27. April 2007

Ministerien warnen: Hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr

Themen: Bundesländer,Wald — info @ 15:04

Berlin (agrar.de) – Die Landwirtschaftsministerien der Bundesländer warnen vor erhöhter Waldbrandgefahr durch die andauernde Frühjahrswärme und bisher ausbleibende größere Niederschlagsmengen. Der Deutsche Wetterdienst hat für weite Teile des Landes bereits die höchste Waldbrandgefahrenstufe festgestellt.

Es wird an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert, sich an einige grundlegende Regeln der Brandverhütung zu halten:

– In der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober ist es verboten, in Wäldern, Mooren und Heiden offene Feuer zu entzünden, zu grillen oder zu rauchen.

– Es ist auch darauf zu achten, daß Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras oder Heide geparkt werden dürfen.

– Beim Parken am Waldrand müssen generell die Wege und Zufahrten freigehalten werden, um im Notfall den Löschfahrzeugen ein schnelles Durchkommen zu ermöglichen.

– Jeder Waldbesucher ist verpflichtet, Waldbrände zu verhüten und zu bekämpfen. Scheint der eigene Löschversuch erfolglos oder von vornherein aussichtslos, so muß umgehend die Polizei, Feuerwehr oder die nächste Forstdienststelle informiert werden.

Waldbrände vernichten nicht nur wertvollen Erholungsraum, sondern auch den Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Die finanziellen Schäden sind oft beträchtlich und bewegen sich alljährlich bundesweit in Millionenhöhe. Allein im vergangenen Jahr kam es in Deutschland zu rund 1.000 Waldbränden, die eine Fläche von fast 500 Hektar vernichteten.

Informationen und eine Übersichtskarte zur aktuellen Waldbrandgefahr finden Sie hier.

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DBV: Mehr Stallbauten in 2006/07

Themen: Agrarstruktur,Tiere,Wirtschaft — info @ 12:04

Aktuelle Auswertung der Landgesellschaften zu Bauinvestitionen

Berlin (agrar.de) – Im Jahre 2006 waren wieder mehr Stallbauinvestitionen im Milchvieh- und Schweinebereich zu verzeichnen. Danach wurden von den gemeinnützigen Landgesellschaften in sieben Bundesländern im Jahre 2006 563 Investitionsfälle betreut (2005: 520 Fälle). Für 2007 zeichnet sich eine deutliche Fortsetzung des Investitionstrends ab, wie aus einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes (DBV) der gemeinnützigen Landgesellschaften in den Bundesländern hervorgeht.

Auch aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes ergibt sich, dass die Zahl der Baugenehmigungen im Bereich der Landwirtschaft erstmals seit mehreren Jahren wieder gestiegen ist. Demnach haben die landwirtschaftlichen Baugenehmigungen im Jahre 2006 um 14 Prozent auf 8.166 Vorhaben zugenommen, die veranschlagten Baukosten stiegen um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro.

Links zum Thema Stallbau und -einrichtung.

BUND warnt vor „Gentechnik-Durchmarschgesetz“

Themen: Biogas,Energie,Gentechnik,Kraftstoffe,Mais,NaWaRos — info @ 12:04

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Agrarminister Horst Seehofer aufgefordert, die bestehenden Mindeststandards für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen nicht aufzuweichen. Die Landwirtschaft in Deutschland brauche kein Gentechnik-Durchmarschgesetz. Das belege die hohe Zahl der Zusammenschlüsse von mehr als 30.000 Landwirten in über 100 gentechnikfreien Regionen mit einer Gesamtfläche von mehr als einer Million Hektar.

Die Fläche auf der Gen-Mais der Firma Monsanto ausgesät werde, verdopple sich von 2006 auf 2007 auf etwa 2.000 Hektar. Dies bedeute ein signifikant erhöhtes Risiko für gentechnikfrei wirtschaftende Landwirte. Im Falle einer Kontamination würden deren Ernten unverkäuflich.

