19. Januar 2007

Starke Sturmschäden in NRW-Wäldern

Themen: Nordrhein-Westfalen,Wald,Wetter — info @ 12:01

Uhlenberg will Waldbauern helfen

Düsseldorf (agrar.de) – Orkan Kyrill hat in einigen Teilen Nordrhein-Westfalens große Schäden in den Wäldern verursacht. Zurzeit machen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung von Hubschraubern aus ein Bild von der Situation – das Betreten des Waldes ist stellenweise lebensgefährlich und dort untersagt. Die zuständigen Forstämter haben diese Stellen entsprechend gekennzeichnet. Die Aufräumarbeiten sollen nun zügig starten. Spaziergängern und Joggern rät der Landwirtschaftsminister, in den nächsten Tagen auf keinen Fall in den Wald zu gehen, da noch immer Holz herabfallen kann.

Landwirtschaftsminister Uhlenberg hat angekündigt, mit dem Finanzministerium über mögliche Hilfen für besonders stark geschädigte Waldbesitzer zu sprechen. Am kommenden Montag wird Uhlenberg sich dazu im Sauerland ein Bild von der Situation vor Ort machen und mit betroffenen Waldbesitzern sprechen. Dann ist auch das Ausmaß der Schäden konkret zu benennen. ‚Die Forst- und Holzwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Nordrhein-Westfalen. Deswegen ist eine schnelle Hilfe für die betroffenen Betriebe wichtig, auch vor dem Hintergrund der Diskussion um die Rohstoffverknappung in der Holzindustrie in den vergangenen Monaten‘, so Uhlenberg.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

18. Januar 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 460 angebotenen Schweinen 460 Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,30 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,30 Euro bis 1,31 Euro verkauft. Tendenz: steigend.

Links zum Thema Schweine.

AgrarBündnis präsentiert den kritischen Agrarbericht 2007

Themen: Agrarbericht,Gentechnik,Verbände — info @ 10:01

‚1 Jahr schwarz-rote Agrarpolitik: Neue Regierung wieder auf alten Wegen‘

Berlin (agrar.de) – Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche präsentierte das AgrarBün­dnis in Berlin den ‚Kritischen Agrarbericht‘. Im Rückblick auf ein Jahr schwarz-rote Agrarpolitik unter Minister Seehofer kritisierte das Agrar­Bündnis, dass von der agrarpolitischen Neuorientierung, der die Agrar­wen­de, die unter der Vor­gängerregierung zumindest ansatzweise versucht wurde, nicht einmal das Wort übrig geblieben sei. Im Gegenteil: Die Regierung habe die Weichen wieder auf die alten Gleise umgestellt.

Gentechnik – Technik mit totalitären Zügen

Ein Schwerpunkt des diesjährigen ‚Kritischen Agrarberichts‘ ist der Widerstand gegen die grüne Gentechnik. ‚Denn die Zeichen der Politik deuten auf eine Liberalisierung des Gentechnikrechts hin. Aber Gentechnik ist eine Technik mit totalitären Zügen: Sie erlaubt auf Dauer keine gentechnikfreien Bereiche neben sich,‘ sagte Hubert Weiger, Agrar­sprecher des BUND. ‚Gegen eine solche Entwicklung werden sich die Ver­bände, die sich im AgrarBündnis zusammengeschlossen haben, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel zu Wehr setzen.‘ Er sehe mit großer Sorge die Bestrebungen aus dem Hause Seehofer, das Gentechnikgesetz zu deregulieren und damit eine flächendeckende 0,9-prozentige Verunreini­gung aller Ernten mit Gentechnik herbeizuführen, ohne dass die Bauern entschädigt werden. ‚Das vorgelegte Eckpunktepapier darf in dieser Form nicht verabschiedet werden, denn das wäre das endgültige Aus für das Recht der Verbraucher und Landwirte auf gentechnikfreie Nahrung‘, so Hubert Weiger.

EU-Bioverordnung

Außerdem müsse Seehofer während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft bei der Novelle der EU-Bioverordnung eindeutige Regeln durchsetzen. Der Rat der EU-Agrar­minister hatte Ende 2006 ein Übereinkommen für eine neue Verordnung beschlossen. ‚Die neue Bioverordnung muss inhaltlich und handwerklich deutlich nachgebessert werden. Es darf für Mitgliedsstaaten keine flexiblen Ausnahmen geben. Bestehende Standards bei Betriebsmittelzukauf, Kontrollen und Importen dürften keinesfalls aufgeweicht werden,‘ sagte Hubert Weiger in Berlin. Zum anstehenden Bericht des EU-Parlament forderte das AgrarBündnis von den Parlamentariern, die ökologisch nachteiligen Verwässerungen der Verordnung zu stoppen.

