31. Januar 2007

NRW: Jeder zweite Hektar gepachtet

Bonn (agrar.de) – In Nordrhein-Westfalen sind 54 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen gepachtet, 65,4 Prozent im Rheinland und 49 Prozent in Westfalen-Lippe. Das entspricht einer Fläche von etwa 830 000 Hektar der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 1,523 Millionen Hektar in NRW. Damit ist der Anteil der Pachtflächen weiter gestiegen, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

In Folge der sinkenden Preise für landwirtschaftliche Produkte sind die Pachtpreise erstmals seit Jahren nicht weiter gestiegen. Dabei zahlten nordrhein-westfälische Bauern 2005 im Durchschnitt 299 Euro pro Hektar. Rheinische Flächen kosteten 312 Euro und waren damit teurer als in Westfalen-Lippe, wo im Durchschnitt 290 Euro gezahlt wurden. Grünland, also Wiesen und Weiden, ist grundsätzlich günstiger zu pachten, in NRW im Schnitt für 172 Euro pro Hektar und Jahr, im Rheinland für 182 Euro und in Westfalen-Lippe für 164 Euro. Auch beim Ackerland wird im Rheinland mehr bezahlt, immerhin 382 Euro, und in Westfalen 333 Euro pro Jahr. Das entspricht einem nordrhein-westfälischen Durchschnitt von 351 Euro.

Die höchsten Pachten in NRW werden in der Köln-Aachener Bucht und in der Münsterländischen Tiefebene gezahlt. Am wenigsten für ihre Flächen bekommen die Verpächter in der Eifel und im Südwestfälischen Bergland.

Nordrhein-Westfalen liegt im Vergleich zu anderen Bundesländern bei den Pachtpreisen mit den 299 Euro an der Spitze, gefolgt von Niedersachsen mit 269 Euro, Schleswig-Holstein mit 257 Euro und Bayern mit 229 Euro im Schnitt. Schlusslichter bilden das Saarland und Brandenburg, wo etwa 82 Euro Pacht gezahlt wird. Ursachen für die unterschiedlichen Pachtpreise sind vor allem die Bodenqualität, die klimatischen Bedingungen, die Nähe zum Markt sowie Größe und Zuschnitt der Flächen.

29. Januar 2007

Bierabsatz im Jahr 2006 um 1,4 Prozent gestiegen

Themen: Bier,Handel,Lebensmittel,Statistik — info @ 11:01

Wiesbaden (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes setzten im Jahr 2006 deutsche Brauereien und Bierlager 106,8 Millionen Hektoliter Bier ab, das waren rund 1,4 Millionen Hektoliter oder 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr. In den Zahlen sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – waren im Berichtsjahr mit 3,5 Millionen Hektoliter oder 3,3 Prozent am gesamten Bierabsatz beteiligt. Das ist ein Plus von 17,7 Prozent gegenüber dem Jahr 2005. Daraus ergibt sich für den Absatz von unvermischtem Bier (103,3 Millionen Hektoliter) ein Plus gegenüber 2005 von 0,9 Prozent.

86,0 Prozent des gesamten Bierabsatzes im Jahr 2006 waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Die Menge stieg um 0,6 Prozent auf 91,8 Millionen Hektoliter. Der steuerfreie Absatz (Exporte und Haustrunk) betrug 15,0 Millionen Hektoliter Bier (+ 6,6 Prozent): 11,7 Millionen Hektoliter (+ 6,3 Prozent) davon gingen in die EU-Länder, 3,1 Millionen Hektoliter (+ 8,5 Prozent) in Drittländer und 197.130 Hektoliter (- 7,2 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Die Angaben zum regionalen Absatz von Bier richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Den höchsten Bierabsatz erzielten im vergangenen Jahr wie in der Vergangenheit die Länder Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 24,8 Prozent und Bayern mit 21,4 Prozent.

Am Inlandsabsatz haben diese beiden Länder mit 26,4 Prozent und 21,6 Prozent ebenfalls die mit Abstand höchsten Anteile. Den höchsten Bierabsatz über die bundesdeutschen Grenzen hinweg erzielten dagegen die Brauereien oder Bierlager mit Sitz in Niedersachsen/ Bremen mit einem Anteil von 36,0 Prozent.