Der Anteil gentechnisch veränderter Maisfelder beträgt im Bundesdurchschnitt 0,2 Prozent. Vier Fünftel der Anbaufläche liegen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Hinzu kommen Freisetzungsversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen, darunter Weizen, Gerste, Raps, Kartoffeln und Erbsen. Insbesondere der sich in den letzen Jahren in Ostdeutschland bereits auf ein Zehntel der landwirtschaftlichen Fläche ausgeweitete Ökolandbau gerate dadurch in Bedrängnis.

Für Axel Kruschat vom Brandenburger BUND-Landesverband stehen die Risiken gentechnischer Pflanzen in keinem Verhältnis zum Nutzen: ‚Besonders beim Mais wird deutlich, dass man mit intensiver Agrarwirtschaft zuerst die Maisschädlinge heranzüchtet und dann kommt die Gentechnikindustrie und sagt, wir haben hier mit schädlingsresistenten Sorten die Lösung für das Problem. Mit den bewährten Methoden der Feldbearbeitung und abwechslungsreichen Fruchtfolgen lassen sich die Schädlinge aber effektiver und umweltfreundlicher bekämpfen.‘

Hauptgrund für die Erweiterung der Anbauflächen mit gentechnisch veränderten Mais in Ostdeutschland sei die verstärkte Erzeugung von Rohstoffen für Biogasanlagen. In einem novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz müsse die Förderung des Biomasseanbaus an ökologische Standards geknüpft werden. Es dürfe keine Förderung gentechnisch veränderter Pflanzen als nachwachsende Rohstoffe geben. Dem Klimaschutz sei mit der Förderung des Ökolandbaus wesentlich mehr gedient. Nicht zertifizierte und gentechnisch veränderte Biokraftstoffe dürften außerdem nicht importiert werden.

Hubert Weiger, agrarpolitischer Sprecher des BUND: ‚Die gestern von Umweltminister Gabriel angekündigte exzessive Ausweitung des Einsatzes von Biokraftstoff führt in die falsche Richtung. Ein überzogener Anbau von womöglich auch noch gentechnisch manipulierten Energiepflanzen für Sprit fressende Autos hilft weder der Umwelt noch dem Klima. Das führt nur zu einer weiteren Intensivierung der Landwirtschaft.‘

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Fleischerzeugung in Rheinland-Pfalz geringfügig gestiegen

Themen: Fleisch,Rheinland-Pfalz,Statistik — info @ 11:04

Bad Ems (agrar.de) – Mit gut 130.000 Tonnen wurde im Jahr 2006 in Rheinland-Pfalz 0,6 Prozent mehr Fleisch erzeugt als im Jahr zuvor. In ganz Deutschland wurden nach vorläufigen Angaben fast 5,9 Millionen Tonnen produziert (plus 3,3 Prozent). Der rheinland-pfälzische Anteil an der Gesamtschlachtmenge betrug also lediglich 2,2 Prozent.

Rund 74 Prozent der rheinland-pfälzischen Schlachtmenge entfielen auf Schweinefleisch; Rind- und Kalbfleisch erreichten einen Anteil von fast 25 Prozent. Bundesweit lag der Anteil des Schweinefleisches an der Gesamtmenge bei 79 Prozent.

Im Jahr 2006 wurden rund 1,06 Millionen Schweine, 104.000 Rinder und 52.000 Schafe geschlachtet. Wie bereits im Vorjahr wurden etwa 24 Prozent der in Rheinland-Pfalz geschlachteten Tiere aus dem Ausland importiert. In den zurückliegenden Jahren hat sich die Zahl der von ausländischen Betrieben angelieferten Tiere stetig erhöht. Bei diesen Importen handelte es sich fast ausschließlich um Schweine.

Die Zahlen zur Schlachtungsstatistik werden aus den monatlichen Angaben der amtlichen Tierärzte und Fleischkontrolleure aufbereitet. Ausführliche Informationen enthält ein statistischer Bericht, der als PDF-Datei kostenfrei von den Seiten des Statistikamtes heruntergeladen werden kann.

