27. Juni 2007

RLV: Deutsche essen weniger Fleisch

Themen: Fleisch,Lebensmittel,Statistik — info @ 16:06

Bonn (agrar.de) – Beim Fleischverzehr der Bundesbürger hat sich der leicht rückläufige Trend auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Seit 1999 ist die gesamte verzehrte Menge um 3 kg pro Kopf von 63,4 auf 60,4 kg gesunken. Der stärkste Rückgang war bis 2003 zu verzeichnen, in jenem Jahr hatte sich der Fleischverzehr bereits auf 60,7 kg pro Kopf vermindert. Danach fiel der Rückgang moderater aus. Zwischenzeitlich hatte es 2005 sogar wieder einen leichten Anstieg auf 60,9 kg gegeben. Zunächst deutete dies nach der Erholung des Rindfleischkonsums seit Abflauen der BSE-Welle auf eine Trendwende hin, der Ausbruch der Vogelgrippe im vergangenen Jahr hat aber zu einem deutlichen Rückgang des Geflügelfleischverzehrs geführt und sich damit offensichtlich negativ auf den gesamten Fleischverzehr ausgewirkt.

Schweinefleisch ist nach wie vor das beliebteste Fleisch der Deutschen. Nach Angaben des RLV verspeiste jeder Bundesbürger 2006 39,4 kg Schweinefleisch, das war mehr als die Hälfte des gesamten Fleischverzehrs von insgesamt 60,4 kg. Am Appetit auf Schweinefleisch hat sich wenig verändert: Im Jahr 2005 lag der Pro-Kopf-Verzehr mit 39,5 kg fast auf gleicher Höhe und pendelte auch in den Jahren zuvor mit geringen Schwankungen um diesen Wert. Lediglich 1999 lag er mit 41 kg geringfügig höher.

An zweiter Stelle in der Verbrauchergunst lag Geflügelfleisch mit 10 kg pro Kopf. Beim Geflügelfleisch ist der Verzehr allerdings recht deutlich gesunken. Im Jahr zuvor lag er noch bei 10,5 kg und im Jahr 2001 sogar bei 10,8 kg pro Kopf. Damals waren viele Verbraucher aus Angst vor BSE auf Geflügelfleisch umgestiegen, der Verzehr legte von zuvor 9,1 kg pro Kopf im Jahr 1999 kräftig zu. Von dem derzeitigen Verzehrsrückgang beim ‚weißen‘ Fleisch konnte das Rindfleisch profitieren. 8,8 kg Rind- und Kalbfleisch wurden 2006 von jedem Bundesbürger gegessen nach 8,7 kg im Jahr zuvor. Im Jahr 2001 war der Rindfleischkonsum infolge der BSE-Krise dagegen auf nur noch 6,8 kg gesunken, nachdem er 1999 immerhin bei 10,4 kg gelegen hatte. 2003 war er jedoch bereits wieder auf 8,6 kg gestiegen.

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