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26. Januar 2007

Mehr Spargel aus Nordrhein-Westfalen

Münster (agrar.de) – ‚Mit etwa 4.000 Hektar Anbaufläche in Nordrhein-Westfalen liegen wir in der bundesdeutschen Spargelproduktion auf Platz zwei hinter Niedersachsen‘, zu diesem erfreulichen Ergebnis kam Anton Holz, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NRW anlässlich der Mitgliederversammlung der Vereinigung der Spargelanbauer Westfalen-Lippe am 23. Januar in Münster-Wolbeck.

Nach wie vor ist Spargel bei den Verbrauchern ein beliebtes saisonales Gemüse. Im Spargelessen sind die Deutschen mit durchschnittlich 1,25 Kilo Weltmeister. Eine Auswertung des Einkaufverhaltens privater Haushalte zeigt, dass der Direktverkauf ab Hof und auf Wochenmärkten Vorrang hat vor dem Kauf in Supermärkten und bei Discountern. Der Absatz erfolgt zu zwei Dritteln ab Hof. Etwa zehn Prozent des Spargels wandern in die Gastronomie, 25 Prozent nehmen der Großhandel, der Lebensmitteleinzelhandel sowie Erzeugerorganisationen ab. Absolute Frische vom Feld direkt zum Kunden wird vom Verbraucher honoriert.

Der Spargelanbau in Nordrhein-Westfalen hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Gab es 1990 etwa 750 Hektar Anbaufläche, so wird heute das Stangengemüse von den 510 Spargelerzeugern auf 4.000 Hektar angebaut. Das entspricht knapp einem Fünftel der Gesamtfläche des Spargelanbaus in Deutschland in Höhe von fast 22.000 Hektar.

Das Jahr 2006 war für die Spargelanbauer nicht einfach. ‚Neben den erschwerten Rahmenbedingungen zur Beschäftigung der im Spargelanbau dringend benötigten osteuropäischen Saisonarbeitskräfte kam noch das ungünstige Wetter in der Saison hinzu‘, sagte Holz. Aber der Vize-Präsident blickte optimistisch in die kommende Saison. Der Trend gehe dahin, mit neuen Folienabdeckungssystemen die Verbraucher früher im Jahr mit frischem, heimischem Spargel zu versorgen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

25. Januar 2007

NABU fordert Umweltstandards beim Anbau nachwachsender Rohstoffe

Themen: Biogas,Energie,Kraftstoffe,NaWaRos — info @ 13:01

Berlin (agrar.de) – Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um den verstärkten Einsatz von Biomasse für die Energieversorgung hat der NABU ökologische Mindestkriterien beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen gefordert und zu diesem Thema ein Positionspapier veröffentlicht. ‚Eine Strategie zum Ausbau erneuerbarer Energien darf nicht auf Kosten einer Ökologisierung der Landwirtschaft erfolgen. Sie muss im Einklang damit umgesetzt werden‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Nachwachsende Rohstoffe müssten aus Gründen des Klimaschutzes zukünftig in allen Nutzungsbereichen – vom Kraftstoffsektor bis zum stofflichen Bereich – einen entscheidenden Beitrag leisten. Doch nur wenn die Produktion von Holzpellets, Biogas oder Biokraftstoffen nicht zu Lasten von Natur und Umwelt erfolge, sei eine weitere Ausweitung zu befürworten. Der Boom bei Biogasanlagen zeige, dass Korrekturen dringend erforderlich seien.

Der Trend gehe hier zur Umwandlung von Grünland- und Stilllegungsflächen in Maisäcker. Der Anbau in Monokulturen führe aber zu einer erhöhten Bodenerosion und Grundwasserbelastung sowie zu einem massiven Verlust wertvoller Lebensräume.

