08. Februar 2007

Mecklenburg-Vorpommern: Schweinebestand deutlich erhöht

Weniger Betriebe mit Schweinehaltung

Schwerin (agrar.de) – Im November 2006 hielten die Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern 533.300 Rinder und 753.000 Schweine. Der Schweinebestand erhöhte sich um fast 60.000 Tiere bzw. 9 Prozent. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, war der Rinderbestand gegenüber dem Vorjahr erstmals seit 2001 nicht mehr rückläufig.

In der Schweinehaltung erhöhte sich die Anzahl der Tiere um 9 Prozent auf 753.000. Besonders deutlich wuchs der Bestand an Ferkeln um 22 Prozent auf 210.400 Tiere. Die Anzahl der Zuchtsauen stieg um 9 Prozent auf 83.600 Tiere. Die Entwicklung in der Schweinehaltung wurde durch das überdurchschnittliche Preisniveau des Jahres 2006 auf dem Schweinemarkt positiv beeinflusst.

Bei Schweinen setzt sich der Konzentrationsprozess fort. Obwohl der Gesamtbestand im Land anstieg, ging die Anzahl der Betriebe, die Schweine halten, um 5 Prozent auf nunmehr 700 zurück, von denen nur noch weniger als 300 die Schweinezucht betreiben.

In der Rinderhaltung wurde der seit fünf Jahren anhaltende Bestandsabbau im Jahr 2006 nicht nur aufgehalten: 533.300 Tiere im November 2006 sind 1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Allerdings ist diese insgesamt positive Entwicklung vor allem auf die Erhöhung des Schlachtviehbestandes und die Ausdehnung der Ammen- und Mutterkuhhaltung zurückzuführen. So betrug der Bestand an Rindern im Alter zwischen ein und zwei Jahren 109.000 Tiere, das sind 5 Prozent mehr als im November 2005. Die Anzahl der Ammen- und Mutterkühe wuchs um 7 Prozent auf 67.300 Tiere.

Der Bestand an Milchkühen jedoch war auch 2006 rückläufig. 169.200 Tiere bedeuteten 3 Prozent weniger als 2005. Aufgrund der Leistungssteigerung in der Milchproduktion werden immer weniger Milchkühe zur Ausschöpfung der betrieblichen Milchquote benötigt.

Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit Rinderhaltung stieg um 14 Prozent auf 2.400. Seit Jahren nahezu unverändert ist die Anzahl der Betriebe, die sich auf die Milchproduktion spezialisiert haben, sie liegt bei 900. In 1.400 Betrieben werden Mutter- und Ammenkühe gehalten.

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Thüringen: Weiter steigende Tendenz zu Boden- und Freilandhaltung

Themen: Geflügel,Statistik,Thüringen,Tierbestände — info @ 10:02

Erfurt (agrar.de) – Die 24 Thüringer Betriebe mit einer Legehennenhaltung ab 3.000 Haltungsplätzen verfügten zum Stichtag 1. Dezember 2006 über eine Kapazität von rund 2,2 Millionen Plätzen. Davon waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik knapp 1,3 Millionen Plätze in der Käfighaltung, 594.000 Plätze in der Bodenhaltung und 359.000 Plätze in der Freilandhaltung.

56,8 Prozent der am 1. Dezember 2006 vorhandenen Hennenhaltungsplätze entfielen auf die Käfighaltung. Vor zehn Jahren waren 90,9 Prozent der Hennenhaltungsplätze in Käfigen bzw. Legehennenbatterien und vor einem Jahr gehörten noch 58,9 Prozent zu dieser Haltungsform.

Der Übergang zur Boden- und Freilandhaltung in Betrieben mit Legehennenhaltung ab 3.000 Haltungsplätzen setzte sich, wenn auch abgeschwächt, im Jahr 2006 weiter fort und erreichte einen Anteil an der gesamten Produktionskapazität von 43,2 Prozent (2005: 41,0 Prozent; 2004: 33,0 Prozent). Dabei erhöhte sich die Anteile der Haltungsplätze in der Boden- und Freilandhaltung an der Gesamtkapazität innerhalb eines Jahres von 26,2 auf 26,9 Prozent sowie von 14,8 auf 16,3 Prozent. 1996 gehörten lediglich 8,6 Prozent der Haltungsplätze zur Bodenhaltung und die Freilandhaltung war mit 0,5 Prozent noch bedeutungslos.

