18. Oktober 2006

RLV: Nur 24 Cent für die Landwirte

Themen: Archiv — info @ 10:10

Bonn (agrar.de) – Von jedem Euro, den die deutschen Mitbürger im Wirtschaftsjahr 2004/05 für den Einkauf von Nahrungsmitteln ausgaben, erhielten die Landwirte ganze 24,5 Cent. Damit hat der Anteil – so betont der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) – einen neuen Tiefststand erreicht. Im Zeitraum 1950 bis 1955 lag dieser Anteil noch bei umgerechnet 62,6 Cent. Er fiel von 54,8 Cent im Zeitraum 1960 bis 1965 und 44 Cent im Zeitraum 1980 bis 1985 auf 29,3 Cent im Fünf-Jahreszeitraum 1990 bis 1995. Und weiter ging die Talfahrt.

Allerdings wies der Anteil der Verkaufserlöse der Landwirtschaft an den Verbraucherausgaben bei den einzelnen Produkten erhebliche Unterschiede auf. Er belief sich 2004/05 bei Brotgetreide und Brotgetreideerzeugnissen auf 3,7 Cent, bei Speisekartoffeln auf 25,9 Cent und bei Zucker auf 39,2 Cent. Bei Fleisch und Wurstwaren wurde dieser Anteil mit 28,0 Cent, bei Milch und Milcherzeugnissen mit 40,1 Cent und bei Eiern – aufgrund des relativ hohen Anteils des Direktabsatzes der Landwirte mit 65,8 Cent ermittelt.

Links zum Thema Verbände.

13. Oktober 2006

EU: Natura 2000-Schutzgebiete ausreichend

Themen: Archiv — info @ 13:10

Brüssel (agrar.de) – Die Europäische Kommission hat beschlossen, das Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland zur Einbeziehung von Naturschutzgebieten in das EU-weite Natura 2000-Netz einzustellen. Die deutschen Behörden haben in ihrem jüngsten Vorschlag eine ausreichende Zahl von Gebieten vorsehen.

EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte: ‚Ich freue mich, dass Deutschland nunmehr genügend Schutzgebiete für das Natura 2000-Netz ausgewiesen hat und wir unsere rechtlichen Schritte einstellen können. Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, dem Verlust der biologischen Vielfalt in Europa bis zum Jahr 2010 Einhalt zu gebieten, müssen die Mitgliedstaaten die Naturschutzrichtlinien der EU angemessen umsetzen.‘

Das Verfahren war eingeleitet worden, weil Deutschland nicht in vollem Umfang einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nachgekommen war, nach dem im Rahmen der Habitatrichtlinie für das Natura 2000-Netz eine ausreichende Anzahl von Naturgebieten auszuweisen war. Diese Richtlinie sieht einen umfassenden Schutz zahlreicher Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume vor. In einem von der EU-Kommission angestrengten Fall hatte der EuGH im September 2001 festgestellt, dass Deutschland keine vollständige Liste der Naturschutzgebiete zur Ausweisung von Gebieten gemeinschaftlicher Bedeutung vorgelegt hatte. Dies sollte bis zum 5. Juni 1995 geschehen. Seit dem Urteil des Gerichtshofs haben die EU-Kommission und die deutschen Behörden gemeinsam geklärt, welche weiteren Lebensräume und Arten im Rahmen der Richtlinie ausgewiesen werden sollten.

Im Dezember 2005 übermittelte die EU-Kommission Deutschland eine letzte schriftliche Mahnung mit der Begründung, da noch nicht genügend Schutzgebiete vorgeschlagen waren. Inzwischen hat Deutschland jedoch weitere Vorschläge unterbreitet, und die Kommission ist der Auffassung, dass damit nun das Vertragsverletzungsverfahren eingestellt werden kann.

Links zum Thema Europa, Links zum Thema Landschaft und Natur.

