31. Mai 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 14:05

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 930 angebotenen Schweinen alle Schweine in 5 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,37 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,36 Euro bis 1,38 Euro verkauft.

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Brandenburg: Beim Roggen, Sonnenblumen und Lupinen auf Platz 1 in Deutschland

Potsdam (agrar.de) – Anlässlich des Weltbauerntages am 1. Juni 2007 teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit, dass es in Brandenburg rund 6.800 landwirtschaftliche Betriebe gibt, die rund 1,3 Millionen landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) bewirtschaften. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei fast 200 Hektar.

In den landwirtschaftlichen Betrieben sind rund 40.000 Personen mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt. Jede Arbeitskraft bewirtschaftet durchschnittlich 34 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Von der LF sind fast vier Fünftel Ackerland und ein Fünftel Dauergrünland. Auf der übrigen LF stehen Dauerkulturen und im geringen Umfang Haus- und Nutzgärten. Beim Ackerland entfallen knapp 50 Prozent auf den Getreideanbau. Hier dominiert der Roggen mit 164.200 Hektar. Damit liegt Brandenburg auf Platz 1 beim Roggenanbau in Deutschland. Auf 19 Prozent des Ackerlandes wachsen Ackerfutterpflanzen, zu denen u. a. Silomais zählt. Ölfrüchte, zu 82 Prozent Winterraps, stehen auf 15 Prozent der Fläche.

Eine für das Land ebenfalls interessante Ölfrucht sind die Körnersonnenblumen, die rund 18.700 Hektar einnehmen. Dies sind fast 60 Prozent der bundesweiten Anbaufläche. Auf 3 Prozent des Ackerlandes wachsen Hülsenfrüchte, von denen Lupinen mit 17.800 Hektar in Brandenburg die bedeutsamsten sind. In keinem anderen Bundesland werden mehr Lupinen angebaut.

Hackfrüchte (Kartoffeln, Zuckerrüben) sowie Gartengewächse (Gemüse, Erdbeeren, Zierpflanzen) sind von 2 Prozent der Ackerfläche zu ernten. Zu den wichtigen Gemüsekulturen Brandenburgs zählen Spargel, Möhren und Gurken. Auf gut 3.500 Hektar erfolgt die Obsternte. Bedeutende Baumobstarten sind Äpfel und Süßkirschen. Von den Brandenburger Landwirtschaftsbetrieben beschäftigen sich rund 4.800 mit der Tierproduktion.

Am 3. Mai 2006 hielten rund 3.100 Betriebe in ihren Ställen insgesamt 572.300 Rinder. Darunter waren 167.400 Milchkühe und 90.200 Ammen- und Mutterkühe, womit bundesweit in Brandenburg die meisten Ammen- und Mutterkühe standen. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh lag bei 7.952 Kilogramm. Das waren 1.100 Kilogramm mehr als der Bundesdurchschnitt und bezogen auf die Bundesländer die dritthöchste Milchleistung.

Die Zahl der Schweine belief sich auf 797.500 Tiere. Im Mai 2006 gab es 133.700 Schafe in Brandenburg, das waren gut 5 Prozent aller in der Bundesrepublik gehaltenen Schafe.

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Brandenburg: Beim Roggen, Sonnenblumen und Lupinen auf Platz 1 in Deutschland

Potsdam (agrar.de) – Anlässlich des Weltbauerntages am 1. Juni 2007 teilt das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit, dass es in Brandenburg rund 6.800 landwirtschaftliche Betriebe gibt, die rund 1,3 Millionen landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) bewirtschaften. Die durchschnittliche Betriebsgröße liegt bei fast 200 Hektar.