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07. Februar 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 815 angebotenen Schweinen 815 Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,36 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,33 Euro bis 1,38 Euro verkauft.

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Schleswig-Holstein: Agrarbericht 2005/2006

Strukturwandel dauert weiter an

Kiel (agrar.de) – Landwirtschaftsminister Dr. Christian von Boetticher hat heute die Bilanz des agrarwirtschaftlichen Produktionsjahres 2005/2006 vorgestellt.

Dabei verwies von Boetticher in Kiel auf eine ‚gemischte Bilanz‘: Zwar sei das durchschnittliche Betriebsergebnis rückläufig gewesen, jedoch stehe die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein im Bundesmaßstab weiterhin vergleichsweise gut da. Der Minister verwies auf Herausforderungen wie den andauernden Strukturwandel. Insgesamt beurteilte er die Zukunftsaussichten der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein als aussichtsreich.

Mit Bedauern vermerkte von Boetticher, dass das Betriebsergebnis 2005/2006 im Vorjahresvergleich von durchschnittlich 45.433 Euro auf 42.036 Euro pro Betrieb gefallen sei. Zur Begründung verwies er vor allem auf hohe Trocknungskosten bei der Ernte 2005 durch die feuchte Witterung. Gleichzeitig seien die Preise für Rohöl, Strom, Düngemittel und Wasser gestiegen. Ackerbaubetriebe hätten wegen der hohen Feuchtigkeit einen großen Teil des Roggens und Weizens zudem nicht als Brot-, sondern als Futtergetreide mit entsprechend niedrigeren Erlösen vermarkten müssen. Vor allem in der Milchvieh- und Rindermastwirtschaft sei hingegen dank einer erhöhten Milchleistung und gestiegener Schlachtrinderpreise ein stabiles Ergebnis erzielt worden.

Der Rückgang des durchschnittlichen Betriebsergebnisses um ca. 7,5 Prozent sei jedoch vergleichsweise moderat ausgefallen. Schleswig-Holstein liege gemeinsam mit Niedersachsen nach wie vor an der Spitze der alten Bundesländer. Im Vergleich mit den neuen Ländern werden die Betriebe weiterhin von ihren Wettbewerbern in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg übertroffen, sagte der Minister.

Als bemerkenswert bezeichnete von Boetticher den anhaltenden Trend gerade bei Betrieben mit hohem Viehbesatz zu Investitionen in regenerative Energien. Durch neue Biogasanlagen sei, so der Minister, mit einem starken Anstieg der Leistung zu rechnen. Sollten alle in Schleswig-Holstein beantragten Biogasanlagen in Produktion gehen, rechne man mit einer Verzehnfachung der Leistung binnen drei Jahren. Diese aus Klimaschutzerwägungen zu begrüßende Entwicklung bedeute zugleich neue Herausforderungen für die Landwirtschaft. Eine wachsende Nachfrage zum Beispiel nach Silomais und Pachtflächen führe zu einer Konkurrenzsituation zwischen der Viehwirtschaft und den Bioenergieanlagen, sagte der Minister.

Für das laufende Betriebsjahr erwartet Christian von Boetticher eine Verbesserung des Ergebnisses. Der trockene Sommer 2006 habe zum Beispiel beim Getreide sowohl zu einer deutlich besseren Qualität der Ernte bei gleichzeitig niedrigen Trocknungskosten als auch zu höheren Erlösen geführt. Gerade die Ackerbaubetriebe dürften daher zu der erwarteten Entwicklung aufgrund der gestiegenen Preise für Raps, Getreide und Kartoffeln beitragen. Jedoch seien nach Aussage des Landwirtschaftsministers regionale Unterschiede zu berücksichtigen, da durch den trockenen Sommer 2006 und ein vermehrtes Auftreten des Rapsglanzkäfers insbesondere die Geest spürbare Ertragsminderungen verkraften musste. Diese konnten wahrscheinlich nicht in jedem Fall durch höhere Preise wettgemacht werden. In der Viehhaltung habe die stark gestiegene Grillfleischnachfrage in Folge der Fußball-Weltmeisterschaft als auch wegen des guten Sommerwetters die Preise für Schlachtschweine stark ansteigen lassen.