Absatz von Kunstdüngern gesunken

Themen: Archiv — info @ 10:10

Wiesbaden 8agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Wirtschaftsjahr 2005/2006 (Juli 2005 bis Juni 2006) aus inländischer Produktion oder Einfuhr – 1,78 Millionen Tonnen Stickstoffdünger (N), – 0,27 Millionen Tonnen Phosphatdünger (P2O5), – 0,43 Millionen Tonnen Kalidünger (K2O) und – 1,90 Millionen Tonnen Kalkdünger (CaO)

an landwirtschaftliche Absatzorganisationen oder Endverbraucher in Deutschland abgesetzt.

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2004/2005 nahm der Absatz bei Kalidüngern um 10,9 Prozent, bei Phosphatdüngern um 9,5 Prozent und bei Kalkdüngern um 3,0 Prozent ab. Dagegen gab es bei Stickstoffdüngern eine leichte Steigerung um 0,4 Prozent.

Der Aufwand je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche verringerte sich vom Wirtschaftsjahr 2004/2005 zu 2005/2006 bei Phosphatdüngern von 18 auf 16 kg P2O5 und bei Kalidüngern von 28 auf 25 kg K2O. Der Aufwand erhöhte sich bei Stickstoffdüngern von 104 auf 105 kg N und bei Kalkdüngern von 109 auf 111 kg CaO.

Im Wirtschaftsjahr 2005/2006 wurden die Stickstoffdünger zu 45 Prozent als Kalkammonsalpeter, zu 17 Prozent als Harnstoffdünger und zu 13 Prozent als Ammonnitrat-Harnstoff-Lösungen abgesetzt. Als Mehrnährstoffdünger kamen Stickstoffdünger lediglich zu 10 Prozent zum Einsatz. Im Vergleich hierzu wurden Phosphatdünger zu annähernd neun Zehnteln als Mehrnährstoffdünger abgegeben; dabei überwogen mit einem Anteil von 43 Prozent die Stickstoff-Phosphatdünger. Kalidünger wurden zur Hälfte (50 Prozent) als Kaliumchlorid abgesetzt, 42 Prozent entfielen auf Mehrnährstoffdünger. Kalkdünger wurden zu über zwei Dritteln (71 Prozent) als Kohlensaurer Kalk verkauft.

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2004/2005 wurden bei den Stickstoffdüngern verhältnismäßig weniger Kalkammonsalpeter (Anteil um 2 Prozentpunkte gesunken) und mehr Harnstoffdünger (+ 2 Prozentpunkte) abgesetzt. Bei den Phosphatdüngern hat sich der Anteil von Stickstoff-Phosphatdüngern um 3 Prozentpunkte weiter erhöht. Die Anteile bei den übrigen Düngerarten haben sich kaum verändert.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

12. Oktober 2006

Thüringen: Getreideertrag 2006 unter dem Vorjahr und niedriger als im langjährigen Mittel

Themen: Archiv — info @ 12:10

Erfurt (agrar.de) – Die Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) 2006 ist überwiegend abgeschlossen. Bestimmt wurde der Ernteverlauf durch die Witterung der Hochsommermonate. Die bis Ende Juli vorherrschende Trockenheit führte zu einem schnellen Abreifen der Bestände. Das wechselhafte Wetter im August mit ergiebigen Niederschlägen brachte dann aber Verzögerungen bei den Erntearbeiten.

In Thüringen wurde in diesem Jahr bei Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) ein Hektarertrag von 63,8 Dezitonnen erreicht, wobei die Erträge regional sehr differenziert ausfielen.

Der durchschnittliche Hektarertrag ging gegenüber 2005 um 1,3 Dezitonnen bzw. um 2,0 Prozent zurück. Der mehrjährige Durchschnitt 2000/2005 von 65,0 dt/ha wurde um 1,8 Prozent unterschritten.

Insgesamt werden in diesem Jahr nach noch vorläufigen Ergebnissen von 369.800 Hektar 2.361.000 Tonnen Getreide geerntet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wird die Erntemenge durch niedrigere Flächenleistung sowie durch geringere Anbauflächen (gegenüber 2005: – 4.500 ha) um 3,2 Prozent geringer ausfallen als im Jahr 2005. Im Vorjahr wurden von 374.400 Hektar insgesamt 2.439.000 Tonnen Getreide geerntet.

