17. November 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 546 angebotenen Schweinen alle Schweine in drei Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,48 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,47 Euro bis 1,48 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

16. November 2006

Niedersachsen: Tiere sind für Bauern Unfallrisiko Nummer eins

Themen: Archiv — info @ 13:11

Mehr als 40 Prozent Anteil an allen Arbeitsunfällen – Weniger Berufskrankheiten

Hannover (agrar.de) – Der Umgang mit Tieren gehört nach wie vor zu den gefährlichsten Tätigkeiten in der Landwirtschaft. Das weist nach Angaben des Landvolks Niedersachsen der aktuelle Jahresbericht der landwirtschaftlichen Sozialversicherung Niedersachsen-Bremen aus.

Danach gab es im vergangenen Jahr in deren Arbeitsbereich immerhin 6.621 Arbeitsunfälle mit Tieren, das war ein Anteil von 41 Prozent an allen landwirtschaftlichen Arbeitsunfällen in Niedersachsen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der Bauern und Anstrengungen der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft als Träger der Unfallversicherung bleibt der Anteil der Unfälle mit Tieren unverändert hoch. Zwar haben die Bauern zahlreiche Vorkehrungen getroffen, um den Umgang mit Tieren sicherer zu machen, dennoch bleiben Tiere ein unberechenbarer Faktor und die Betreuung unumgänglich. Besonders risikobehaftet ist dabei der Umgang mit Großvieh, also Rindern. Dies trifft ganz besonders für Bullen zu.

Mit deutlichem Abstand Unfallursache Nummer zwei sind Unterhaltungsarbeiten an Maschinen, Geräten, Fahrzeugen und Betriebseinrichtungen, sie waren aber nur mit 19,7 Prozent am Unfallgeschehen beteiligt. Hier haben die umfangreichen Aufklärungen der Berufsgenossenschaft, bessere Sicherheitsvorkehrungen an den Maschinen sowie unangemeldete Betriebsbesuche zur Kontrolle der Einhaltung von Unfallverhütungsvorschriften inzwischen Früchte getragen. Arbeiten auf den Feldern, im Garten und in Sonderkulturen waren als Unfallursache Nummer drei nur mit 9,7 Prozent beteiligt. Nur auf 2,3 Prozent oder 368 Fälle kommen die Unfälle bei der Waldarbeit, dennoch bleibt gerade dieser Bereich einer derjenigen mit dem größten Unfallrisiko und meist besonders schwerwiegenden Folgen. Erfreulich bleibt aber, dass sich die Zahl der tödlichen Unfälle auf niedersächsischen Bauernhöfen im vergangenen Jahr gegenüber 2004 von 21 auf 13 vermindert hat. Auch die Gesamtzahl der meldepflichtigen Unfälle ging leicht von 9.790 auf 9.207 zurück.

Positiv auf die Finanzen der Berufsgenossenschaft hat sich im vergangenen Jahr auch der Rückgang der Berufskrankheiten ausgewirkt. Die Zahl der neuen Rentenfälle aufgrund von Berufsunfähigkeit sank um 25 Prozent von 708 auf 529. Sorge bereitet jedoch der Zunahme der angezeigten Verdachtsfälle von Borreliose nach Zeckenbissen. Zusammen mit den sonstigen von Tieren auf Menschen übertragbaren Krankheiten bilden sie mit 28 Prozent aller Berufskrankheiten den größten Block und haben die durch allergisierende Stoffe verursachten Atemwegserkrankungen und die bandscheibenbedingten Wirbelsäulenerkrankungen bei den Bauern auf die folgenden Plätze verdrängt. Links zum Thema Verbände, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Niedersachsen: Rapsanbau erreicht neues Rekordniveau