Reform der Agrarsubventionen: Ausrichtung an die Bereitstellung von Arbeitsplätzen

Bernd Voß, Milchbauer aus Schleswig-Holstein und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, ging auf die anstehende Überprüfung der EU-Agrarpolitik ein. Er mahnte grund­legende Reformen an. Gerade die Verbände des AgrarBünd­­nisses hätten schon bei den vergangenen Reformen Kriterien eingefordert, mit denen die in der Landwirtschaft im Prinzip notwendigen Direktzahlungen auch legitimiert wer­den können: Dies seien Arbeitplatzwirksamkeit und Umweltschutz bei gleichzeitig geringem bürokratischen Auf­wand. Die derzeitige ungleiche Verteilung der Direktzahlungen sei keinem Steuerzahler zu erklären: ‚Im Durchschnitt gehen jährlich rund 8.000 Euro pro Arbeitskraft an die Bauern. Flächenstarke Höfe mit wenig Arbeitskräf­ten können jedoch bis zu 120.000 Euro pro Arbeitskraft erhalten: 15-mal so viel, wie ein durchschnittlicher Betrieb. Das ist eine völlig ineffiziente Verteilung von Steuermitteln und führt außerdem zu einer erheblichen Wettbewerbsbenachteiligung zuungunsten von Betrieben, die Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.‘

Ausstieg aus der Milchquote würde Milchpreis weiter unter Druck setzen!

Bernd Voß ging auch auf die Milchmarktordnung ein. Rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Erwerbstätigen in Deutschland sind in der Milcherzeugung tätig. Die Milchviehhaltung hat daher eine wesentliche Bedeutung für die ländliche Wirtschaftsentwicklung. Durch die Grünlandverwertung hat sie darüber hinaus unverzichtbare Funktionen für die Umwelt. Voß warnte vor den Gefahren eines Ausstiegs aus der Mengenregulierung: ‚Diejenigen, die jetzt eine Diskussion über einen Ausstieg aus der Quote vom Zaun brechen und mit Maßnahmen wie Quotenausdehnung und Preis­druck die Milcherzeuger ‚fit für den Weltmarkt’ machen wollen, haben das Ziel, die Milcherzeugung in industri­elle Produktionsweisen zu drängen und ihre Funktionen für Arbeitsplätze und ländliche Wirtschaftsent­wick­lung zu zerstören.‘

Rückwärtsgang beim Tierschutz – AgrarBündnis fordert bessere Rahmenbedingungen für die Umstellung auf artgerechte Haltungsformen

Heidrun Betz vom Deutschen Tierschutzbund kritisierte die neue Tierschutz-Nutztier­hal­tungs­­verordnung. Die Bundesregierung habe damit auf Druck der Länder die Käfighaltung von Legehennen wieder legalisiert. Damit seien diejenigen ins Recht gesetzt worden, die sich geweigert haben, das von Bundestag und Bundesrat demokratisch beschlossene Käfigverbot für Legehennen (ab 1.1.2007) anzuerkennen und ihre Tierhaltungen fristgerecht umzustellen. ‚Die Chance, den Ver­brau­cher­wünschen zu entsprechen und in der Eierproduktion in Deutsch­land eine Vorreiterrolle zu übernehmen, ist vertan worden. Der Bedarf an alternativen Eiern wird jetzt zum Großteil aus den Nie­der­landen gedeckt. Die deutsche Eierindustrie dagegen versteckt ihre ungeliebten Käfigeier in Fertigprodukten.‘ Die Landwirte, die in Deutschland investiert und ihre Ställe umgebaut haben bzw. noch umbauen wollen, um Hühnern in alternativen Haltungssystemen ein tiergerechteres Leben zu ermöglichen, brauchten endlich mehr Unterstützung von Bundesminister Seehofer. ‚Die Rahmenbedingun­gen für die Umstellung müssen verbessert, die Weiter­entwicklung alternativer Haltungsformen muss forciert und die Infrastruktur für den Absatz der Eier verbessert werden‘. Bis Ende 2008 sollen einer Bundesratsentschließung zufolge zudem 50% der Hennen in alternativen Haltungssystemen untergebracht sein. Bislang ist völlig unklar, welche Maßnahmen die Bundesregierung eingeleitet hat bzw. noch einzuleiten gedenkt, um dieses Ziel zu erreichen.