Bei den einzelnen Getreidearten hat Winterweizen mit 67,3 dt/ha seine Spitzenstellung behauptet, blieb aber um 4,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau (70,5 dt/ha) und um 3,5 Prozent unter dem langjährigen Mittel 2000/2005 (69,8 dt/ha).

Die Roggenerträge lagen mit 61,8 dt/ha zwar um 1,6 Prozent über dem vergleichsweise geringen Ertrag von 2005 (60,8 dt/ha), fielen aber im Vergleich zum langjährigen Mittel (67,1 dt/ha) um 7,9 Prozent ab.

Die Wintergerste, die wegen des generell frühen Erntezeitpunktes von der Julitrockenheit nicht so betroffen war, erreichte eine Ertragsleistung von 66,9 dt/ha und liegt somit um 1,0 Prozent über dem Vorjahresergebnis (66,2 dt/ha) und um 2,3 Prozent über dem sechsjährigen Mittel 2000/2005 (65,4 dt/ha).

Bei Sommergerste wurden mit 49,5 dt/ha das Vorjahresniveau zwar um 1,3 Prozent überboten, das langjährige Mittel wurde jedoch um 2,9 Prozent verfehlt.

Hafer, der in Thüringen nur eine untergeordnete Rolle spielt, brachte mit 48,8 dt/ha einen Flächenertrag, der um 3,8 Prozent unter der Ertragsleistung von 2005 und um 4,7 Prozent unter dem Durchschnittsertrag der Jahre 2000/2005 liegt.

Mit einer Flächenleistung von 61,9 dt/ha wurde die Ernte der Triticale (eine resistente Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) abgeschlossen. Damit wurde das Vorjahresniveau um 10,8 Prozent und das durchschnittliche Ertragspotential der Jahre 2000 bis 2005 um 2,3 Prozent übertroffen.

Für Deutschland wurde nach dem zweiten vorläufigen Ergebnis ein Getreideertrag (Getreide ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von 63,9 dt/ha ermittelt (2005: 65,5 dt/ha; D 2000/2005: 64,6 dt/ha). Insgesamt wird mit einer Getreideernte (ohne Körnermais und CCM) von 40,4 Millionen Tonnen gerechnet (2005: 41,9 Millionen Tonnen).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

11. Oktober 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 16:10

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 470 angebotenen Schweinen 300 Schweine in zwei Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,49 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,46 Euro bis 1,51 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

10. Oktober 2006

Grüne: Äcker und Wiesen vermehrt mit Gehölzen bepflanzen

Themen: Archiv — info @ 13:10

Berlin (agrar.de) – Bündnis 90/Die Grünen treten dafür ein, dass landwirtschaftliche Nutzflächen vermehrt mit Gehölzen bepflanzt werden. Diese so genannten Agroforstsysteme seien nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern könnten auch wirtschaftlich interessant sein, heißt es in einem Antrag der Fraktion an den Bundestag.

Bekannte Beispiele für traditionelle Agroforstsysteme seien Streuobstwiesen und Hecken, die seit jeher zur Agrarkulturlandschaft gehörten. Der ökologische Nutzen ist nach Auffassung der Abgeordneten vielfältig: Wind- und Erosionsschutz, Schutz vor Nährstoffverlusten, Senken für den Kohlendioxidabbau, Lebensraum für Pflanzen und Tiere und eine ‚unvergleichliche Landschaftsästhetik‘.

Gehölze auf Weideflächen seien auch wichtiger Witterungsschutz für Weidetiere und erhöhten dort nachweislich die Artenvielfalt.

Die Bundesregierung wird aufgerufen, die Forschung zum Thema Agroforstsysteme finanziell zu unterstützen und sie im Bundeswaldgesetz gegenüber dem Wald abzugrenzen. Damit solle ausgeschlossen werden, dass Äcker und Wiesen, die zu Agroforstsystemen aufgewertet werden, künftig den Vorgaben des Bundeswaldgesetzes unterliegen. Die Agroforstsysteme sollten auch aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘ gefördert werden, verlangen die Abgeordneten. Darüber hinaus solle geprüft werden, wie die Stellung des Pächters im Pachtrecht im Zusammenhang mit der Anpflanzung von Gehölzen gestärkt werden kann. Schließlich solle die Regierung eine ‚Informations- und Koordinationsstelle Agroforstwirtschaft‘ einrichten, um der Fachöffentlichkeit und der Landwirtschaft Erkenntnisse über diese Art der Bewirtschaftung zugänglich zu machen.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Thema Agrarpolitik.

