26. Juni 2007

AbL: Gentechnikgesetz muss ein Schutzgesetz für gentechnikfreie Landwirtschaft sein

Themen: Biolandbau,Gentechnik,Haftung,Verbände — info @ 14:06

Berlin/Hamm (agrar.de) – Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) fordert CDU/CSU und SPD auf, sich bei ihren aktuellen Verhandlungen zum Gentechnikgesetz konsequent am gesetzlichen Auftrag zum Schutz vor Verunreinigungen mit gentechnisch veränderten Organismen zu orientieren. ‚So stark der Druck der Gentechnikindustrie auch sein mag, es gibt kein Recht auf Verschmutzung unserer Felder mit gentechnisch veränderten Organismen, sondern es gibt in der EU den Rechtsanspruch, vor Kontaminationen geschützt zu werden. Dieser Schutzauftrag ist unteilbar. Minister Seehofer und die Fraktionen von SPD und Union haben ihn konsequent durchzusetzen‘, wendet sich der AbL-Vorsitzende Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf an die Verhandlungspartner der Berliner Koalition.

‚Der geplante Mindestabstand, den Gentechnikmais-Anbauer von konventionellen und ökologischen Feldern einzuhalten haben, ist mit 150 Metern bei weitem nicht ausreichend, um Kontaminationen auszuschließen‘, stellt der AbL-Vorsitzende fest. ‚Wenn schon der Gentechnik-Konzern Monsanto in seine Anbauverträge 300 Meter Mindestabstand zu ökologischen Feldern vorgeschrieben hat, gibt es auch für die Koalition gute Gründe, nicht auch noch unter diesem Wert zurückzubleiben‘, so Graefe zu Baringdorf.

Auch zum geplanten Haftungsrecht appelliert die AbL an die Koalition, dem Schutzanspruch zu folgen. ‚Das Haftungsrecht kann lasche Abstandsregeln nicht heilen. Wir wollen nicht das Geld der Gentechnik-Industrie, sondern sie sollen uns vom Acker bleiben mit ihren Kreationen. Aber wenn es einen Schaden gibt, kann es nicht sein, dass dann diejenigen, die ihn nicht zu verantworten haben, auch noch dafür zahlen sollen‘, sagt Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL. ‚Es ist vollkommen praxisfremd, wenn die Koalition einen Schaden erst ab dem Kennzeichnungsschwellenwert von 0,9 Prozent Verunreinigung anerkennen will. Die betroffenen konventionellen oder ökologischen Betriebe haben schon weit darunter wirtschaftliche Einbußen zu erleiden, weil die aufbereitenden Unternehmen aus zwingenden verfahrenstechnischen Gründen einen großen Sicherheitspuffer vorsehen müssen, um auch bei allen Vorsichtsmaßnahmen unter 0,9 zu bleiben. Diesen Sicherheitspuffer muss die Koalition im Haftungsrecht berücksichtigen, damit nicht das Verursacherprinzip auf den Kopf gestellt wird. Dafür ist kein juristischer Rückgriff auf zivilrechtliche Verträge notwendig, es reicht ein Blick in die Praxis‘, so Janßen.

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Schweiz: Futtermittelkontrolle findet Melamin und Cyanursäure in Futtermitteln aus China

Themen: Futtermittel,International,Schweiz — info @ 13:06

Posieux (agrar.de) – Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) hat ein Tierfütterungsmittel aus China aus dem Verkehr gezogen. Bestimmte chinesische Exporteure hätten Mischungen aus Getreide-Nebenprodukten mit Harnstoff als Maiskleber ausgegeben, teilte die ALP mit. Bei ihren Kontrollen stellten die Inspektoren fest, dass elf von 63 Proben keinen Maiskleber, sondern eine Mischung aus Getreide-Nebenprodukten und Harnstoffen enthielten. Harnstoff ist lediglich in der Wiederkäuerfütterung erlaubt, in der Schweine- und Geflügelfütterung kann der Zusatzstoff zu einer Überlastung der Nieren führen. Die Harnstoffderivate Melamin und Cyanursäure, die ebenfalls in einigen Proben gefunden wurden, sind hingegen verboten.