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26. April 2007

Europa erwartet größere Getreideernte

Themen: Anbauflächen,Erntebericht,EU,Statistik — info @ 14:04

Größere Anbaufläche und steigende Erträge versprechen höhere Erntemenge

Hannover (agrar.de) – Zur kommenden Ernte wächst in der EU nach den derzeitigen Erwartungen mehr Getreide heran. In fast allen 27 Mitgliedsländern ist die Anbaufläche ausgedehnt worden, auch waren die Erträge im vergangenen Jahr wegen der Trockenheit im Sommer erheblich niedriger ausgefallen als sonst. Experten rechnen nach Informationen des niedersächsischen Landvolk-Pressedienstes deshalb auf der Basis von durchschnittlichen Erträgen mit einem Anstieg der Erntemenge gegenüber 2006 um 7,7 Prozent auf 278,41 Mio. t.

Auch weltweit wird mit einer größeren Getreideernte gerechnet. Die FAO schätzt, dass mit 2,29 Mrd. t Getreide und Reis, das wären vier Prozent mehr als im vergangenen Jahr, das bisherige Rekordniveau aus dem Jahr 2004 übertroffen wird. Die in den vergangenen Jahren zunehmend verschärfte Versorgungslage mit Getreide weltweit dürfte sich damit in diesem Jahr ein wenig entspannen.

Europas Bauern haben zur kommenden Ernte auf insgesamt 56,35 Mio. Hektar (ha) ausgesät, im Vorjahr waren es 55,66 Mio. ha. Davon entfallen 35,21 Millionen ha auf die alte 15-er Gemeinschaft. Hier soll sich die Erntemenge in diesem Jahr nach bisherigen Schätzungen um 6,3 Prozent auf 202,93 Mio. t erhöhen. Deutlicher fällt die Zunahme in den neuen EU-Mitgliedern aus, vor allem aufgrund erheblich steigender Durchschnittserträge. So soll Estland bei einem von 22 auf 41,6 Dezitonnen (dt) je ha steigenden Ertrag eine um 80 Prozent höhere Ernte einfahren als 2006. Aus dem gleichen Grund wird auch in Lettland (plus 29,2 Prozent), Litauen (plus 25,4 Prozent) und Polen (plus 16,5 Prozent) eine überdurchschnittlich steigende Ernte erwartet.

Größter Getreideerzeuger in der EU wird erneut Frankreich mit 65,74 Mio. t sein, gefolgt von Deutschland mit 46 Mio. t. Unter den Beitrittsländern ist Polen mit voraussichtlich 26,61 Mio. t der größte Getreideproduzent, während Malta mit 12.000 t das untere Ende der Skala markiert.

Mehr als ein Drittel der Anbaufläche wird mit 21,94 Mio. ha vom Weichweizen beansprucht, auf den mit 126,3 Mio. t – acht Prozent mehr als im vergangenen Jahr – sogar mehr als die Hälfte der erwarteten Erntemenge entfällt. An zweiter Stelle steht die Gerste mit 13,89 Mio. ha, die Erntemenge soll um 5,3 Prozent auf 59,04 Millionen t steigen. EU-weit hat daneben nur noch Mais mit 8,19 Millionen ha und 54,04 Mio. t Ertrag große Bedeutung, während auf Roggen lediglich 2,5 Mio. ha Anbaufläche und 8,04 Mio. t erwarteter Ertrag entfallen, Hauptanbauländer sind Deutschland und Polen.

Links zum Thema Europa.

Gartenbau in Thüringen

Erfurt (agrar.de) – Zur letzten Strukturerhebung zum Gartenbau im Jahr 2005 wurden 444 landwirtschaftliche Betriebe mit Gartenbau und einer gärtnerischen Nutzfläche (GN) von knapp 5.000 Hektar ermittelt. 1994 befassten sich 479 Betriebe mit der Erzeugung von Gartenbauerzeugnissen. Diese verfügten nach Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik über 6.000 Hektar GN.