09. Oktober 2006

FDP: Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen schützen

Themen: Gentechnik,Mais — info @ 11:10

Berlin (agrar.de) Die Bundesregierung soll gegen Zerstörungen auf Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen entschieden vorgehen. Dies verlangt die FDP-Fraktion in einem Antrag an den Bundestag.

Zusammen mit Landwirten, Pflanzenzüchtern und Unternehmen soll sie Strategien gegen mutwillige Sachbeschädigungen entwickeln, um die Zukunft der landwirtschaftlichen Züchtungsforschung und der landwirtschaftlichen Produktion zu sichern. Darüber hinaus solle die Regierung dem Bundestag über die Folgen der Zerstörungen von Wertprüfungs- und Sortenversuchen und deren Auswirkungen auf die High-Tech-Strategie der Regierung berichten. Die Abgeordneten verlangen auch Informationen über die Chancen der Anwendung der Züchtungsmethode ‚Grüne Gentechnik‘.

Mit Gentechnikgegnern und -befürwortern solle die Regierung den öffentlichen Dialog suchen und sich um einen Ausgleich der Interessen bemühen. Schließlich sei zu prüfen, heißt es weiter, ob Schlussfolgerungen zu ziehen sind, wenn öffentlich geförderte Vereine, Verbände oder andere gesellschaftliche Gruppen an kriminellen Handlungen beteiligt waren.

Nach Darstellung der FDP hat es in diesem Jahr 18 Aktionen zur Zerstörung von Feldern an 15 Standorten gegeben. Das Ausmaß reiche von geringfügigen Schäden bei kommerziellen Bt-Maisfeldern bis zur Totalzerstörung vor allem von Wertprüfungen.

Bei den Wertprüfungen werden auf kleinen Parzellen Zuchtlinien, deren Zulassung beantragt ist, mit bereits zugelassenen Sorten verglichen, um so den Züchtungsfortschritt der neuen Zuchtlinien dokumentieren zu können, schreiben die Abgeordneten.

Würden diese Wertprüfungen behindert, so würde die Zulassung neuer Sorten verhindert. Damit würde auch verhindert, dass der Züchtungsfortschritt der Pflanzenzüchter von den Landwirten genutzt werden kann. Berechtigten Forderungen nach einer wissenschaftlichen Begleitung der „Grünen Gentechnik“ werde durch die Versuche der biologischen Sicherheitsforschung nachgekommen, heißt es weiter. Diese hätten das Ziel, Gefährdungen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Agrarpolitik.

06. Oktober 2006

Rheinland-pfälzische Landwirte setzen weiter auf Gemüse

Themen: Archiv — info @ 16:10

Anbaufläche wuchs im Jahr 2006 auf neuen Höchststand

Bad Ems (agrar.de) – Der Gemüseanbau gewinnt in Rheinland-Pfalz weiterhin an Bedeutung. Die Anbaufläche wuchs im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um fast 600 Hektar oder 3,7 Prozent auf den neuen Höchststand von 16.700 Hektar. Damit habe sich innerhalb von 15 Jahren die Anbaufläche mehr als verdoppelt, so das Statistische Landesamt. Im Jahr 1991 wurde lediglich auf 7.600 Hektar Gemüse erzeugt. Bundesweit nahm die Fläche zwischen 1991 und 2005 um 59 Prozent zu. Einer der Gründe für das stetige Wachstum der Anbauflächen dürfte die steigende Nachfrage nach Gemüse sein; trotz der starken Zunahme der Anbaufläche wird nur 40 Prozent des in Deutschland verzehrten Gemüses im Inland erzeugt.