Auf längere Sicht sei festzustellen, betonte Christian von Boetticher, dass der Strukturwandel auch in Schleswig-Holsteins Landwirtschaft weiter voran schreite: Seit 1980 habe die Gesamtzahl der Betriebe ab zwei Hektar Nutzfläche um etwa 60 Prozent auf derzeit ca. 17.600 abgenommen. Dafür steige die Betriebsgröße. Dieser Wandel werde sichtbar in der andauernden Abnahme der Zahl der Betriebe mit zwischen 20 und 100 Hektar Fläche um jährlich bis zu drei Prozent, während die Anzahl der Betriebe ab 100 Hektar in etwa dem gleichen Verhältnis zunehme. Bei den Betrieben ab 200 Hektar betrage die Steigerungsrate sogar sieben Prozent im Jahr.

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05. Februar 2007

Mecklenburg-Vorpommern: Weniger Getreide, Rapsanbau auf ein Viertel des Ackerlandes ausgedehnt

Schwerin (agrar.de) – Die Aussaat von Getreide und Raps im vergangenen Herbst erfolgte zu ähnlich günstigen Witterungsbedingungen wie 2005. Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden zur Ernte im kommenden Sommer 528.000 Hektar Wintergetreide gedrillt, das sind 48 Prozent der Ackerfläche. Damit verringerte sich sein Anbau gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent.

Die Winterrapsfläche wurde dagegen um 7 Prozent auf 260.700 Hektar ausgedehnt und nimmt nunmehr fast ein Viertel des Ackerlandes ein.

Die mit Winterweizen bestellte Fläche verringerte sich um 5 Prozent auf 312.200 Hektar und hat damit den niedrigsten Anbauumfang seit 2001. Bei Wintergerste, die auf 136.500 Hektar ausgesät wurde, ist ein gleichfalls 5-prozentiger Anbaurückgang zu verzeichnen. Roggen nimmt zur diesjährigen Ernte eine Fläche von 62.000 Hektar ein, das sind 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anbau von Triticale ist verstärkt rückläufig. 17.400 Hektar sind 29 Prozent weniger als im Vorjahr.

Winterraps wächst nach abermaliger Erweiterung seines Anbaus auf noch nie erreichte 260.700 Hektar und somit auf 24 Prozent des Ackerlandes.

Wintergetreide und Winterraps zusammen bedecken eine Fläche von 788.700 Hektar (Vorjahr: 789.500 Hektar) und nehmen damit 72 Prozent der Ackerfläche ein.

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02. Februar 2007

Wieder ansteigende Schweinebestände in Nordrhein-Westfalen

Themen: Statistik — info @ 15:02

Düsseldorf (agrar.de) – Nach der Schweinepest im Frühjahr 2006 ist bis November der Schweinebestand in Nordrhein-Westfalen um 0,9 Prozent auf fast 6,2 Millionen gegenüber Mai 2006 angestiegen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik als endgültiges Ergebnis der repräsentativen Viehzählung vom 3. November 2006 mitteilt, hat die Zahl der Mastschweine um 0,1 Prozent auf 2,7 Millionen und die der Zuchtsauen um 1,3 Prozent auf 513.100 zugenommen; letzteres ist auch auf den Anstieg bei den Jungsauen (+9,8 Prozent auf 113.500) zurückzuführen. Der Bestand an Ferkeln und Jungschweinen (zusammen 2,95 Millionen) ist um 1,5 Prozent angestiegen.

Gegenüber der letzten allgemeinen Viehzählung vom Mai 2003 zeigt sich im längerfristigen Vergleich, dass die Zahl der Ferkel und Jungschweine nahezu unverändert geblieben ist, aber die Zahl der Mastschweine um 2,5 Prozent und die der Zuchtsauen um 3,4 Prozent zurückgegangen ist. Im genannten Zeitraum hat die Zahl der schweinehaltenden Betriebe um 20,2 Prozent auf 12.917 abgenommen. Damit hält der Konzentrationsprozess in der Schweinehaltung weiter an.

Im Rheinland hat sich die Zahl der schweinehaltenden Betriebe seit Mai 2003 mit -30,3 Prozent (auf 1.300 Betriebe) stärker verringert als in Westfalen (-18,8 Prozent; auf 11.600). Im gleichen Zeitraum ist der Schweinebestand im Rheinland um 9,7 Prozent auf 542.000 zurückgegangen, während er sich in Westfalen mit 5,6 Millionen (-0,6 Prozent) kaum verändert hat.