Verwendung von Käfigeiern in verarbeiteten Produkten muss gekennzeichnet werden Heidrun Betz wies auch darauf hin, dass Verbraucher ihren Wunsch, Käfigeier zu vermeiden, nur teilweise praktisch umsetzen können. Fertigprodukten, in denen Eier verwendet wurden, sei die Herkunft der Eier nicht anzusehen. Sie forderte daher eine verbindliche Kennzeichnung dieser Produkte entsprechend der Eier-Kennzeichnung.

Links zum Thema Verbände.

NABU fordert grundlegenden Kurswechsel in Agrarpolitik

Themen: Förderung,Gentechnik,Umwelt,Verbände — info @ 10:01

Berlin (agrar.de) – Zur heutigen Eröffnung der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat der NABU die Bundesregierung zu einem grundlegenden Kurswechsel in der Agrarpolitik aufgefordert.

‚Angesichts der zunehmenden Probleme infolge von Klimawandel, Artensterben und sozialem Strukturwandel muss Bundesminister Seehofer eine nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Zu diesem Zweck müsste die Agrarförderung so umgestellt werden, dass nur Landwirte eine Förderung erhalten, die einen konkreten Beitrag für Umwelt und Gesellschaft leisten. Investitionen in industrielle Tierhaltungsanlagen oder Flurbereinigungsverfahren dürften in Zukunft nicht mehr unterstützt werden. Mit Blick auf die aktuelle deutsche EU-Ratspräsidentschaft forderte der NABU Seehofer auf, auch auf europäischer Ebene bereits jetzt die Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.

Nach Auffassung des NABU müsse die gegenwärtige Agrarpolitik in einigen Bereichen deutlich nachgebessert werden. So sei es dringend erforderlich, dass sich Minister Seehofer für ökologische Mindeststandards beim Anbau von Energiepflanzen einsetze, damit die boomende Produktion nicht zu Lasten von Natur und Umwelt erfolge. ‚Um die zunehmenden Angebotsdefizite bei Bioprodukten zu beheben, ist die Erstellung eines Aktionsplans Ökolandbau notwendig, der eine bessere Umstellungsförderung für Landwirte sowie Investitionshilfen für Verarbeitung und Vermarktung von Bioprodukten vorsieht‘, erklärte Tschimpke. Im Bereich der Agro-Gentechnik warnte der NABU davor, dass gentechnisch veränderte Produkte über die Hintertür der nachwachsenden Rohstoffe Einzug hielten. Die Gesetzentwürfe aus dem Agrarministerium sähen eine massive Forschungsförderung für die Gentechnik vor, ohne die Konsequenzen für die Umwelt zu berücksichtigen. ‚Es wird höchste Zeit, dass die Agrarpolitik auf eine zukunftsfähige, natur- und sozialverträgliche Basis gestellt wird‘, so Tschimpke.

Links zum Thema Verbände.

17. Januar 2007

Weniger Rinder in Nordrhein-Westfalen

Bonn (agrar.de) – Die Zahl der Rinder in Nordrhein-Westfalen geht weiter zurück. Zu diesem Ergebnis, das dem bundesweiten Trend entspricht, kommt eine Auswertung der Viehzählung vom November 2006 durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Das Statistische Landesamt zählte dabei 1,296 Millionen Rinder in nordrhein-westfälischen Ställen. Die Zahl der Rindviecher sank im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent. Insgesamt gibt es in Nordrhein-Westfalen noch 18 730 Bauernhöfe, auf denen Rindvieh zu Hause ist. Im Rheinland wurden 5.130 Betriebe mit 426.115 Rindern registriert, in Westfalen-Lippe waren es 13.600 Betriebe mit etwa 870.000 Tieren. Landesweit stellten im vergangenen Jahr 1.805 Betriebe die Rinderhaltung ein, darunter waren 428 Milcherzeuger. Damit sank die Zahl der Milchviehhalter um weitere 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Noch gibt es in Nordrhein-Westfalen 8.580 Milchbauern, die derzeit 351.400 Kühe melken. Die Zahl der Milchkühe ist um 19.840 Tiere oder 5,3 Prozent gegenüber November 2005 gesunken. Die durchschnittliche Milchviehherde ist in Nordrhein-Westfalen mit 41 Kühen etwa so groß wie ein Jahr zuvor. Im Rheinland gibt es noch 3.060 Milchviehbetriebe mit 154.470 Kühen, das sind durchschnittlich 50 Tiere je Betrieb. In Westfalen-Lippe werden auf 5.520 Höfen im Schnitt 36 Kühe gemolken.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland %url3%Nordrhein-Westfalen%/%.