Themen: Archiv — info @ 10:11

Aussaatfläche stieg um fast zehn Prozent – Auch bundesweit großer Zuwachs

Hannover (agrar.de) – Niedersachsens Bauern haben in diesem Herbst soviel Raps ausgesät wie noch nie. Nach Angaben des Landvolks Niedersachsen ist die Anbaufläche um weitere 12.246 Hektar (ha) oder 9,5 Prozent auf voraussichtlich 141.146 ha gestiegen. Das hat eine im Auftrag der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) durchgeführte Umfrage ergeben. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Bauern die Rapsfläche kräftig erhöht. Grund ist die anhaltend gute Marktlage für Ölsaaten, insbesondere durch die Nachfrage der Biodieselher-steller. Mit der diesjährigen Anbaufläche liegt Niedersachsen im Bundesvergleich an vierter Stelle nach Mecklenburg-Vorpommern mit 250.348 ha, Sachsen-Anhalt mit 176.760 ha und Bayern mit 173.332 ha und knapp vor Sachsen mit 139.168 ha.

Bundesweit wurden im Herbst nach den Ergebnissen der Studie knapp 1,5 Millionen ha mit Raps bestellt, das sind 91.760 oder 6,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die bundesweite Steigerung fiel damit prozentual geringer aus als in Niedersachsen. Ein Anstieg in dieser Höhe war zunächst nicht erwartet worden, weil sich die Rapsaussaat nach der verspäteten Weizenernte sehr verzögerte. Aber auch die spät gesäten Bestände haben sich mittlerweile dank milder Herbstwitterung sehr üppig entwickelt. Die Zahl der Raps anbauenden Betriebe hat sich aber laut Studie nicht erhöht, die Anbauausdehnung ist vielmehr auf einen Anstieg der einzelbetrieblichen Anbaufläche zurückzuführen. Dabei dürfte die Erhöhung des Rapsanteils vor allem auf Kosten des Getreide- und besonders des Weizenanbaus gegangen sein. Gut eine Million ha Raps wurden auf so genannten Basisflächen ohne Zweckbindung der Ernte angebaut, das ist gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 10,7 Prozent. Dagegen ist der Anbau als nachwachsender Rohstoff auf Stilllegungsflächen um 2,6 Prozent auf 304.344 ha zurückgegangen. In Niedersachsen wächst Raps zurzeit auf 28.961 ha Stilllegungsflächen, das sind 700 ha weniger als im vergangenen Jahr. Hier hat der Anbau auf Basisflächen um 16,1 Prozent auf 103.364 ha zugenommen.

Den geringsten Anteil hat der Rapsanbau mit der Energiepflanzenprämie von 45 Euro je ha, obwohl diese Verwertungsrichtung mit Abstand dominiert. Bundesweit sind dies nur knapp 172.000 ha, davon lediglich 8.821 ha in Niedersachsen (Vorjahr: 10.209 ha). Grund dürfte vor allem die damit verbundene Bürokratie sein. Dennoch ruft die Ufop die Bauern dazu auf, die Energiepflanzenpämie zu nutzen. Anträge können noch bis Ende Februar gestellt werden. Immerhin werden allein zur Bedarfsdeckung für Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff 1,1 Millionen ha Raps benötigt, die in den Genuss der Prämie kommen könnten.

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15. November 2006

Umweltschützer fordern qualitätsbewusstes Verbraucherverhalten

Themen: Archiv — info @ 12:11

Weinzierl: Gammelfleisch ist Abfallprodukt unserer Geiz-ist-geil-Mentalität

Berlin (agrar.de) – Der Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), Hubert Weinzierl, hat den bayerischen Staatsminister Werner Schnappauf vor vordergründigen Angriffen in Schutz genommen. ‚Ekelfleisch-Skandale lassen sich nicht mit Rücktrittsforderungen verhindern‘, sagte Weinzierl im Umweltzentrum Wiesenfelden. ‚Stattdessen brauchen wir ein neues Einkaufsverhalten und eine andere Ernährungskultur‘, mahnte er.

