29. Dezember 2006

Nordrhein-Westfalen: NRW-Landwirte bauen mehr Winterraps an

Themen: Anbauflächen,Nordrhein-Westfalen,Raps — info @ 13:12

Düsseldorf (agrar.de) – Nordrhein-Westfalens Landwirte haben im Herbst mehr Winterraps angebaut. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik nach ersten Schätzungen der ‚Ernte- und Betriebsberichterstatter zur Herbstaussaat 2006‘ mitteilt, wurde die Anbaufläche für Winterraps gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent auf 72.500 Hektar ausgedehnt. Damit reagierten die Landwirte auf die steigende Nachfrage nach Rapsöl und die damit verbundene Erhöhung der Erzeugerpreise.

Als Folge der gestiegenen Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen wurden auch die Anbauflächen für Wintergetreidearten ausgeweitet. Nach ersten Schätzungen wurde der Winterroggenanbau – die Anbauflächen waren hier seit Jahren rückläufig – im Herbst 2006 erstmals wieder ausgedehnt (+17 Prozent auf 22.500 Hektar).

Die Herbstaussaat konnte unter hervorragenden Witterungsverhältnissen des ‚goldenen Oktobers 2006‘ nicht nur termingerecht sondern auch unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden.

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28. Dezember 2006

Baden-Württemberg: Erneute Anbauausdehnung bei Winterraps erwartet

Hoher Ertrag bei Zuckerrüben – Rund 67 Tonnen Zuckerrüben je Hektar

Stuttgart (agrar.de) – Bei den Landwirten im Südwesten steht der Winterraps weiter hoch im Kurs. Wie sich aus den Meldungen der Berichterstatter des Statistischen Landesamtes zur Herbstaussaat ergibt, ist bei der Ölfrucht mit einer 5-prozentigen Flächenausdehnung auf 72.000 (Hektar) ha zu rechnen. Als Gründe werden die günstigen Fruchtfolgeeigenschaften und die gute Marktsituation angeführt. Die Nachfrage nach Rapsöl zur menschlichen Ernährung und nach Rapsschrot zur Eiweißversorgung der Tiere ist stetig und gut. Weitere Absatzmöglichkeiten bietet der Biodieselbereich.

Winterweizen ist die bedeutendste Getreideart im Land. Ihr Anbauumfang dürfte sich gegenüber dem Vorjahr (211.000 ha einschl. Dinkel) kaum verändert haben. Die zweite bedeutende Wintergetreideart im Land, die Wintergerste, hat neue Freunde gewonnen. Die geschätzte Anbaufläche von 105.000 ha bedeutet gegenüber dem Vorjahr ein Plus um 5 Prozent.

Die obigen Angaben müssen aufgrund der vergleichsweise begrenzten Zahl an Berichterstattern noch als vorläufige Anbautendenzen angesehen werden. Auf breiter statistischer Basis abgesicherte Daten über den tatsächlichen Anbau auf dem Ackerland liefert die Bodennutzungshaupterhebung 2007, deren erste Ergebnisse voraussichtlich Ende Juli vorliegen werden.

Wie das Statistische Landesamt weiter feststellt, wurde bei Zuckerrüben im Landesmittel mit 666 Dezitonnen (1dt = 100 kg) oder 66,6 Tonnen je ha eine herausragende Flächenleistung erzielt (2000/2005: 619 dt/ha). Es ist dies nach 2000 (677 dt/ha) die zweithöchste Flächenleistung in der Geschichte Baden-Württembergs. Die heimische Zuckerrübenproduktion beziffert sich bei einer Anbaufläche von rund 17.700 ha auf 1,18 Millionen dt gegenüber 1,30 Mill. dt im langjährigen Mittel bzw. 1,32 Mill. dt im Vorjahr.

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Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 750 angebotenen Schweinen alle Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,32 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,31 Euro bis 1,32 Euro verkauft.

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27. Dezember 2006

Brandenburg: Höchster Ertrag bei Einlegegurken seit 1991

Themen: Brandenburg,Erntebericht,Gemüse,Pflanzen — info @ 13:12

Potsdam (agrar.de) – Brandenburgs Gemüseanbauern brachten in diesem Jahr bei den verschiedenen Gemüsearten sehr unterschiedliche Erträge vom Feld ein. Wie der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, gab es eine deutliche Ertragssteigerung bei den Einlegegurken, die auf 574 Hektar angebaut wurden. Lag der Hektarertrag 2005 noch bei rund 496 Dezitonnen, so waren es in diesem Jahr 728 Dezitonnen pro Hektar. Dies ist die bisher höchste Ertragsleistung bei dieser Frucht. Auch bei den Schälgurken wurde 2006 mit 482 Dezitonnen pro Hektar ein Rekordertrag erzielt. Eine Ursache für diese guten Resultate war der geringe Befall durch Schädlinge und Krankheiten.