In den landwirtschaftlichen Betrieben sind rund 40.000 Personen mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt. Jede Arbeitskraft bewirtschaftet durchschnittlich 34 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Von der LF sind fast vier Fünftel Ackerland und ein Fünftel Dauergrünland. Auf der übrigen LF stehen Dauerkulturen und im geringen Umfang Haus- und Nutzgärten. Beim Ackerland entfallen knapp 50 Prozent auf den Getreideanbau. Hier dominiert der Roggen mit 164.200 Hektar. Damit liegt Brandenburg auf Platz 1 beim Roggenanbau in Deutschland. Auf 19 Prozent des Ackerlandes wachsen Ackerfutterpflanzen, zu denen u. a. Silomais zählt. Ölfrüchte, zu 82 Prozent Winterraps, stehen auf 15 Prozent der Fläche.

Eine für das Land ebenfalls interessante Ölfrucht sind die Körnersonnenblumen, die rund 18.700 Hektar einnehmen. Dies sind fast 60 Prozent der bundesweiten Anbaufläche. Auf 3 Prozent des Ackerlandes wachsen Hülsenfrüchte, von denen Lupinen mit 17.800 Hektar in Brandenburg die bedeutsamsten sind. In keinem anderen Bundesland werden mehr Lupinen angebaut.

Hackfrüchte (Kartoffeln, Zuckerrüben) sowie Gartengewächse (Gemüse, Erdbeeren, Zierpflanzen) sind von 2 Prozent der Ackerfläche zu ernten. Zu den wichtigen Gemüsekulturen Brandenburgs zählen Spargel, Möhren und Gurken. Auf gut 3.500 Hektar erfolgt die Obsternte. Bedeutende Baumobstarten sind Äpfel und Süßkirschen. Von den Brandenburger Landwirtschaftsbetrieben beschäftigen sich rund 4.800 mit der Tierproduktion.

Am 3. Mai 2006 hielten rund 3.100 Betriebe in ihren Ställen insgesamt 572.300 Rinder. Darunter waren 167.400 Milchkühe und 90.200 Ammen- und Mutterkühe, womit bundesweit in Brandenburg die meisten Ammen- und Mutterkühe standen. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh lag bei 7.952 Kilogramm. Das waren 1.100 Kilogramm mehr als der Bundesdurchschnitt und bezogen auf die Bundesländer die dritthöchste Milchleistung.

Die Zahl der Schweine belief sich auf 797.500 Tiere. Im Mai 2006 gab es 133.700 Schafe in Brandenburg, das waren gut 5 Prozent aller in der Bundesrepublik gehaltenen Schafe.

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Landwirte bauen weniger Frühkartoffeln an

Themen: Kartoffeln,Lebensmittel — info @ 13:05

Verarbeitungsprodukte liegen in der Verbrauchergunst vorn

Hannover (agrar.de) – Frühkartoffeln als Beilage zu Spargel oder frischem Kräuterquark, wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen? Die Anbaufläche für die frühen Knollen ist in Deutschland aber bereits seit einigen Jahren leicht rückläufig, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. Für das Jahr 2000 ermittelte das Statistische Bundesamt eine Frühkartoffelanbaufläche von 17.900 Hektar (ha). Zwei Jahre später widmeten die deutschen Frühkartoffelerzeuger ihren Knollen nur noch 16.700 ha, das waren rund 6,8 Prozent weniger. Bis 2004 sank die Anbaufläche um weitere 4,4 Prozent auf 15.960 ha. Für 2006 schätzen Statistiker die Anbaufläche auf 14.760 ha, das wären 7,5 Prozent weniger als in 2004 und ein Rückgang um 17,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2000. Und auch im laufenden Jahr dürften die deutschen Kartoffelerzeuger ihre Anbaufläche für Frühkartoffeln nur leicht ausgedehnt haben, und zwar um schätzungsweise 1,6 Prozent auf rund 15.000 ha.

