei der Mitgliederversammlung in Berlin.

Zentrale Faktoren der aktuellen Entwicklung sind die steigende weltweite Nachfrage nach Agrarrohstoffen für Nahrungsmittel und Bioenergie sowie der starke Anstieg des internationalen Agrarhandels. Er wächst seit einiger Zeit deutlich schneller als die Weltagrarproduktion. ‚Die genossenschaftlichen Unternehmen haben diese Chancen erkannt und nutzen sie. An den neuen Realitäten müssen sich auch die Zukunftskonzepte der Wirtschafts- und Agrarpolitik ausrichten. Für Unternehmen und Politik gilt gleichermaßen: Positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen sollten als günstige Gelegenheit zur Umsetzung von Veränderungs- und Anpassungsprozessen genutzt werden, nicht aber als Grund dafür, unangenehme Entscheidungen zu verschieben‘, erklärt der DRV-Präsident.

WTO bleibt ein Unsicherheitsfaktor

‚Ein Unsicherheitsfaktor für den Planungshorizont der Vermarktungsunternehmen ist die WTO-Hängepartie. Grundsätzlich sind wir an einem raschen erfolgreichen Abschluss der Doha-Runde interessiert. Dies gilt aber nur, wenn es zu einem insgesamt ausgewogenen Ergebnis kommt, das auf keinen Fall einseitig zu Lasten der europäischen Agrarwirtschaft gehen darf‘, betont Nüssel.

Die EU-Kommission hat vom Ministerrat ein eindeutiges Verhandlungsmandat erhalten. Darüber darf sie nicht hinausgehen. Bislang sind aber die Zugeständnisse der Europäischen Union (EU) nicht angemessen honoriert worden. Der Ankündigung der Kommission, die Exporterstattungen bis 2013 zu beenden, steht immer noch keine angemessene Gegenleistung, z. B. der USA, gegenüber. Wenig Kompromissbereitschaft zeigen die Amerikaner auch beim Abbau ihrer internen Agrarstützung.

Im nicht landwirtschaftlichen Bereich, bei Industriezöllen und Dienstleistungen, gibt es bislang ebenfalls keine greifbaren Resultate. ‚Die Zeichen für ein baldiges ausgewogenes Verhandlungsergebnis stehen schlecht. Dabei könnte der erfolgreiche WTO-Abschluss einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Voraussetzungen für einen wachsenden internationalen Agrarhandel – vor allem unter fairen Wettbewerbsbedingungen – zu verbessern‘, so der Präsident.

Neue Technologien nutzen

Faire Chancen im internationalen Wettbewerb setzen voraus, dass die deutsche Land,- Agrar- und Ernährungswirtschaft Zugang zu Technologien hat, die in anderen Teilen der Welt bereits erfolgreich genutzt werden. ‚Außerhalb der EU werden gentechnisch veränderte Pflanzen von mehr als 10 Millionen Landwirten auf insgesamt 110 Millionen Hektar angebaut. Diese Fläche ist etwa siebenmal so groß wie die landwirtschaftlich genutzte Fläche der Bundesrepublik. Vergessen wird, dass gentechnisch veränderte Rohstoffe durch die Drittlandsimporte seit mehr als zehn Jahren in Deutschland präsent sind‘, so Nüssel.

Inzwischen wird eine wachsende Zahl gentechnisch veränderter Pflanzen bereits in vielen wichtigen Wirtschaftsräumen genutzt. ‚Nur in der Europäischen Union wird die Zulassung aus politischen Gründen verzögert. Dies ist ein gravierendes Ärgernis. Für solche Rohstoffe gilt in der EU eine absolute Nulltoleranz‘, so Nüssel. In den internationalen Rohstoffströmen ist aber ein vollständiger Ausschluss der hier nicht zugelassenen GVO unmöglich. Die Nulltoleranz führt zu ernsthaften Versorgungsengpässen für unverzichtbare Futtermittelrohstoffe und bedroht damit den europäischen Veredelungssektor. Der DRV fordert deshalb kurzfristig praktikable Schwellenwerte für bereits international anerkannte und sicherheitsbewertete GVO-Konstrukte. Langfristig braucht die Futterwirtschaft eine Harmonisierung von Mess- und Zulassungsverfahren.

Health Check mit Angelhaken?

Für die EU-Agrarpolitik steht 2008 der sog. Health Check an. Nach ersten Ankündigungen von Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel sollten ausschließlich technische Anpassungen und Verbesserungen erfolgen, nicht aber eine Reform der Reform. ‚Es muss genau geprüft werden, welche Vorschläge die Kommission erarbeitet. Erste Überlegungen sollen im Herbst präsentiert werden‘, so Nüssel.

Vor einigen Monaten ging die Agrarkommissarin mit Überlegungen an die Öffentlichkeit, absolute Obergrenzen für Direktzahlungen einzuführen. Dies hätte für die rd. 1.000 Agrargenossenschaften, die zumeist als Mehrfamilienbetriebe geführt werden, Existenz gefährdende Auswirkungen gehabt. Der DRV hat sich mit Erfolg gegen diese Pläne eingesetzt. Nach jüngsten Aussagen scheint zumindest das Thema ’starre Obergrenzen‘ in Brüssel vom Tisch zu sein.

