23. Mai 2007

Nordrhein-Westfalen führt verpflichtende Untersuchungen zum Schutz vor der Schweinepest ein

Düsseldorf (agrar.de) – Als erstes Bundesland macht Nordrhein-Westfalen im Rahmen seines Tierseuchenfrühwarnsystems Untersuchungen auf Schweinepest zur Pflicht. Damit will Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg zukünftig verhindern, dass es wie im Jahr 2006 zu einem Verschleppen der für Tiere hochansteckenden Seuche kommt, weil diese nicht rechtzeitig erkannt wird. Ab sofort müssen zwingend Ausschlussuntersuchungen durchgeführt werden, wenn es in einem Bestand zu erhöhten Tierverlusten kommt oder eine unklare fieberhafte Erkrankung auftritt. Die Untersuchungen sind für die Landwirte kostenlos und werden von der Tierseuchenkasse getragen.

‚Wir betreten mit dieser Untersuchungspflicht Neuland in der Tierseuchenbekämpfung‘, so Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg. ‚Die schrecklichen Bilder des letzten Krankheitsausbruchs haben gezeigt, dass wir so früh wie möglich in der Seuchenprävention ansetzen müssen. Da eine Schweinepestinfektion im Anfangsstadium leicht mit einer Grippe verwechselt werden kann, werden wir ab sofort kein Risiko mehr eingehen.‘

Für die Untersuchungen werden entweder eine repräsentative Zahl Blutproben überprüft oder aber verendete Tiere seziert. Parallel zur Schweinepest werden die Proben auch auf die ebenfalls für Schweine hochansteckende Aujeszkysche Krankheit untersucht. Diese Virusinfektion ist vor allem für Ferkel oft tödlich.

Die Schweinepest war zuletzt im März 2006 in den Kreisen Borken und Recklinghausen ausgebrochen und dauerte bis Ende Juni. Mehr als 120.000 Schweine mussten im Rahmen der Tierseuchenbekämpfung auf Anweisung der Europäischen Kommission getötet werden. In Spitzenzeiten waren vor Ort mehr als 450 Helfer im Einsatz.

Links zum Thema Schweine, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

22. Mai 2007

Mecklenburg-Vorpommern: 24 Prozent Winterraps – Kartoffelanbau eingeschränkt

Themen: Anbauflächen,Mecklenburg-Vorp.,Statistik — info @ 14:05

Schwerin (agrar.de) – Erstmals seit Jahren beurteilen die Landwirte den Wachstumsstand des Winterweizens im Landesdurchschnitt nur mit befriedigend. Nach Mitteilung des Statistischen Amtes mussten fast 2 Prozent der im Herbst bestellten Flächen umgebrochen werden. Auch den anderen Winterkulturen und dem Grünland geben die Bauern eher durchschnittliche Noten. Hauptursache ist die Trockenheit im April.

Bei der Frühjahrsbestellung ist ein Rückgang des Kartoffelanbaus um 13 Prozent und eine Zunahme der Silomaisfläche um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.

Günstige Bedingungen zur Aussaat im vergangenen Herbst und vor allem ein milder Winter führten zu einem beträchtlichen Vegetationsvorsprung und üppigen Pflanzenbeständen. Der hohe Wasserbedarf konnte durch die vielerorts von Mitte März bis Anfang Mai anhaltende Trockenheit nicht gedeckt werden, sodass sich der Wachstumsstand verschlechterte.

Der Getreideanbau zur Ernte in diesem Sommer verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um weitere 3 Prozent auf 550.100 Hektar. Den größten Anteil an dieser Fläche hat Winterweizen mit 306.900 Hektar (- 6 Prozent gegenüber 2006). Wintergerste ist von 135.300 Hektar (- 6 Prozent zum Vorjahr) zu ernten. Der Anbau von Roggen wurde um 27 Prozent auf 63.300 Hektar ausgedehnt. Triticale, eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen, steht auf 17.600 Hektar (- 28 Prozent zum Vorjahr).

Sommergerste verliert flächenmäßig immer mehr an Bedeutung. Die nur noch 10.100 Hektar (- 12 Prozent zum Vorjahr) bedeuten einen Tiefstand im Anbauumfang. Der Anbau von Sommerweizen verdreifachte sich auf 7.200 Hektar; Hafer legte um 13 Prozent auf 9.700 Hektar zu. Mit zusammen 27.000 Hektar hat das Sommergetreide (ohne Körnermais und CCM) am Getreideanbau insgesamt einen Anteil von 5 Prozent (2006: 4 Prozent).

