16. Mai 2007

Niedersachsen: Mais erobert weitere Teile der Ackerfläche

Bau von Biogasanlagen steigert Nachfrage – Weniger Sommergetreide

Hannover (agrar.de) – Mais setzt auch in diesem Jahr seinen Vormarsch auf der niedersächsischen Ackerfläche fort. Nachdem bereits im vergangenen Jahr der bisher recht stabile Anteil am Anbau kräftig zugenommen hatte, wurde die Maisfläche nach Angaben des Landvolks Niedersachsen auch bei der diesjährigen Frühjahrsaussaat weiter ausgedehnt.

Erste Hochrechnungen des niedersächsischen Landesamtes für Statistik gehen gegenüber 2006 von einem erneuten Anbauplus von 6,7 Prozent auf nunmehr knapp 408.000 Hektar (ha) aus, im vergangenen Jahr hatte die Maisfläche bei 380.000 ha gelegen. Dabei hat der Maisanbau nun auch in die Ackerbauregionen Einzug gehalten, wo er zuvor kaum zu finden war. Mittlerweile nimmt der Mais in Niedersachsen fast halb soviel Fläche ein, wie alles Getreide zusammen. Grund ist der Boom bei den Biogasanlagen, die vor allem Mais als Rohstoff einsetzen.

Vermutlich aus dem gleichen Grund hatte bei der Herbstaussaat bereits der Roggenanteil auf den Feldern beachtlich zugelegt, nachdem diese Getreideart seit Jahren auf dem Rückzug war. Nachdem aber die Interventionsläger leer sind und Roggen sowohl für Biogasanlagen als auch für die Bioethanolproduktion gefragt ist, zeigt sich der Markt von einer anderen Seite. Die Bauern haben die Roggenfläche deshalb im vergangenen Herbst um 20 Prozent auf ungefähr 145.000 ha erhöht, während die Getreidefläche insgesamt rückläufig war. Sie schrumpfte um schätzungsweise 2,7 Prozent von knapp 920.000 ha auf 890.000 ha.

Besonders deutlich haben die Bauern die Anbaufläche von Sommergerste reduziert, sie ging um 18 Prozent von 59.000 ha auf knapp 49.000 ha zurück. Die Braugerste dürfte allerdings von der Einschränkung nicht betroffen sein. Ein Nischendasein führt der Hafer, dessen Anbaufläche bei der diesjährigen Frühjahrsaussaat mit ungefähr 16.000 ha konstant blieb. Rückläufig ist nach den Hochrechnungen auch der Kartoffelanbau, der von fast 120.000 ha um 0,9 Prozent auf knapp 118.000 ha sank. Das Minus betrifft aber ausschließlich Indust-riekartoffeln zur Stärke- und Chipsherstellung, die allerdings mit 84.000 ha (Vorjahr: 86.000 ha) den größten Anteil am Kartoffelanbau haben. Dennoch hätte nach den hohen Kartoffelpreisen im vergangenen Jahr eine stärkere Ausdehnung des Anbaus von Früh- und Speisekartoffeln erwartet werden können. Die Anbauverschiebung zugunsten von Energiemais für Biogasanlagen aber auch von Körnerraps zur Ölgewinnung – hier erhöhte sich die Aussaatfläche im vergangenen Herbst um 13 Prozent von 129.000 ha auf 146.000 ha – dürfte nun jedoch zu einem geringeren Mengendruck sowohl bei Braugerste als auch bei Kartoffeln führen. Der Anbau von Zuckerrüben wurde nach der Einschränkung im vergangenen Jahr aufgrund der Quotenkürzung jetzt wieder um 15 Prozent auf 99.000 ha ausgedehnt.

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Tierschutzbericht: Deutsche Landwirtschaft wird tiergerechter

Themen: Statistik,Tiere,Tierschutz — info @ 09:05

Berlin (agrar.de) – Von ’spürbaren Fortschritten für den Tierschutz‘ spricht die Bundesregierung in ihrem Tierschutzbericht für die Jahre 2005 und 2006. Nutztiere wie Schweine und Pelztiere bekämen durch eine Anpassung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung mehr Tageslicht in größeren Ställen. Auch von den Legehennen kann die Regierung Positives melden: ‚Der Batteriekäfig ist ein Auslaufmodell.‘ Vielmehr sei der rechtliche Rahmen für eine Kleingruppenhaltung geschaffen worden, von welcher sich die Regierung eine ebenso tiergerechte wie wirtschaftliche Haltungsform verspricht.