Getreideintervention verliert an Bedeutung

Ebenfalls auf dem Prüfstand steht die Getreideintervention. In der EU wird nach Auffassung des DRV auch weiterhin ein ‚Sicherheitsnetz‘ zur Abfederung gravierender Marktstörungen benötigt. Die staatliche Getreidemarktverwaltung und Lagerhaltung verlieren jedoch für die Märkte an Bedeutung. Mengen- und Preisschwankungen werden deshalb auf den hiesigen Märkten – auch durch globale Einflüsse – zunehmen. Für die genossenschaftlichen Unternehmen entwickelt sich hier ein sehr wichtiges Betätigungsfeld. Die Getreide- und Umschlagslager werden wieder stärker die Aufgabe eines Puffers für den zeitlichen und räumlichen Ausgleich von Angebot und Nachfrage übernehmen.

Zur Risikominimierung werden die Unternehmen gemeinsam mit den Landwirten völlig neue Wege beschreiten müssen, zum Beispiel mehrjährige vertragliche Bindungen abschließen. Dies gilt auch für die Geschäftspartner im nach gelagerten Bereich, für die die Rohstoffversorgung im Lebensmittel-, Futter- und neuerdings im Energiesektor sichergestellt werden muss.

Gerade im Energiesektor dürfen die Risiken nicht unterschätzt werden, die aus unzuverlässigen politischen Rahmenbedingungen erwachsen können. Ohne staatliche Förderung hätte der Einsatz nachwachsender Rohstoffe zur Energiegewinnung niemals diese Dynamik und Euphorie in Deutschland erreicht. ‚Jetzt ist es an der Zeit, die administrativen Eingriffe zu überprüfen. Dort, wo des Guten zu viel getan wurde, müssen Politikbeschlüsse korrigiert und neu justiert werden‘, so Nüssel.

Mit dem Anstieg der Pflanzenölpreise und damit der Rohstoffkosten für die Biodieselproduktion sowie dem Fall der Mineralölpreise seit Herbst 2006 ist der aufgrund des geringeren Energiegehalts notwendige Preisabstand von Biodiesel zu Diesel nicht mehr aufrecht zu erhalten. ‚Die genossenschaftlichen Unternehmen, die diesen Biotreibstoff-Markt gezielt aufgebaut haben, leiden nun unter einem dramatischen Absatzeinbruch. Die Quoten zur Gesamtbeimischung für Biotreibstoffe müssen kurzfristig erhöht werden. Nur so können die Produktionskapazitäten von Absatz- und Preisdruck entlastet und den jüngsten Klima-Beschlüssen des EU-Gipfels Rechnung getragen werden‘, erklärt der DRV-Präsident.

Milchwirtschaft: Licht am Ende des Tunnels

Am Milchmarkt zeichnet sich eindeutig eine Trendwende ab. Die weltweite Nachfrage nach Milch und Milcherzeugnissen wächst dynamischer als das Angebot. Damit standen und stehen die Verhandlungen der Molkereien mit dem Lebensmittelhandel in diesem Jahr unter ganz anderen Vorzeichen. Es ist gelungen, angesichts stark gestiegener Kosten in Erzeugung und Verarbeitung, die dringend erforderlichen Preisanhebungen durchzusetzen. Die positiven Preisabschlüsse wirken sich zunächst nur auf Teile des Milchmarktes aus. Sie setzen aber deutliche Signale für weitere Preisgespräche, z.B. im Käsebereich, wo ebenfalls Korrekturbedarf besteht. ‚Ich gehe davon aus, dass es im Jahresverlauf 2007 zu einer deutlichen Anhebung der Milchpreise für die Mitglieder unserer Molkereigenossenschaften kommt‘, unterstreicht Nüssel.

Auf Milchquotenausstieg vorbereiten

Mit Blick auf das 2015 geplante Auslaufen der Quotenregelung fordern die Molkereigenossenschaften klare, frühzeitige Aussagen zur künftigen Gestaltung der Milchmarktordnung, damit sie ausreichend Zeit haben, die notwendigen Anpassungen durchzuführen. ‚Ich fordere im Rahmen des Health Checks ein definitives Signal des EU-Ministerrates über das endgültige Auslaufen der Quote im Jahr 2015‘, so Nüssel.

Wie in anderen nationalen Politikbereichen muss die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Priorität haben. Aus Sicht der genossenschaftlichen Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen sind Unterstützungs-Maßnahmen bei der Erschließung von Drittlandsmärkten und der Internationalisierung, steuerliche Regelungen beim Ab- und Umbau von Verarbeitungskapazitäten als Teil der Struktur-Entwicklung von Molkereien sowie Hilfestellungen in Forschung und Entwicklung wünschenswert.

Reform der EU-Marktordnungen für Sonderkulturen

Bei der anstehenden Weinmarktreform stimmen die Winzergenossenschaften mit der EU-Kommission insoweit überein, dass der Angebotsüberhang nicht mit den bisherigen Maßnahmen Destillation und Lagerhaltung dauerhaft abgebaut werden kann. Die aufgewendeten Finanzmittel sind effektiver für eine Verbesserung des Absatzes einzusetzen. ‚Ziel der Reform muss es sein, Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit der Winzer und ihrer Genossenschaften zu verbessern und die Verbraucher umfassender zu informieren. Dies muss auf Basis der gewachsenen europäischen Weinbautraditionen und des hiesigen Verständnisses von Wein erfolgen. Mit dieser Position gehen wir in die weitere Reformdiskussion‘, erklärt Nüssel.

Ein Ziel der Novellierung der Gemeinsamen Marktorganisation Obst und Gemüse (GMO) ist es, dass die Erzeugerorganisationen ihr Angebot stärker konzentrieren und sich auf der Anbieterseite zu größeren Einheiten zusammensc

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