Spargel, als wichtigstes Gemüse Brandenburgs, wurde auf 2.601 Hektar gestochen. Der durchschnittliche Ertrag belief sich auf rund 45 Dezitonnen pro Hektar und lag damit 4 Dezitonnen unter dem Vorjahresergebnis.

Bei den Hülsenfrüchten spielten in Brandenburg die Buschbohnen (441 Hektar) und die Frischerbsen (687 Hektar) eine größere Rolle. Bei beiden Fruchtarten gab es 2006 deutliche Ertragsrückgänge. So verringerte sich der Buschbohnenertrag um 30 Prozent und der von Frischerbsen um 41 Prozent.

Möhren und Karotten standen 2006 auf 732 Hektar. Von diesem Wurzelgemüse konnten 359 Dezitonnen pro Hektar geerntet werden. Dieser Ertrag entspricht einem Rückgang um fast 30 Prozent im Vergleich zu 2005.

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NRW: 16,4 Prozent weniger Zuckerrüben geerntet

Düsseldorf (agrar.de). Die Zuckerrübenernte ist in diesem Jahr in NRW mit 3,4 Millionen Tonnen um 16,4 Prozent geringer ausgefallen als im Vorjahr. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik auf der Basis der ‚endgültigen Ernteschätzung‘ mitteilt, verhinderte der warme und sonnenreiche Oktober – nach der späten Aussaat im Frühjahr und der Hitzeperiode im Juni und Juli – ein noch schlechteres Ergebnis.

Mit einem Ertrag von 60,0 Tonnen je Hektar wurde das Vorjahresergebnis zwar um 5,7 Prozent verfehlt, aber der langjährige Durchschnitt aus den Hektarerträgen der Jahre 2000 bis 2005 wurde um 0,3 Prozent übertroffen.

Zurückzuführen ist der Rückgang der Erntemenge auch auf eine erneute Reduzierung der Rübenanbaufläche um 11,3 Prozent (auf 56.689 Hektar), die im Zusammenhang mit der Reform der Zuckermarktordnung steht.

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Überdurchschnittliche Obsternte in Thüringen

Themen: Erntebericht,Obst,Statistik,Thüringen — info @ 10:12

Erfurt (agrar.de) – In diesem Jahr wurden in Thüringen in den auf Marktobstbau ausgerichteten Obstbaubetrieben 49.517 Tonnen Baumobst geerntet, davon 37.921 Tonnen Äpfel, 6.801 Tonnen Sauerkirschen, 1.553 Tonnen Süßkirschen, 1.813 Tonnen Pflaumen und Zwetschen, 1.038 Tonnen Mirabellen und Renekloden sowie 391 Tonnen Birnen. Damit lag die Thüringer Obsternte 2005 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 13.593 Tonnen bzw. 38 Prozent über dem langjährigen Mittel der Jahre 2000/2005 und um 10.787 Tonnen bzw. 28 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Bei Äpfeln, der vorherrschenden Obstart in Thüringen, wurde mit 335,5 Dezitonnen der höchste Flächenertrag der letzten 15 Jahre erzielt. Insgesamt wurden in diesem Jahr 37.921 Tonnen eingebracht. Das waren 9.635 Tonnen (34 Prozent) mehr als im Durchschnitt der Jahre 2000/2005 und 6.044 Tonnen (19 Prozent) mehr als im Vorjahr. 56 Prozent der Erntemenge wurden weiterverarbeitet, 44 Prozent wurden als Tafelobst verkauft.

Die Sauerkirsche, die zweitwichtigste Obstart in Thüringen, brachte in diesem Jahr einen Spitzenertrag von 101,3 Dezitonnen je Hektar (dt/ha). Damit lag das Ertragsniveau um rund 56 Prozent über dem durchschnittlichen Ertragspotential der Jahre 2000/2005 (65,0 dt/ha). Das bis dahin beste Ergebnis gab es im Jahr 1994 mit 83,9 dt/ha. Neun Zehntel der Erntemenge von 6.801 Tonnen gelangte über Gläser und Dosen oder verarbeitet zu anderen schmackhaften Produkten an den Konsumenten.