Winterraps ist in diesem Jahr von mehr als einer Viertel Million Hektar zu ernten. Die Anbaufläche vergrößerte sich gegenüber dem Vorjahr nochmals um 8 Prozent auf bisher noch nicht erreichte 263.500 Hektar. Damit liegt sein Anteil am Ackerland bei durchschnittlich 24 Prozent und ist damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland.

Silomais, mit steigender Tendenz auch als Energiepflanze genutzt, steht auf 92 800 Hektar, das sind 6 Prozent mehr als 2006 und 29 Prozent mehr als im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre.

Der Kartoffelanbau wurde mit einem Rückgang um 13 Prozent zum Vorjahr auf seine bisher geringste Fläche (14.400 Hektar) eingeschränkt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

21. Mai 2007

Aussaatflächen in Sachsen-Anhalt 2007

Themen: Anbauflächen,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 16:05

Weitere Ausdehnung der Winterrapsfläche

Halle (agrar.de) – Günstige Aussaat- und Aufwuchsbedingungen im Herbst 2006, sehr geringe Auswinterungsschäden im Winterhalbjahr ließen die Winterfeldfrüchte in einem guten Zustand über den Winter kommen. Die Winterfeuchtigkeit im Boden wie auch Niederschläge im April wurden jedoch von der Mehrzahl der Betriebe als zu gering eingeschätzt, teilt das Statistische Landesamt mit.

Nach der Erhebung über die Herbst- und Frühjahrsaussaaten im April 2007 reift in diesem Jahr auf 550.000 Hektar Getreide, das sind 2 Prozent oder rund 13.000 Hektar weniger als im Vorjahr. Sowohl beim Wintergetreide als auch beim Sommergetreide gab es Anbaueinschränkungen. Die im letzten Jahr zu verzeichnende Reduzierung der Anbaufläche bei Winterweizen setzte sich fort: In diesem Jahr wächst Winterweizen auf rund 320.000 Hektar, das sind fast 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anbau von Wintergerste, der zweitgrößten Getreideanbauart im Land, ging gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 105.000 Hektar zurück. Als Folge der gestiegenen Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen ist die Ausweitung des Roggenanbaus um mehr als ein Viertel zu beobachten, so dass im Jahr 2007 auf 82.000 Hektar Roggen steht.

Die Einschränkung der Getreidefläche zu Gunsten von Ölfrüchten sowie von Futter- und Energiepflanzen spiegelt sich in der Flächenzunahme gegenüber dem Vorjahr bei Winterraps und Silomais um 8 bzw. 12 Prozent auf eine Anbaufläche im Jahr 2007 von 173.000 bzw. 70.000 Hektar wider. Das ist bei Winterraps mehr als das Doppelte an Fläche als vor zehn Jahren. Diese Ausdehnung ist u.a. mit der guten Marktsituation und den Absatzmöglichkeiten im Biodieselbereich zu begründen.

Die obigen Ergebnisse müssen aufgrund der vergleichsweise begrenzten Zahl an Berichterstattern noch als vorläufige Ergebnisse angesehen werden. Abgesicherte Ergebnisse über den tatsächlichen Anbau auf dem Ackerland liefert die Bodennutzungserhebung 2007, deren erste repräsentative Ergebnisse voraussichtlich Ende Juli vorliegen werden. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

18. Mai 2007

Thüringen: Schweineschlachtungen um ein Fünftel höher als im ersten Quartal 2006

Themen: Fleisch,Statistik,Thüringen,Tiere — info @ 12:05

Erfurt (agrar.de) – Von Januar bis März 2007 wurden in Thüringen 469.497 als tauglich beurteilte Tiere, darunter 17.229 Rinder, 439 Kälber, 449.747 Schweine und 1.817 Schafe geschlachtet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik stieg die Zahl der Schlachtungen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 76.048 Tiere bzw. 19,3 Prozent.

Mit Ausnahme von Pferdeschlachtungen (sie blieben auf dem Niveau des Vorjahres) wurden in allen Kategorien mehr Tiere geschlachtet als im ersten Quartal 2006.

