15. Februar 2007

Europa erntet den meisten Weizen

Themen: Anbauflächen,EU,Getreide,Statistik — info @ 11:02

Die größte Anbaufläche liegt aber in Indien – Mehr Fläche für kommende Ernte

Hannover (agrar.de) – Für die kommende Ernte wird weltweit mit einer höheren Weizenproduktion gerechnet. Hoffnung darauf machen sowohl die Ausdehnung der Anbaufläche um 3,4 Prozent auf 214,5 Millionen Hektar (ha) als auch höhere Erträge, so das Landvolk Niedersachsen in einer aktuellen Pressemitteilung. Experten rechnen danach mit einer Weizenernte von 621 Millionen Tonnen (t), das wären 5,4 Prozent mehr als im Wirtschaftsjahr 2006/07 mit 589 Millionen t. Diese Erntemenge lag weit unterhalb des wachsenden Verbrauchs, so dass es im laufenden Wirtschaftsjahr zu einem rasanten Abbau der Lagerbestände und einem kräftigen Preisauftrieb gekommen ist. Über die größte Anbaufläche weltweit verfügt Indien, wo Weizen auf 26,6 Millionen ha geerntet worden ist. Kaum weniger Weizen ist in der auf 27 Mitglieder erweiterten Europäischen Gemeinschaft gewachsen, hier betrug die Anbaufläche 24,5 Millionen ha. An dritter Stelle steht China mit 23,0 Millionen ha, gefolgt von Russland mit 22,3 Millionen ha. Die USA belegen dahinter mit 18,9 Millionen ha den fünften Platz. Im zweistelligen Bereich liegen daneben nur noch Kasachstan (12,4 Millionen ha), Australien (11,1 Millionen ha) und Kanada (10,5 Millionen ha).

Bei der erzeugten Erntemenge verschiebt sich die Rangfolge allerdings. Hier steht die EU dank hoher Erträge mit Abstand vorn. Zur weltweiten Weizenernte steuerte sie allein 125,3 Millionen t bei, das war gut ein Fünftel der Gesamtmenge. Der flächenmäßig größte Weizenanbauer Indien erntete dagegen mit 69,5 Millionen t nur gut halb soviel Weizen wie Europa. Weit davor lag China, wo mit 103,5 Millionen t nach der EU die zweitgrößte Weizenernte eingebracht wurde. Den vierten Platz nahmen die USA ein, dort wurden 49,3 Millionen t geerntet, gefolgt von Russland mit 44,9 Millionen t. In beiden Ländern lag das Ertragsniveau aber nur halb so hoch wie in Europa, während China nur knapp unter dem europäischen Durchschnitt lag.

Für die kommende Ernte ist fast überall auf der Welt die Anbaufläche ausgedehnt worden. Den größten Zuwachs hat Brasilien mit einem Plus von 55,6 Prozent auf allerdings nur 2,8 Millionen ha. Um 5,6 Prozent hat die ohnehin große Weizenfläche Indiens zugelegt, und auch in der EU ist die Weizenfläche größer geworden. Für Deutschland, nach Frankreich und Polen drittgrößter Weizenerzeuger in der EU, gehen erste Berechnungen jedoch von einer unveränderten Weizenanbaufläche in Höhe von ungefähr drei Millionen ha aus. In Niedersachsen ist die Fläche sogar um vier Prozent auf gut 400.000 ha gesunken.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 530 angebotenen Schweinen alle Schweine in drei Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,36 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,35 Euro bis 1,36 Euro verkauft.

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14. Februar 2007

Nordrhein-Westfalen: Neue Imker braucht das Land

Themen: Arbeitsmarkt,Bienen,Nordrhein-Westfalen — info @ 14:02

Münster (agrar.de) – Vielen Imkervereinen mangelt es an Nachwuchs. In zahlreichen Dörfern und Gemeinden gibt es keine Bienenhaltung mehr. Dieses düstere Bild zeichnete der Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Johannes Frizen, als er den 16. Apisticus-Tag am 10. Februar in Münster eröffnete. Etwa 1.100 Imker und Bienenkundler aus Deutschland und dem angrenzenden Ausland trafen sich am Wochenende in Münster zu dieser Tagung. Schwerpunkte der Veranstaltung waren unter anderem die Vermarktung von Honigprodukten und Absatzmärkte.