An Süßkirschen wurden in diesem Jahr 1.553 Tonnen geerntet. Dieses Ergebnis lag um rund 86 Prozent über dem langjährigen Mittel der Jahre 2000/2005 und um rund 97 Prozent über der niedrigen Erntemenge des Vorjahres. Im Landesdurchschnitt reiften 67,1 Dezitonnen pro Hektar. Der beste Flächenertrag wurde mit 73,1 dt/ha im Jahr 1993 erzielt, das langjährige Mittel beträgt 34,7 dt/ha. 64 Prozent der süßen Früchte kamen als Tafelobst in die Verkaufsstellen.

Für Pflaumen und Zwetschen wurden nach den Meldungen der Ernteberichterstatter in diesem Jahr der höchste Flächenertrag mit 154,2 Dezitonnen (zweithöchster Ertrag: 2004 mit 152,8 dt/ha) und eine Gesamternte von 1.813 Tonnen ermittelt. Die diesjährige Ernte übertraf den Durchschnitt der Jahre 2000/2005 um 387 Tonnen (27 Prozent) und das Vorjahresergebnis um 322 Tonnen (22 Prozent). Knapp drei Viertel wurden Tafelobst, ein Viertel weiterverarbeitet.

An Mirabellen und Renekloden wurden bei der diesjährigen Ernte 1.038 Tonnen eingebracht. Das war mit 155,6 dt/ha der zweithöchste Ertrag der vergangenen 15 Jahre (2003: 180,1 dt/ha). Die erreichte Erntemenge lag um 244 Tonnen über dem langjährigen Mittel 2000/2005, das Bestergebnis (1.202 Tonnen) wurde um 164 Tonnen verfehlt. Über acht Zehntel der Erntemenge wurden weiterverarbeitet und nur fünf Prozent gelangten als Tafelobst in den Handel.

Für Birnen wurde im Jahr 2006 eine Gesamternte von 391 Tonnen gemeldet. Das entsprach einem durchschnittlichen Flächenertrag von 136,1 dt/ha. Damit wurde der zweithöchste Ertrag eingebracht (2004: 153,5 dt/ha). Der Durchschnitt der Jahre 2000/2005 mit 100,5 dt/ha wurde um ein reichliches Drittel überboten, das Vorjahresergebnis um mehr als sechs Zehntel. Knapp zwei Drittel dieser leckeren Früchte waren Tafelobst.

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22. Dezember 2006

Landwirtschaftliche Einkommen in Österreich gestiegen

Themen: Österreich,Statistik,Wirtschaft — info @ 16:12

Wien (agrar.de) – Laut vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria ist das landwirtschaftliche Einkommen je Arbeitskraft im Jahr 2006 in Österreich real um 6,6 Prozent gestiegen. Im Mittel der EU-25 betrug der Einkommensanstieg 2,6 Prozent. Der stärkste Zuwachs wurde dabei in den Niederlanden (+17,6 Prozent), gefolgt von Frankreich (+8,6 Prozent) festgestellt. Lediglich in 7 der 25 Mitgliedstaaten der EU (Irland, Finnland, Malta, Estland, Italien, Slowenien und Slowakei) waren Einkommensrückgänge zu verzeichnen. Dies ergaben die ersten Vorschätzungen im Rahmen der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) der EU-Mitgliedstaaten für 2006 bzw. darauf aufbauende Berechnungen von Eurostat.

Österreich: Wertmäßige Zuwächse sowohl in der pflanzlichen als auch in der tierischen Erzeugung

Der Produktionswert der heimischen Landwirtschaft belief sich 2006 auf rd. 5,7 Mrd. Euro, um rd. 4,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei lagen sowohl der Wert der pflanzlichen als auch der tierischen Erzeugung über dem Vorjahresniveau.

Die Entwicklung des pflanzlichen Produktionswerts (+4,1 Prozent) wurde wesentlich durch den kräftigen Anstieg der Getreidepreise bestimmt. Auch bei anderen Kulturen, so etwa im Gemüse- und Kartoffelbau, waren zum Teil deutliche Preisanstiege zu verzeichnen. Rückläufig war u.a. – bedingt durch die neue Zuckermarktordnung – der Erzeugerpreis von Zuckerrüben.

Das Produktionsvolumen des Pflanzenbaus fiel niedriger aus als 2005. Die Getreideernte lag mengenmäßig deutlich unter dem langjährigen Mittel, wobei jedoch – mit Ausnahme der Spätdruschgebiete – gute Qualitäten eingebracht werden konnten. Der Zuckerrübenbau wurde eingeschränkt. Die Weinernte entsprach lt. Ernteschätzungen bei sehr guter Qualität in etwa dem niedrigen Niveau von 2005. Deutlich ausgeweitet wurde der Ölsaatenanbau; und auch im Obstbau wurden gute Ergebnisse erzielt.