Für den DNR-Präsident liegt eine wesentliche Ursache des derzeitigen Fleisch-Problems in der allgemeinen ‚Geiz-ist-geil-Mentalität‘. ‚Was kann ein Verbraucherminister dafür‘, so Weinzierl, ‚wenn die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher Weltmeister im Kauf von ungesunden Billig-Produkten sind und bevorzugt minderwertige Massen-Lebensmittel in sich hineinfressen?‘

Nach Ansicht des Umweltexperten könne kein noch so großer Kontrollapparat den Milliardenmarkt rund ums Fleisch vor dem Einfluss krimineller Energie schützen und dauerhaft in den Griff bekommen. ‚Sieben Fleisch-Riesen steuern heute den gesamten deutschen Fleischwarenmarkt – da weiß man, wer das Sagen hat‘, kritisierte Weinzierl.

Dagegen sei jetzt ein anderes Einkaufs- und Ernährungsverhalten gefragt, um die Verbrauchermacht zu stärken und die Großstrukturen in Landwirtschaft und Nahrungsindustrie in ihre Schranken zu weisen. ‚Frisches Fleisch gibt es nicht am globalen Weltmarkt, sondern am regionalen Bauernmarkt, in Biobetrieben oder in der Metzgerei vor der Haustür‘, erklärte der DNR-Präsident.

Außerdem solle man sich auch den Wert von tierischem Eiweiß in Erinnerung rufen. ‚Es stammt zu allererst von Mitgeschöpfen und nicht aus der Fleischfabrik‘, so Weinzierl.

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Studie: Angebot an organischen Lebensmitteln wird mit steigender Nachfrage geringer

Themen: Archiv — info @ 12:11

London (agrar.de) – Der Verkauf von organischen Lebensmitteln und Getränken steigt weltweit beträchtlich an. Es werden Einnahmen von etwa 40 Milliarden US-Dollar für dieses Jahr prognostiziert. Vom Organic Monitor angestellte Untersuchungen zeigen, dass die Nachfrage das Angebot übersteigt und einige Gebiete bereits Engpässe im Angebot melden.

In den nordamerikanischen Staaten ist die Unterversorgung am deutlichsten zu spüren. Leere Lebensmittelregale sind für einige Produktkategorien zum Standard geworden. Engpässe im Angebot haben in diesem Jahr auch einige europäische Länder zu verzeichnen, da auch in Europa die Nachfrage nach organischen Lebensmitteln stark zugenommen hat. Organische Fleisch- und Milchprodukte sind am stärksten von der Unterversorgung betroffen und sowohl aus Südamerika als auch aus Australasien werden Produkte importiert.

Früchte und Gemüse sind im Allgemeinen die beliebtesten organischen Produkte. Diese Kategorie deckt ein Drittel der weltweiten Einkünfte ab. Frische Produkte wie Äpfel, Orangen, Karotten und Kartoffel sind gewöhnlich die ersten Produkte, die der Konsument in organischer Form kauft. Frisches Obst und Gemüse sprechen die Konsumenten an, die nahrhafte, gesunde Lebensmittel suchen. Die zweitwichtigste Produktkategorie unter den organischen Produkten sind Milchprodukte und Getränke.

Der jüngste Bericht des Organic Monitor „The Global Market for Organic Food & Drink“ zeigt, dass sich eine Kluft zwischen organischer Lebensmittelproduktion und dem Konsum derselben auftut. Die höchsten Verkaufszahlen an organischen Lebensmitteln stammen auf Grund der höheren Preise von reicheren Nationen. In der Schweiz, den USA und Singapur wird am meisten in den einzelnen Gebieten für organische Lebensmittel ausgegeben. Die stärkste Produktionszunahme von organischen Lebensmitteln findet tatsächlich in den Entwicklungsländern statt. In Südamerika, Asien und Afrika zeigt sich seit 2000 ein dreistelliger Zuwachs an organischer Anbaufläche, während in anderen Ländern ein zweistelliger Zuwachs zu verzeichnen ist.