Die Lieferungen, die im Rahmen der amtlichen Futtermittelkontrolle entdeckt worden waren, wurden deshalb von der ALP aus dem Verkehr gezogen. Auch bestimmte Mischfutter, die den gefälschten Rohstoff enthielten, wurden aus dem Verkehr gezogen. Ein Grossteil der Ware ist bereits verfüttert worden, bevor die Fälschung aufgedeckt wurde. Maiskleber ist ein proteinreiches Ausgangsprodukt, das in der Wiederkäuer- und Geflügelfütterung benutzt wird. Da Maiskleber in der Schweiz nicht mehr produziert wird, importierte das Land in der Vergangenheit vornehmlich aus den USA. Die Problematik der gentechnisch veränderten Organismen brachte die Schweiz jedoch dazu, Maiskleber aus China zu beziehen. China wurde so zum Hauptlieferanten mit mehr als 80 Prozent Anteil an den jährlich importierten 50.000 Tonnen Maiskleber.

Nach Informationen von Animal-Health-Online dürften neben der Schweiz zahlreiche weitere Länder betroffen sein. Der Betrug betrifft nicht nur Maiskleber, sondern ebenso Weizen- und Reiskleber. Abgesehen von der Schweiz sind zahlreiche andere Länder, darunter die Vereinigten Staaten und Südafrika, von dieser Importwelle gefälschter chinesischer Ausgangsprodukte betroffen.

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BÖLW: Honig und Bienen ohne Schutz vor Gentechnik.

Themen: Bienen,Gentechnik,Haftung,Verbände — info @ 12:06

Berlin (agrar.de) – Honig soll nun doch nicht gegen die Verunreinigung durch Pollen von genetisch verändertem Mais MON 810 geschützt sein. Der Verwaltungsgerichtshof München bestätigt mit seinem Eilentscheid zwar, dass Lebensmittel, die MON 810 enthalten, nicht zugelassen sind. Zugleich ist er aber der Auffassung, dass dies für Honig nicht gilt. ‚Es ist nicht nachvollziehbar, warum Honig einen Sonderstatus haben soll‘, so der betroffene Imker Bablok, der zuvor vom Augsburger Verwaltungsgericht Recht bekam.

Imkermeister Radetzki vom Bündnis zum Schutz der Bienen: ‚Warum sollen Honigkunden und Imker die Verunreinigung von Honig hinnehmen, obwohl weder eine spezielle Risikoprüfung durchgeführt wurde, noch eine entsprechende Zulassung vorliegt? Konzerne wie Monsanto werden das als Freibrief auffassen, ihre risikoreichen Produkte ohne Rücksicht auf die gentechnikfreie Landwirtschaft in Verkehr zu bringen.‘ Gerade erst hatte die Bundesregierung nach Anfrage durch die FDP bestätigt, dass sie tatsächlich Risiken beim Anbau von GVO-Mais sieht.

Als skandalös wertet Peter Röhrig, Gentechnikexperte des BÖLW, die Einschätzung des Gerichts, das erklärte, ein Imker könne bei Absatzschwierigkeiten keine Haftungsansprüche geltend machen. Diese seien lediglich auf subjektive Erwartungen der Verbraucher zurückzuführen. Auch gäben die Entwürfe der guten fachlichen Praxis, die derzeit von Horst Seehofer erarbeitet werden, keine Regeln zum Schutz der Imker vor. ‚Aus dem Bescheid der Richter folgt, dass der Landwirtschaftsminister zwar Wahlfreiheit und gute Haftungsregeln verspricht, aber praktisch nichts unternimmt um sie umzusetzen‘, so Peter Röhrig.