150 Betriebe beschäftigten sich im Jahr 2005 mit der Erzeugung von Blumen und Zierpflanzen (1994: 219 Betriebe), 139 Betriebe mit Gemüseproduktion (179 Betriebe) und 92 Betriebe (68 Betriebe) mit Obstbau. Für Blumen und Zierpflanzen standen etwa 50 Hektar und für den Freilandgemüseanbau 1.600 Hektar Grundflächen zur Verfügung (1994: 60 ha bzw. 1.900 ha).

Die Baumobstfläche nahm durch umfangreiche Rodungen der noch in der ehemaligen DDR angelegten Plantagen von über 3.200 Hektar im Jahr 1994 auf 2.500 Hektar zur aktuellen Erhebung ab.

Dagegen hat sich für Strauchbeerenobst ein Markt erschlossen. Die Betriebszahl verdreifachte sich (1994: 11; 2005: 33 Betriebe) und die Strauchbeerenobstfläche stieg von 35 Hektar um das 4,6fache auf fast 200 Hektar 2005. Eine gleiche Entwicklung war im Erdbeeranbau zu beobachten. Hier nahm die Betriebszahl um 13 Prozent auf 53 Betriebe zu, die Anbaufläche stieg um 80 Prozent auf über 170 Hektar.

Baumschulkulturen gehörten bei 71 Betrieben (1994: 101 Betriebe) zum Produktionssortiment. Diese Betriebe bewirtschafteten 2005 noch 220 Hektar gegenüber 340 Hektar Baumschulflächen 1994.

Betriebe mit Gartenbau überwiegend klein strukturiert

Mit durchschnittlich 11 Hektar gärtnerischer Nutzfläche im Jahr 2005 waren die landwirtschaftlichen Betriebe mit Anbau von Gartenbauerzeugnissen zu Erwerbszwecken in Thüringen klein strukturiert. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Betriebe hatten ein Produktionspotential von weniger als einen Hektar gärtnerischer Nutzfläche (ha GN).

Flächenmäßig kommt diesen Betrieben mit einem Anteil von knapp 2 Prozent eine geringe Rolle zu. Lediglich ein Zehntel der Betriebe verfügte über Grundflächen von 20 ha GN und mehr. Insgesamt produzierten diese Betriebe auf 4.200 ha GN. Damit fielen 85 Prozent der GN aller landwirtschaftlichen Betriebe mit Anbau von Gartenbauerzeugnissen zu Erwerbszwecken auf das Produktionspotential dieser Betriebe.

Drei Viertel der Betriebe als Einzelunternehmen geführt

Betriebe mit Anbau von Gartenbauerzeugnissen 2005 waren überwiegend als Einzelunternehmen geführte Familienbetriebe. Insgesamt gehörten 336 Betriebe (76 Prozent) dieser Rechtsform an. Über drei Viertel wurden als Haupterwerbsbetriebe geführt. Weitere 44 Betriebe waren Personengesellschaften/Personengemeinschaften und 64 Betriebe waren in der Hand einer juristischen Person.

2005 in der Mehrzahl Saisonarbeitskräfte beschäftigt

Im Produktionsgartenbau wurden 6 200 Personen beschäftigt. Nahezu 1.600 Personen (darunter 60 Prozent Familienarbeitskräfte) waren in Einzelunternehmen, 1.100 Personen in Personengesellschaften / -gemeinschaften und 3.500 Arbeitskräfte in Betrieben der Rechtsform einer juristischen Person tätig.

Somit war jede vierte Arbeitskraft (23 Prozent) der knapp 27.200 Beschäftigten aller landwirtschaftlichen Betriebe Thüringens in diesen Betrieben tätig. 2.700 Personen (43 Prozent) waren ständig beschäftigt. Mit 3.500 Personen (57 Prozent) zählte der überwiegende Teil der Beschäftigten zu den Saisonarbeitskräften. Vergleichsweise waren in den landwirtschaftlichen Betrieben insgesamt über acht Zehntel des Personals ständig beschäftigt (22.500 Personen) und 17 Prozent (4.600 Personen) waren bis maximal 3 Monate befristet eingestellt.