Die Zahl der Schweineschlachtungen stieg um 20,0 Prozent (74.802 Tiere). In den vergangenen zehn Jahren gelangten nicht annähernd soviel Schweine auf die Schlachtbank. Über 400.000 Tiere wurden im ersten Quartal lediglich in den Jahren 2000, 2001 und 2003 geschlachtet (419.653, 400.195, 403.360 Tiere). An Rindern wurden 940 Tiere (+ 5,8 Prozent) mehr geschlachtet und die Schafschlachtungen waren um 267 Stück bzw. 17,2 Prozent höher als im Vorjahresberichtszeitraum. Die Kälberschlachtungen lagen noch um 5,3 Prozent (+ 22 Tiere) über dem Niveau des ersten Quartals 2006.

Aus den geschlachteten Tieren wurden im ersten Quartal 47.168 Tonnen Fleisch erzeugt. Damit lag die Schlachtmenge um 7.417 Tonnen bzw. 18,7 Prozent über dem Niveau der ersten drei Monate 2006. Auf die einzelnen Fleischarten entfielen 5.291 Tonnen Rindfleisch (Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum: + 393 Tonnen bzw. + 8,0 Prozent), 30 Tonnen Kalbfleisch (+ 2 Tonnen bzw. + 5,5 Prozent), 41.789 Tonnen Schweinefleisch (+ 7.016 Tonnen bzw. + 20,2 Prozent), 40 Tonnen Schaffleisch (6 Tonnen bzw. + 17,2 Prozent) und 19 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (entsprach der Schlachtmenge des Vorjahreszeitraumes).

Die Auszahlungspreise an die Landwirte lagen mit Ausnahme der Schlachtpreise von Rindern unter dem Vorjahresniveau. Die Auszahlungspreise für Schlachtrinder (Meldungen des Freistaates Thüringen und Sachsen) brachten im Durchschnitt des ersten Quartals 2,30 Euro/kg Schlachtgewicht (I. Quartal 2006: 2,24 Euro/kg SG). Im Einzelnen wurden für Ochsen 2,36 Euro (2,54 Euro), für Bullen 2,89 Euro (2,98 Euro), für Kühe 1,99 Euro (1,94 Euro) und für Färsen 2,08 Euro (2,01 Euro) je Kilogramm Schlachtgewicht erzielt. Für Schweine bekamen die Landwirte im Durchschnitt aller Handelsklassen in den ersten drei Monaten des Jahres 2007 für ein Kilogramm Schlachtgewicht 1,25 Euro (I. Quartal 2006: 1,39 Euro). Die durchschnittlichen Auszahlungspreise für Kälber lagen bei 2,69 Euro (3,42 Euro/kg SG).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Stillgelegte Flächen zur Futternutzung freigegeben

Themen: Bundesländer,EU,Flächenstilllegung — info @ 11:05

Berlin (agrar.de) – Die extreme Trockenheit im April hat das Pflanzenwachstum auf den Futterflächen erheblich gemindert. In mehreren Bundesländern (bislang Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen) wurden daher ab sofort die stillgelegten Flächen für die Futternutzung freigegeben.

Die Freigabe der Stilllegungsflächen ermöglicht es den Landwirten, die Futterversorgung für die Tiere sicher zustellen.

Das EU-Recht sieht lediglich die Nutzung des Auswuchses auf Stilllegung vor. Ein Umbruch und die Einsaat von neuen Futterpflanzen ist nicht erlaubt.

In allen Bundesländern müssen Betriebe, die von der Ausnahmereglung Gebrauch machen wollen, dies schriftlich bei den zuständigen Kammern, Ämtern bzw. Kreisverwaltungen anzeigen.

Die Entscheidung über eine Freigabe von Flächen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln stillgelegt werden, hat die EU-Kommission seit 2007 an die Mitgliedstaaten übertragen. In Deutschland handelt es sich laut DBV insgesamt um rund 850.000 Hektar.

Baden-Württemberg: Milcherzeugung trotz weiter rückläufiger Zahl der Kühe unverändert bei 2,2 Millionen Tonnen

‚Milchgürtel‘ entlang der Grenze zu Bayern – Pro Einwohner liefern die Kühe im Südwesten umgerechnet 210 Liter Milch

Stuttgart (agrar.de) – Im Jahr 2006 erzeugten die Milchkühe der hiesigen Landwirte insgesamt 2,21 Millionen Tonnen (Mill. t) Milch und damit nahezu exakt die gleiche Menge wie ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: Bezogen auf die 10,7 Millionen Einwohner in Baden-Württemberg betrug die Milchproduktion damit 210 Liter Milch je Einwohner.