Gegen quälend lange Tiertransporte aus der Europäischen Union in Drittländer hat die EU ein Zeichen gesetzt, heißt es im Bericht. Auf Drängen der Bundesregierung würden besonders belastende Tiertransporte beispielsweise in den Nahen Osten nicht mehr subventioniert. Um Tierversuche in Zukunft zu vermeiden, investiert die Regierung in wissenschaftliche Förderprogramme. Hier leiste Deutschland den weitaus größten Beitrag aller Mitgliedsstaaten der EU. Auf gesamteuropäischer Ebene habe man sich weiter für eine Verordnung für ein europaweites Import-, Export- und Handelsverbot für Hunde- und Katzenfelle sowie daraus gefertigten Erzeugnissen stark gemacht. Ein entsprechender Vorschlag läge nun vor, schreibt die Regierung.

Doch die Regierung blickt beim Tierschutz auch in die Zukunft. Maßnahmen für den Schutz von Zirkustieren sollen vorangebracht werden und europaweit will die Regierung eine Diskussion über die Haltung von Masthühnern anstoßen. Grundsätzlich resümiert die Bundesregierung allerdings, Deutschland habe auf dem Weg zum tiergerecht wirtschaftenden Standort einen wichtigen Schritt bereits getan.

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15. Mai 2007

Baden-Württemberg: Ertragseinbußen infolge Wassermangels Landwirtschaft befürchtet

Anbauausdehnung bei Silomais und überraschend bei Sommergerste

Stuttgart (agrar.de) – Die jüngsten Niederschläge waren ein Segen für die heimische Landwirtschaft. Waren die Niederschläge schon über die Wintermonate meist viel zu gering und der Grundwasserstand demzufolge vergleichsweise niedrig, so setzten Trockenheit und Hitze im April der Vegetation stark zu. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes gilt dies insbesondere für Standorte mit geringem Wasserhaltevermögen, beispielsweise auf den Kiesböden in der oberrheinischen Tiefebene. Den Frühjahrssaaten fehlten die Niederschläge zum Auflaufen. Der Zustand des Dauergrünlandes wurde Mitte April als zufrieden stellend beurteilt. Deutlich günstiger präsentierten sich die überwinternden Getreidearten und Raps, deren Vegetationsentwicklung zum gleichen Zeitpunkt als gut beurteilt wurde. Man darf gespannt sein, wie die Einschätzung der Ernteberichterstatter Ende Juni ausfallen wird. Dann wird sich zeigen, ob die Apriltrockenheit tatsächlich die befürchteten Ertragseinbußen zur Folge hat.

Auswinterungsverluste waren so gut wie keine zu beklagen. Allerdings hatte es infolge des milden Winters keine Frostgare gegeben. Die daraus resultierende schlechte Bodenstruktur drückt sich beispielsweise in einem reduzierten Wasserspeichervermögen aus.

Bei den Landwirten im Südwesten steht Winterraps weiter hoch im Kurs. Nach den Meldungen der Betriebsberichterstatter des Statistischen Landesamtes ist der Anbau der Ölfrucht ausgehend von einem relativ hohen Niveau erneut um 2 Prozent auf über 70.000 Hektar (ha) ausgedehnt worden. Als Gründe für diese Flächenentwicklung werden die günstigen Fruchtfolgeeigenschaften, arbeitswirtschaftliche Vorteile und die gute Marktsituation angeführt. Die Nachfrage nach Rapsöl zur menschlichen Ernährung und Rapsschrot zur Eiweißversorgung der Tiere ist stetig und gut. Weitere Absatzmöglichkeiten bietet der Biodieselbereich.