Herbstaussaaten zur Ernte 2007: Mehr Winterroggen angebaut

Themen: Anbauflächen,Getreide,Pflanzen,Raps,Statistik — info @ 11:01

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben die Landwirte im Herbst 2006 in Deutschland für die kommende Ernte 2007 auf 5,52 Millionen Hektar Wintergetreide ausgesät. Damit erhöhte sich die Fläche für Wintergetreide insgesamt geringfügig um 0,4 Prozent gegenüber den Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2006. Die Anbaufläche von Winterroggen nahm dabei um gut 24 Prozent auf 670.000 Hektar zu. Diese Zunahme der Anbaufläche von Roggen wurde in allen Bundesländern in unterschiedlichem Maße beobachtet. In den Ländern mit den kleinsten Anbauflächen (Rheinland-Pfalz und Saarland) wurde dabei der geringste Zuwachs verzeichnet.

Bei den übrigen Wintergetreidearten ist ein Rückgang der Fläche zu verzeichnen: Die größte prozentuale Abnahme war bei Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung) mit 9 Prozent auf 369.000 Hektar zu beobachten. Die Anbaufläche von Winterweizen, der anbaustärksten Getreideart in Deutschland, sank um 2 Prozent auf 2,99 Millionen Hektar und die von Wintergerste um 0,6 Prozent auf 1,47 Millionen Hektar.

Außerdem bestellten die Landwirte gut 1,52 Millionen Hektar mit Winterraps. Die Fläche von Winterraps stieg damit weiter um 8 Prozent. Winterraps konnte wie Roggen in allen Bundesländern zulegen, relativ zur entsprechenden Anbaufläche des Vorjahres am deutlichsten in Niedersachsen (+ 15 Prozent) und am geringsten in Hessen (+ 1,5 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Sachsen-Anhalt: Mehr als ein Viertel weniger Zuckerrüben geerntet als im Vorjahr

Themen: Erntebericht,Pflanzen,Sachsen-Anhalt,Statistik — info @ 11:01

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt auf der Basis der endgültigen Ernteschätzung mitteilt, wurde im Jahr 2006 bei Zuckerrüben mit 473 Dezitonnen je Hektar ein Ertrag erzielt, der mit 13 Prozent deutlich unter dem des Jahres 2005, dem Rekordertrag von 543 Dezitonnen je Hektar, lag. Der warme und sonnenreiche Oktober verhinderte nach der späten Aussaat im Frühjahr und der Hitzeperiode im Juni und Juli ein noch schlechteres Ergebnis. Im langjährigen Mittel (2000/2005) lag der Hektarertrag bei 510 Dezitonnen.

Somit ist die Zuckerrübenernte im Jahr 2006 in Sachsen-Anhalt mit 1,9 Millionen Tonnen um mehr als ein Viertel (27 Prozent) geringer ausgefallen als im Vorjahr. Zurückzuführen ist der Rückgang der Erntemenge neben dem niedrigen Hektarertrag auch auf eine erneute Reduzierung der Rübenanbaufläche um 16,4 Prozent (auf 39.715 Hektar). Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

16. Januar 2007

Gute Apfelernte in Deutschland

Themen: Erntebericht,Obst,Statistik — info @ 12:01

Wiesbaden (agrar.de) – Äpfel, das klassische Winterobst, gehören zu den beliebtesten Baumobstarten in Deutschland. 942.200 Tonnen geerntete Äpfel entsprachen 84 Prozent der deutschen Baumobsternte des Jahres 2006. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, fiel die Apfelernte im Jahr 2006 gut aus; gegenüber dem Vorjahr konnten 6,4 Prozent mehr Äpfel geerntet werden.

Um die Nachfrage an Äpfeln in Deutschland zu decken, wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2006 nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik zusätzlich noch 505.600 Tonnen Frischäpfel eingeführt. Im Jahr 2005 waren 845.700 Tonnen Äpfel importiert worden, die vorwiegend aus Italien stammten. Gleichzeitig exportierte Deutschland in der Zeit von Januar bis September 2006 77.200 Tonnen und im Jahr 2005 etwa 100.400 Tonnen Frischäpfel.