In der tierischen Erzeugung (+4,8 Prozent) waren ebenfalls Preisanstiege zu verzeichnen, wenngleich diese moderater ausfielen als in der pflanzlichen Produktion. Sowohl bei Rindern als auch bei Schweinen stiegen die Erzeugerpreise weiter an. Die Milchpreise lagen trotz neuerlicher Senkung der Interventionspreise ebenfalls leicht über dem Vorjahresniveau. Dies führte in Kombination mit einer leichten Ausweitung des Erzeugungsvolumens sowie der planmäßigen Erhöhung der Milchprämie zu einem deutlichen Anstieg des Produktionswerts von Milch. Beim Geflügel kam es infolge der Vogelgrippe Anfang des Jahres zu einer Einschränkung des Erzeugungsvolumens.

Die im Rahmen der LGR bei der Berechnung des Faktoreinkommens berücksichtigten Förderungszahlungen an die Landwirtschaft (‚Gütersubventionen‘ und ’sonstige Subventionen‘) stiegen lt. vorläufigen Berechnungen in Summe um 2,7 Prozent.

Auf der Kostenseite kamen u.a. die neuerlich gestiegenen Preise für Energie und Treibstoffe zum Tragen. Insgesamt fielen die Vorleistungen lt. ersten Schätzungen um 3,2 Prozent höher aus als 2005, die Abschreibungen stiegen um 1,0 Prozent.

Aus den genannten Entwicklungen der Einzelposten der LGR resultierte ein Anstieg des landwirtschaftlichen Faktoreinkommens um 5,6 Prozent. Da der landwirtschaftliche Arbeitseinsatz 2005 weiter rückläufig war (-2,3 Prozent), ergibt sich je Arbeitskraft ein höherer Einkommensanstieg (+8,1 Prozent). Real entspricht dies einem Anstieg um 6,6 Prozent.

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Massenvermehrung des Borkenkäfers bereitet Sorge

Themen: Baden-Württemberg,Wald — info @ 12:12

Berlin (agrar.de) – Das Ausmaß der Massenvermehrung des Borkenkäfers hat nach Darstellung der Bundesregierung eine Dimension erreicht, die mit früheren ‚Kalamitäten‘ vergleichbar ist. So seien allein in Baden-Württemberg bis zum Frühherbst rund 1,4 Millionen Kubikmeter Borkenkäferholz angefallen, heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft rechne mit mehr als zwei Millionen Kubikmeter bis zum Ende des Jahres. Der Käfer-Befall sei in einigen Ländern so hoch, dass nach Ansicht von Experten selbst bei normalem Witterungsverlauf im nächsten Jahr eine erfolgreiche Bekämpfung kaum möglich erscheint, schreibt die Regierung. Schäden und Befallslage gäben Anlass zur Befürchtung, dass es regional zu größeren Ausfällen bei der Fichte kommen kann. Dies gelte vor allem auf kritischen Standorten, in Gebieten mit geringen Niederschlägen sowie bei lückenhafter Überwachung und Bekämpfung der Borkenkäfer. Betroffen seien alle Länder mit hohem Fichtenanteil, besonders Bayern und Baden-Württemberg.

Die vom Trockenjahr 2003 ausgegangene großräumige Massenvermehrung der Fichtenborkenkäfer (Buchdrucker und Kupferstecher) sei 2004 und 2005 durch die für die Käfer ungünstigeren Wetterverhältnisse und durch die Gegenmaßnahmen von Bund, Ländern und Waldbesitzern rückläufig gewesen. Im Juni dieses Jahres habe aber eine bis Anfang August anhaltende extrem warme und trockene Wetterperiode eingesetzt. Der einsetzende Trockenstress habe die Bäume erneut gefährdet, während das Wärmeangebot gleichzeitig die Entwicklungsbedingungen für die Käfer verbessert habe. So sei bereits im Juli stark zunehmender Befall mit steigender Brutentwicklung zu verzeichnen gewesen. Fichtenborkenkäfer könnten in der Regel nur liegende Hölzer erfolgreich besiedeln und befielen erst bei Massenvermehrung auch stehende Bäume.

Wie es in der Antwort weiter heißt, seien in Baden-Württemberg Maikäfer auf etwa 20.500 Hektar Wald festgestellt worden, davon 2.100 Hektar mit ernsten Engerling-Schäden. In Hessen belaufe sich die Befallsfläche für den Forst auf über 9.000 Hektar im Hessischen Ried, von denen 5.000 als ‚existenzgefährdet‘ angesehen würden. Aus Rheinland-Pfalz werde ein Maikäferbefall auf rund 2.000 Hektar gemeldet, davon etwa 90 Hektar mit Engerling-Schäden. Rund 3.000 Hektar seien in Sachsen-Anhalt betroffen, dort allerdings ohne größere Engerling-Schäden. In Sachsen befinde sich die Vermehrung noch in einer frühen Phase, so dass Flächenangaben nicht möglich seien, so die Regierung.