Die kräftige Ausdehnung des Silomais (85.500 ha; +7 Prozent) dürfte der Biogasproduktion und damit der Energiegewinnung geschuldet sein. Umgekehrt könnte die Einschränkung des Körnermaisanbaus (ohne CCM) um 6 Prozent (58.000 ha) eine Folge der rückläufigen Bestandszahlen bei Rindern und Schweinen sein.

Doch etwas überraschend ist die kräftige Anbauausdehnung bei Sommergerste (89.000 ha; +8 Prozent). In den Jahren zuvor ließen niedrige Preise im Braugerstensektor vergleichsweise unsichere Erträge und das Qualitätsrisiko manchen Landwirt auf Alternativen umsteigen. Offensichtlich wird auf Seiten der Landwirte hier eine deutliche Besserung erwartet. Die Anbaufläche von Winterweizen (223.000 ha) dürfte sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert haben, diejenigen von hafer (31.500 ha) und Wintergerste (104 000 ha) sind vermutlich um 2 bzw. 3 Prozent ausgedehnt worden.

Die obigen Angaben müssen aufgrund der vergleichsweise begrenzten Zahl an Berichterstattern noch als vorläufige Anbautendenzen angesehen werden. Auf breiter statistischer Basis abgesicherte Daten über den tatsächlichen Anbau auf dem Ackerland liefert die Bodennutzungshaupterhebung, deren erste Ergebnisse voraussichtlich Ende Juli vorliegen werden.

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AbL: Strafanzeige gegen BVVG-Vorstände

Themen: Agrarstruktur,Verbände — info @ 15:05

Landwirtschaftliche Flächen seit Jahren unter Wert abgegeben

Berlin/Hamm (agrar.de) – Der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) hat bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige wegen Tatverdachts der Veruntreuung in Milliardenhöhe gestellt. Zusammen mit ihrem Rechtsanwalt Dr. Thorsten Purps aus Potsdam erklärten die AbL-Sprecher auf einer Pressekonferenz in Berlin:

‚Die Vorstände der BVVG haben jahrelang bewusst eine Misswirtschaft zu Ungunsten der Bundesrepublik Deutschland sowie vieler bäuerlicher Betriebe und zu Gunsten einer kleinen Zahl von Agrarunternehmen betrieben. Die Begünstigung für den verbilligten Kauf von ehemaligen volkseigenen landwirtschaftlichen Flächen in Ostdeutschland war seit dem Jahr 2000 nach Beanstandung der EU-Kommission auf maximal 35 Prozent unterhalb des Verkehrswertes begrenzt. Tatsächlich wurde aber etlichen Betrieben Vergünstigungen bis zu 60 Prozent unterhalb des Verkehrswertes eingeräumt.

Zu diesem Zweck hat die BVVG über die gewährte Verbilligung hinaus die Wertansätze für den Bodenverkauf (RWA) bewusst nach unten gedrückt. Aus einem uns vorliegenden Fachgutachten eines renommierten Sachverständigen geht hervor, dass diese von der BVVG festgelegten Wertansätze in keinster Weise die marktüblichen Verkehrswerte widerspiegeln.

Landwirtschaftliche Flächen auf sehr guten Bodenstandorten wurden zu 1.700 Euro pro Hektar veräußert – der marktübliche Verkehrswert lag aber bei 10.000 Euro pro Hektar. Der Bundesrechnungshof hat in einem uns vorliegenden internen vorläufigen Prüfbericht 2005 die Kritikpunkte der AbL in vollem Umfang bestätigt und deutlich gemacht, dass die BVVG nicht effektiv arbeitet. Der BVVG-Vorstand hat eine kleine Klientel von landwirtschaftlichen Betrieben begünstigt. Dies umso mehr, als der verbilligte Flächenerwerb daran gebunden ist, dass die Betriebe diese BVVG-Flächen vorher gepachtet haben müssen. Die Praxis der ungerechten Pachtvergabe seitens der BVVG hat aber dafür gesorgt, dass lediglich 25 Prozent der Betriebe begünstigt kaufen konnten, 75 Prozent der wirtschaftenden Betriebe haben keine Gelegenheit erhalten, begünstigt zu kaufen.

