28. Juni 2007

Landvolk: Schweinemäster wieder unter Druck

Themen: Fleisch,Schweine,Verbände — info @ 16:06

Schlechte Erlöse trotz kleinem Angebot – Nicht mehr Kosten deckend

Hannover (agrar.de) – Schweinemäster geraten nach einem ausgesprochen guten Jahr 2006 trotz des zurzeit nicht allzu großen Angebots nach Angaben des Landvolks Niedersachsen zuneh-mend wieder in die Kostenklemme. Im vergangenen Jahr konnten sie ihre Gewinne dank guter Preise kräftig aufbessern. In der Preisspitze erzielten die niedersächsischen Mäster während der Fußball-Weltmeisterschaft Erlöse von 1,69 Euro pro kg Schlachtgewicht. Das neue Jahr begann preislich aber mit einem ‚Paukenschlag‘, als die Erzeugerpreise für Schlachtschweine auf nur noch 1,20 Euro absackten. Bereits im Herbst hatte ein Preisverfall eingesetzt, als in Nordrhein-Westfalen die Schweinepest wieder erloschen war und dadurch das Angebot zunahm. Zudem verlagerte sich die Verbrauchernachfrage nach der Entwarnung bei der Vogelgrippe auch wieder ein wenig auf Geflügelfleisch. Nur mühselig setzte dann mit dem Beginn der Grillsaison eine Erholung am Schweinemarkt ein, Mitte Juni erreichten die Notierungen wieder ein Niveau von 1,42 Euro je kg Schlachtgewicht in der Handelsklasse E.

Experten sehen darin allerdings nur ein Zwischenhoch, denn mit dem Beginn der Ferienzeit hat die Nachfrage spürbar nachgelassen. Obwohl das Angebot an Schlachtschweinen ge-genwärtig unterdurchschnittlich ist, lässt es sich nur unter Schwierigkeiten am Markt plat-zieren. Im Übrigen werden die Schweineschlachtungen nach Einschätzung der Marktfachleute in diesem Jahr bei gleichzeitig unbefriedigenden Exportmöglichkeiten eine Rekordhöhe erreichen. Für die weitere Preisentwicklung sind das keine guten Aussichten, und bereits jetzt liegen die Erlöse der Mäster um fast 20 Prozent unter dem Niveau im Sommer 2006. Damit sind sie nicht mehr Kosten deckend, zumal die Futterkosten seit Jahresbeginn um 20 Prozent gestiegen sind und in Anbetracht der erwarteten hohen Getreidepreise zur demnächst beginnenden Ernte weiter steigen dürften. Um alle Kosten decken zu können, müssten die Mäster mindestens 1,50 Euro je kg Schlachtgewicht erzielen, die Preise liegen aber seit Jahresbeginn deutlich darunter.

Links zum Thema Verbände, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 505 angebotenen Schweinen 474 angebotenen Schweinen alle Schweine in drei Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,41 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,40 Euro bis 1,41 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

27. Juni 2007

Landwirtschaftsfläche in NRW nahm um 642 Quadratkilometer ab

Themen: Agrarstruktur,Nordrhein-Westfalen — info @ 16:06

Düsseldorf (agrar.de) – Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Nordrhein-Westfalen hat von 1997 bis 2007 um 642 Quadratkilometer abgenommen – eine Größenordnung, die etwa der Gesamtfläche der Städte Duisburg (233 km²) und Köln (405 km²) entspricht.

Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, nimmt die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit 17.009 km² zwar immer noch knapp die Hälfte der gesamten Landesfläche (34.086 km²) ein, mit 49,9 Prozent liegt ihr Anteil aber erstmals unter der 50-Prozent-Marke. Ein Viertel NRWs (25,2 Prozent; 8.594 km²) ist bewaldet; hier ist gegenüber 1997 ein Zuwachs um 2,0 Prozent zu verzeichnen. Auf Gebäude- und zugehörige Freiflächen (4.312 km²) entfallen 12,7 Prozent der Landesfläche, auf Verkehrsflächen (2.345 km²) 6,9 Prozent, auf Wasserflächen (657 km²) 1,9 Prozent, auf Erholungsflächen (565 km²) 1,7 Prozent und auf Betriebsflächen (354 km²) 1,0 Prozent.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass gewerblich genutzte Gebäude (z. B. Fabrikgebäude) in der Kategorie ‚Gebäude- und Freifläche‘, aber Gewerbeflächen ohne Gebäude (z. B. Lagerplätze, Halden, Abbauland) in der Kategorie ‚Betriebsfläche‘ nachgewiesen sind. Die Daten basieren auf Angaben der Katasterämter; die genannten Veränderungsraten beruhen nicht ausschließlich auf tatsächlichen Änderungen der Flächennutzung, sondern sind teilweise auch auf Bereinigungen der Kataster zurückzuführen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