Wie das Statistische Landesamt feststellt, standen im Jahresdurchschnitt nur noch rund 375.000 Kühe in den baden-württembergischen Ställen. Das sind 4.200 Tiere weniger als noch vor Jahresfrist. Die durchschnittliche Jahresmilchleistung hat sich somit rechnerisch von 5.867 kg im Vorjahr auf 5.884 kg Milch je Kuh erhöht. An die Molkereien lieferten die Landwirte über 2,09 Mill. t Milch. Dies entspricht einer Anlieferungsquote von durchschnittlich knapp 95 Prozent. Rund 4 Prozent der Milcherzeugung wurde verfüttert. Die Restmenge (29.000 t) wurde in den Erzeugerbetrieben zu Landbutter und Landkäse verarbeitet bzw. über Vorzugsmilchabsatz und Eigenverbrauch verwertet.

Entsprechend den natürlichen Standortbedingungen bestehen regional bemerkenswerte Unterschiede: Die Schwerpunktregionen der Milcherzeugung in Baden-Württemberg liegen in Oberschwaben und damit im äußersten Südosten Baden-Württembergs. Auf die beiden Landkreise Ravensburg (446.000 t) und Biberach (222.000 t) entfallen zusammen 30 Prozent der insgesamt im Land erzeugten Milch. Weitere Zentren der Milcherzeugung schließen sich nach Norden entlang der bayerischen Landesgrenze an. Der Alb-Donau-Kreis (116.000 t), der Ostalbkreis (161.000 t) und der Landkreis Schwäbisch Hall (144.000 t) tragen zusammen ein weiteres knappes Fünftel zur Milcherzeugung im Land bei.

Hinsichtlich der Milchleistung nehmen unter den Landkreisen Schwäbisch Hall mit 6.505 kg, Ravensburg und der Ostalbkreis mit 6.384 kg bzw. 6.240 kg durchschnittlichem Jahresmilchertrag je Kuh die Spitzenpositionen ein. Seit Mitte der 80er-Jahre die gemeinschaftliche Garantiemengenregelung bei der Milch als Reaktion auf die strukturellen Überschüsse (Stichwort: Milchseen) eingeführt wurde, konnte das Leistungsvermögen der Milchkühe um 43 Prozent gesteigert werden. Bei gleichzeitigem Rückgang des Milchkuhbestandes um 44 Prozent beträgt die erzeugte Gesamtleistung im Land aber dennoch 80 Prozent des Niveaus von 1985.

Grundlage erfolgreicher Milchviehhaltung ist intensiv genutztes Dauergrünland, das in Baden-Württemberg schwerpunktmäßig in Oberschwaben und im Allgäu zu finden ist. So liegt der Milchkuhbesatz (Anzahl der Milchkühe je 100 ha Dauergrünland) im Alb-Donau-Kreis bei 102, in Ravensburg bei 112 und in Biberach sogar bei 135. Je 100 ha Dauergrünland werden im Alb-Donau-Kreis jährlich 600 t, in Ravensburg 700 t und in Biberach über 800 t Milch erzeugt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

17. Mai 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 12:05

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 500 angebotenen Schweinen alle Schweine in drei Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,34 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,33 Euro bis 1,34 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