Links zum Thema Wald und Forst.

Verbände lehnen Rinderhaltungshygiene-Leitlinie ab

Bonn/Münster (agrar.de) – In einem gemeinsamen Schreiben an NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg haben die Präsidenten des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Friedhelm Decker, und des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz-Josef Möllers, nachdrücklich darauf gedrängt, dass die Vorbereitungen für eine Rinderhaltungshygiene-Leitlinie eingestellt werden.

Wie der RLV mitteilt, wird derzeit seitens der Länderarbeitsgemeinschaft Gesundheitlicher Verbraucherschutz eine so genannte ‚Leitlinie über hygienische Anforderungen beim Halten von Rindern‘ erstellt. In dem jüngst bekannt gewordenen Entwurf seien je nach Bestandsgröße umfangreiche bauliche und technische Anforderungen, Auflagen zum Personen- und Fahrzeugverkehr einschließlich Wegeführung wie auch die Anbringung von Hinweisschildern an Zufahrt und Weiden von Rinder haltenden Betrieben vorgesehen. So solle etwa der überbetriebliche Einsatz von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Maschinen, Futtermischwagen usw. nur noch nach vorheriger Reinigung und Desinfektion erfolgen. Auch sei vorgesehen, dass Milchviehbetriebe mit mehr als 100 Kühen ihren Status bei der Bekämpfung bestimmter Tierkrankheiten an der Zufahrt bekannt machen. Größeren Mutterkuhbetrieben solle gar aufgegeben werden, Hinweisschilder mit der Aufschrift ‚Vorsicht freilaufender Bulle – Lebensgefahr‘ anzubringen. Zugleich sollten diese auch fortlaufend die jeweilige Gruppenzugehörigkeit der Tiere aufzeichnen und eine Dokumentation der Tiergesundheit tagaktuell abrufbar halten.

In der Praxis stoße die geplante Leitlinie – eine solche stelle in der Regel die Vorstufe für eine spätere Verordnung dar – auf Unverständnis und Ablehnung. Während die Politik öffentlichkeitswirksam den Abbau von Bürokratie und Überregulierung einfordere, würden zeitgleich im nationalen Alleingang neue Auflagen und neue Bürokratie vorbereitet. Hierfür hätten die Betriebe kein Verständnis.

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21. Dezember 2006

Niedersachsen: Deutliche Ausweitung der Anbaufläche bei Gartenbaubetrieben

Hannover (agrar.de) – Im Jahr 2005 haben die niedersächsischen Gartenbaubetriebe eine Fläche von 35.546 ha bewirtschaftet. Seit 1994 erfolgte eine Ausweitung der Anbaufläche bei Gartenbaubetrieben um 25 Prozent. Damit lag Niedersachsen bezogen auf die Anbaufläche bundesweit auf Platz 2, gleich hinter Baden-Württemberg mit 35.685 ha.

Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik mitteilt, spielt die Gewächshausfläche mit 523 ha nur eine untergeordnete Rolle, diese Fläche ist gegenüber 1994 immerhin um 6 Prozent ausgeweitet worden. Der Anbau findet hauptsächlich auf der Freilandfläche statt, die innerhalb der letzten 10 Jahre um ein Viertel vergrößert wurde. Die Freifläche wird sehr unterschiedlich genutzt, hier werden nicht nur Obst, Gemüse und Zierpflanzen angebaut, sondern auch die Flächen der Baumschulen gehören mit dazu.

Allein 40 Prozent der Freilandfläche wird für den Gemüseanbau genutzt. Insbesondere zu Gunsten einer Ausweitung des Anbaus von Spargel und Eissalat wurde der Gemüseanbau deutlich vergrößert (+37 Prozent). Die höchsten Zuwachsraten bezogen auf die Fläche weist allerdings der Erdbeeranbau aus, diese Anbaufläche vervierfachte sich innerhalb von 10 Jahren.

Die meisten gärtnerischen Nutzflächen liegen in den Gemeinden rund um Hamburg, in Stade und Harburg, und im Westen von Niedersachsen, dazu gehören die Gemeinden Ammerland, Cloppenburg, Vechta und Diepholz.

Im Jahr 2005 gab es 4.313 Gartenbaubetriebe, ein Drittel weniger als 1994. 70 Prozent dieser Betriebe erzielten mehr als 50 Prozent ihrer Einnahmen aus der Gartenbauproduktion.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

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