RLV: Deutsche essen weniger Fleisch

Themen: Fleisch,Lebensmittel,Statistik — info @ 16:06

Bonn (agrar.de) – Beim Fleischverzehr der Bundesbürger hat sich der leicht rückläufige Trend auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Seit 1999 ist die gesamte verzehrte Menge um 3 kg pro Kopf von 63,4 auf 60,4 kg gesunken. Der stärkste Rückgang war bis 2003 zu verzeichnen, in jenem Jahr hatte sich der Fleischverzehr bereits auf 60,7 kg pro Kopf vermindert. Danach fiel der Rückgang moderater aus. Zwischenzeitlich hatte es 2005 sogar wieder einen leichten Anstieg auf 60,9 kg gegeben. Zunächst deutete dies nach der Erholung des Rindfleischkonsums seit Abflauen der BSE-Welle auf eine Trendwende hin, der Ausbruch der Vogelgrippe im vergangenen Jahr hat aber zu einem deutlichen Rückgang des Geflügelfleischverzehrs geführt und sich damit offensichtlich negativ auf den gesamten Fleischverzehr ausgewirkt.

Schweinefleisch ist nach wie vor das beliebteste Fleisch der Deutschen. Nach Angaben des RLV verspeiste jeder Bundesbürger 2006 39,4 kg Schweinefleisch, das war mehr als die Hälfte des gesamten Fleischverzehrs von insgesamt 60,4 kg. Am Appetit auf Schweinefleisch hat sich wenig verändert: Im Jahr 2005 lag der Pro-Kopf-Verzehr mit 39,5 kg fast auf gleicher Höhe und pendelte auch in den Jahren zuvor mit geringen Schwankungen um diesen Wert. Lediglich 1999 lag er mit 41 kg geringfügig höher.

An zweiter Stelle in der Verbrauchergunst lag Geflügelfleisch mit 10 kg pro Kopf. Beim Geflügelfleisch ist der Verzehr allerdings recht deutlich gesunken. Im Jahr zuvor lag er noch bei 10,5 kg und im Jahr 2001 sogar bei 10,8 kg pro Kopf. Damals waren viele Verbraucher aus Angst vor BSE auf Geflügelfleisch umgestiegen, der Verzehr legte von zuvor 9,1 kg pro Kopf im Jahr 1999 kräftig zu. Von dem derzeitigen Verzehrsrückgang beim ‚weißen‘ Fleisch konnte das Rindfleisch profitieren. 8,8 kg Rind- und Kalbfleisch wurden 2006 von jedem Bundesbürger gegessen nach 8,7 kg im Jahr zuvor. Im Jahr 2001 war der Rindfleischkonsum infolge der BSE-Krise dagegen auf nur noch 6,8 kg gesunken, nachdem er 1999 immerhin bei 10,4 kg gelegen hatte. 2003 war er jedoch bereits wieder auf 8,6 kg gestiegen.

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BUND: Gabriel muss gegen Anbau der Gen-Kartoffel „Amflora“ stimmen

Themen: Gentechnik,Kartoffeln,Verbände — info @ 15:06

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgefordert, beim morgigen EU-Umweltministerrat in Luxemburg gegen den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel ‚Amflora‘ der Firma BASF zu stimmen. Ein ‚Ja‘ zu ‚Amflora‘ würde erstmals seit 1998 wieder die Zulassung einer Gentech-Pflanze für den kommerziellen Anbau bedeuten. Die Erfahrungen mit der damals zugelassenen Maissorte MON 810 seien Beleg dafür, dass gentechnisch veränderte Pflanzen hohe Risiken mit sich brächten. MON 810 gilt inzwischen als giftig für Schmetterlinge.

