27. Februar 2007

Rheinland-Pfalz: 5,9 Millionen Hektoliter Weinmost geerntet

Themen: Anbauflächen,Erntebericht,Statistik,Wein — info @ 16:02

Ernteschätzung vom November bestätigt

Bad Ems (agrar.de) – Die rheinland-pfälzischen Weinbaubetriebe ernteten im Herbst 2006 mit gut 5,9 Millionen Hektoliter Weinmost geringfügig mehr als ein Jahr zuvor (plus 0,5 Prozent). Die Auswertung der Traubenerntemeldungen bestätigte damit die letzte Schätzung der Weinbausachverständigen des Statistischen Landesamtes vom November. Die durchschnittliche Ernte der letzten zehn Jahre betrug 6,4 Millionen Hektoliter; sie wurde um 8 Prozent unterschritten.

Die teilweise ergiebigen Niederschläge im September führten regional zu einer verstärkten Fäulnisbildung. Trotzdem konnte hochwertiges Lesegut eingebracht werden. Knapp drei Viertel des Mostes (73 Prozent) waren zum Ausbau als Qualitätswein mit Prädikat (Kabinett, Spätlese, Auslese) geeignet. Im Vorjahr lag der Qualitätsweinanteil mit 78 Prozent etwas höher.

Seit nunmehr drei Jahren stagniert der Anteil des roten Mostes bei etwa 35 Prozent der Gesamternte. Diese Entwicklung signalisiert das vorläufige Ende des Rotweinbooms (1996 lag der Anteil des Rotmostes erst bei 16 Prozent) und die Renaissance des Rieslings. Im Herbst 2006 entfielen 19 Prozent der Gesamternte auf Riesling. Weitere wichtige Rebsorten waren Müller-Thurgau (18 Prozent), Dornfelder (16 Prozent) und Portugieser (8 Prozent).

Unter den einzelnen Anbaugebieten weist die Pfalz mit 2,1 Millionen Hektoliter gegenüber dem Vorjahr eine um 4,9 Prozent geringere Erntemenge auf. In Rheinhessen, dem größten Anbaugebiet, nahm die Menge dagegen um 4,8 Prozent auf 2,6 Millionen Hektoliter zu. An Mosel, Saar und Ruwer (841.000 Hektoliter) ist die Menge geringfügig (minus 1,2 Prozent) zurückgegangen. An der Nahe wurden 328.000 Hektoliter (plus 5,6 Prozent) geerntet. Die beiden Anbaugebiete Ahr und Mittelrhein weisen Zuwächse von jeweils mehr als einem Fünftel auf. In diesen beiden Anbaugebieten wurden mit 47.600 bzw. 27.800 Hektoliter allerdings nur 1,3 Prozent der Gesamternte eingebracht. Links zum Thema Wein, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

26. Februar 2007

Sachsen-Anhalt: Steigerung der Eierproduktion

Halle (agrar.de) – Im Jahr 2006 wurden in den 32 Legehennenbetrieben Sachsen-Anhalts mit mindestens 3.000 Hennenhaltungsplätzen 509 Mill. Eier erzeugt. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, lag die Produktion letztmals 1997 mit 520 Mill. Eiern höher.

Gegenüber dem Vorjahr nahm die Eierproduktion um 30 Mill. Stück (+ 6 Prozent) zu. Im Dezember 2006 wurden in diesen Betrieben 1,8 Mill. Legehennen bei einer gesamten Stallkapazität von 2,0 Mill. Hennenhaltungsplätzen gehalten.

Mit 728.500 Käfigplätzen betrug der Anteil der Käfighaltung 36 Prozent. Auf die beiden anderen Haltungsformen entfielen mit 683.900 Plätzen in Bodenhaltung 34 Prozent und mit 627.700 Plätzen in Freilandhaltung 31 Prozent.

In den letzten Jahren hat sich ein großer Strukturwandel in der Legehennenhaltung vollzogen. Vor 10 Jahren war die Käfighaltung noch mit einem Anteil von 81 Prozent (2000 = 60 Prozent) dominierend.