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BWV: Steigende Preise für Erzeuger begründen nicht immer steigende Verbraucherpreise

Themen: Getreide,Lebensmittel — info @ 12:06

Heimische Landwirtschaft nimmt an Bedeutung zu

Koblenz (agrar.de) – Im gesamten Lebensmittelsektor steigen die Preise. Getreide, Milch, Wein, Obst und Gemüse legen im Preis zu. Selbstverständlich werden hierdurch die Produktionsmittel bei den Verarbeitern teurer. In aller Regel nutzen aber die verschiedenen Nahrungsmittelhersteller, seien es Bäckereien, Brauereien oder Genussmittelerzeuger die Situation aus, um mit diesen Preiserhöhungen auch zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Zum Beispiel würde selbst bei einer Verdoppelung der Braugerstenpreise der Kasten Bier nur um 30 bis 40 Cent teurer werden. Ankündigungen von Preiserhöhungen um bis zu zwei Euro sind daher mit steigenden Getreidepreisen alleine nicht zu rechtfertigen. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau kritisiert sehr deutlich, dass bei fallenden Erzeugerpreisen, die Ladenpreise hingegen in der Regel nicht sinken. Die Verarbeiter und der Lebensmitteleinzelhandel geben den ’schwarzen Peter‘ an eine Berufsgruppe weiter ohne sich selbst und die tatsächlichen Hintergründe der Preissteigerungen erklären zu müssen.

Der Verband wies seit vielen Jahren immer wieder darauf hin, dass staatliche Zuschüsse für die Agrarwirtschaft letztlich zu einem erheblichen Anteil den Verbrauchern zu Gute kämen. Bei sinkenden Zuschüssen, würden selbstverständlich Preisschwankungen auch stärker auf die Verbraucherpreise durchschlagen. Die Firma Bahlsen hat dies kürzlich in einer Veröffentlichung deutlich dargelegt. Das Unternehmen erklärte, dass die Kappung von EU-Zuschüssen zu dramatischen Preisanstiegen geführt habe.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau erklärte weiter, dass es in Deutschland und in Spanien die niedrigsten Lebensmittelpreise in der EU gebe. Nur 14 Prozent der Nettoeinkommen würden hierzulande für Nahrungsmittel und Getränke ausgegeben. Bereits Anfang der letzten 80er Jahre lag der Weizenpreis bereits bei umgerechnet 230 Euro pro Tonne. Verglichen mit dem augenblicklichen Preis von ca. 170 Euro pro Tonne lag er damals sogar noch wesentlich höher. Die Vermarkter waren in den vergangen 15 Jahren von für die Landwirte und Winzer skandalös niedrigen Erzeugerpreisen verwöhnt. Der Verband begrüßt die nun steigenden Erzeugerpreise, da sie einerseits die landwirtschaftliche Produktion in den ländlichen Räumen attraktiver macht und andererseits Arbeitsplätze dauerhaft sichert. In Anbetracht der weltweit steigenden Nachfrage nach Getreide und Milch ist in naher Zukunft nicht mit Preisrückgängen zu rechnen. Der Verband würde allerdings eine ehrlichere Diskussion bei der Erhöhung von Lebensmittelpreisen begrüßen. Denn eines ist sicher: Preissteigerungen, wie sie viele Unternehmen ankündigen, sind nicht nur auf die dringend notwendigen Preiserhöhungen bei Getreide und Milch zurückzuführen.

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Freies Wissen zu Nachwachsenden Rohstoffen

Themen: Internet,Medien,NaWaRos — info @ 09:06

Bund engagiert sich für Ausbau der Wikipedia

Berlin (agrar.de) – Fakten zu Nachwachsenden Rohstoffen sollen in der Wikipedia in den nächsten drei Jahren besondere Aufmerksamkeit erhalten. Aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) die Aufbereitung des Themas im freien Internetportal. Die Online-Enzyklopädie sieht sie als ideales Medium, der Öffentlichkeit neutrale und aktuelle Fachinformationen zur freien Verfügung zu stellen.

‚Einzelne Stichwörter sind in der Wikipedia schon heute vorbildlich beschrieben“, erklärt Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR, die Situation des Themengebiets ‚%url4%Nachwachsende Rohstoffe%/%‘ (NaWaRo) in der deutschsprachigen Wikipedia. In vielen Fällen dagegen seien die Stichwörter nur sehr knapp dargestellt, nicht aktuell und andere fehlten gänzlich.