Wie der Präsident weiter berichtete, überaltern die Imkervereine. ‚Ein Drittel der westfälisch-lippischen Imker ist älter als 70 Jahre. Das sind mehr als 2 000 Menschen‘, sagte Frizen. Sie würden in den nächsten Jahren die Bienenhaltung aus Altergründen aufgeben. Es fehle junger Nachwuchs. Im vergangenen Jahr hätten sich lediglich 290 Neuimker beim Landesverband angemeldet. Wenn es nicht gelinge, diesen negativen Trend zu stoppen, werde es bald einen Einbruch in der Imkerschaft geben. Frizen: ‚Dies wird Folgen für die Erträge in der Landwirtschaft und im Obstbau haben.‘ Es könnten nicht einerseits nachwachsende Rohstoffe gefördert und der Rapsanbau gesteigert werden, wenn andererseits nicht ausreichend Bestäuber vorhanden wären. Die Bienenhaltung nehme hierbei eine zentrale Stellung ein.

Die Landwirtschaftskammer betreibt seit Jahren Nachwuchswerbung für die Imker. Neben Schulungs- und Informationsangeboten in Schulen, Volkshochschulen, auf Imkertagen oder Umweltmärkten und Messen können Schnupperkurse, Besichtigungen auf Bienenständen Interesse wecken. Daneben haben Bienenexperten der Kammer den neuen Internetauftritt installiert, der vor allem junge Menschen und künftige Imker ansprechen soll.

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Rheinland-Pfalz: Rieslinganbau boomt

Themen: Anbauflächen,Rheinland-Pfalz,Statistik,Wein — info @ 13:02

Rotweinfläche erstmals seit mehr als 25 Jahren rückläufig

Bad Ems (agrar.de) – Erstmals seit über 25 Jahren ist die Anbaufläche für Rotwein in Rheinland-Pfalz wieder kleiner geworden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren im vergangenen Jahr 20.370 Hektar mit Rotweinrebsorten bestockt, das waren 90 Hektar weniger als im Jahr davor. In den vergangenen fast drei Jahrzehnten hatte es jährliche Zuwächse gegeben. Demgegenüber nahm der Weißweinanbau 2006 wieder geringfügig zu. Die bestockte Rebfläche stieg um 24 auf 43.250 Hektar. Insgesamt nahm die Rebfläche nur geringfügig um 60 Hektar auf 63.620 Hektar ab.

Der Riesling, die flächenstärkste Rebsorte, legte weiter zu; mit 14.880 Hektar waren 430 Hektar mehr bestockt als im Vorjahr. Damit reagieren die Winzer offensichtlich auf die weltweit anziehende Nachfrage nach Rieslingweinen. Neben Riesling gewannen vor allem Burgundersorten an Bedeutung. Der Grauburgunder nahm um 136 auf 2.460 Hektar zu, das Anbauareal für Weißburgunder wurde um 129 auf 1.990 Hektar ausgeweitet. Chardonnay erreichte mit einem Plus von 53 Hektar 880 Hektar Anbaufläche.

Dornfelder und Portugieser, die beiden wichtigsten Rotweinrebsorten, verloren dagegen an Fläche. Dornfelder kam mit einem Minus von 41 Hektar noch auf 7.580 Hektar, Portugieser nahm um 131 Hektar auf 4.320 ab. Spätburgunder, der ebenfalls zu den führenden Rotweinrebsorten gehört, konnte als einzige Rebsorte im roten Segment in größerem Umfang an Fläche gewinnen (3.920 Hektar, plus 51 Hektar).

Mit 2.047 Hektar ist Landau in der Pfalz nach wie vor die größte Weinbaugemeinde Deutschlands. Neustadt an der Weinstraße (2.037 Hektar) folgt dicht auf. Mit deutlichem Abstand liegt die Stadt Worms (1.505 Hektar) auf dem dritten Platz.

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RLV: Europa hat zu wenig Rindfleisch

Themen: EU,Fleisch,Rinder,Statistik — info @ 13:02

Bonn (agrar.de) – Während noch vor wenigen Jahren Rindfleischberge in Europas Kühlhäusern lagerten, ist die Europäische Union heute auf Importe angewiesen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, werde 2007 der Rindfleischmarkt der 25er EU vermutlich zum sechsten Mal in Folge ein Defizit aufweisen. Zwar sei es nach dem Auftreten von BSE in einigen Mitgliedsländern zu einem deutlichen Rückgang des Rindfleischverzehrs gekommen, die Produktion sei aber noch stärker gesunken. Steigende Preise für Getreide, zunehmende Konkurrenz des Bioenergiemarktes um die Futterflächen und nicht zuletzt die Entkoppelung der EU-Prämien von der Produktion hätten das Auseinanderdriften von Erzeugung und Verbrauch in jüngster Zeit noch beschleunigt.