Überwiegend werden die Legehennen in großen spezialisierten Betrieben gehalten. So verfügten 6 Betriebe mit jeweils Platz für 100.000 und mehr Hennen über 60 Prozent aller Hennenhaltungsplätze (1,2 Mill.) im Land. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

24. Februar 2007

Imker klagen gegen Gen-Mais-Anbau

Themen: Bienen,Gentechnik,Mais — info @ 16:02

Berlin (agrar.de) – Da der Schutz des Honigs vor Verunreinigung durch Gentechnik nicht gewährleistet ist, haben Imker nun Rechtsmittel eingelegt. Damit soll erreicht werden, dass der Gen-Mais MON 810 im Umfeld der Bienenstöcke nicht mehr angebaut werden darf.

Imker Karl Heinz Bablok: ‚Honig mit Genpollen wird von meinen Kunden abgelehnt und das zu Recht!‘. Er und seine Berufskollegen sehen sich dadurch in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

In diesem Jahr soll der Mais MON 810 auf etwa 3.700 Hektar angebaut werden. Blütenpollen dieser Maissorte können auch in den Honig gelangen. Für den Mais MON 810 ist keine Lebensmittel-Sicherheitsprüfung nach aktuellem EU-Zulassungsrecht erfolgt. Er hat damit keine Zulassung als Bestandteil von Lebensmitteln.

Imker weisen immer wieder darauf hin, dass der Flugradius der Honigbienen mehrere Kilometer beträgt und sich nicht auf gentechnikfreie Flächen beschränken lässt. Politik und die Gentechnik-Unternehmen haben bisher kein Konzept vorgelegt, wie auch künftig Honig ohne Gentechnik erzeugt werden kann.

Unterstützt werden die Imker unter anderem von Mellifera e.V. (Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung), Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Assoziation ökologischer Lebensmittel Hersteller (AÖL) und dem Demeter-Bund e.V..

Links zum Thema Verbände, Links zum Thema Biotechnologie.

23. Februar 2007

Im Jahr 2006 über 1,7 Millionen Schlachtungen in Thüringen

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 14:02

Hausschlachtungen verlieren an Bedeutung

Erfurt (agrar.de) – Seit der Erfassung der Schlachtungen nach bundeseinheitlicher Methodik im Jahr 1991 wurden im Jahr 2006 in Thüringen zum zweiten Mal nach dem Jahr 2000 mehr als 1,7 Millionen Tiere geschlachtet. Die Zahl der Schlachtungen fiel jedoch um 2,0 Prozent niedriger aus als im Jahr 2000 (1.735.144 Schlachtungen).

Unter den 1.700.335 als tauglich beurteilten Tieren waren im vergangenen Jahr 1.623.866 Schweine, 65.784 Rinder, 1.936 Kälber und 7.565 Schafe.

Im Jahr 2006 wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 118.825 Tiere bzw. 7,5 Prozent mehr geschlachtet als im Vorjahr. Die Schweineschlachtungen lagen um 7,4 Prozent und die Rinderschlachtungen um 12,9 Prozent über dem Niveau von 2005. Dagegen ging die Zahl geschlachteter Kälber und Schafe um 6,0 bzw. 4,5 Prozent zurück.

Die Zahl der gewerbliche Schlachtungen stieg um 119.564 (+ 7,7 Prozent) auf 1.669.827. Die Hausschlachtungen verlieren immer mehr an Bedeutung. Ihre Zahl sank um 739 Tiere (- 2,4 Prozent) auf 30.508.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 169.983 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge lag damit um 12.519 Tonnen bzw. 8,0 Prozent über dem Niveau von 2005.

Auf die einzelnen Fleischarten entfielen:

– 149.696 Tonnen Schweinefleisch (+ 9.638 t bzw. 6,9 Prozent), – 19.918 Tonnen Rindfleisch (+ 2.895 t bzw. 17,0 Prozent), – 166 Tonnen Schaffleisch (- 8 t bzw. – 4,5 Prozent), – 138 Tonnen Kalbfleisch (- 20 t bzw. – 12,5 Prozent) und – 65 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (+ 14 t bzw. 26,7 Prozent).