In Deutschland könnte naturverträglich auf über 2 Millionen Hektar Biomasse produziert werden, was rund 10 bis 13 Prozent der heute landwirtschaftlich genutzten Fläche entspricht. Damit würde nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern es könnten auch bis zu 200.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Anbau von Energiepflanzen sollte jedoch auf eine möglichst große Nutzungsvielfalt abzielen. Hierzu gehöre der Verzicht auf Gentechnik und auf Grünlandumbruch, der Nachweis einer ökologischen Ausgleichsfläche sowie die Einhaltung einer dreigliedrigen Fruchtfolge.

‚Eine Strategie zur Senkung der Treibhausgasbelastung ist aber nur erfolgreich, wenn neben dem Einsatz von Biomasse auch der Gesamtenergieverbrauch über alle Sektoren hinweg drastisch reduziert wird‘, betonte Tschimpke. Biokraftstoffe seien z.B. nur in Kombination mit deutlich sparsameren Fahrzeugen klimafreundlicher.

Importierte Biomasse wie z. B. Palmöl aus Indonesien müsste schon allein wegen der negativen Umweltbilanz künftig von einer Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz ausgeschlossen werden.

Links zum Thema Verbände.

24. Januar 2007

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 560 angebotenen Schweinen 560 Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,32 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,31 Euro bis 1,33 Euro verkauft.

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BUND: Seehofer muss „Gesundheitsreform für den Wald“ durchsetzen

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 14:01

Waldzustandsbericht: Über zwei Drittel der Bäume krank

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer anlässlich der Veröffentlichung des Waldzustandsberichtes 2006 die Durchsetzung einer ‚Gesundheitsreform für den Wald‘. Die aktuellen Zahlen über massive Baumschäden würden belegen, wie wenig die Bundesregierung bisher zur Lösung des Problems unternommen habe. Als einzige öffentlich wahrnehmbare Tat in punkto Wald lasse Seehofer derzeit prüfen, ob der Waldzustandsbericht nur noch alle vier Jahre veröffentlicht werden könne. Der BUND erwarte, dass mit der heutigen Publizierung des Berichts dieser Plan beerdigt worden sei.

Helmut Klein, Waldexperte des BUND: ‚Als Gesundheitspolitiker sollte Seehofer wissen, dass der Patient Wald nicht gesünder wird, wenn man ihn nicht mehr untersucht. Nur die Abkehr vom überhöhten Energieverbrauch und die Verringerung des Schadstoffausstoßes kann den Wald retten.‘

Wälder seien für den Klimaschutz unverzichtbar und leideten zugleich mit am stärksten unter der Erderwärmung. Blatt- und Nadelverluste, Nottriebe, Notblüte und verstärkte Fruchtbildung seien Zeichen für den Stress, dem die Bäume ausgesetzt seien. Bei Eichen und Buchen wiesen 83 bzw. 84 Prozent der Bäume Schäden auf. Hauptverantwortlich dafür seien auch die Luftschadstoffe aus Verkehr und Landwirtschaft.

Als wirksame Sofortmaßnahme zum Schutz des Waldes forderte der BUND Tempolimits im Straßenverkehr und die massive Reduktion des Energieverbrauches u.a. über eine höhere Besteuerung fossiler Energieträger. Auf Unverständnis stoße Seehofers Schweigen, wenn Verkehrsminister Tiefensee und Umweltminister Gabriel in unheiliger Allianz mit dem ADAC für das ‚Freie Rasen für freie Bürger‘ votierten. Die inkonsequente Umwelt- und Klimapolitik der Großen Koalition werde sich verheerend auf den Zustand des Waldes auswirken.

Auch im Landwirtschaftsressort müsse Seehofer sofort handeln. Die stärkere Förderung des Ökolandbaus könne die Massentierhaltung zurückdrängen. Deren massiver Ausstoß von Ammoniak schädige den Wald besonders stark.

Der BUND bezweifelt, dass sich die Energie- und Klimaprobleme mit einer stärkeren Nutzung von Biomasse lösen ließen. Klein: ‚Es nützt nichts, die heutige Energieverschwendung lediglich mit neuen Rohstoffen weiter aufrecht zu erhalten. Der Energieverbrauch muss drastisch gesenkt werden, das schont nicht nur Ressourcen, sondern verschont auch den Wald vor Schadstoffen.‘

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Thema Verbände.