Der AbL-Bundesvorstand fordert deshalb die vollständige rechtliche Überprüfung der Vergabepraxis und einen sofortigen Stopp des begünstigten Verkaufs der Flächen orientiert an den Wertansätzen der BVVG. Die Bundesregierung und die im Bundestag vertretenen Parteien fordern wir auf, sich mit der Problematik zu befassen, die Geschäftspolitik der BVVG lückenlos zu untersuchen und die ungleiche Behandlung der landwirtschaftlichen Betriebe sofort zu beenden. Wer politisch den Zerfall der ländlichen Regionen in Ostdeutschland aufhalten will, kommt an einer deutlichen Veränderung der Bodenpolitik und einer gerechteren Flächenvergabe nicht vorbei.‘

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14. Mai 2007

Mehr Schweine und weniger Rinder im ersten Quartal 2007 geschlachtet

Themen: Fleisch,Statistik — info @ 14:05

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im ersten Quartal 2007 in Deutschland insgesamt 1,2 Millionen Tonnen Schweinefleisch aus gewerblichen Schlachtungen produziert. Schweinefleisch erreichte damit einen Anteil von mehr als zwei Drittel (68,4 Prozent) an der gesamten Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen, gefolgt von Rind- und Kalbfleisch mit 296.000 Tonnen (16,4 Prozent) und Geflügelfleisch mit 268.000 Tonnen (14,9 Prozent). Im ersten Vierteljahr 2007 stieg die Erzeugung von Schweinefleisch gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent. Die Erzeugung von Rind- und Kalbfleisch ging dagegen um 3,8 Prozent zurück, während Geflügelfleisch einen Zuwachs von 5,1 Prozent verzeichnete.

Insgesamt wurden im ersten Quartal 2007 in Deutschland 1,8 Millionen Tonnen Fleisch gewerblich erzeugt. Das waren 5,5 Prozent mehr als in dem entsprechenden Vorjahresquartal.

Die Zahl der gewerblich geschlachteten Schweine ist im ersten Quartal 2007 um 936.000 Tiere oder 7,7 Prozent gestiegen. Mit 13,1 Millionen Tieren erreichten die gewerblichen Schweineschlachtungen erneut einen Höchststand. Dabei nahmen sowohl die Schlachtungen von Schweinen inländischer Herkunft (+ 693.000 Tiere; + 6,1 Prozent) als auch die Schlachtungen von Schweinen ausländischer Herkunft (+ 243.000; + 27,5 Prozent) zu.

Die Zahl der gewerblich geschlachteten Rinder (einschließlich Kälber) ging um rund 53.000 oder – 5,4 Prozent auf 925.000 Tiere zurück. Gegenüber dem ersten Quartal 2006 verringerte sich damit die Schlachtmenge von Rind- und Kalbfleisch um gut 12.000 Tonnen (- 3,8 Prozent).

An der Erzeugung von Geflügelfleisch hatte Jungmasthühnerfleisch mit 157.000 Tonnen den größten Anteil (58,5 Prozent), gefolgt von Truthuhnfleisch mit 91.900 Tonnen (34,3 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg die Produktion von Jungmasthühnerfleisch um 11,8 Prozent. Dagegen war bei Truthuhnfleisch ein Rückgang um 2,9 Prozent zu verzeichnen. Die Erzeugung von Entenfleisch legte um 10,3 Prozent zu.

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Deutliche Zunahme bei Schweineschlachtungen in Brandenburg im ersten Quartal 2007

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 14:05

Potsdam (agrar.de) – Die Zahl der Schweineschlachtungen ist in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 52,2 Prozent auf 430.964 Tiere gestiegen. Die Zahl der Schlachtungen von Schweinen ausländischer Herkunft nahm um 107,0 Prozent auf 33.282 Tiere zu.

Nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden im ersten Quartal 2007 in Brandenburg insgesamt 14.921 Rinder (ohne Kälber) geschlachtet. Das waren 19,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal 2007 wurden 9.751 Schafe geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war dies ein Rückgang um 38,4 Prozent.