Die Thüringer Landwirte erzielten im Durchschnitt aller Handelsklassen im Jahr 2006 für Schweine 1,47 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (kg SG). Die Auszahlungspreise für Schlachtrinder (Meldungen der Freistaaten Thüringen und Sachsen) betrugen 2,29 Euro/kg SG. Getrennt nach Rinderkategorien erzielten Ochsen: 2,44 Euro/kg SG, Bullen: 2,86 Euro, Schlachtkühe: 1,98 Euro und Färsen: 2,09 Euro. Die durchschnittlichen Auszahlungspreise für Kälber lagen bei 3,22 Euro/kg SG.

Die Auszahlungspreise lagen bei allen Tierarten im Jahr 2006 über denen des Vorjahres. Im Jahr 2005 wurden für Rinder 2,07 Euro (im Einzelnen – Ochsen: 2,29 Euro; Bullen: 2,69 Euro; Kühe: 1,85 Euro; Färsen: 1,85 Euro) erlöst. Für Kälber wurden im Jahr zuvor je kg SG 3,07 Euro und für Schweine 1,40 Euro erzielt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Nordrhein-Westfalen: Mehr als 48.000 Tonnen Geflügel geschlachtet

Themen: Fleisch,Geflügel,Nordrhein-Westfalen — info @ 12:02

Düsseldorf (agrar.de) – In den 31 nordrhein-westfälischen Geflügelschlachtereien wurden im Jahr 2006 mehr als 48 000 Tonnen Geflügel geschlachtet. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik aufgrund jetzt vorliegender Ergebnisse mitteilt, waren das 6,9 Prozent mehr als 2005.

Hauptsächlich wurden Jungmasthühner (53 Prozent der gesamten Schlachtmenge) und Truthühner (46 Prozent) geschlachtet. 99 Prozent des Geflügelfleisches wurden in größeren Schlachtbetrieben mit einer Jahresproduktion von mindestens 50 Tonnen erzeugt. 97 Prozent gingen als Frischfleisch in den Verkauf, während drei Prozent als Tiefkühlware angeboten wurden.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

DGS: Bauernverband verwirrt Energiewirte

Themen: Biogas,Energie,NaWaRos,Pacht&Besitz — info @ 12:02

München (agrar.de) – In der Financial Times Deutschland vom 22.2.2007 wurde unter der Überschrift: ‚Bioenergie verheizt Lebensmittel – Bauernverband verlangt niedrigere Förderung für Strom aus nachwachsenden Rohstoffen‘ der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV) Dr. Born mit den Worten zitiert:

‚Wenn Biomasse und Energie mehr bringen als die Lebensmittelproduktion, dann ist das für die Landwirtschaft nicht gut. Deshalb sollten wir aus der dauerhaften Subventionierung der Stromerzeugung aus Biomasse aussteigen.‘

Da im Artikel ebenfalls die Rede von einer Forderung zur Umstellung des EEG auf eine Anschubfinanzierung für Anlagen die Rede war, enthielt der Artikel nach Ansicht der Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) eine Menge Sprengstoff für die dem Bauernverband ebenfalls angeschlossenen Energiewirte, zielt dies doch direkt auf deren Existenzgrundlage.

Noch auf der Grünen Woche 2007 im Januar 2007 hatte Bauernverbandspräsident Sonnleitner die Parole ‚Kornkraft statt Kernkraft‘ ausgegeben und damit den bei Bioenergie oftmals zaudernden Bauernlobbyisten deutlich den Weg in Richtung Zukunft gewiesen, um so verwunderlicher der Ausritt des Generalsekretärs in die andere Richtung.

Zankapfel Pachtprämien

Für den wirtschaftlichen Betrieb in der Landwirtschaft ist der so genannte Grenzpachtpreis entscheidend. Das ist der Preis zu dem sich eine landwirtschaftliche Fläche anmieten lässt, um auf ihr für eine weitere Nutzung Pflanzen anzubauen. Diese Pachtverträge laufen zumeist über 3-5 Jahre und werden fast ausschließlich ortsnah unter lokalen Partnern abgeschlossen.