Der Bericht zeigt auch auf, dass die weltweite organische Lebensmittelindustrie auch bezüglich der Standards geteilt ist. Die drei grössten Handelsgebiete – Europa, Nordamerika und Asien – haben jeweils eigene organische Standards und deren Unterschiede erschweren den weltweiten Handel. Die Folge davon sind für viele organische Lebensmittelhersteller Produktionsschwierigkeiten und übertriebene Bürokratie.

Eine weitere Herausforderung der Branche ist die Schaffung weltweiter Nachfrage nach organischen Produkten. Da Europa und Nordamerika mehr als 90 Prozent des Verkaufs abdecken, orientiert sich die Produktion in anderen Ländern hauptsächlich am Export. Amarjit Sahota, Direktor des Organic Monitor bemerkt: ‚Die ausschliessliche Konzentration auf die Nachfrage könnte für die organische Lebensmittelindustrie eine gefährliche Situation schaffen.‘

Langsame Zuwachsraten in Europa oder Nordamerika oder in beiden Gebieten gleichzeitig könnten den Markt für zahlreiche Produzenten schliessen. Er rät den Produzenten in Entwicklungsländern, interne Märkte für organische Lebensmittel zu schaffen, sodass sie nicht gänzlich von Exportmärkten abhängen.

Links zum Thema Bio-Markt.

Agrarland in Nordrhein-Westfalen am teuersten

Themen: Archiv — info @ 12:11

Bonn (agrar.de) – Landwirtschaftliche Grundstücke sind in NRW am teuersten. Die Preise liegen nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bei knapp 26.000 Euro je Hektar, was etwa 2,60 Euro je Quadratmeter entspricht. Über Jahre hinweg haben sich die Grundstückspreise damit relativ konstant bei 25.000 Euro eingependelt. Die Preise landwirtschaftlicher Grundstücke werden vom Statistischen Landes- und Bundesamt jährlich festgestellt. Im Jahr 2005 gab es in NRW 2.790 Verkäufe von landwirtschaftlichen Flächen. Davon entfielen 46 Prozent auf die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. Der Regierungsbezirk Köln weist mit 32 Prozent den höchsten Anteil auf, gefolgt vom Regierungsbezirk Detmold mit 20 Prozent.

Die Preise variierten zwischen 34.240 Euro je Hektar im Regierungsbezirk Düsseldorf und 18.190 Euro je Hektar im Regierungsbezirk Arnsberg. Der durchschnittliche Kaufwert betrug 25.870 Euro und lag damit um 0,8 Prozent unter dem Vorjahr. Insgesamt wurden 4.780 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert.

In den Kreisen Borken, Heinsberg, Mettmann, Rhein-Erftkreis, Rhein-Kreis Neuss und Recklinghausen wurden mit Beträgen von 34.285 bis 45.970 Euro je Hektar die höchsten Kaufpreise notiert, da hier vorwiegend Ackerland veräußert wurde. Sehr teuer wurde das Ackerland im Kreis Heinsberg, wo der Preis innerhalb eines Jahres um 46,5 Prozent stieg. Die niedrigsten Kaufwerte zwischen 10.560 und 18.470 Euro verzeichneten die überwiegend durch Grünland geprägten Kreise im Sauerland, im Bergischen Land, die Kreis Euskirchen, Höxter, Minden-Lübbecke sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis.

Im Bundesvergleich wird deutlich, dass in NRW unverändert die höchsten Bodenpreise gezahlt wurden. Hier liegt der Kaufwert knapp zehn Mal so hoch wie in Brandenburg. An zweiter Stelle rangiert weiterhin Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein.