Die im Stärkegehalt veränderte ‚Amflora‘ enthält ein Resistenz-Gen gegen Antibiotika. Befürchtet wird, dass die Antibiotika-Resistenz auf Bakterien im Magen-Darm-Trakt von Menschen und Tieren übertragen wird und damit bestimmte Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren. Mit einem ersten Versuch, ‚Amflora‘ zuzulassen, war BASF Ende letzten Jahres gescheitert. Obwohl ‚Amflora‘ hoch umstritten ist, gibt es in Deutschland bereits für sieben Millionen Knollen auf 155 Hektar eine Zulassung zur Freisetzung. Das ist die großflächigste Freisetzung, die es hierzulande je gegeben hat.

Ein Rechtsgutachten des BUND hat ergeben, dass in Deutschland und in der EU für Freisetzungen keine Flächenbeschränkung existiert. Laut BUND genügen jedoch bereits wenige Hektar, um zu erproben, wie Gentech-Pflanzen auf die Umwelt wirken. ‚Wenn in der Freisetzungsphase, die allein der wissenschaftlichen Erprobung dienen soll, riesige Gentech-Felder zugelassen werden, weicht dies die Grenze zwischen experimenteller Erprobung und kommerzieller Nutzung auf,‘ sagte Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND.

Beispielsweise würden aus den rund sieben Millionen ‚Amflora‘-Knollen etwa 70 Millionen industriell nutzbare Knollen bzw. Saatkartoffeln für den kommerziellen Anbau.

Im europäischen und deutschen Recht müsse künftig einheitlich geregelt werden, dass Freisetzungen lediglich Forschungszwecken und nicht der Vorbereitung der kommerziellen Nutzung dienen dürfen.

Weiger: ‚Agrarminister Seehofers neuerdings öffentlich geäußerte Zweifel am Nutzen der Agro-Gentechnik nützen wenig, wenn dem nicht entsprechende Taten folgen. Wir brauchen in Europa klare und einheitliche Gesetze zur Begrenzung der Risiken der Agro-Gentechnik. Leider hat Herr Seehofer während seiner EU-Ratspräsidentschaft im letzten halben Jahr überhaupt nichts in dieser Richtung unternommen.‘

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RLV: Landwirtschaft entlastet Verbraucher

Themen: Fleisch,Lebensmittel,Verbände,Wirtschaft — info @ 15:06

Bonn (agrar.de) – Die Landwirtschaft hat sich in den vergangenen 50 Jahren rascher verändert als in den Jahrhunderten zuvor. Die Anpassungsleistung war enorm. Nutznießer dieser Dynamik sind nach Auffassung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn letztlich die Verbraucher. Sie genießen nicht nur ein reichhaltiges Angebot qualitativ hochwertiger Agrarprodukte, sondern sie bezahlen dafür – relativ gesehen – auch immer weniger.

Jahr für Jahr wird weniger Arbeitszeit aufgewendet, um sich das Sattwerden leisten zu können. Für 1 kg deutsche Markenbutter mussten beispielsweise 1970 noch 88 Minuten gearbeitet werden, 35 Jahre später waren es nur noch 16 Minuten. Für 1 kg Schweinekotelett war 1970 der Aufwand von 96,2 Minuten erforderlich und im Jahr 2005 waren es nur noch 22 Minuten.

Der Durchschnittshaushalt gibt nach Angaben des RLV heute weniger als 12 Prozent des Einkommens für Ernährung aus – 1950 war es noch mehr als die Hälfte, 1970 fast noch ein Viertel. Das, was nicht für Essen und Trinken ausgegeben wird, steht für andere Dinge zur Verfügung: für Wohnen, Kleidung, Auto, Reisen. Die rasante Erhöhung des Lebensstandards geht, so der RLV, zum erheblichen Teil auch auf die Rationalisierung in der Landwirtschaft zurück. Gleichzeitig sind die Agrarpreise heute Inflationsbremse Nummer eins.