Biogasanlagen können derzeit Pachtpreise bis zu 1.000 Euro pro Hektar zahlen, um auf der Fläche Silomais für die Nutzung in Biogasanlagen anzubauen. Diese nachwachsenden Rohstoffe werden im EEG mit einem Zuschlag von 6 Cent behandelt und besitzen damit eine maximale EEG Vergütung. Tiermastbetriebe können auf Grund der niedrigen Fleischpreise jedoch nur Grenzpachtpreise zwischen 300 und400 Euro pro Hektar aufbringen und geraten so bei der Flächenvergabe ins Hintertreffen.

Diese Entwicklung setzt sich derzeit wegen der 3-5 jährigen Vertragslaufzeiten langsam in Gang und wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich beschleunigen. Dies birgt einerseits erhebliche Spannungen für den ländlichen Raum, andererseits bleiben mit steigenden Pachtpreisen aber auch größere Anteile an der landwirtschaftlichen Wertschöpfung in der Region.

Bioenergie + Ökolandbau drängen voran – wird die konventionelle Landwirtschaft marginalisiert?

Derzeit steigt die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln und die deutschen Bauern haben diesen Trend derart verschlafen, dass nur ein Import aus dem Ausland die heutige Nachfrage stillen kann. Angesichts der Grünen Woche wurde dieses Manko speziell dem Deutschen Bauernverband vorgehalten, der ja bekanntlich in der Vergangenheit nicht zu den Förderern der Biobranche zählte. Nun ist eine Ausweitung der Ökolandbaufläche von 830.000 auf 1.000.000 Hektar geplant.

Neben der ökologischen Erzeugung von Lebensmitteln drängt jedoch auch die Bioenergiebranche auf ihren Anteil der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche in Deutschland. Hierbei ist jedoch zu bedenken, dass nachwachsende Rohstoffe für Biogasanlagen auch auf den so genannten Stillegungsflächen angebaut werden dürfen und somit nicht in direkter Konkurrenz zu den aktiven landwirtschaftlichen Flächen stehen.

Der nervöse Vorstoß des Generalsekretärs ist in sofern bei der heutigen Lage nicht nachvollziehbar. Deutschland ist derzeit noch weit davon entfernt alle Stillegungsflächen für Bioenergie zu nutzen.

Wohlstand im Ländlichen Raum kann doch kein Problem für den Bauernverband sein oder?

Bedenkt man den stellenweise verzweifelten Kampf des Bauernverbandes der letzten Jahrzehnte mit Agrarsubventionen und Regionalbeihilfen dem ländlichen Raum Deutschlands eine halbwegs tragfähige Perspektive zu verschaffen, mutet es doch schon sehr eigenartig an, wenn nun Kritik an einem ein Gesetz (dem EEG) aufflammt, das zwar gar nicht für den Zweck geschaffen wurde, aber mit einem Nebeneffekt (steigende Pachten und Erzeugerpreise) für eine finanzielle Besserstellung des ländlichen Raumes sorgt.

In der Europäischen Union werden knapp 75 Prozent des Haushaltes für den Agrarbereich (Subventionen) und die Förderung des ländlichen Raumes (Entwicklungszuschüsse) ausgegeben. Über 80 Mrd. Euro pro Jahr mit einem stellenweise minimalen Nutzen. Nun ist die Chance Bioenergie ist da und die gesamten Erzeugerpreise steigen, so dass Bauern endlich einen auskömmlichen Deckungsbeitrag für Ihre Produkte erhalten. Hiermit sind die Bauern in der Lage ein hochwertiges und begehrtes Endprodukt zu erstellen und so vom abhängigen Rohstofflieferanten zum gut bezahlten Erzeuger zu werden.

