02. April 2007

21. Milchbörse: Preise fallen auf Tiefstand

Themen: Handel,Milch,Rinder — info @ 14:04

Handelsmenge und Gesamtangebot erreichen Rekordwerte

Berlin (agrar.de) – Die Milchquotenpreise sind bei der 21. Milchquotenbörse am 2. April 2007 auf breiter Front zurückgegangen. Der gewogene Durchschnittspreis für Deutschland beträgt 38 Cent/kg. Im Vergleich zum letzten Handelstermin ist dieser um 13,6 Prozent (6 Cent/kg) und im Vergleich zum Vorjahreswert um 24 Prozent (12 Cent/kg) gefallen. Somit ist der Aprilhandelspreis der Niedrigste seit Einführung der Börse im Jahr 2000, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. In den meisten Verkaufsgebieten ist der Quotenpreis deutlich gefallen. In den alten Bundesländern ist der gewogene Durchschnittpreis von 46 Cent/kg auf 39 Cent/kg und in den neuen Bundesländern von 30 Cent/kg auf 25 Cent/kg gesunken. Mit einem Minus von 26 Cent/kg im Vergleich zum Oktoberwert fallen besonders die Oberpfalz und Mittelfranken auf. Preisanstiege sind nur in Freiburg (+ 5 Cent/kg), Hessen (+ 1 Cent/kg) und Nordrhein-Westfalen (+9 Cent/kg) zu verzeichnen. Die Spannbreite der Handelspreise reicht von 45 Cent/kg in Sc hleswig-Holstein bis 21 Cent/kg in Sachsen.

Mit rund 257 Millionen Kilogramm (alte Bundesländer ca. 237 Millionen Kilogramm, neue Bundesländern ca. 21 Millionen Kilogramm) wurde die höchste Menge seit dem Jahr 2000 gehandelt. Auch die insgesamt angebotene Menge erreicht mit rund 395 Millionen Kilogramm einen Rekordwert. Dass die Gesamtnachfrage von rund 441 Millionen Kilogramm das Angebot übertrifft, liegt vor allem an den hohen Nachfragemengen in den Übertragungsgebieten Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Insbesondere in Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurde doppelt soviel nachgefragt wie angeboten. Im Vergleich zum letzten Handelstermin ist die Anzahl der Anbieter um ca. 1.700 und Nachfrager ca. 4.240 gestiegen. Von den insgesamt 6.741 Anbietern konnten 4.601 erfolgreich Milchquoten veräußern. Von den 9.905 Gesamtnachfragern konnten 6.591 erfolgreich Quoten kaufen.

Die aktuellen Ergebnisse der Milchquotenbörse spiegeln die Diskussion um das Ende der Milchquotenregelung im Jahr 2014/15 wider, erklärte der DBV. Auch die Zusammenlegung der Übertragungsgebiete zum 1. Juli 2007 ist ein Grund für den Rückgang der Quotenpreise. Insgesamt wertet der DBV den heutigen Handelstermin positiv. Die niedrigen Quotenpreise zeigen, dass die Milcherzeuger die gegenwärtige Situation auf dem Milchmarkt und die Diskussionen über die Zukunft der Milchquotenregelung in ihrer Preiskalkulation berücksichtigen.

Weitere Detailergebnisse finden Sie auf der Homepage des DBV.

Links zum Thema Milchquoten und Börsen.

Hennen in Baden-Württemberg legen 2006 rund 706 Millionen Eier

Themen: Geflügel,Tierbestände — info @ 13:04

Gesamtbedarf in Baden-Württemberg jedoch dreimal so hoch – Legeleistung der Hennen bei 22 Eiern im Monat

Stuttgart (agrar.de) – Im Rahmen der Geflügelstatistik wird die Eierproduktion in den spezialisierten Geflügelhaltungsbetrieben mit jeweils mehr als 3.000 Hennenhaltungsplätzen nachgewiesen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hat sich mit rund 150 Betrieben nur eine vergleichsweise kleine Anzahl auf die Haltung von Legehennen mit mehr als 3.000 Hennenhaltungsplätzen spezialisiert. Bei einem Gesamtbestand von 1,61 Millionen Legehennen haben die Geflügelspezialbetriebe im Jahr 2006 insgesamt rund 430 Mill. Eier erzeugt. Statistisch betrachtet, legt eine Henne damit 266 Eier im Jahr. Dies entspricht einer durchschnittlichen monatlichen Legeleistung von 22 Eiern.

Dabei zeigt die Eiererzeugung Jahr für Jahr ausgeprägte saisonale Schwankungen. Die Spitzenwerte werden im März und damit unmittelbar vor Ostern sowie im Oktober verzeichnet, wo die Produktion von Weihnachtsgebäck auf Hochtouren läuft. Am niedrigsten ist die Eiererzeugung in den Sommermonaten. Viele Verbraucher zollen offenbar der Hitze Tribut, verzichten auf Teigwaren oder ähnliches und bevorzugen stattdessen leichte, vitaminreiche Kost. Die Geflügelhalter nutzen diese Zeit deshalb häufig zum Herdenwechsel.

Der Legehennenbestand und in der Folge auch die Eierproduktion sind nach dem Tiefststand im Jahre 2004 zum zweiten Male wieder angestiegen. Möglicherweise eröffnen die neuen Haltungsbestimmungen verbunden mit der größeren Verbrauchernähe den heimischen Erzeugern aber auch weitere Marktchancen. Denn selbst wenn man berücksichtigt, dass in den landwirtschaftlichen Betrieben mit kleineren Beständen (weniger als 3.000 Haltungsplätze) über eine weitere Million an Legehennen im letzten Jahr rund 278 Mill. Eier produzierten, so deckt die heimische Markterzeugung von insgesamt 706 Mill. Eiern doch nur knapp ein Drittel des Gesamtbedarfs an Eiern im Land.

Nur noch 54 Prozent der im Dezember 2006 vorhandenen Hennenhaltungsplätze in den baden-württembergischen Spezialbetrieben (mehr als 3.000 Haltungsplätze) entfielen auf die Aufstallung in Käfigen bzw. Legebatterien. Auf der anderen Seite beziffert sich der Anteil der Produktionskapazitäten in Boden-, Auslauf- und Freilandhaltungen mittlerweile auf knapp 46 Prozent. Die Tendenz ist weiter steigend, nachdem 1990 deren Anteil lediglich bei 4 Prozent gelegen hatte. Bei den kleineren Geflügelhaltungen, die bei der Geflügelstatistik nicht erfasst werden, dürfte der Anteil letztgenannter Haltungsformen sogar noch höher sein.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Seiten: << 1 2 3 4 5



   (c)1997-2017 @grar.de