Anbau von Gemüse- und Baumobst

Spargel ist Favorit im Freilandgemüseanbau 2006. Die für Thüringen bedeutendsten Gemüsearten sind Spargel, Blumenkohl, Weißkohl, Buschbohnen, Speisezwiebeln und Rosenkohl. Im Jahr 2006 entfielen auf diese genannten Gemüsearten 84 Prozent des Thüringer Freilandgemüseanbaus.

Die Anbaufläche von Spargel, inzwischen die dominierende Gemüseart in Thüringen, wurde gegenüber 1991 verzehnfacht. Blumenkohl, über Jahre die ‚Nummer eins‘ im Gemüsebau, erreichte 2006 nur noch ein Viertel der Anbaufläche von 1991. Rosenkohl hat sogar bundesweite Bedeutung. 13 Prozent der mit Rosenkohl bestellten Flächen des gesamten Bundesgebietes wurden im Jahr 2006 von Thüringer Betrieben bestellt, bei Buschbohnen hielten Thüringer Gemüseanbauer noch einen Anteil von 6 Prozent. Bedeutungslos ist dagegen der Anbau von Salaten.

Insgesamt spielt der Gemüseanbau in Thüringen im gesamtdeutschen Anbau eine geringe Rolle. Weniger als zwei Prozent der Freilandgemüseanbauflächen und knapp 3 Prozent der Flächen in Unterglasanlagen der Bundesrepublik werden durch Thüringer Gemüseanbauer bewirtschaftet. Unter Glas reiften in Thüringen überwiegend Gurken und Tomaten.

Äpfel – das meist angebaute Obst

Die Ergebnisse der letzten Baumobstanbauerhebung 2002 zeigten, auf ca. der Hälfte der Baumobstflächen Thüringens stehen Apfelbäume. Dabei nahmen die Sorte ‚Jonagold‘ mit einem Fünftel an allen Tafelobstbäumen, gefolgt von den Sorten ‚Elstar‘ sowie ‚Shampion‘ mit jeweils 10 Prozent Anteil Spitzenplätze ein. In wie weit sich das Sortenspektrum ändert, wird die diesjährige Baumobstanbauerhebung offenbaren.

Weitere Bedeutung hatten in Thüringen die Sauerkirschen mit einem Flächenanteil von 30 Prozent an der Baumobstfläche insgesamt. Über 90 Prozent der Bäume dienten dabei der Erzeugung von Verwertungsobst.

Bei gesamtdeutscher Betrachtung hat Thüringen im Obstbau eine untergeordnete Rolle. Zur Obstanbauerhebung im Jahr 2002 hatten von den bundesweit rund 13.700 Obstbaubetrieben lediglich 0,5 Prozent der Obstbaubetriebe von Deutschland ihren Betriebssitz in Thüringen. Diese Betriebe bewirtschafteten knapp 5 Prozent der 48.100 Hektar großen Baumobstfläche von Deutschland insgesamt.

Eine Ausnahme machten hier jedoch die Sauerkirschen. Ein Fünftel aller Sauerkirschbäume oder jeder sechste Hektar der mit Sauerkirschen bepflanzten Obstanlagen befand sich zur letzten Baumobstanbauerhebung in Bewirtschaftung von Thüringer Betrieben.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

DLG-Merkblatt zu Dieseleinsparung in der Pflanzenproduktion

Themen: Landtechnik,Medien,Pflanzen,Wirtschaft — info @ 10:04

Frankfurt (agrar.de) – Die Treibstoffkosten sind im landwirtschaftlichen Betrieb zu einem bedeutenden Kostenfaktor geworden. Maßgeblich verantwortlich dafür sind, so die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), zum einen der gestiegene Rohölpreis und zum anderen die Änderung des Mineralölsteuergesetzes.