Bei den Hausschlachtungen blieb die Zahl der Rinderschlachtungen (ohne Kälber) mit 754 Tieren nur gering unter dem Wert des Vergleichszeitraumes (-2,6 Prozent) und die Zahl der Schweineschlachtungen verringerte sich um 6,0 Prozent auf 6.331 Tiere. Aufgrund der geringeren Schlachtzahl bei den Rindern ergab sich auch eine Abnahme der Schlachtmenge für gewerbliche Schlachtungen von Rindern. So verringerte sich die Schlachtmenge von 5.663 Tonnen im ersten Quartal 2006 auf 4.292 Tonnen im gleichen Zeitraum des Jahres 2007. Das bedeutet einen Rückgang um 24,2 Prozent.

Entsprechend der Zunahme bei den Schweineschlachtungen hat auch die Schlachtmenge für gewerbliche Schlachtungen bei den Schweinen deutlich zugenommen. Sie lag im ersten Quartal 2007 bei 38.882 Tonnen (Vergleichszeitraum 2006: 25.043 Tonnen). Dies entsprach einer Zunahme um 55,3 Prozent. Der Schweinefleischanteil an der gewerblichen Fleischproduktion (ohne Geflügelfleisch) betrug 89,5 Prozent (Vergleichszeitraum 2006: 80,8 Prozent). Der Rindfleischanteil umfasste 9,9 Prozent (Vergleichszeitraum 2006: 18,3 Prozent). Der entsprechende Anteil beim Schaffleisch lag bei 0,5 Prozent (Vergleichszeitraum 2006: 0,9 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

Mecklenburg-Vorpommern: Milchleistung je Kuh 2006 auf fast 8.000 kg gestiegen

Themen: Mecklenburg-Vorp.,Milch,Rinder,Statistik — info @ 14:05

Gesamtmilchmenge aber leicht rückläufig

Schwerin (agrar.de) – Immer weniger Kühe geben immer mehr Milch – das gilt auch für Mecklenburg-Vorpommern. Mit 7.993 Kilogramm durchschnittlicher Milchleistung je Kuh bzw. + 3,2 Prozent im Jahr 2006 wurde zum zwölften Mal in Folge das Ergebnis des jeweiligen Vorjahres übertroffen. Dennoch war die Milcherzeugung insgesamt erstmals seit 2002 rückläufig, und zwar mit 1,371 Millionen Tonnen Milch um 0,9 Prozent gegenüber 2005. Wie das Statistische Amt ermittelte, wurde diese Leistung von 171 500 Kühen erbracht. Noch im Jahr 2000 waren für diese Menge rund 20.000 Kühe mehr erforderlich.

Die Milchquote einerseits und betriebswirtschaftliche Erfordernisse bei den Milchkuhhaltern andererseits wirkten sich dahingehend aus, dass seit 1995 die Milcherzeugung um lediglich 11 Prozent gestiegen ist, sich jedoch die durchschnittliche Milchleistung je Kuh um fast die Hälfte erhöhte. Der Milchkuhbestand ging um ein Viertel zurück.

Von der im Jahr 2006 ermolkenen Milchmenge verkauften die Landwirtschaftsbetriebe 1,349 Millionen Tonnen bzw. 98,4 Prozent an Molkereien und Händler. 20.900 Tonnen bzw. 1,5 Prozent wurden zumeist in der Kälberaufzucht verfüttert. Landesweit nur knapp 700 Tonnen, das sind weniger als 0,1 Prozent der Gesamterzeugung, vermarkteten die Milchkuhbetriebe im direkten Absatz als Frischmilch oder verarbeiteten sie selbst.

Die Molkereien in Mecklenburg-Vorpommern kauften fast 89 Prozent der im Land erzeugten Milch auf (1,197 Millionen Tonnen; Vorjahr: 1,214 Millionen Tonnen), 11 Prozent der Milch gingen an Molkereien oder Händler in anderen Bundesländern (u. a. Rheinland-Pfalz: 38 Prozent dieser Menge; Brandenburg: 26 Prozent; Sachsen-Anhalt: 20 Prozent; Berlin: 8 Prozent; Schleswig-Holstein: 7 Prozent).