‚Gemeinsam mit der Wikipedia-Community und bisher noch nicht in der Wikipedia aktiven Experten wollen wir dies in den kommenden drei Jahren nachhaltig ändern‘, so Schütte. Schließlich entwickle sich das Wissen in diesem Bereich ungeheuer schnell. Der Informationsbedarf im dynamischen Sektor der stofflichen und energetischen Nutzung Nachwachsender Rohstoffe sei immens.

Das mit dem Projekt beauftragte nova-Institut baut auf eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft der Wikipedia-Autoren. ‚Zunächst wollen wir gemeinsam eine Bestandsaufnahme und die Erarbeitung einer Stichwortliste angehen‘, erläutert der Geschäftsführer des nova- Instituts, Michael Carus. Dazu seien auch Workshops mit aktiven Autoren der Wikipedia geplant, aber der größte Teil der Zusammenarbeit werde natürlich online innerhalb der Wikipedia erfolgen, so dass alle interessierten Autoren daran mitwirken können. Hierzu wird das nova-Institut in den nächsten Wochen bundesweit NaWaRo-Experten kontaktieren und in das Projekt einbinden.

Für reibungslose Zusammenarbeit soll ein aktiver Wikipedia- Koordinator beim Verein Wikimedia Deutschland e.V. sorgen, der das Projekt kontinuierlich begleitet. Bisher nicht in der Wikipedia aktive NaWaRo-Experten wird der Koordinator dabei unterstützen, ihr Wissen in die freie Enzyklopädie einzubringen.

‚Wir sind froh, dass das nova-Institut und die FNR mit diesem Projekt auf uns zugegangen sind. Gerade weil es das weltweit erste öffentlich geförderte Projekt zur Verbesserung der Wikipedia ist, werden wir gerne unseren Teil dazu beitragen, dass es ein voller Erfolg wird‘, erklärt Kurt Jansson, Erster Vorsitzender von Wikimedia Deutschland.

Links zum Thema %url5%Nachwachsende Rohstoffe%/%.

25. Juni 2007

Vogelgrippe: Keine neuen Fälle in Schleswig-Holstein

Themen: Geflügel,Schleswig-Holstein,Tierseuchen — info @ 12:06

Kiel (agrar.de) – Vor dem Hintergrund der aktuellen Vogelgrippefälle in Nürnberg teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume mit, dass es in Schleswig-Holstein derzeit keine neuen Fälle von Vogelgrippe gibt. Bislang wurden im Landeslabor 4.349 tote Tiere auf den Erreger untersucht, dabei wurde bei 32 Kadavern das Virus nachgewiesen, zuletzt vor gut einem Jahr.

Die Untersuchungen von tot aufgefundenen Wildvögeln werden auch weiterhin fortgesetzt. Insbesondere Wasservögel wie Schwäne, Gänse und Enten sind dabei als so genannte Indikatortiere für das Vorhandensein des Vogelgrippeerregers in der Wildvogelpopulation von Interesse.

Warum das Virus jetzt im Sommer wieder aktiv ist, lässt sich derzeit nicht eindeutig sagen. Jedoch hatte es schon im letzten Jahr in Deutschland und Europa einzelne Fälle in der warmen Jahreszeit gegeben. Auch die Konsequenzen der Ereignisse in Nürnberg auf die Stallpflicht für Geflügel in Schleswig-Holstein lassen sich zur Stunde noch nicht eindeutig abschätzen. Entscheidungen hierzu dürften erst nach einer erneuten Risikobewertung durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) als deutsches Referenzlabor für die Vogelgrippe getroffen werden können.