Die Einschränkung der Anbaufläche bedeutet aber nicht unbedingt eine kleinere Frühkartoffelernte. So steigen langfristig die durchschnittlichen Erträge, da die Landwirte ihre Produktionstechnik von der Bodenbearbeitung bis zur Beregnung optimieren, den Frühkartoffeln nur die für ihr Wachstum besten Standorte widmen und den züchterischen Fortschritt für höhere Erträge nutzen können. Gleichzeitig kann jedoch der Witterungsverlauf in jedem Jahr zu stark schwankenden Ernteergebnissen führen. So hatte der trockene Sommer im vergangenen Jahr für Ernteeinbußen gesorgt, während der relativ warme Winter später bei der eingelagerten Ware zu Qualitätsproblemen führte. Dagegen hat die Trockenheit in diesem Frühjahr den Frühkartoffeln nach Einschätzung der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) in Bonn nicht geschadet. Die deutschen Frühkartoffelerzeuger konnten ihr Pflanzgut rechtzeitig in die Erde bringen und im Anschluss fanden die Pflanzen zumeist günstige Wachstumsbedingungen vor. Den Wassermangel mussten die Landwirte jedoch durch Beregnung ausgleichen.

Die Frühkartoffelerzeuger in Niedersachsen haben ihre Anbaufläche in 2007 trotz einer optimistischen Grundstimmung aufgrund der guten Preise im vergangenen Jahr ebenfalls nicht ausgeweitet. Insgesamt werden in Niedersachsen auf rund 4.500 ha Frühkartoffeln angebaut. So war zum einen nicht mehr Pflanzgut auf dem Markt vorhanden, zum anderen geht schon seit Jahren der Konsum von Speisekartoffeln zurück. So verspeiste jeder Bundesbürger 1966/67 noch rund 109 Kilogramm Kartoffeln, mittlerweile sind es nur noch 63 kg. Gleichzeitig schränken immer mehr Verbraucher den Konsum von frischen Kartoffeln ein und greifen stattdessen lieber zu verarbeiteten Produkten. Seit 2005 werden laut ZMP mit 34,8 kg sogar mehr Kartoffeln in Form von Chips, Pommes Frites oder Püree verzehrt als frische Kartoffeln.

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Thüringen: Auch 2007 Flächenausdehnung bei Winterraps

Themen: Anbauflächen,Pflanzen,Statistik,Thüringen — info @ 11:05

Weniger Sommergerste im Anbau

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten Ergebnissen, die auf der Grundlage der Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter berechnet wurden, wurden in Thüringen für die Ernte 2007 voraussichtlich 364.300 Hektar Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) angebaut. Die Anbaufläche liegt damit um 5.400 Hektar bzw. reichlich ein Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Nach einer Berechnung des Thüringer Landesamtes für Statistik steht auf 309.600 Hektar Wintergetreide (2006: 306.328 ha). Die anbaustärkste Getreideart – der Winterweizen – liegt nach ersten Prognosen mit 216.100 Hektar leicht unter dem Anbauniveau von 2006 (- 1 Prozent). Wintergerste wächst auf 68.400 Hektar (+ 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Der Anbau von Triticale, einer Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, entspricht mit 13.100 Hektar der Fläche von 2006. Mit einer Anbaufläche von 11.400 Hektar liegt der Roggenanbau, nach den ersten Ergebnissen, um mehr als ein Drittel über der Vorjahresfläche.

Günstige Aussaat- und Wachstumsbedingungen im Herbst und eine gute Überwinterung der Wintersaaten waren mit ausschlaggebend für einen Rückgang der Flächen, die mit Sommergetreide bestellt wurden. Insgesamt steht das Sommergetreide in diesem Jahr auf 54.700 Hektar (2006: 63.364 ha). Sommergerste reift auf 45.600 Hektar (2006: 50.800 ha). Gleichfalls wurden weniger Flächen mit Sommerweizen einschließlich Hartweizen bestellt. Der Anbau halbierte sich auf 3.400 Hektar. Hafer, ohnehin mit geringer Bedeutung, wird mit 5.600 Hektar annähernd das Anbauniveau des Vorjahres erreichen (2006: 5.700 ha).

Bestätigen sich die Ergebnisse für Winterraps, dann steht dieser 2007 auf 125.000 Hektar. Das wären weitere 10.500 Hektar bzw. 9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Nach den vorläufigen Ergebnissen könnte der Zuckerrübenanbau wieder die 10.000 Hektar Hürde überspringen. Erste Schätzungen ergeben eine Fläche von 10.400 Hektar.