Andererseits bezogen die hiesigen Molkereien insgesamt 680.600 Tonnen Milch von Landwirten aus anderen Bundesländern (Vorjahr: 652.600 Tonnen), vor allem aus Schleswig-Holstein (59 Prozent dieser Menge), aber auch aus Brandenburg (31 Prozent), Niedersachsen (6 Prozent), Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen (zusammen: 4 Prozent).

Im gesamten Bundesgebiet verringerte sich 2006 der durchschnittliche Milchkuhbestand um 3 Prozent auf 4,088 Millionen Tiere. Die mittlere Milchleistung je Kuh stieg um 1 Prozent auf 6.849 Kilogramm. Die Milcherzeugung insgesamt betrug 27,995 Millionen Tonnen, 2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mecklenburg-Vorpommern hat am Milchkuhbestand Deutschlands einen Anteil von 4,2 Prozent, an der Milcherzeugung von 4,9 Prozent. Die Leistung der einheimischen Milchkühe im vergangenen Jahr lag mit 7.993 Kilogramm um 1.144 Kilogramm bzw. 17 Prozent über dem Bundesdurchschnitt und wurde im Ländervergleich nur noch von den sächsischen Milchkühen übertroffen, die im Mittel 8.107 Kilogramm Milch gaben.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

10. Mai 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 13:05

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 505 angebotenen Schweinen 580 angebotenen Schweinen alle Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,40 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,38 Euro bis 1,41 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

04. Mai 2007

Nordrhein-Westfalen: 2.400 landwirtschaftliche Grundstücke wurden 2006 verkauft

Themen: Agrarstruktur,Nordrhein-Westfalen,Statistik — info @ 12:05

Düsseldorf (agrar.de) – 2006 wurden in Nordrhein-Westfalen 2.400 landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 4.300 Hektar verkauft; die Gesamtkaufsumme lag bei über 112 Millionen Euro. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, ergibt sich daraus rein rechnerisch ein durchschnittlicher Kaufwert von 26.000 Euro je Hektar (oder 2,60 Euro je Quadratmeter) landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Gegenüber dem Jahr 2005 sank die Zahl der Veräußerungsfälle um 14,6 Prozent, die insgesamt veräußerte Fläche verringerte sich um 8,9 Prozent und der Gesamtwert um 8,5 Prozent. Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar war um 104 Euro oder 0,4 Prozent höher als im Vorjahr.

In allen fünf Regierungsbezirken wurden 2006 weniger landwirtschaftliche Grundstücke verkauft als im Vorjahr. Den höchsten Anstieg der durchschnittlichen Kaufwerte ermittelten die Statistiker für den Regierungsbezirk Arnsberg (+13,9 Prozent auf 20.715 Euro je Hektar); im Regierungsbezirk Düsseldorf errechnet sich im Durchschnitt mit 32.400 Euro zwar der höchste Kaufpreis je Hektar, das waren aber 5,3 Prozent weniger als 2005.

In der Statistik werden alle Verkäufe von landwirtschaftlich genutzten Flächen ab 0,1 Hektar erfasst, bei denen angenommen werden kann, dass sie in absehbarer Zeit weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

DBV: Bundesländer können stillgelegte Flächen zur Futternutzung freigeben

Themen: Bundesländer,Flächenstilllegung,Verbände — info @ 11:05

Bundesregierung reagiert auf Forderung des DBV

Berlin (agrar.de) – Die Bundesländer können von nun an stillgelegte Flächen für die Futternutzung freigeben. Dadurch kann der durch anhaltende Trockenheit drohende Futtermittelmangel viehhaltender Betriebe wenigstens abgemildert werden, begrüßte der Deutsche Bauernverband (DBV) diese Entscheidung.

Mit der Einigung zwischen Bund und Ländern auf einheitliche Verfahrensregelungen wird auf die Forderung des DBV nach der Freigabe der Nutzung von Stilllegungsflächen zur Futternutzung eingegangen. In einem Brief an das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte der DBV darauf hingewiesen, dass die Futtergrundlage in vielen Betrieben bereits zu diesem frühen Zeitpunkt knapp werde. Selbst bei bestem Witterungsverlauf werde das entstandene Defizit beim Futteraufwuchs nur schwerlich auszugleichen sein.

Links zum Thema Verbände.

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