16. Mai 2007

Weltweite Getreideproduktion deckt Bedarf nicht

Themen: Getreide,International,Lebensmittel — info @ 16:05

Trotz erwarteter Rekordernte entsteht eine Versorgungslücke

Hannover (agrar.de) – Die weltweite Getreideerzeugung wird auch in diesem Jahr nicht mit dem steigenden Bedarf Schritt halten können. Dabei rechnet der Internationale Getreiderat in einer ersten umfassenden Schätzung für das laufende Produktionsjahr 2007/08 sogar mit einer neuen Rekordernte, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Weltweit sollen die Landwirte 1,666 Mrd. Tonnen (t) Getreide ernten, das wären knapp 100 Mio. t oder 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Den weltweiten Bedarf an Getreide veranschlagen die Londoner Experten im Gegenzug auf 1,674 Mrd. t. Gemessen am Niveau 2006/07 bedeutet dies eine Steigerung um 43 Mio. t oder 2,6 Prozent. Damit würden die globalen Getreidevorräte bereits im dritten Jahr in Folge weiter abgebaut. Mit nur noch 242 Mio. t am Ende der Saison würden die Vorräte das niedrigste Niveau seit den siebziger Jahren erreichen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Prognose, vor allem für die Produktion, allerdings noch sehr unsicher. So leiten die Experten des Getreiderates ihre Schätzung aus den bisher weltweit bekannt gewordenen Anbaudaten und ’normalen‘ Witterungsverhältnissen ab. Die lang anhaltende Trockenheit in vielen Regionen Europas und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in diesem Frühjahr sowie Spätfröste in den Hauptanbaugebieten der USA sind in diesen Zahlen noch gar nicht berücksichtigt worden. So erwartet der Getreiderat vor allem für die erweiterte Europäische Union sowie Russland und die Ukraine höhere Getreideernten als im Jahr zuvor. Entspannter als in den Vorjahren ist die Versorgungsbilanz bei Weizen für 2007/08. Das weltweite Aufkommen von Weizen wird auf 623 Mio. t geschätzt, das wären 32 Mio. t oder 5,4 Prozent mehr als in der laufenden Kampagne. Dem soll ein Verbrauch von 622 Millionen t gegenüberstehen, so dass der Abbau der Weizenreserven nach vier Jahren zum Stillstand kommen könnte.

Die weltweite Maiserzeugung soll 2007/08 aufgrund einer vergrößerten Anbaufläche und verbesserten Erträgen ebenfalls zulegen, und zwar um 7,5 Prozent auf 746 Mio. t. Auch diese Rekordmarke wird den neuerlichen Abbau der Maisreserven jedoch nicht stoppen können. Denn der Maisverbrauch soll um weitere vier Prozent auf nunmehr 755 Millionen t steigen. Während die Landwirte mit 468 Mio. t etwas weniger Mais an ihr Vieh verfüttern dürften als im vergangenen Jahr, soll die industrielle Verwertung von Mais um 33 Mio. t auf 172 Mio. t steigen. Damit würde in 2007/08 schon knapp ein Viertel der weltweiten Maisernte zu Bioethanol und Stärke verarbeitet werden.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Rentenbank erhöht Zinsen für Sonderkredite

Themen: Banken,Förderung — info @ 15:05

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘, ‚Junglandwirte‘, ‚Umweltschutz und Nachhaltigkeit‘ sowie ‚Ländliche Entwicklung‘ mit sofortiger Wirkung nominal um 0,20 Prozentpunkte erhöht.

Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte und im Sonderkreditprogramm ‚Umweltschutz und Nachhaltigkeit‘ z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv mindestens 5,01 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung 4,96 Prozent.

Die Sonderkredite der Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen

Themen: Medien,Niedersachsen,Statistik — info @ 13:05

Hannover (agrar.de) – Wie schon in den Jahren zuvor hat das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine aktualisierte Auflage der Broschüre ‚Die niedersächsische Landwirtschaft in Zahlen‘ herausgegeben.

Auf 73 Seiten sind die wichtigsten Daten über die niedersächsische Landwirtschaft sowie über allgemeine wirtschaftliche und soziale Bereiche, die für die Landwirtschaft von Bedeutung sind, in tabellarischer und teilweise auch graphischer Form zusammengestellt. Aus der Fülle des Datenmaterials sind hauptsächlich solche Statistiken aufgenommen worden, die erfahrungsgemäß stark nachgefragt werden. Dabei ist besonders auf die Ausweisung von Zeitreihen und von Vergleichszahlen zwischen Niedersachsen und dem Bundesgebiet Wert gelegt worden.

Aktuellen Entwicklungen und einer veränderten Nachfrage wird dadurch Rechnung getragen, dass erstmals Informationen aus bisher nicht dargestellten Bereichen zur Verfügung gestellt werden. Hierbei handelt es sich um den Bereich Nachwachsende Rohstoffe, die EU-Prämienzahlungen sowie um erweiterte betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Außerdem werden Daten aus der nur alle 10 Jahre stattfindenden Gartenbauerhebung dargestellt.

Die Broschüre ist unter Vorabeinsendung von 1,45 Euro in Briefmarken beim Niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Referat 107.1, Calenberger Str. 2, 30169 Hannover, erhältlich.

Als PDF-Datei ist sie kostenlos im Internet abrufbar.

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