Seit 1999 ist die Mineralölsteuer um knapp 50 Prozent angestiegen, und gleichzeitig ist der Anteil der Mineralölsteuererstattung für den Landwirt von 66 Prozent auf etwa 46 Prozent gesunken. Hinzu kommt, dass seit dem 1. Januar 2005 die Mineralölsteuererstattung nur bis zu einem jährlichen Dieselverbrauch von 10.000 Litern unter Abzug eines Selbstbehaltes von 350 Euro berücksichtigt wird. Für große Betriebe mit einem jährlichen Dieselverbrauch von deutlich mehr als 10.000 Litern bedeutet dies einen enormen Anstieg der Treibstoffkosten. Wegen des hohen Steueranteils von etwa 60 Prozent am Dieselpreis ist die Möglichkeit des Verkäufers, Rabatte zu gewähren, stark eingeschränkt. Daraus folgt, dass der Landwirt durch organisatorische Maßnahmen, wie den Bezug großer Chargen durch gemeinsamen Einkauf, die Dieselkosten nicht entscheidend verringern kann. Darüber hinaus ist auch die Verwendung von preiswerten alternativen Kraftstoffen, wie Biodiesel (RME, Rapsmethylester) oder Rapsöl, nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Der DLG-Ausschuss für Technik in der Pflanzlichen Produktion hat sich ausführlich mit Dieseleinsparpotenzialen in der Pflanzenproduktion befasst und jetzt unter der Federführung von Dr. Norbert Uppenkamp von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (Münster) ein neues Merkblatt dazu herausgegeben. Darin sind effektive Maßnahmen beschrieben, wie im Rahmen der Betriebsorganisation sowie beim Geräte- und Schleppereinsatz die Kraftstoffkosten gesenkt werden können.

Das DLG-Merkblatt Nr. 339 Dieseleinsparung in der Pflanzenproduktion kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:04

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 570 angebotenen Schweinen alle Schweine in drei Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,40 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,40 Euro bis 1,40 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

Milcherzeugung in Sachsen

Themen: Milch,Sachsen,Statistik,Tierbestände — info @ 09:04

Jahresleistung bei 8.107 Kilogramm

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Milchkühe gaben 2006 täglich über 22 Kilogramm Milch. Dies entspricht einer Jahresleistung von 8.107 Kilogramm. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde damit das Vorjahresergebnis (8.017 Kilogramm) um 90 Kilogramm (ein Prozent) überboten. 2006 wurden in Sachsen knapp 1,6 Millionen Tonnen Milch ermolken. Der seit 1997 anhaltende Abbau des sächsischen Milchkuhbestandes setzte sich auch 2006 fort. Der durchschnittliche Milchkuhbestand verringerte sich binnen eines Jahres um weitere 4.935 Milchkühe (2,5 Prozent) auf 194.245 Tiere.

Die Milchgesamterzeugung belief sich 2006 auf knapp 1,575 Millionen Tonnen. Das sind 22.200 Tonnen bzw. 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 1,537 Millionen Tonnen wurden 97,6 Prozent der Milch an Molkereien zur Weiterverarbeitung verkauft. 35.700 Tonnen wurden in den Erzeugerbetrieben als Futtermilch verwendet. Weitere 1.700 Tonnen wurden über die Direktvermarktung abgesetzt bzw. in den Haushalten der Milchbauern frisch verbraucht. Die Weiterverarbeitung der Milch durch die Erzeuger zu Landbutter und -käse spielt in Sachsen eine untergeordnete Rolle.

Die sächsischen Molkereien kauften mit 1,333 Millionen Tonnen (86,7 Prozent) den überwiegenden Teil der in Sachsen erzeugten Milch zur Weiterverarbeitung auf. Weitere Abnehmer fanden sich in Sachsen-Anhalt, die 105.100 Tonnen (6,8 Prozent) kauften. Weiterhin wurden 73.600 Tonnen nach Bayern, 19.800 Tonnen nach Brandenburg, 3.800 Tonnen nach Mecklenburg-Vorpommern und 1.900 Tonnen Milch nach Thüringen geliefert.

Mit 694.200 Tonnen kommen rund 44 Prozent der sächsischen Milcherzeugung aus dem Regierungsbezirk Chemnitz. Weitere 569.500 Tonnen (36 Prozent) werden im Regierungsbezirk Dresden und 311.000 Tonnen (20 Prozent) im Regierungsbezirk Leipzig erzeugt. Unter den Landkreisen ist Freiberg mit 136.600 Tonnen Spitzenreiter gefolgt vom Vogtlandkreis mit 124.700 Tonnen.