Insgesamt wurden bundesweit etwa 96.705 Hektar Fläche verkauft, davon etwa 53.160 Hektar (60 Prozent) in den neuen Bundesländern. Das Preisniveau in den alten und neuen Ländern weicht weiterhin erheblich voneinander ab. Im Durchschnitt der neuen Länder wurden 3.965 Euro, in den alten hingegen 15.825 Euro je Hektar erzielt. Hier wird deutlich, dass sich im Osten die Bodenpreise noch weitgehend an den natürlichen Ertragsfähigkeiten der Flächen orientieren. Gegenüber dem Vorjahr ist der durchschnittliche Preis bundesweit um fast sechs Prozent oder 540 Euro je Hektar deutlich gesunken.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

09. November 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 14:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 638 angebotenen Schweinen alle Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,45 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,43 Euro bis 1,45 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

Jede zweite Kartoffel kommt aus Niedersachsen

Themen: Archiv — info @ 13:11

Erntemenge 2006 kleiner bei besseren Preisen – Großer Abstand zu anderen Ländern

Hannover (agrar.de) – Um 19 Prozent ist die niedersächsische Kartoffelernte in diesem Jahr kleiner als 2005 ausgefallen, dennoch bleibt Niedersachsen Deutschlands Kartoffelland Nummer eins. Fast jede zweite in deutschen Landen geerntete Knolle stammte auch 2006 wieder, wie bereits in den Jahren zuvor, aus diesem Bundesland. Von insgesamt 9,8 Millionen Tonnen (t) Kartoffeln wurden in diesem Jahr 4,5 Millionen t in Niedersachsen erzeugt. Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz liegt Bayern, dort wurden mit 1,9 Millionen t weniger als halb soviel Kartoffeln geerntet wie in Niedersachsen. Daneben wurden nur noch in Nordrhein-Westfalen mit 1,2 Millionen t mehr als eine Million t Kartoffeln erzeugt. In allen anderen Bundesländern lag die Erzeugung deutlich darunter. Neben dem flächenarmen Saarland wurde die kleinste Ernte in Thüringen mit nur 80.100 t eingefahren.

Bei der Höhe der Erträge muss sich Niedersachsen mit 376,8 Dezitonnen (dt) pro Hektar (ha) in diesem Jahr jedoch mit dem vierten Platz hinter Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern begnügen, dort lagen die Erträge geringfügig höher. Zu sehr hatte die Trockenheit im Norden Deutschlands den Kartoffeln zugesetzt, so dass es gegenüber dem vergangenen Jahr mit allerdings überdurchschnittlichen Erträgen zu einem regelrechten Einbruch kam. 2005 wurden in Niedersachsen immerhin 445,5 dt je ha gerodet. Nur in Nordrhein-Westfalen lag der Durchschnittsertrag damals mit 472,1 dt pro ha höher, dort war aber auch der Rückgang durch die Trockenheit in diesem Sommer stärker. Dagegen haben die niedersächsischen Betriebe auf den leichteren Böden mit geringerem Wassernachlieferungsvermögen durch große Investitionen in Beregnungstechnik die Erntemenge und Qualität so weit wie möglich abgesichert. Die bundesweit um mehr als 15 Prozent kleinere Erntemenge hat zu erheblich höheren und möglicherweise weiter steigenden Erzeugerpreisen geführt, die den Bauern die mengenbedingten Einbußen mehr als ausgeglichen haben.

Von der deutschen Kartoffelanbaufläche von 274.100 ha, das war ein Prozent weniger als im vergangenen Jahr, entfielen 119.000 ha auf Niedersachsen. Ungefähr 7.500 Betriebe zwischen Ems und Elbe befassen sich mit dem Kartoffelanbau. Schwerpunkte sind die Hei-deregion und das Emsland sowie der Burgdorfer Raum als Zentrum des Frühkartoffelanbaus. Von der gesamten niedersächsischen Erntemenge entfielen knapp 110.000 t auf Frühkartoffeln und gut 850.000 t auf Speisekartoffeln, aber immerhin 1,8 Millionen t auf Kartoffeln für den industriellen Bereich, beispielsweise Stärke- und Chipskartoffeln.

Links zum Thema Verbände, Links zum Bundesland Niedersachsen.