Eine radikale Wende und Befreiung deren finanziellen Nutzen schon viele Bauern erkannt haben und zu Energiewirten wurden. Andere Landwirte die Dr. Franz Alt auf der Grünen Woche 2000 noch für seinen Spruch ‚Landwirte werden die Ölscheichs des 21sten Jahrhunderts sein‘ belächelt hatten zögern zwar noch immer noch, trotzdem kann jeder immer noch auf den Zug der Zeit setzen.

Spekulanten verschlafen Bioboom

Fest steht auf jeden Falle: Durch das EEG Geld fließt endlich Geld in den ländlichen Raum und verbleibt mit qualifizierten Arbeitsplätzen. Die Flächen sind ebenfalls noch in weitestgehend in Bauernhand. Hier haben erstmals die Landwirte gegenüber Immobilienfonds und Großinvestoren die Nase vorn. Diese Spekulanten haben bisher den Bioboom verschlafen und sich noch nicht der Ackerschollen bemächtigt. Eigentlich beruhigend, doch müssen nun alle auch bei steigenden Preisen die Nerven behalten.

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22. Februar 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 837 angebotenen Schweinen alle Schweine in sechs Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,39 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,37 Euro bis 1,39 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

Legehennenhaltung in Sachsen

Themen: Geflügel,Sachsen,Statistik,Tierbestände — info @ 13:02

Bodenhaltung deutlich ausgeweitet – Käfighaltung weiterhin dominierende Haltungsform

Dresden (agrar.de) – Die 44 sächsischen Legehennenbetriebe mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen verfügten zum 1. Dezember 2006 über knapp 4,1 Millionen Legehennenplätze. Das sind 74.000 (zwei Prozent) weniger als zum Vorjahreszeitpunkt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren diese Plätze zum Erhebungstermin mit 3,2 Millionen Legehennen belegt und damit zu 78,5 Prozent ausgelastet.

Der Legehennenhaltung werden drei Haltungsformen zugeordnet, die Käfig-, Boden- und Freilandhaltung. In 32 Betrieben wird lediglich eine Haltungsform angewendet. 12 Legehennenbetriebe nutzen zwei Formen.

Die dominierende Haltungsform ist in Sachsen weiterhin die Käfighaltung. In zehn Betrieben stehen dafür über 3,4 Millionen Käfigplätze zur Verfügung. Die Käfighaltung beansprucht somit 84 Prozent aller Plätze. Für die Freilandhaltung existieren 351.100 Plätze (knapp neun Prozent) in 22 Betrieben. Gegenüber 2005 sind das 8.150 Plätze (zwei Prozent) weniger. Im Vergleich dazu ist in der Bodenhaltung eine erhebliche Ausweitung der Kapazitäten zum Vorjahreszeitpunkt zu verzeichnen. Die Anzahl der Legehenneplätze stieg um knapp 71.700 (32 Prozent) auf 294.000 Plätze. Das sind sieben Prozent aller Legehennenplätze.

Von den 3,2 Millionen Legehennen befand sich der überwiegende Teil der Tiere in der ersten Legeperiode. Lediglich 20 700 Hennen (0,6 Prozent) in vier Betrieben wurden für eine zweite Legeperiode genutzt.

Die Legehennenhaltung erfolgt in Sachsen überwiegend in großen spezialisierten Betrieben. Die acht größten sächsischen Legehennenhaltungen mit 100.000 und mehr Plätzen besitzen mit 3,5 Millionen Legehennenplätzen knapp 86 Prozent der vorhandenen Kapazität. Weniger als 10.000 Legehennenplätze weisen 14 Betriebe mit insgesamt 77.700 Plätzen (knapp zwei Prozent) aus.

Mit 1,7 Millionen Plätzen verfügt der Regierungsbezirk Chemnitz über 42 Prozent der vorhandenen Kapazität. Gut 1,2 Millionen Legehennenplätze (30 Prozent) befinden sich im Regierungsbezirk Leipzig und 1,1 Millionen Plätze (28 Prozent) werden für den Regierungsbezirk Dresden ausgewiesen.