Eine leichte Anbauausdehnung ist auch für Kartoffeln zu erwarten. In diesem Jahr wachsen die Knollen auf 2.500 Hektar heran. Das wären knapp sieben Prozent mehr als im Jahr 2006.

Der Anbau von Grün- und Silomais wird u.a. durch die Erzeugung von regenerativen Energien aus Biomasse wieder forciert. Dieser steigt nach den ersten vorläufigen Ergebnissen um 3.800 Hektar (+ 10 Prozent) auf 41.900 Hektar.

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Ernteaussichten in Sachsen

Themen: Anbauflächen,Pflanzen,Sachsen,Statistik — info @ 09:05

Saaten überwinterten gut, aber trockener April schädigte Kulturen

Dresden (agrar.de) – Im Freistaat Sachsen wird in diesem Jahr nach Angaben des Statistischen Landesamtes weniger Getreide, aber mehr Winterraps als 2006 angebaut.

Nach ersten Berechnungen verringerte sich Getreideanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 9.300 Hektar (gut zwei Prozent) auf 381.200 Hektar. Die Anbaufläche von Wintergetreide wurde um 5.800 Hektar (zwei Pro­zent) auf 336.000 Hektar ausgedehnt, wobei der Anstieg bei Winterroggen auf 38.200 Hektar (35 Prozent) bemerkenswert ist. Die mit Sommergetreide bestellte Fläche fällt dagegen viel geringer als im Vorjahr aus. So wurden nach ersten Berechnungen 34.600 Hektar Sommer­gerste gedrillt. Das entspricht einer Verringerung der Anbaufläche um 11.800 Hektar (25 Pro­zent) gegenüber 2006.

Bei Winterraps (einschließlich Winterraps als nachwachsender Rohstoff) ist eine Erhöhung der Anbaufläche um 10.600 Hektar (gut acht Prozent) auf voraussichtlich 140.600 Hektar zu verzeichnen. Der Kartoffelanbau wird auf 7.700 Hektar geschätzt. Damit konnte die Anbaufläche zum Vorjahr um 400 Hektar ausgedehnt werden. Die Anbaufläche von Körner- und Silomais bleibt mit 74.600 Hektar fast konstant.

Der Herbst 2006 war für die Bestellung der Wintersaaten optimal. Die landwirtschaftlichen Betriebe konnten das Wintergetreide meist qualitäts- und termingerecht ausbringen. Gegenüber dem Vorjahr kam es durch den milden Winter zu keiner Schädigung der Wintersaat. Die Auswinterung ist minimal.

Den Wachstumsstand des Wintergetreides, des Winterrapses, der Feldfutterpflanzen und des Grünlandes beurteilten die meisten landwirtschaftlichen Betriebe zunächst besser als im vergangenen Jahr. Durch die Trockenheit im April verschlechterte sich der Zustand des Wintergetreides und des Winterrapses jedoch ständig. Für gut zwei Drittel der Betriebe war die Winterfeuchtigkeit im Boden zu gering. Die Niederschläge im März und April waren für fast alle Betriebe nicht ausreichend. In ganz Sachsen fehlte es an Niederschlag. Besonders auf leichten Standorten traten erste Trockenschäden auf. An Pflanzenkrankheiten und Schädlingen sind vor allem Rapsschädlinge, Getreidemehltau und Virosen zu verzeichnen.

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30. Mai 2007

Sächsische Milcherzeuger mit Höchstleistungen

Dresden (agrar.de) – In Sachsen bearbeiten knapp 8.000 Landwirtschaftsbetriebe rund 910.000 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche. Damit wird etwa die Hälfte der sächsischen Bodenfläche ackerbaulich oder viehwirtschaftlich genutzt. Ein sächsischer Landwirtschaftsbetrieb verfügt nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Durchschnitt über 117 Hektar Fläche. In den landwirtschaftlichen Betrieben waren 2005 rund 11.900 Familienarbeitskräfte, 10.500 ständige Arbeitskräfte und 9.400 Saisonkräfte beschäftigt. Sie erwirtschafteten einen Produktionswert von knapp 1,8 Milliarden Euro. Davon entfiel etwa je die Hälfte auf pflanzliche und auf tierische Erzeugung.