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Aktuelle Umfrage: Bioland-Milchviehbauern für den Erhalt der Milchquote auch nach 2015

Themen: Biolandbau,EU,Milch,Verbände — info @ 12:06

Mainz (agrar.de) – Eine große Mehrheit der Bioland-Milchbauern hat sich für den Erhalt der Milchquote ausgesprochen. 82 Prozent fordern, dass die Quotenregelung auf europäischer Ebene auch über das Jahr 2015 hinaus beibehalten und weiterentwickelt wird, so das Ergebnis einer Umfrage, die Bioland unter seinen Milchbauern durchgeführt hat.

‚Gerechte Milchpreise für die Erzeuger und der Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft sind nur über eine wirksame Mengenbegrenzung zu erreichen‘, so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Andernfalls führe das Prinzip ‚Wachsen oder Weichen‘ gerade in landschaftlich schönen aber wirtschaftlich benachteiligten Gebieten zu einem Höfesterben.

‚Die Weiterentwicklung der Quotenregelung muss als Alternative zum viel beschworenen Quotenausstieg politische Option bleiben‘ fordert Dosch in Richtung Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer. Mit dieser klaren Botschaft wollen die Bioland-Bauern ein deutliches Signal an den Bauerntag in Bamberg übermitteln, auf dem der Deutsche Bauernverband eine Grundsatzposition zur zukünftigen Milchpolitik verabschieden will.

Mit einem Ende der Mengenbegrenzung 2015 wären harte Konsequenzen verbunden. Ein Quotenausstieg würde den Strukturwandel in der Milchviehhaltung noch verschärfen, mit erheblichen negativen wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen in vielen Regionen Deutschlands. Betroffen wären dabei auch die Kulturlandschaftspflege und die Tourismuswirtschaft.

‚Volkswirtschaftlich gesehen geht es bei der Frage des Quotenausstiegs nicht nur um die Existenzgefährdung von 70.000 Arbeitsplätzen, sondern um einen erheblichen Teil der Wirtschaftskraft in den Regionen‘, so Dosch. Diese Kernprobleme seien bisher von der Politik in EU, Bund und Ländern vollkommen ungelöst. ‚Statt die Milchquote bereits im Vorfeld der EU-Entscheidungen zu begraben, sollte jetzt die Chance genutzt werden, die Quotenregelung zum Nutzen der Milcherzeuger weiterzuentwickeln,‘ so Dosch abschließend.

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AbL: Sonnleitner fällt Milchbauern in den Rücken

Themen: EU,Milch,Verbände — info @ 10:06

Abstimmungsergebnisse der Basis zur Milchquote werden unter der Decke gehalten. DBV-Spitze betätigt sich als ‚Streikbrecher‘

Hamm (agrar.de) – ‚Wenn der Präsident des Deutschen Bauernverbandes DBV, Gerd Sonnleitner, seine Mitglieder an der Basis noch ein bisschen ernst nimmt, dann muss er auf dem heute im bayerischen Bamberg beginnenden Bauerntag eindeutig für ein Fortbestehen einer Milchquote auch nach dem Jahr 2015 eintreten. Denn die Mehrheit der Milcherzeuger in Deutschland hat sich in den verschiedenen Umfragen bisher mit gutem Grund gegen eine Abschaffung ausgesprochen. Viele dieser Umfragen sind sogar von Landes- und Kreisbauernverbänden durchgeführt worden. Ihre unmissverständlichen Ergebnisse werden jedoch von der DBV-Spitze unter der Decke gehalten“, stellt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Maria Heubuch, selbst Milchbäuerin im Allgäu, fest.

Die AbL hat die Ergebnisse der Umfragen zusammengestellt. Demnach haben sich in einer bundesweiten Umfrage (‚top agrar‘) 57 Prozent der Milchbauern gegen die Abschaffung ausgesprochen, in der Befragung des Hessischen Bauernverbandes sprachen sich 71 Prozent der Betriebe gegen die Abschaffung aus und in Abstimmungen des Bayerischen Bauernverbandes in oberbayerischen Landkreisen lagen diese Werte zwischen 86 Prozent und 99 Prozent.