Der Ertrag bei Äpfeln stieg gegenüber 2005 um 5,8 Prozent auf 29,2 Tonnen je Hektar Anbaufläche. Die wichtigsten deutschen Apfel-Anbaugebiete liegen in Niedersachsen (‚Altes Land‘) und in Baden-Württemberg (Bodenseeregion) sowie in Sachsen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

12. Januar 2007

DBV: Zahlungsansprüche stehen den wirtschaftenden Landwirten zu

Themen: EU,Förderung,Verbände,Wirtschaft — info @ 16:01

Aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofes zu Zahlungsansprüchen

Berlin (agrar.de) – Das Urteil des Bundesgerichtshofes, wonach Zahlungsansprüche eindeutig dem wirtschaftenden Betrieb zustehen, hat der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, als Erfolg der berufsständischen Argumentation und notwendige abschließende Klärung begrüßt. In dem seit fast drei Jahre lang geführten Rechtsstreit hat der Bauernverband wiederholt die Position vertreten, dass die mit der EU-Agrarreform 2003 eingeführten Zahlungsansprüche eindeutig dem Bewirtschafter der Flächen im Jahre 2005 zustehen. Das traditionell gute Verhältnis zwischen Pächtern und Verpächtern dürfe dadurch aber nicht belastet werden. Nach Einschätzung des Bundesgerichtshofes geben weder die EU-rechtlichen Regelungen zur Reform noch die nationalen Umsetzungsvorschriften vor, dass Zahlungsansprüche das Verhältnis von Verpächter und Bewirtschafter berühren. Wichtig sei, dass die Pachtsache in einem ordnungsgemäßen Zustand zurückgegeben werden muss, damit auch in einem neuen Pachtverhäl tnis der Cross-Compliance-pflichtige Direktausgleich gewährt werden kann.

Für den Bundesgerichtshof war entscheidend, dass es sich bei den Zahlungsansprüchen infolge der Entkopplung um eine Beihilfe zur Verbesserung der Einkommensverhältnisse des wirtschaftenden Landwirts handelt. Der Direktausgleich greife weder in die grundgesetzlich geschützte Berufsfreiheit noch in das Eigentum ein. Auch nach diesem Urteil bleibt zu beachten, dass einzelvertragliche Vereinbarungen zwischen Verpächtern und Pächtern zu den Zahlungsansprüchen davon grundsätzlich nicht berührt werden, betonte Born. Notwendig sei jedoch, die Beachtung der Einschränkungen zur Übertragbarkeit von Zahlungsansprüchen nach dem EU-Recht. Der DBV und seine Landesbauernverbände böten ihren Mitgliedern auf Wunsch Unterstützung bei der Ausgestaltung sachgerechter einzelvertraglicher Vereinbarungen an.

Links zum Thema Recht.

RLV: Weniger aber größere Traktoren auf den Höfen

Themen: Landtechnik,Statistik — info @ 16:01

Bonn (agrar.de) – Auf deutschen Bauernhöfen werden jedoch nach Angaben des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) in Bonn längst nicht mehr alle alten Traktoren nach ihrer Verschrottung durch neue ersetzt. Der Höhepunkt der Motorisierungswelle wurde 1985 mit 1,48 Mio. Traktoren erreicht. Seither geht jedoch die Zahl dieser landwirtschaftlichen Zugmaschinen wieder zurück. So betrug der gesamte Traktorenbestand in der Landwirtschaft im Jahr 2004 rund 868.000 Stück.

Die Entwicklung des Traktorenbestandes ist nach Aussagen des RLV insbesondere ein Spiegelbild des Strukturwandels in der Landwirtschaft: weniger Bauernhöfe brauchen auch weniger Traktoren. Allerdings werden nach wie vor durchschnittlich zwei Traktoren pro Betrieb eingesetzt. Und im Gegensatz zur Entwicklung der Stückzahl werden die Traktoren immer größer, da die wachsenden Betriebe auch höhere Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und Schlagkraft der Maschinen stellen. Betrug die Motorleistung bei Schleppern 1985 noch 31,3 kW, erhöhte sie sich bis zum Jahr 2004 auf 43,6 kW.

Links zum Thema Landtechnik.

Seiten: << 1 2 3 4 5 >>



   (c)1997-2017 @grar.de