23. Januar 2007

Nordrhein-Westfalen: Schlechte Ernte sorgt für hohe Kartoffelpreise

Themen: Handel,Kartoffeln,Nordrhein-Westfalen — info @ 16:01

Düsseldorf (agrar.de) – Schlechte Nachrichten für alle Liebhaber der schmackhaften Knollenfrucht: Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, mussten die Verbraucher für ihre Kartoffelkäufe im gerade zu Ende gegangenen Jahr durchschnittlich knapp ein Viertel (+24,2 Prozent) mehr ausgeben als noch 2005. Grund hierfür war die extreme Hitze und anhaltende Trockenheit bis Ende Juli, die zu erheblichen Ertragseinbußen bei der Kartoffelernte führte. Die Verbraucherpreise für Speisekartoffeln blieben im Jahr 2006, anders als in den Vorjahren, auch nach Abschluss der Frühkartoffelsaison Ende Juli auf hohem Niveau. Selbst der nach dem Jahrhundertsommer von 2003 zu beobachtende bisherige Höchststand des ‚Kartoffelpreisindex‘ vom Juni 2004 wurde im Juni und Juli letzten Jahres noch um 1,3 Prozent übertroffen.

Die knappe Erntemenge und die stark eingeschränkte Lagerfähigkeit einiger Kartoffelsorten wirken sich mittlerweile auch auf die Preise für Kartoffelerzeugnisse aus. So verteuerten sich die Preise für tiefgekühlte Pommes Frites im Dezember 2006 gegenüber dem Vorjahr um 7,6 Prozent.

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Rund 3.500 Biogas-Anlagen in Deutschland

Themen: Biogas,Energie,Statistik — info @ 11:01

Berlin (agrar.de) – Zurzeit gibt es in Deutschland rund 3.500 Biogasanlagen mit ungefähr 1.100 Megawatt elektrischer Leistung. Diese hätten im Jahr 2005 rund 2,5 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion mit.

Gerade die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz habe diese Entwicklung begünstigt. Im Jahr 2030 könnten rund zehn Prozent des heutigen Erdgasverbrauchs durch Biogas abgedeckt werden, wie Studien ergeben hätten. Schon jetzt seien Bio- und Erdgas rechtlich gleichgestellt. Wie es weiter heißt, ist Mais heute die dominierende Energiepflanze, da der durchschnittliche Ertragswert pro Hektar sehr hoch sei. Dieser ließe sich durch Optimierungsverfahren sogar noch wesentlich steigern.

Für die Gewinnung von Biotreibstoff, bei der Biogas erst zu Biomethan veredelt werden muss, liege Mais an zweiter Stelle hinter Futterrüben. Einer Studie zufolge, die im Dezember veröffentlicht worden sei, wäre in Deutschland genügend Biomasse vorhanden, um 20 Prozent des heutigen Kraftstoffverbrauchs zu decken, teilt die Regierung mit.

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22. Januar 2007

Sächsischer Viehbestand rückläufig

Themen: Rinder,Sachsen,Schweine,Statistik,Tierbestände — info @ 13:01

Dresden (agrar.de) – Anfang November wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben 484.000 Rinder und 628.100 Schweine gezählt. Damit setzte sich der Rückgang in der sächsischen Rinderhaltung fort und erreichte einen neuen Tiefpunkt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sank der Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 13.100 Rinder (knapp drei Prozent). In den Schweine haltenden Betrieben wurden 4.400 Tiere (knapp ein Prozent) weniger als im November 2005 gezählt. Ende 1989 belief sich der sächsische Viehbestand noch auf 1,3 Millionen Rinder und knapp 2 Millionen Schweine.

Der seit Jahren andauernde Rückgang des sächsischen Rinderbestandes kam auch in den vergangenen zwölf Monaten nicht zum Stillstand. Er setzte sich bis auf die Kälber in allen Altersgruppen und Nutzungsrichtungen fort. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Kühe bilden mit 229.100 Tieren den Hauptbestandteil (47 Prozent) unter den Rindern. Darunter sind 191.900 Milchkühe. Die Zahl der Milchkühe verringerte sich binnen Jahresfrist um 5.300 Tiere (2,7 Prozent). Weiterhin werden 36.600 Ammen- und Mutterkühe, 106.100 weibliche Zucht- und Nutzrinder über zwölf Monate, 69.100 Kälber, 31.700 männliche Rinder über sechs Monate und 1.800 weibliche Mastfärsen über ein Jahr gehalten.