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01. Februar 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 590 angebotenen Schweinen 590 Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,35 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,34 Euro bis 1,35 Euro verkauft.

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BLHV: Auf Anbau von GVO-Ackerkulturen verzichten

Themen: Gentechnik,Umwelt,Verbände — info @ 14:02

Freiburg (agrar.de) – Südbadische Landwirte sollen auch 2007, wie bereits in den Vorjahren, konsequent auf den Anbau genveränderter Ackerkulturen freiwillig verzichten. Das fordert der Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), Werner Räpple, nach einer entsprechenden Beschlussfassung im Verbandsvorstand.

Räpple begründet die berufsständische Empfehlung mit der unverändert ablehnenden Haltung der Verbraucher gegenüber genveränderten Lebensmitteln. Auch erhebliche haftungsrechtliche Risiken nach dem geltenden Gentechnikgesetz seien für die restriktive Bewertung des Verbandes maßgebend.

Die im Gesetz geregelte verschuldensunabhängige Haftung mache Landwirte mit GVO-Ackerkulturen auch dann für die Folgen von Vermischungen verantwortlich, wenn die von den Züchtern empfohlenen Abstände zu konventionellen und Bio-Ackerkulturen eingehalten wurden.

Schwerwiegende Gründe für eine gebotene Zurückhaltung bei Einsatz von GVO-Saaten, so der BLHV-Präsident, seien ebenso die kleinstrukturierte südbadische Landwirtschaft, der weitaus überwiegende Absatz von Körnermais in den Lebensmittelbereich sowie eine notwendige Rücksicht auf Bio-Betriebe in der Region.

Die Wahlfreiheit der Verbraucher müsse ebenso wie die der Landwirte dauerhaft gewahrt bleiben. Dies gelte insbesondere, so lange konventionelle und Bio-Produkte wirtschaftlich vorteilhaft vermarktet werden können.

Der BLHV-Präsident verweist darauf, dass der Berufsstand seine Entscheidung für oder gegen Anbauempfehlungen zu GVO-Saaten weiterhin jährlich neu treffen werde. Die berufsständische Haltung sei abhängig vom Verbraucher-Verhalten, vom praktischen Nutzen und den Folgewirkungen für Natur und Landwirtschaft sowie plausiblen und praktikablen Regelungen für die Gewährleistung einer Koexistenz. Diese Einflussfaktoren seien weitgehend nicht von der Landwirtschaft selbst, sondern von Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen, von politischen Rahmenbedingungen, vom Markt und vom Verbraucher abhängig.

Räpple versichert, dass der BLHV derzeit keine grundsätzliche Entscheidung für oder gegen die ‚Grüne Gentechnik‘ treffe. Der Verband befürworte weitere Forschungs- und Versuchsvorhaben. Bei Feldversuchen müssten strengste Sicherheitsvorschriften gelten. Eine Vermischung und Auskreuzung müsse unter allen Umständen vermieden werden.

Der BLHV, so Präsident Räpple, bleibe auch weiterhin bei seiner jährlichen Abwägung und Neubewertung. Der Verbandspräsident fordert die südbadischen Landwirte auf, im Jahr 2007 auf den Anbau und auch auf den Versuchsanbau von GVO-Ackerkulturen zu verzichten. Landwirte sollten von ihren Saatgut-Lieferanten eine schriftliche Zusicherung einfordern, dass bei der Saatgut-Erzeugung keine gentechnischen Verfahren angewandt wurden. Eine Vermischung und Verunreinigung muss sowohl beim Saatgut als auch beim Anbau, der Lagerung und Verarbeitung vermieden werden, so Räpple in einer Presseerklärung.

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Sachsen-Anhalt: Erneute Anbauausdehnung bei Winterraps

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden nach den ersten Meldungen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung zu Herbstaussaatflächen 2006 über 683.000 Hektar Ackerland mit Winterfeldfrüchten bestellt, darunter 506.000 Hektar mit Wintergetreide. Derzeit steht auf über 177.000 Hektar Winterraps. Das ist mehr als das Doppelte an Fläche wie vor zehn Jahren.