Im Jahr 2002 hatte nach RLV-Angaben die Erzeugung mit 8,15 Mio. t den Verbrauch von 8,19 Mio. t erst wenig unterschritten. Bis 2005 vergrößerte sich die Lücke jedoch deutlich. Während der Verbrauch an Rindfleisch nach einem leichten Anstieg in 2003 und 2004 im vergangenen Jahr mit 8,11 Mio. t nur geringfügig unter das Niveau von 2002 fiel, sank die Produktion kräftig auf 7,77 Mio. t. Für 2006 stellen Marktexperten einen leichten Wiederanstieg der Rindfleischerzeugung auf 7,88 Mio. t fest. Der Ver­brauch war bis zum Jahresende im gleichen Umfang auf 8,22 Mio. t gestiegen. Auch für 2007 wird mit einem weiteren leichten Verbrauchszuwachs auf dann 8,24 Mio. t gerechnet, während die Erzeugung bei 7,88 Millionen t stagnieren soll.

Vom dynamisch wachsenden Weltmarkt für Rindfleisch hat sich die EU als Exporteur damit inzwischen fast vollständig abgekoppelt; 200.000 t Ausfuhren spielen im Vergleich zu Brasilien als größtem Exporteur mit fast der zehnfachen Menge keine Rolle mehr. Dagegen steht die Gemeinschaft als Importeur nach den USA, Russland und Japan an vierter Stelle. In der Rangfolge der Erzeugerländer wird Europa im nächsten Jahr vermutlich von China vom dritten Platz verdrängt. Die USA werden es 2007 nach den Prognosen auf eine Erzeugung von 12,17 Mio. t bringen, verbraucht werden dort 13,02 Mio. t. An zweiter Stelle steht Brasilien mit voraussichtlich 9,12 Mio. t Erzeugung, aber nur 7,18 Mio. t Verbrauch, gefolgt von China mit 7,91 Mio. t Erzeugung und 7,83 Mio. t Verbrauch. Innerhalb der Gemeinschaft ist Deutschland der zweitwichtigste Rindfleischproduzent nach Frankreich.

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Getreide- und Kartoffelvorräte in Schleswig-Holstein 2006

Weniger Getreidevorräte in den Betrieben

Kiel (agrar.de) – Nach den Meldungen der ehrenamtlichen Ernte- und Betriebsberichterstatter des Statistikamtes Nord lagerten am 31. Dezember 2006 in den landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins noch knapp 700.000 Tonnen (t) Getreide sowie knapp 86.000 t Kartoffeln. Aufgrund der guten Erzeugerpreise waren damit bis zum Jahresende 2006 knapp 73 Prozent der letztjährigen Getreideernte und 52 Prozent der Kartoffelernte an den Handel abgegeben oder in den landwirtschaftlichen Betrieben verbraucht worden. Im Vorjahr lagerten zum gleichen Zeitpunkt noch knapp ein Drittel der Getreideernte und noch 103.000 t (49 Prozent) der Kartoffeln bei den Erzeugern.

Während sich am Jahresende 2006 noch 31 Prozent der Weizenernte (526.000 t) und 21 Prozent der Wintergerstenernte (120.000 t) in der Hand der Landwirte vor allem in den Marktfruchtbetrieben der Marsch und des Hügellandes befanden, waren Roggen und Sommergerste – aufgrund geringerer Trocknungs- und Lagermöglichkeiten der Futterbaubetriebe der Geest – bereits in größerem Umfange nach der Ernte abgesetzt worden. Auf dem Kartoffelsektor waren die Lagerbestände bei den Erzeugern von Pflanzgut – durch den üblichen Absatz im Frühjahr bedingt – erheblich größer als bei denen von Konsumware. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Fast 31 Millionen Öko-Hektar weltweit

Nürnberg (agrar.de) – Die Internationale Vereinigung Ökologischer Landbaumethoden (IFOAM), das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und die Stiftung Ökologie & Landbau (SÖL) werden auf der %url5%BioFach 2007%/% die neusten Zahlen zum Öko-Landbau weltweit präsentieren. Die Studie ‚The World of Organic Agriculture – Statistics and Emerging Trends‘, die mit Unterstützung der NürnbergMesse erstellt wurde, wird am Freitag auf der Weltleitmesse für Bio-Produkte vorgestellt.

Der Studie zufolge werden weltweit fast 31 Millionen Hektar der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet (Stand der Erhebung: Februar 2007). Die größte Bio-Fläche befindet sich in Australien mit 11,8 Millionen Hektar, gefolgt von Argentinien (3,1 Millionen Hektar), China (2,3 Millionen Hektar) und den USA (1,6 Millionen Hektar). Der größte Teil der globalen Bio-Fläche liegt in Ozeanien (39 Prozent), gefolgt von Europa (23 Prozent) und Lateinamerika (19 Prozent).