Mehr als die Hälfte des sächsischen Produktionswertes aus tierischer Erzeugung wird durch Milch erwirtschaftet (fast 500 Millionen Euro). Der Milcherzeugung widmen sich in Sachsen knapp 1.300 landwirtschaftliche Betriebe. Diese hielten 2006 im Durchschnitt 194.200 Milchkühe, die insgesamt 1,575 Millionen Tonnen Milch gaben. Davon wurden 1,537 Millionen Tonnen an Molkereien zur Weiterverarbeitung geliefert. 35.700 Tonnen kamen als Futter­milch zum Einsatz und 1.700 Tonnen Milch wurden in den Haushalten der Erzeugerbetriebe verbraucht bzw. über die Direktvermarktung abgesetzt.

Die sächsischen Milchkühe erreichten 2006 mit einer Jahresleistung von 8.107 Kilogramm je Kuh wiederum den Spitzenplatz unter den Bundesländern. Dies entspricht einer täglichen Milchleistung von 22,2 Kilogramm Milch. Für jeden Sachsen wurden im vergangenen Jahr rund 369 Kilogramm Milch erzeugt.

Die Milcherzeugung in Sachsen pegelte sich seit 1998 aufgrund der Milchgarantiemengenregelung bei einer jähr­lichen Gesamterzeugung von 1,5 bis 1,6 Millionen Tonnen ein. Der Milchkuhbestand in Sachsen halbierte sich seit 1990 von 417.100 Kühen auf 194.245 Tiere im Jahr 2006. Demgegenüber erhöhte sich die jährliche Milchleistung von 4.395 Kilogramm je Kuh auf fast das Doppelte (8.107 Kilogramm je Kuh).

Zudem wurden in Sachsen 983 Millionen Hühnereier (in Betrieben mit 3.000 und mehr Legehennenplätzen) und 58.400 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) produziert.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, brachten die sächsischen Landwirte 2006 eine Getreideernte (ein­schließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) von gut 2,3 Millionen Tonnen ein. Gut 1,2 Millionen Tonnen entfielen auf Brotgetreide (Weizen und Roggen). An sonstigen Mähdruschfrüchten (unter anderem Raps, Futtererbsen, Acker­bohnen) ernteten die Landwirte 501.600 Tonnen, darunter 453.800 Tonnen Winterraps. Außerdem rodeten die Landwirte 233.800 Tonnen Kartoffeln und 690.700 Tonnen Zuckerrüben. Je Hektar Anbaufläche wurden Erträge von 56 Dezitonnen Getreide, 322 Dezitonnen Kartoffeln und 511 Dezitonnen Zuckerrüben erzielt.

In den sächsischen Obstanlagen wurden im vergangenen Jahr 103.500 Tonnen Baumobst und 5.500 Tonnen Beerenobst geerntet. Den Hauptanteil an der Obsternte bildeten Äpfel mit 90.100 Tonnen. Die Winzer erzeugten knapp 19.800 Hektoliter Wein, darunter 16.600 Hektoliter Weißwein. Die Gemüseanbauer ernteten 2006 rund 51.800 Tonnen Gemüse auf dem Freiland. Diese Erntemenge setzt sich unter anderem aus 11.600 Tonnen Frisch­erbsen, 14.800 Tonnen Kohlgemüse und 11.600 Tonnen Speisezwiebeln zusammen. Weitere 6.300 Tonnen Gemüse kamen aus dem Anbau unter Glas, darunter 4.300 Tonnen Gurken.

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Fehlende Erntehelfer gefährden die Ernte

Themen: Arbeitsmarkt,Gemüse,International,Obst — info @ 16:05

Rheinische Obst- und Gemüseerzeuger fordern weitere Vermittlungsabsprachen

Bonn (agrar.de) – Über fehlende Erntehelfer klagt zurzeit ein Teil der rheinischen Erdbeererzeuger. Wie der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn dazu mitteilt, seien insbesondere viele polnische Saisonarbeitskräfte in den letzten Tagen nicht wie geplant auf den Höfen angekommen.