Zum 1. Dezember 2005 wurden in Deutschland in 1.246 Betrieben mit 3.000 und mehr Legehennenplätzen 39,4 Millionen Plätze erfasst. In Sachsen wurde zu diesem Zeitpunkt nach Niedersachsen und vor Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Haltungskapazität registriert. Bundesweit betrachtet, entfielen auf die Käfighaltung anteilig 73 Prozent, auf die Bodenhaltung 14 Prozent und auf die Freilandhaltung 13 Prozent der vorhandenen Plätze.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

Biospritbranche fegt Getreidemärkte leer

Themen: Biogas,Energie,Getreide,Wirtschaft — info @ 10:02

EU erwartet steilen Anstieg des Bedarfs – Auch Ölsaaten profitieren

Hannover (agrar.de) – Der Hunger der Bioenergiebranche nach Getreide ist anscheinend größer, als nach bisherigen Prognosen angenommen wurde. Bereits für das laufende Jahr hat die EU-Kommission nach einer Meldung des niedersächsischen Landvolk-Pressedienstes ihre Bedarfsschätzung von 3,2 Millionen Tonnen (t) auf 5,5 Millionen t korrigiert.

Bis zum Jahr 2013 könnte der Bedarf bis auf 18,6 Millionen t ansteigen. Das ist mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr noch angenommen wurde und spricht für die rasante Entwicklung der Bioenergie. Für die Landwirtschaft hat dies bereits zu einer enormen Entlastung der bisher von Überschüssen geprägten Märkte geführt, damit ergeben sich gute Perspektiven für die Entwicklung der Einkommen. Das Getreide wird vornehmlich zur Erzeugung von Bioethanol verwendet. Weil die EU bis zum Jahr 2010 einen Anteil an Bio-kraftstoffen von 5,75 Prozent vorsieht, steigt der Bedarf stark an. Die früheren Lagerbestände an Roggen in der Intervention sind bereits restlos abgebaut, aber auch Mais findet in großem Umfang Verwendung. Dies gilt auch im weltweiten Maßstab. Durch den steigenden Einsatz von Mais zur Bioethanolherstellung hat die Nachfrage die Erzeugung bereits deutlich überschritten und zu einem massiven Abbau der Lagerbestände geführt.

Insbesondere in den USA boomt der Maisanbau als Rohstofflieferant für Biosprit. In der EU steht dagegen vorerst durch den umfangreichen Anbau in Südosteuropa genügend Mais zur Verfügung, dort bereiten eher die zurzeit noch vorhandenen Überschüsse Sorge. In Norddeutschland wird Energiemais dagegen meist als ‚Futter‘ für Biogasanlagen angebaut.

Auch die Ölsaaten profitieren von der Entwicklung beim Biosprit, Biodiesel aus Rapsöl war sogar der Vorreiter der Branche. Die Nachfrage nach Ölsaaten wird sich nach Einschätzung der EU-Kommission bis 2013 von 10,1 auf 18,8 Millionen t nahezu verdoppeln. Dies hat bereits zu einer kräftigen Ausdehnung der Anbaufläche geführt, und bis zum Jahr 2013 dürfte der Anbau zu Nicht-Nahrungszwecken auf Stilllegungsflächen an die im Blair-House-Abkommen vereinbarte Grenze von 3,1 Millionen ha stoßen. In der Gemeinschaft ist Deutschland der größte Rapsanbauer, zusammen mit Frankreich wird mehr als die Hälfte des EU-Rapses erzeugt. Bei der Aussaat zur Ernte 2007 hat der Anbau in Deutschland ein neues Rekordniveau erreicht, die Fläche stieg von 1,37 auf 1,5 Millionen ha.

Allein in Niedersachsen stieg der Anbau um 9,5 Prozent auf gut 140.000 ha, das ist so viel Fläche wie noch nie zuvor. In den südlichen Ländern der Gemeinschaft werden dagegen zumeist Sonnenblumen oder Sojabohnen als Ölpflanzen angebaut.

Links zum Thema Verbände, Links zum Thema Energie.