Was den Anteil der Bio-Fläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche angeht, so sind die europäischen Alpenländer – Österreich z. B. mit mehr als 14 Prozent – Spitzenreiter. Dr. Helga Willer und Minou Yussefi, seit acht Jahren Herausgeberinnen der Studie, erklären, dass insbesondere der Flächenzuwachs im vergangenen Jahr in den USA (plus 400.000 Hektar) und einigen europäischen Ländern (Italien plus 110.000 Hektar, Polen plus 85.000 Hektar) herausragend ist. Zu der bewirtschafteten ökologischen Fläche kommen außerdem noch rund 62 Millionen Hektar zertifizierte Wildfläche hinzu, wie eine Untersuchung des International Trade Centers (ITC) ergeben hat.

Der globale Markt wird vom Marktforschungsunternehmen Organic Monitor für das Jahr 2005 mit 25,5 Milliarden Euro beziffert, wobei der größte Teil der Bio-Produkte in Europa und Nordamerika umgesetzt wird. Für das Jahr 2006 wird er sogar auf mehr als 30 Milliarden Euro geschätzt. Auch für die nächsten Jahre wird ein gesundes Wachstum erwartet. Angela B. Caudle, IFOAM Geschäftsführerin, betont, dass die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten insbesondere für Produzenten in Entwicklungsländern Chancen bietet.

Links zum Thema %url2%Bio-Landbau%/%.

13. Februar 2007

Rekordproduktion von Schweinefleisch im Jahr 2006

Themen: Fleisch,Schweine,Statistik — info @ 12:02

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2006 insgesamt 4,6 Millionen Tonnen Schweinefleisch aus gewerblichen Schlachtungen erzeugt. Schweinefleisch erreichte damit einen Anteil von 67,5 Prozent an der gesamten Fleischerzeugung aus gewerblichen Schlachtungen von insgesamt 6,9 Millionen Tonnen, gefolgt von Rind- und Kalbfleisch mit 1,2 Millionen Tonnen (17,1 Prozent) und Geflügelfleisch mit 1,0 Millionen Tonnen (15,0 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr stieg die Erzeugung von Schweinefleisch um 3,7 Prozent und die von Rind- und Kalbfleisch um 2,4 Prozent, während die Erzeugung von Geflügelfleisch um 0,4 Prozent abnahm.

Die Zahl der gewerblich geschlachteten Schweine ist im abgelaufenen Jahr um 1,9 Millionen Tiere oder 4,0 Prozent gestiegen und damit ähnlich stark wie im Vorjahr (+ 4,3 Prozent). Mit 49,8 Millionen Tieren erzielten die gewerblichen Schweineschlachtungen erneut einen Höchststand. Dabei nahmen sowohl die Schlachtungen von Schweinen inländischer Herkunft (+ 1,4 Millionen Tiere; + 3,2 Prozent) als auch die Schlachtungen von Schweinen ausländischer Herkunft (+ 449.600 Tiere; + 15,1 Prozent) zu. Der Anteil der gewerblichen Schweineschlachtungen ausländischer Herkunft stieg damit auf 7,4 Prozent an allen gewerblichen Schlachtungen von Schweinen; im Jahr 2005 hatte er bei 6,7 Prozent gelegen.

Die Zahl der gewerblich geschlachteten Rinder (einschließlich Kälber) erhöhte sich im abgelaufenen Jahr leicht um 40.000 oder 1,1% auf 3,7 Millionen Tiere. Gegenüber dem Vorjahresergebnis erzielten Schlachtungen von Ochsen und Bullen ein Plus von 4,2 Prozent; Färsenschlachtungen stiegen um 3,2 Prozent. Die Schlachtungen von Kühen sanken dagegen um 1,5 Prozent und die von Kälbern um 4,5 Prozent.

An der Erzeugung von Geflügelfleisch hatte Jungmasthühnerfleisch mit 575.000 Tonnen den größten Anteil (55,9 Prozent), gefolgt von Truthuhnfleisch mit 376.000 Tonnen (36,6 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion von Jungmasthühnerfleisch um 1,3 Prozent. Dagegen war bei Truthuhnfleisch ein Rückgang um 2,4 Prozent zu verzeichnen. Die Erzeugung von Entenfleisch war mit einem Minus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ebenfalls rückläufig.