Die Ursachen für das Fehlen der Erntehelfer sind nach Angaben des Provinzialverbandes vielfältig: Trotz intensiver Bemühungen der Agenturen für Arbeit und der ARGEN gelinge es nicht, arbeitswillige inländische Arbeitslose in ausreichender Anzahl in die Betriebe zu vermitteln. Darüber hinaus nutzten viele polnische Staatsangehörige, die in der Vergangenheit den Löwenanteil der Erntehelfer im Rheinland gestellt hätten, die Möglichkeit im benachbarten EU-Ausland ganzjährig zu arbeiten. Dies sei z.B. in Großbritannien, Irland, Dänemark und den Niederlanden möglich. In Deutschland sei demgegenüber nur eine befristete Tätigkeit von maximal vier Monaten zulässig. Auch der wirtschaftliche Aufschwung in Polen trage zum Fehlen der Erdbeerpflücker bei: Viele polnische Arbeitgeber weigerten sich aufgrund voller Auftragsbücher, ihre Mitarbeiter für einen mehrwöchigen Ernteaufenthalt in Deutschland freizustellen.

‚Ohnehin müssen sich die rheinischen Obst- und Gemüseerzeuger mittelfristig Erntehelfer aus anderen Staaten suchen‘, meint der Präsident des Provinzialverbandes Josef Klein. Spätestens im Jahr 2011 trete für die Polen vollkommene Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft. Dann könnten die bisherigen Erntehelfer unbefristet in Deutschland arbeiten. ‚Bei den niedrigen Preisen für unsere landwirtschaftlichen Erzeugnisse können wir allerdings keine Industrielöhne zahlen, dürften also insoweit den Kürzeren ziehen. Polnische Erntehelfer dürften der Landwirtschaft dann kaum mehr zur Verfügung stehen‘, so Klein.

‚Im Ergebnis stehen wir ohne Alternativen da. Die Situation ist völlig verfahren, wenn die Politik nicht kurzfristig reagiert‘, stellt der Präsident des Provinzialverbandes fest. Denn Erntehelfer aus Osteuropa dürften nur dann in der Landwirtschaft arbeiten, wenn vorher eine Vermittlungsabsprache zwischen Deutschland und dem Herkunftsland getroffen wurde. Die momentan geltenden Vermittlungsabsprachen stellten keine wirkliche Lösung dar, da die Staatsangehörigen der betreffenden Staaten nach Ablauf der Übergangsfrist des EU-Beitritts in andere Branchen abwandern würden.

‚Was wir daher dringend brauchen, sind neue Vermittlungsabsprachen mit Ländern außerhalb der EU, z.B. mit der Ukraine oder mit Weißrussland‘, fordert der Präsident des Provinzialverbandes. Hier stünden genügend willige Erntehelfer zur Verfügung, die gerne in Deutschland bei der Einbringung der Ernte helfen würden. Wenn die Bundesregierung diesen Weg nicht öffne, blieben künftig immer mehr Erdbeer- und Spargelfelder unbeerntet. ‚Dies bleibt dann auch nicht ohne Auswirkungen auf die Vermarktungseinrichtungen und die hier bestehenden Arbeitsverhältnisse‘, warnt Klein. Letztlich würden auch die Verbraucher getroffen, denen nicht mehr in ausreichendem Umfang qualitativ hochwertige Produkte aus dem regionalen Anbau in Deutschland zur Verfügung ständen.

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Koalition will Agrarberichterstattung neu ordnen

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 10:05

Berlin (agrar.de) – Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD wollen die Agrarberichterstattung in Deutschland auf eine neue Grundlage stellen. Wie aus einem Antrag hervorgeht, soll künftig ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt werden, der den Agrar- und Umweltbereich, die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft sowie die Infrastruktur in ländlichen Räumen einbezieht. Das teilt der Pressedienst des Bundestages mit.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird aufgefordert, das Berichtswesen zu einem ‚modernen und flexiblen Informations- und Kommunikationsinstrument‘ weiterzuentwickeln. Künftig solle einmal pro Wahlperiode über ländliche Räume einschließlich der Mittelverwendung in der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ sowie über Landwirtschaft und Fischerei berichtet werden.

