27. Juni 2007

RLV: Landwirtschaft entlastet Verbraucher

Themen: Fleisch,Lebensmittel,Verbände,Wirtschaft — info @ 15:06

Bonn (agrar.de) – Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen 50 Jahren rascher verändert als in den Jahrhunderten zuvor. Die Anpassungsleistung war enorm. Nutznießer dieser Dynamik sind nach Auffassung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn letztlich die Verbraucher. Sie genießen nicht nur ein reichhaltiges Angebot qualitativ hochwertiger Agrarprodukte, sondern sie bezahlen dafür – relativ gesehen – auch immer weniger.

Jahr für Jahr wird weniger Arbeitszeit aufgewendet, um sich das Sattwerden leisten zu können. Für 1 kg deutsche Markenbutter mussten beispielsweise 1970 noch 88 Minuten gearbeitet werden, 35 Jahre später waren es nur noch 16 Minuten. Für 1 kg Schweinekotelett war 1970 der Aufwand von 96,2 Minuten erforderlich und im Jahr 2005 waren es nur noch 22 Minuten.

Der Durchschnittshaushalt gibt nach Angaben des RLV heute weniger als 12 Prozent des Einkommens für Ernährung aus – 1950 war es noch mehr als die Hälfte, 1970 fast noch ein Viertel. Das, was nicht für Essen und Trinken ausgegeben wird, steht für andere Dinge zur Verfügung: für Wohnen, Kleidung, Auto, Reisen. Die rasante Erhöhung des Lebensstandards geht, so der RLV, zum erheblichen Teil auch auf die Rationalisierung in der Landwirtschaft zurück. Gleichzeitig sind die Agrarpreise heute Inflationsbremse Nummer eins.

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