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Österreich: Einkommenszuwächse infolge höherer Erzeugerpreise

Themen: International,Österreich,Statistik,Wirtschaft — info @ 09:02

Wien (agrar.de) – Nach einer ersten Prognose im November 2006 wurde von Statistik Austria zu Jahresbeginn 2007 eine zweite Vorausschätzung der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) für das Jahr 2006 erstellt. Auch diese weist für 2006 einen deutlichen Einkommenszuwachs in der Landwirtschaft aus: Das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft stieg real um 6,2 Prozent. Zurückzuführen ist dieser Zuwachs auf einen Anstieg des landwirtschaftlichen Faktoreinkommens bei gleichzeitigem Rückgang des landwirtschaftlichen Arbeitseinsatzes.

Die Zunahme des landwirtschaftlichen Faktoreinkommens ist das Ergebnis folgender Entwicklungen:

Der Produktionswert des landwirtschaftlichen Wirtschaftsbereichs erhöhte sich 2006 auf rd. 5,7 Mrd. Euro, was gegenüber 2005 einem Zuwachs von 4,1 Prozent entspricht. Dieser Anstieg war primär preisbedingt, u. a. auf Grund von Preissteigerungen bei einer Reihe von pflanzlichen Erzeugnissen. Merklich höhere Preise als in den vergangenen beiden Jahren konnten etwa für Getreide erzielt werden, das 2004 infolge einer europaweiten Rekordernte einen Preiseinbruch verzeichnet hatte. Auch in der tierischen Erzeugung waren 2006 – obgleich deutlich moderatere – Preisanstiege festzustellen.

Die höheren Erzeugerpreise im pflanzlichen Bereich resultierten z. T. aus dem vielfach knappen Angebot. Ungünstige Witterungsverhältnisse hatten Ertragsrückgänge bzw. niedrige Erträge – etwa im Getreidebau, bei den Hackfrüchten, im Weinbau und zum Teil auch im Gemüsebau – zur Folge. Eine gute Ernte konnte hingegen im Obstbau eingebracht werden, und auch die Produktion von Ölsaaten und -früchten wurde ausgeweitet. Bei den Zuckerrüben bewirkte die Umsetzung der Zuckermarktreform einen Rückgang der Anbaufläche und der Erzeugerpreise; gleichzeitig wurden entkoppelte Ausgleichszahlungen an die Rübenbauern geleistet.

Der tierische Sektor konnte 2006 sowohl bei der Produktion von Nutz- und Schlachtvieh als auch bei den tierischen Erzeugnissen wertmäßige Zuwächse verzeichnen. So zogen etwa die Preise für Rinder und Schweine weiter an. In der Milchproduktion wurde die Milchprämie planmäßig aufgestockt, und auch die Milchpreise stiegen geringfügig an. Einbußen waren hingegen beim Geflügel zu verzeichnen, dessen Erzeugungsvolumen infolge des Auftretens der Vogelgrippe gedrosselt wurde.

Die im Rahmen der LGR bei der Berechnung des Faktoreinkommens berücksichtigten Förderungszahlungen (‚Gütersubventionen‘ und ’sonstige Subventionen‘) stiegen lt. vorläufigen Berechnungen in Summe um 2,2 Prozent.

Auf der Kostenseite kamen u. a. die neuerlich gestiegenen Preise für Energie und Treibstoffe zum Tragen. Insgesamt fielen die Vorleistungen lt. den vorläufigen Berechnungen um 3,2 Prozent höher aus als 2005, die Abschreibungen stiegen um 1,2 Prozent.

Weiter rückläufig war 2006 der landwirtschaftliche Arbeitseinsatz. Erste Schätzungen gehen von einem Rückgang um 2,2 Prozent aus. Damit ergibt sich ein Anstieg des nominellen Faktoreinkommens je Arbeitskraft von 7,5%. Real betrug der Zuwachs des landwirtschaftlichen Faktoreinkommens je Jahresarbeitseinheit 6,2 Prozent.

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12. Februar 2007

Zahl der in Brandenburg gehaltenen Schweine gestiegen

Potsdam (agrar.de) – Zum Stichtag 3. November 2006 erfolgte eine repräsentative Viehbestandserhebung. Erfasst wurden die Bestände an Rindern und Schweinen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, hat sich der Bestand an Schweinen um 1,3 Prozent auf 814.300 Tiere vergrößert.

Bei den Rindern war dagegen ein weiterer Rückgang der Bestände auf 561.000 Tiere zu verzeichnen. Innerhalb eines Jahres nahm der Rinderbestand in Brandenburg um 14.100 Tiere bzw. um 2,4 Prozent ab.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

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