Ein weiterer Bericht müsse sich mit dem Zustand der Wälder, der Forst- und Holzwirtschaft beschäftigen. Darüber hinaus solle es weiterhin einen Tierschutzbericht sowie einen Bericht zum Schutz der Gesundheit sowie der rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher geben. Das Ministerium müsse darüber hinaus prüfen, so die Fraktionen, wie aus dem Landwirtschaftsgesetz ein Landwirtschaftsgesetzbuch werden kann, um dadurch die jeweiligen Fachgesetze straffen und vereinfachen zu können. Die Abgeordneten wollen schließlich auch darüber informiert werden, wie ein neuer ‚Rat für ländliche Räume‘ der Bundesregierung die Planungen verschiedener Ressorts koordinieren kann.

Zur Begründung heißt es, die bisherigen Routineberichte in Papierform erfüllten ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr, weil die Daten zum Teil mehr als ein Jahr alt seien.

Bislang erscheinen unter anderem jährlich der Agrarbericht und der Waldzustandsbericht und alle zwei Jahre der Tierschutzbericht.

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29. Mai 2007

Sachsen: Im I. Quartal über 2.000 Tonnen mehr Schlachtfleisch

Themen: Fleisch,Sachsen,Statistik,Tiere — info @ 16:05

Dresden (agrar.de) – Von Januar bis März 2007 wurden in Sachsen knapp 17.700 Tonnen Fleisch erschlachtet. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gut 2.000 Tonnen (13 Prozent) mehr. Diese Menge stammt aus 159.400 gewerblichen und 9.300 Hausschlachtungen. Dies ist zugleich die höchste Schlachtmenge im I. Quartal der vergangenen sechs Jahre.

Schweinefleisch bildet mit 83 Prozent den Hauptanteil an der Fleischmenge im I. Quartal 2007. Die im Berichtszeitraum erschlachteten 14.600 Tonnen Schweinefleisch resultieren aus der Schlachtung von 153.100 Schweinen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 2.300 Tonnen (19 Prozent) mehr. Der Anteil der hausgeschlachteten Schweine liegt bei vier Prozent (6.100 Tiere). Das durchschnittliche gewerbliche Schlachtschwein brachte 95,5 Kilogramm auf die Waage.

Mit 2.850 Tonnen Rindfleisch wurde das Vorjahresniveau um 350 Tonnen (elf Prozent) deutlich unterschritten. Die im I. Quartal 2007 erschlachtete Rindfleischmenge ist zugleich die geringste seit Einführung dieser Statistik. Dafür wurden 9.400 Rinder, die sich in 4.400 Kühe, 3.200 Bullen und Ochsen und 1.800 Färsen aufteilen, geschlachtet. Mit gut 1.300 Tieren wurde jedes siebente Rind hausgeschlachtet. Mit über 900 geschlachteten Kälbern wurden die Schlachtzahlen des Vorjahres (872) überboten. Diese erbrachten 63 Tonnen Kalbfleisch. Der Anteil der Hausschlachtungen liegt bei knapp 21 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr ist eine deutliche Erhöhung der Anzahl geschlachteter Schafe ersichtlich. Wurden 2006 im Berichtszeitraum 3.700 Tiere der Schlachtung zugeführt, so erhöhte sich deren Anzahl um 1 050 (28 Prozent) auf 4.800 Schlachtungen. Diese erbrachten eine Fleischmenge von 106 Tonnen. Der Anteil der Hausschlachtungen liegt bei einem Drittel. Weiterhin wurden im genannten Zeitraum 400 Ziegen und 106 Pferde geschlachtet, die 28 Tonnen Pferde- und sieben Tonnen Ziegenfleisch erbrachten.

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