Bei den Wintergetreidesaaten für das Erntejahr 2007 ist gegenüber dem Erntejahr 2006 ein Rückgang an Flächen zu verzeichnen. Während der Anbauumfang von Winterroggen mit 80.000 Hektar um mehr als ein Viertel über dem Vorjahr liegt (2006: 63.700 Hektar), zeichnet sich bei der Aussaat von Winterweizen und Wintergerste ein Rückgang um 9 Prozent bzw. um 6 Prozent ab. Damit wurde Winterweizen auf 302.000 Hektar und Wintergerste auf 105.000 Hektar gedrillt. Winterweizen bleibt die bedeutendste Getreideart im Land.

Wie bereits 2005 wurde auch im Herbst 2006 der Anbau von Triticale weiter eingeschränkt. Die Reduzierung der Anbaufläche ist seit 2002 zu verzeichnen. Waren im Jahr 2002 noch 44.400 Hektar mit Triticale bestellt, so liegt die Herbstaussaatfläche 2006 unter 20.000 Hektar.

Die weitere Ausdehnung der Winterrapsfläche, gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent, ist u. a. mit der guten Marktsituation und den Absatzmöglichkeiten im Biodieselbereich zu begründen. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Weizen spielt die Hauptrolle auf dem Acker

Themen: Anbauflächen,Pflanzen,Statistik — info @ 11:02

Mehr als die Hälfte des deutschen Wintergetreides – Anbauboom beim Raps

Hannover (agrar.de) – Winterweizen ist das wichtigste Getreide in der deutschen Landwirtschaft. An der Ackerfläche, die im vergangenen Herbst mit Wintergetreide bestellt worden ist, hat er einen Anteil von mehr als der Hälfte. Insgesamt wurden 5,515 Millionen Hektar (ha) mit Wintergetreide bestellt. Auf den Weizen entfallen davon 2,994 Millionen ha. Zweitstärkste Getreideart ist die Wintergerste, die jedoch mit 1,474 Millionen ha nur knapp halb soviel Fläche einnimmt wie der Weizen. Weitere 670.000 ha wurden mit Roggen bestellt und 369.000 ha mit Triticale. Eine erhebliche Fläche beansprucht bei der Herbstaussaat auch der Raps, auf den aktuell 1,524 Millionen ha entfallen. Damit liegt der Raps in der Bedeutung flächenmäßig noch vor der Wintergerste.

Zudem ist der Anbau von Winterraps gegenüber dem Jahr zuvor kräftig angestiegen. Sein Anteil an der Aussaatfläche wurde um 8,1 Prozent ausgedehnt. Dabei spielte vor allem die Nachfrage nach Biodiesel eine große Rolle als Faktor für die Anbauausweitung. Noch kräftiger expandierte der Roggenanbau, die Aussaatfläche erhöhte sich sogar um 24,5 Prozent oder 131.700 ha. In den Jahren zuvor war der Roggenanbau immer weiter zurückgegangen. Inzwischen sind aber die Lagerbestände abgebaut, im vergangenen Jahr wurde Roggen sogar bereits knapp. Die Bauern haben darauf bei der Herbstausaat reagiert. Dagegen wurde der Weizenanbau etwas eingeschränkt, er verminderte sich um 2,1 Prozent oder 62.900 ha. Kräftiger eingeschränkt, und zwar um 8,7 Prozent oder 35.200 ha, wurde der Anbau von Triticale, während die Wintergerstenfläche nahezu unverändert blieb.

Für Wintergetreide ist Niedersachsen nach Bayern (885.100 ha) die zweitwichtigste Anbauregion, hier wächst das Getreide auf insgesamt 824.709 ha. Dabei dominiert auch zwischen Ems und Elbe der Winterweizen mit 404.900 ha. Mit 201.300 ha folgt die Wintergerste an zweiter Stelle. Stark ist hier aber insbesondere der Roggen mit 146.400 ha. Gegenüber dem Vorjahr wurde seine Fläche um 22 Prozent ausgedehnt. Zusammen mit Brandenburg (201.500 ha) entfällt auf diese beiden Bundesländer die Hälfte des gesamten deutschen Roggenanbaus. Vor allem auf den leichten Sandböden der Heideregion gibt es für die Bauern kaum Alternativen zum Roggen. Besonders hervorgetan haben sich die Niedersachsen auch bei der Ausdehnung des Rapsanbaus, der hier mit einem Plus von 14,8 Prozent den stärksten Zuwachs hatte und jetzt auf einer Fläche von 148.000 ha heranwächst.

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