Der sächsische Schweinebestand von 628.100 Schweinen liegt um 4.400 Tiere (0,7 Prozent) unter dem Vorjahreswert. In den einzelnen Alters- und Nutzungsrichtungen sind – im Gegensatz zum Rinderbestand – unterschiedliche Bestandsbewegungen sichtbar. Bestandsrückgänge sind bei den Ferkeln (7,4 Prozent), Jungschweinen (2,1 Prozent) und Zuchtschweinen (2,0 Prozent) zu verzeichnen. Demgegenüber ist in den Schweinemastbetrieben eine erhebliche Aufstockung der Masttiere um 14.750 (7,4 Prozent) auf 212.800 Tiere ersichtlich.

Seit 2003 können die landwirtschaftlichen Betriebe Daten zur Viehzählung auch online über das Internet melden. Nutzten im ersten Jahr lediglich fünf Prozent der Berichtspflichtigen diese Möglichkeit, so waren es zur diesjährigen Novemberviehzählung bereits 20 Prozent bzw. jede fünfte Meldung kam über das Internet.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

DFWR: Blaues Auge für die Forstwirtschaft

Themen: Hessen,Nordrhein-Westfalen,Thüringen,Wald,Wetter — info @ 11:01

Lokal starken Schäden – NRW am stärksten betroffen

Bonn (agrar.de) – Nach Abzug des Sturmtiefs Kyrill liegen dem Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR) erste Einschätzungen über Umfang der forstwirtschaftlichen Schäden vor. Nord- und Ostdeutschland mit Ausnahme der Hochlagen im Harz blieben von nennenswerten Schäden verschont. Relativ geringe Schäden werden auch aus Süddeutschland berichtet, so z.B. aus Baden-Württemberg mit ca. 500.000 m³. Besonders betroffen ist dagegen die Mitte Deutschlands in einem Streifen südlich der Linie Dortmund – Kassel und nördlich der Achse Köln, Marburg, Thüringer Wald. Hier liegt der Schadenschwerpunkt im Sauerland und Nordhessen in Mittelgebirgslagen oberhalb von 350 m. Allein im Hochsauerlandkreis wird eine Schadholzmenge von ca. 5 Mio Mio Fm erwartet.

Insgesamt wird der Schadholzanfall in NRW auf 12 Mio m³ eingeschätzt. Die übrigen Bundesländer sowie die europäischen Nachbarländer wurden nach dem DFWR vorliegenden Informationen von Kyrill nur gering betroffen. Die Gesamtmenge an Sturmholz in Europa soll sich auf weniger als 30 Mio m³ belaufen. In Deutschland sollen es insgesamt weniger als 20 Mio m³ Holz sein. Aus diesen Zahlen wird deutlich, dass die deutsche Forstwirtschaft insgesamt mit einem ‚blauen Auge‘ davon gekommen ist, auch wenn lokal wie z.B. im Hochsauerland extreme Schadsituationen vorzufinden sind.

Diese Schadholzmengen werden nach Einschätzung des DFWR von dem aktuell sehr dynamischen Holzmarkt ohne Probleme aufgenommen. Ein Einbruch der Holzpreise ist nicht zu erwarten. Die Nachfrage der Sägeindustrie nach Holz ist regional und überregional höher als der bundesweit ursprünglich geplante nachhaltige reguläre Einschlag. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Holzmengen binnen der nächsten 6 bis 8 Monate von den Märkten ‚aufgesogen‘ werden. Gegebenenfalls kann in den Hauptschadgebieten die Errichtung von Nasslagern erforderlich werden. Vor diesem Hintergrund besteht auch für ‚Panikholzverkäufe‘ zu Dumpingpreisen kein Anlass.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Verbände.

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