26. Januar 2007

Mehr Spargel aus Nordrhein-Westfalen

Münster (agrar.de) – ‚Mit etwa 4.000 Hektar Anbaufläche in Nordrhein-Westfalen liegen wir in der bundesdeutschen Spargelproduktion auf Platz zwei hinter Niedersachsen‘, zu diesem erfreulichen Ergebnis kam Anton Holz, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NRW anlässlich der Mitgliederversammlung der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe am 23. Januar in Münster-Wolbeck.

Nach wie vor ist Spargel bei den Verbrauchern ein beliebtes saisonales Gemüse. Im Spargelessen sind die Deutschen mit durchschnittlich 1,25 Kilo Weltmeister. Eine Auswertung des Einkaufverhaltens privater Haushalte zeigt, dass der Direktverkauf ab Hof und auf Wochenmärkten Vorrang hat vor dem Kauf in Supermärkten und bei Discountern. Der Absatz erfolgt zu zwei Dritteln ab Hof. Etwa zehn Prozent des Spargels wandern in die Gastronomie, 25 Prozent nehmen der Großhandel, der Lebensmitteleinzelhandel sowie Erzeugerorganisationen ab. Absolute Frische vom Feld direkt zum Kunden wird vom Verbraucher honoriert.

Der Spargelanbau in Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Gab es 1990 etwa 750 Hektar Anbaufläche, so wird heute das Stangengemüse von den 510 Spargelerzeugern auf 4.000 Hektar angebaut. Das entspricht knapp einem Fünftel der Gesamtfläche des Spargelanbaus in Deutschland in Höhe von fast 22.000 Hektar.

Das Jahr 2006 war für die Spargelanbauer nicht einfach. ‚Neben den erschwerten Rahmenbedingungen zur Beschäftigung der im Spargelanbau dringend benötigten osteuropäischen Saisonarbeitskräfte kam noch das ungünstige Wetter in der Saison hinzu‘, sagte Holz. Aber der Vize-Präsident blickte optimistisch in die kommende Saison. Der Trend gehe dahin, mit neuen Folienabdeckungssystemen die Verbraucher früher im Jahr mit frischem, heimischem Spargel zu versorgen.

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