‚Wenn Herr Sonnleitner aber einen Beschluss ‚mit klarer Mehrheit‘ für den Ausstieg aus der Milchquote ankündigt, fällt er damit den Milchbauern und -bäuerinnen weiterhin in den Rücken. Das ist seine Sache. Bundesminister Horst Seehofer aber ist gut beraten, wenn er seine Haltung zur Milchquote nicht von der Meinung der DBV-Spitze abhängig macht. Wir fordern ihn auf, gemeinsam mit Österreich und Frankreich und anderen politische Optionen in der EU für einen Fortbestand einer – wenn auch veränderten – Quotenregelung zu öffnen‘, richtet sich Heubuch an Minister Seehofer.

Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, Vorsitzender der AbL, warnte vor den langfristigen Folgen eines Quoten-Ausstiegs: ‚Eine Milchquote garantiert keinen kostendeckenden Milchpreis. Ein Milchpreis von 40 Cent ist nur in der Auseinandersetzung mit den Molkereien zu erreichen, wie sie der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter führt. Aber ein solcher Milchpreis, der zur Existenzsicherung der Milchviehbetriebe und zur Erhaltung unserer Kulturlandschaften notwendig ist, ist nur zu halten, wenn die Menge begrenzt ist. Denn ein guter Preis wirkt mengenstimulierend. Wenn es da keine Begrenzung gibt, fließt irgendwann der Markt über und der höhere Preis gerät unter Druck‘, so Graefe zu Baringdorf. ‚Statt ohne Wenn und Aber die Forderungen des Bundes der Deutschen Milchviehhalter nach 40 Cent Basispreis zu unterstützen, kungelt die Spitze des Bauernverbandes mit der Molkereiwirtschaft um wenige Cents. So versucht sie, die Forderung nach 40 Cent zu unterlaufen. In Gewerkschaftskreisen nennt man solche Leute Streikbrecher‘, so Graefe zu Baringdorf abschließend.

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Deutsche essen weniger Fleisch

Themen: Fleisch,Lebensmittel,Statistik,Wirtschaft — info @ 09:06

Bonn (agrar.de) – Beim Fleischverzehr der Bundesbürger hat sich der leicht rückläufige Trend auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Seit 1999 ist die gesamte verzehrte Menge um 3 kg pro Kopf von 63,4 auf 60,4 kg gesunken. Der stärkste Rückgang war bis 2003 zu verzeichnen, in jenem Jahr hatte sich der Fleischverzehr bereits auf 60,7 kg pro Kopf vermindert. Danach fiel der Rückgang moderater aus. Zwischenzeitlich hatte es 2005 sogar wieder einen leichten Anstieg auf 60,9 kg gegeben. Zunächst deutete dies nach der Erholung des Rindfleischkonsums seit Abflauen der BSE-Welle auf eine Trendwende hin, der Ausbruch der Vogelgrippe im vergangenen Jahr hat aber zu einem deutlichen Rückgang des Geflügelfleischverzehrs geführt und sich damit offensichtlich negativ auf den gesamten Fleischverzehr ausgewirkt.

Schweinefleisch ist nach wie vor das beliebteste Fleisch der Deutschen. Nach Angaben des RLV verspeiste jeder Bundesbürger 2006 39,4 kg Schweinefleisch, das war mehr als die Hälfte des gesamten Fleischverzehrs von insgesamt 60,4 kg. Am Appetit auf Schweinefleisch hat sich wenig verändert: Im Jahr 2005 lag der Pro-Kopf-Verzehr mit 39,5 kg fast auf gleicher Höhe und pendelte auch in den Jahren zuvor mit geringen Schwankungen um diesen Wert. Lediglich 1999 lag er mit 41 kg geringfügig höher.