Das Ministerium betont, dass es bezüglich der Vogelgrippe keinen Grund zur Panik gibt. Es handelt sich vorrangig um eine Tierkrankheit, die nur schwer auf den Menschen übertragen werden kann. Geflügel, gerade aus heimischer Produktion, kann bis auf weiteres gefahrlos gebraten, gekocht oder anders gegart verzehrt werden. Aktuelle Informationen stellt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ständig auf seiner Internetseite zur Verfügung unter

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Thüringen: Produktion von Biotreibstoffen gestiegen

Themen: Biogas,Energie,Kraftstoffe,Statistik,Thüringen — info @ 10:06

Erfurt (agrar.de) – In den Thüringer Verarbeitungsanlagen zur Erzeugung von Biotreibstoffen wurden über 63.000 Tonnen Biodiesel und 14.000 Tonnen Rapsöl als Treibstoff erzeugt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 15,4 Prozent mehr Biotreibstoffe als im Jahr zuvor. Zur Erzeugung dieser Menge wurden insgesamt 110.000 Tonnen Raps, Pflanzenöle, Fette und Altfette eingesetzt.

Auch die Anlagenkapazität der sechs Thüringer Ölmühlen und Umesterungsanlagen erhöhte sich im Jahre 2006 um rund 4 Tausend auf knapp 194.000 Tonnen.

Zum Absatz gelangten 72.000 Tonnen Biotreibstoffe. 62.000 Tonnen gingen an den Handel. In Thüringen wurde jedoch nur knapp ein Drittel (23.000 Tonnen oder 32,2 Prozent) abgesetzt.

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22. Juni 2007

Weniger Kirschen aus Brandenburg

Themen: Brandenburg,Erntebericht,Obst,Statistik — info @ 16:06

Potsdam (agrar.de) – Das Ernteergebnis bei Süß- und Sauerkirschen fällt nach ersten Ertragsschätzungen der Brandenburger Obstbaubetriebe in diesem Jahr niedriger als 2006 aus.

Die aus den Angaben der Ernteberichterstatter berechnete Ernte bei Süßkirschen liegt voraussichtlich bei rund 1.400 Tonnen. Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wären das 1.200 Tonnen weniger als 2006 (-46 Prozent) und 1.000 Tonnen weniger als im sechsjährigen Mittel der Jahre 2001 bis 2006.

Im Landesdurchschnitt reifen auf einem Hektar 25,7 Dezitonnen dieser süßen Früchte heran (2006: 34,8 Dezitonnen pro Hektar). Die Süßkirschenanbaufläche verringerte sich von 750 Hektar auf 551 Hektar.

Die Sauerkirschenernte fällt nach ersten Vorschätzungen mit rund 1.350 Tonnen um 12 Prozent niedriger als im Vorjahr (2006: 1.500 Tonnen) aus. Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt 2001 bis 2006 sind das 37 Prozent weniger. Derzeit liegt der Ertrag bei 47,2 Dezitonnen pro Hektar (2006: 46,4 Dezitonnen pro Hektar). Ertragsfähige Sauerkirschenbäume stehen in diesem Jahr auf 286 Hektar. 2006 waren es 330 Hektar.

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Bioland: Vorschlag zum Gentechnikgesetz nach wie vor ungeeignet

Themen: Biolandbau,Gentechnik,Verbände — info @ 11:06

Verband widerspricht Seehofers Behauptung über angebliche Einigung

Berlin/Mainz (agrar.de) – Entgegen anders lautender Behauptungen haben sich weder Bioland noch die Umweltverbände mit Agrarminister Horst Seehofer auf ein neues Gentechnikgesetz verständigt. ‚Hier wird im politischen Raum gezielt desinformiert. Nach wie vor stellt der bisher vorlegte Ressortentwurf zum Gentechnikgesetz keine Verbesserung gegenüber dem Eckpunktepapier des Bundeskabinetts vom Februar 2007 dar. Im Gegenteil. Der Gesetzentwurf liest sich wie ein Freibrief für großflächige gentechnische Verunreinigungen‘, so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Zentrale Problemstellungen zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sind vollkommen ausgeblendet. Bioland fordert daher von Minister Seehofer entsprechende Nachbesserungen.