Drei Viertel der Fläche in größeren Bauernhöfen

Themen: Agrarstruktur,Arbeitsmarkt,Statistik,Tiere — info @ 10:02

Agrarstrukturerhebung: Auch die meisten Tiere auf Höfen über 50 Hektar

Hannover (agrar.de) – Größere Bauernhöfe mit einer Fläche von mehr als 50 Hektar (ha) haben an der Gesamtzahl der Betriebe in Deutschland nur einen Anteil von knapp einem Viertel, sie bewirtschaften aber drei Viertel der gesamten Landwirtschaftsfläche. Das geht nach Angaben des Landvolks Niedersachsen aus der Betriebsstrukturerhebung 2005 der Europäischen Union hervor. Insgesamt wurden dabei in Deutschland 371.000 Betriebe mit mindestens einer ‚Europäischen Größeneinheit‘ erfasst, das ist ein Maßstab, der sich an einem bestimmten, theoretisch erzielbaren Mindesteinkommen orientiert. Von diesen Betrieben hatten 198.000 weniger als 20 ha, zusammen bewirtschaften sie jedoch lediglich 2,149 Millionen ha von insgesamt 18,741 Millionen ha land- und forstwirtschaftlicher Fläche. Dagegen umfasst die Klasse der Betriebe mit mehr als 100 ha zwar nur 30.400 Betriebe, sie bewirtschaften jedoch zusammen 9,050 Millionen ha. Durchschnittlich bewirtschaftete jeder Betrieb 45,7 ha.

Alle Betriebe zusammen boten 634.700 Jahresarbeitseinheiten Beschäftigung, das war die auf volle Arbeitskräfte umgerechnete erbrachte Arbeitsleistung – in der Landwirtschaft ist Teilzeit verbreitet, unter anderem durch mithelfende Familienangehörige oder in Nebenerwerbsbetrieben. 441.400 Jahresarbeitseinheiten entfielen davon auf 771.600 Familienarbeitskräfte, daneben wurden 193.000 Jahresarbeitseinheiten von regelmäßig oder unregelmäßig beschäftigten familienfremden Arbeitskräften geleistet. Fast die Hälfte der Betriebsinhaber, nämlich 48,2 Prozent, hatten neben der Landwirtschaft auch eine außerbetriebliche Erwerbstätigkeit, 42,6 Prozent sogar im Hauptberuf. Bei den kleineren Betrieben war der Anteil dieser so genannten Nebenerwerbslandwirte naturgemäß viel höher als bei den größeren Betrieben. So hatten zwar 61 Prozent der Bauern mit Höfen unter 20 ha einen außerbetrieblichen Hauptberuf, bei den Betrieben zwischen 50 und 100 ha waren das aber nur noch 10,1 Prozent und bei den Betrieben über 100 ha sogar nur 5,5 Prozent.

Auch bei der Viehhaltung bestimmen die größeren Betriebe das Bild: 61 Prozent aller Tiere werden in Betrieben mit mehr als 50 ha gehalten. Insgesamt zählten die Statistiker 18,122 Millionen Großvieheinheiten. Davon standen 5,599 Millionen in Betrieben von 50 bis 100 ha und 5,465 Millionen in Betrieben über 100 ha. In der Rinderhaltung spielen allerdings auch Betriebe mit 20 bis 50 ha eine Rolle. Sie hielten immerhin 3,423 Millionen von insge-samt 13,028 Millionen Rindern, 4,022 Millionen standen in Betrieben von 50 bis 100 ha und 4,249 Millionen in Betrieben übe 100 ha. Die Schweinehaltung konzentrierte sich dagegen auf das ‚Mittelfeld‘. Mit 9,351 Millionen Schweinen von insgesamt 26,856 Millionen dominierten die Betriebe von 50 bis 100 ha, diejenigen mit mehr als 100 ha hielten 7,458 Millionen Schweine. Beim Geflügel wurde die Hälfte der insgesamt 120 Millionen Tiere in Betrieben unter 20 ha gehalten.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Deutschland.

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