An zweiter Stelle in der Verbrauchergunst lag Geflügelfleisch mit 10 kg pro Kopf. Beim Geflügelfleisch ist der Verzehr allerdings recht deutlich gesunken. Im Jahr zuvor lag er noch bei 10,5 kg und im Jahr 2001 sogar bei 10,8 kg pro Kopf. Damals waren viele Verbraucher aus Angst vor BSE auf Geflügelfleisch umgestiegen, der Verzehr legte von zuvor 9,1 kg pro Kopf im Jahr 1999 kräftig zu. Von dem derzeitigen Verzehrsrückgang beim ‚weißen‘ Fleisch konnte das Rindfleisch profitieren. 8,8 kg Rind- und Kalbfleisch wurden 2006 von jedem Bundesbürger gegessen nach 8,7 kg im Jahr zuvor. Im Jahr 2001 war der Rindfleischkonsum infolge der BSE-Krise dagegen auf nur noch 6,8 kg gesunken, nachdem er 1999 immerhin bei 10,4 kg gelegen hatte. 2003 war er jedoch bereits wieder auf 8,6 kg gestiegen.

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26. Juni 2007

Deutscher Kartoffelhandel jetzt unter einem Verbandsdach

Themen: Kartoffeln,Verbände — info @ 15:06

Deutscher Kartoffelhandelsverband e.V. (DKHV) aus der Taufe gehoben – Verbandszusammenführung im Kartoffelhandel – Dieter Tepel führt den neuen Verband als Präsident

Bonn (agrar.de) – Die deutsche Kartoffelhandelsbranche hat sich eine neue Verbandsstruktur gegeben. Der Deutsche Kartoffelhandelsverband e.V. (DKHV) mit Sitz in Bonn bündelt und vertritt als Branchenorganisation künftig bundesweit die Interessen der Kartoffelkaufleute.

Die neue Verbandsstruktur wurde durch die Verschmelzung mehrerer Landesverbände und des Zentralverbandes geschaffen: Hierfür haben der Landesverband der Kartoffelkaufleute Weser-Ems, der Verband der Kartoffelkaufleute (VdK), Warberg und der Landesverband der Kartoffelkaufleute Rheinland-Westfalen jeweils die Verschmelzung auf den Zentralverband des deutschen Kartoffelhandels (ZVK) beschlossen. Die Mitgliederversammlung des Zentralverbandes beschloss dann die Neufassung der Satzung sowie die Änderung des Namens in Deutscher Kartoffelhandelsverband e.V. Die neue Satzung sieht allein die direkte Mitgliedschaft von Unternehmen im Verband vor.

Abschließend wurden die Gremien des DKHV gemäß der neuen Satzung gewählt. Dieter Tepel, Dortmund wurde dabei mit überwältigender Mehrheit einstimmig zum Präsidenten (1. Vorsitzender) gewählt. Der Vorstand setzt sich weiter zusammen aus den vier stellvertretenden Vorsitzenden, die aus den Regionen Nord, Ost, Süd und West kommen. Einstimmig gewählt wurden Carsten Heilmann, Uelzen (Nord), Gunter Henze, Teterow (Ost), Hermann Sagstetter, Stephansposching (Süd), Wilhelm Krams, Schwalmtal (West).

Darüber hinaus sind die Obmänner der ständigen Ausschüsse im Vorstand vertreten. Als Obmänner wurden gewählt: Theo Tolls, Willich, für den Ausschuss Versand- und Empfangshandelsfragen, Erzeugergemeinschaften und Marktordnung; Thomas Herkenrath, Neuss, für den Ausschuss Außenhandelsfragen und Europäische Union; Stefan Seegers, Visbek, für den Ausschuss Pflanzgutfragen; Gerd Padeken, Westerstede-Moorburg, für den Ausschuss Makler; Dirk Elligsen, Peine, für den Ausschuss technische, technologische und betriebswirtschaftliche Angelegenheiten sowie Bio- und Schälbetriebe; Joachim Tietjen, Farven, für den Ausschuss Börsenfragen und Presseangelegenheiten.

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wählte die Mitgliederversammlung 13 weitere Herren: Olaf Kleinlein, Mönchengladbach; Torsten Renken, Südergellersen; Walter Ulrich, Dötlingen; Hans Dittenhauser, Karlshuld-Grasheim; Adolf Kopf, Bad Krozingen; Ludwig Hartmann, Dannstadt/Schauernheim; Dr. Andreas Kramer, Weidensdorf; Karl-Heinz Wobbe, Bottrop; Jörg Renatus, Lüneburg; Holger Laue, Hamburg; Matthias Stelzer, Königsmoos; Johann Wenger, Brunnen und Ralf Kunz, Eich.

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