Ohne dass ein Haftungsanspruch bei gentechnisch verunreinigten Ernten auch unterhalb einer Schwelle von 0,9 Prozent verankert wird, kann die Wahlfreiheit für Landwirte und Verbraucher auf Dauer nicht gesichert werden. Nach Auffassung von Bioland darf es keine Legitimation einer Grundkontamination der Nahrungskette mit GVO geben.

Bioland fordert eine Erhöhung der Sicherheitsabstände zu Feldern mit Gentech-Pflanzen. ‚Der von Seehofer vorgeschlagene Abstandswert von 150 m reicht nicht aus, Luxemburg plant beispielsweise 800 m‘, so Dosch. Zudem muss das öffentliche Standortregister von Gentech-Feldern mit Angabe des Flurstücks in seiner jetzigen Form erhalten bleiben.

‚Dieser Gesetzesentwurf darf niemals Gesetz werden, denn ansonsten würde den Interessen von Verbrauchern und Landwirten schwer geschadet. Wir brauchen ein Gesetz, das Mensch, Tiere, Pflanzen und Sachgüter vor den schädlichen Auswirkungen der Gentechnik schützt und nicht einseitig die GVO-Anbauer unterstützt‘, mahnt Thomas Dosch.

Links zum Thema Bio-Landbau und Biotechnologie, Links zum Thema %url2%Verbände%/%.

Aktualisierte Broschüre erklärt Regelungen des Ökologischen Landbaus

Themen: Biolandbau,Medien,Nordrhein-Westfalen — info @ 10:06

Düsseldorf (agrar.de) – Für die Erzeuger, Verarbeiter und Händler von ökologischen Lebensmitteln hat das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium eine überarbeitete Neuauflage der Broschüre ‚EG-Verordnung Ökologischer Landbau‘ zum kostenlosen Download ins Internet gestellt.

Die Broschüre enthält die derzeit gültigen europaweit einheitlichen Vorschriften zu Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Einfuhr von Öko-Produkten. Sie umfasst einen ausführlichen Erläuterungsteil sowie den gesamten EG-Öko-Verordnungstext. Autoren aus Beratung, Kontrolle und Wirtschaft erklären die gesetzlichen Grundlagen der ökologischen Landwirtschaft. Verschiedene Beispiele aus der Praxis erleichtern eine sinnvolle Anwendung der umfangreichen Regelungen im eigenen Unternehmen.

Die EG-Öko-Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 schützt Verbraucherinnen und Verbraucher vor Irreführung sowie Erzeuger, Verarbeiter und Händler vor unlauterem Wettbewerb. Vor allem dient das europäische Gesetzeswerk der nachhaltigen Profilierung und Stärkung des Ökosektors. Erzeugung, Verarbeitung, Handel, Kontrollstellen, Überwachungsbehörden und Gesetzgeber tragen eine große Verantwortung, dass das Vertrauen in ökologisch erzeugte Produkte nicht enttäuscht wird. Gerade angesichts der momentan stürmischen Marktentwicklung ist es besonders wichtig, dass alle Marktbeteiligten die umfangreichen und komplexen rechtlichen Bestimmungen genauestens kennen und sorgfältig einhalten.

Die 1991 erstmals erlassene EG-Öko-Verordnung ist inzwischen fast achtzigmal berichtigt, ergänzt und geändert worden. Die vollständig überarbeitete Neuauflage der Broschüre berücksichtigt alle aktuellen Neuerungen und Ergänzungen der Verordnung seit Ende 2003, so unter anderem:

· den Bereich der Außer-Haus-Verpflegung · Kennzeichnung von Futtermitteln · Kontrolle der Handelsunternehmen · Saatgut-Verordnung · Regelungen bezüglich Tierzukauf und Fütterung · Ergänzungen des Anhang VI (Zutaten in der Verarbeitung) · Geänderte Bestimmungen zur Einfuhr von Öko-Produkten

Die Broschüre ‚EG-Verordnung Ökologischer Landbau‘ kann auf der Internetseite des Ministeriums eingesehen und kostenlos heruntergeladen werden.

Links zum Thema Bio-Landbau.

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