Die sächsischen Kühe behaupten seit 2000 die führende Position unter den Bundesländern und erreichten auch 2005 mit 8.017 Kilogramm erneut die höchste Milchleistung, gefolgt von den Milchkühen aus Brandenburg mit 7.977 und Sachsen-Anhalt mit 7.912 Kilogramm. Für Deutschland wurde eine durchschnittliche Jahresleistung von 6.761 Kilogramm ausgewiesen. Vergleichszahlen für 2006 stehen noch nicht zur Verfügung. Der sächsische Anteil an der gesamtdeutschen Milcherzeugung belief sich 2005 auf 5,6 Prozent. Mit knapp 7,6 Millionen Tonnen wird in Bayern über ein Viertel der deutschen Milch erzeugt. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

25. April 2007

2006: Körnermais wanderte oft in die Silage

Themen: Anbauflächen,Biogas,Mais,Statistik — info @ 15:04

Endgültige Maisanbauzahlen

Bonn (agrar.de) – Die Anbaufläche von Mais ist im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 1.746.900 ha gestiegen. Das berichtet das Deutsche Maiskomitee (DMK) unter Berufung auf die endgültigen Zahlen zum Maisanbau 2006 des Statistischen Bundesamtes.

Im Detail wird deutlich, dass in nahezu allen Bundesländern etwas mehr Mais als Silomais (incl. Energiemais) genutzt wurde. Die Fläche wurde im Vergleich zu 2005 um 6,6 Prozent oder 83.400 ha auf insgesamt 1.345.900 ha (2005: 1.262.500 ha) ausgeweitet. Die Werte übertreffen vorherige Einschätzungen noch einmal deutlich. Allerdings geht die Ausdehnung des Silomaisanbaus zu Lasten des Körnermaisanbaus. Er ist deutlicher als vorhergesagt um 12,2 Prozent auf 301.800 ha (2005: 343.600 ha) gesunken.

Im vergangenen Sommer waren Experten noch von einem Rückgang von rund 10 Prozent ausgegangen. Doch der trockene Sommer hat viele Landwirte besonders in den vom Wassermangel betroffenen Regionen gezwungen, ihren Körnermais zusätzlich zum Silomais zu silieren, um die Futtergrundlage für ihre Tiere zu sichern. Und das trotz ordentlicher Preise für den Körnermais. Die Erntemengen von Silomais sind 2006 im Vergleich zu 2005 deutschlandweit um fast 15 Prozent gesunken. Im Durchschnitt wurden 2006 389 dt/ha geerntet. Das sind 65,3 dt/ha weniger als 2005.

Lediglich in Rheinland-Pfalz wurde der Körnermaisanbau um 400 ha auf 6.700 ha ausgeweitet. In den anderen Bundesländern wurde der Anbau zurückgefahren. Im größten Anbaugebiet in Bayern sank er von 103.700 ha auf 95.400 ha, in Niedersachsen von 66.700 ha auf 56.600 ha, in Brandenburg von 19.700 ha auf 13.200 ha oder in Sachsen von 16.100 ha auf 10.700 ha.

Die Anbaufläche von Corn-Cob-Mix hat sich im Vergleich zu 2005 um 400 ha verringert und liegt nun bei 99.200 ha. Nordrhein-Westfalen hat daran mit 55.600 ha den größten Anteil. Dort wurde die Fläche allerdings um 3.800 ha verringert, während sie in Niedersach-sen um 4.500 ha auf 25.100 ha ausgedehnt wurde.

Aufgrund dieser Entwicklung haben sich dementsprechend auch die Zahlen für den Silomais verändert. Fast alle Bundesländer weisen eine größere Fläche als noch 2005 aus. Die größte Veränderung gab es in Niedersachsen, wo 2006 (300.400 ha) 30.200 ha mehr Silomais aufwuchsen als 2005. Damit reicht die Fläche fast an die Bayerns heran. Im nach wie vor größten Anbauland wurden 314.900 ha Silomais geerntet (2005: 303.600 ha).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Mais.

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