08. November 2006

Weinmosternte 2006 auf 9,9 Millionen Hektoliter geschätzt

Themen: Archiv — info @ 11:11

Wiesbaden 8agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Weinmesse FORUM VINI vom 10. bis 12. November in München mitteilt, schätzten die Ernte- und Betriebsberichterstatter den durchschnittlichen Ertrag an Weinmost zum Stand September 2006 insgesamt auf 100 Hektoliter je Hektar (hl/ha). Damit ist bei einer Rebfläche von 99.100 Hektar in Deutschland die Erzeugung von circa 9,9 Millionen Hektoliter Weinmost möglich. Dieser Wert liegt um 4,7 Prozent über dem sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2005. Die tatsächliche Erntemenge kann jedoch von den Ergebnissen dieser zweiten vorläufigen Schätzung abweichen. Die Entwicklung der Witterung bis zum Abschluss der Lese und die dadurch bedingte weitere Reife der Trauben sowie gegebenenfalls auftretender Krankheitsbefall und Fäule spielen hier eine Rolle.

62 Prozent des Weinmostes entfallen in diesem Jahr voraussichtlich auf Weißmost und 38 Prozent auf Rotmost. Die wichtigsten Rebsorten für Weißwein sind Weißer Riesling mit 20.400 Hektar, Müller-Thurgau auf 13.900 Hektar, Grüner Silvaner auf 5.200 Hektar, Ruländer auf 4.000 Hektar sowie Kerner auf 3.800 Hektar. Mit diesen Sorten sind 76 Prozent der mit weißen Sorten bestockten Fläche bepflanzt.

Für Rotwein sind die bedeutendsten Sorten Blauer Spätburgunder auf 11.100 Hektar, Dornfelder auf 8.000 Hektar sowie Blauer Portugieser auf 4.600 Hektar. Zusammen haben diese Rebsorten einen Anteil von 65 Prozent an der mit roten Sorten bestockten Fläche. Anbauschwerpunkte für die genannten Sorten liegen jeweils im größten Weinanbauland Rheinland-Pfalz. Lediglich der Blaue Spätburgunder wächst in Baden-Württemberg auf einer noch größeren Ertragsrebfläche von 6.500 Hektar (Rheinland-Pfalz: 3.800 Hektar).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

07. November 2006

Brandenburg: Weniger Kartoffeln im Jahr 2006

Themen: Archiv — info @ 15:11

Potsdam (agrar.de) – In diesem Jahr werden in Brandenburg von rund 11.300 Hektar etwa 283.000 Tonnen Kartoffeln insgesamt geerntet, teilt der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik mit. Damit beläuft sich der durchschnittliche Kartoffelertrag nach vorläufigen Angaben auf etwa 250 Dezitonnen pro Hektar, was einem Rückgang von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Neben einer geringen Reduzierung der Anbaufläche (um weniger als 3 Prozent gegenüber 2005) verursachten vor allen Dingen die Witterungsverhältnisse (anhaltende Trockenheit) niedrige Erträge.

Frühkartoffeln standen im Jahr 2006 auf weniger als 100 Hektar, während diese 1991 noch auf 2.200 Hektar angebaut wurden. Bei den Frühkartoffeln lag der Durchschnittsertrag bei 244 Dezitonnen pro Hektar Die Erntemenge hat sich gegenüber dem Vorjahr mit gut 2.000 Tonnen mehr als halbiert (2005: 4.150 Tonnen). Für die mittelfrühen und späten Kartoffeln errechnet sich bei einem Ertrag von 250 Dezitonnen pro Hektar eine Erntemenge von 281.000 Tonnen (2005: 434.400 Tonnen)

Nach ersten Schätzungen aus der Ernte- und Betriebsberichterstattung wird der Hektarertrag für Zuckerrüben bei 387 Dezitonnen pro Hektar liegen. Dieses Ergebnis liegt 25 Prozent unter dem des Vorjahres. Bei einer Anbaufläche von 8.200 Hektar wird mit einer Erntemenge von fast 317.000 Tonnen gerechnet. Damit geht die Gesamterntemenge dieser Hackfrucht im Vergleich zum Vorjahr um gut 36 Prozent zurück.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

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