Der Gemüseanbau konzentriert sich in Rheinland-Pfalz flächenmäßig auf nur wenige Arten. Am bedeutendsten sind Radieschen, die mittlerweile auf 2.760 Hektar angebaut werden (plus 9,2 Prozent gegenüber 2005). An zweiter Stelle liegen Möhren und Karotten, deren Anbaufläche leicht auf 1.712 Hektar zulegte, Blumenkohl wird auf 1.469 Hektar angebaut, das ist etwas weniger als im Jahr 2005. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Gemüseanbau in Hamburg und Schleswig-Holstein: Anbauflächen um ein Zehntel ausgedehnt

Themen: Archiv — info @ 15:10

Kiel (agrar.de) – Im Jahre 2006 wurde in Hamburg der Gemüseanbau gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf nunmehr 527 Hektar (ha) ausgedehnt. Darunter befanden sich 74 ha im Unterglasanbau. Wie das Statistikamt Nord mitteilt, dominierte der Anbau von Salaten auf dem Freiland mit 192 ha. Davon entfielen 61 ha auf Lollosalat, 28 ha auf Kopfsalat und 25 ha auf Rucolasalat. Unter Glas waren 18 ha mit Tomaten, 14 ha mit Gurken sowie sechs ha mit Feldsalat bestellt.

In Schleswig-Holstein wurde auf einer gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent vergrößerten Anbaufläche auf nunmehr 6.454 ha Gemüse angebaut. Auch die Anbaufläche unter Glas wurde um gut ein Drittel auf nunmehr 22 ha ausgedehnt. Auf dem Freiland war mit einer Fläche von 3.322 ha der Kopfkohl die Hauptkultur unter den angebauten Gemüsearten. Allein im bundesweit größten geschlossenen Kohlanbaugebiet Dithmarschen betrug die Fläche 2.950 ha. Möhren wurden in diesem Jahr landesweit auf einer Fläche von 1.238 ha angebaut; der Anbauschwerpunkt lag mit 1.093 ha ebenfalls in Dithmarschen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

Thüringen: Spargel bleibt Favorit im Freilandgemüseanbau

Themen: Archiv,Saarland — info @ 15:10

Erfurt (agrar.de) – Thüringer Gemüsebauern bestellten in diesem Jahr 1.735 Hektar mit Freilandgemüse. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 87 Hektar bzw. 5,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Spargel ist die Gemüseart mit der größten Anbaufläche. Dieser stand auf 412 Hektar bzw. auf knapp einem Viertel (23,7 Prozent) der Freilandfläche. Die Spargelfläche nahm zum Vorjahr um 58 Hektar (+ 16,4 Prozent) zu. Von 327 Hektar wurde in diesem Jahr Spargel gestochen (2005: 307 ha), weitere 85 Hektar standen noch nicht im Ertrag. Die Fläche mit Jungspargel war um 38 Hektar größer als im Jahr 2005.

268 Hektar wurden mit Weißkohl bestellt. Das entsprach dem Anbauumfang von 2005.

Dagegen wurde der Anbau von Buschbohnen um 30 Hektar (- 10,3 Prozent) auf 263 Hektar in diesem Jahr zurückgenommen.

Der Anbau von Blumenkohl, der bis zum Jahr 2004 noch die ‚Nummer 1‘ im Freilandanbau war, wurde 2006 wieder leicht ausgedehnt. Dieser stand in diesem Jahr auf 233 Hektar. Gegenüber der Anbaufläche des Vorjahres, die zugleich die kleinste Anbaufläche seit Beginn der 90iger Jahre war, nahm die Fläche um 16 Hektar bzw. um 7,4 Prozent zu.

Eine gleiche Entwicklung wie der Blumenkohl nahm der Anbau der Speisezwiebeln. Dieser wurde nach der Anbaureduzierung im Jahr 2005 auf 150 Hektar (das entsprach zugleich der niedrigsten Anbaufläche der vergangenen 25 Jahre) in diesem Jahr um 9,6 Prozent auf 164 Hektar ausgeweitet. Damit wurde der Anbau von Speisezwiebeln wieder annähernd auf das Niveau des Anbauumfangs der Jahre 2001/2004 (169 ha) gehoben.

Die Anbaufläche von Rosenkohl entsprach mit 114 Hektar fast der des Vorjahres (+ 2,0 Prozent). Der starke Zuwachs bis zum Jahr 2005 (von einem Hektar im Jahr 2000 auf 112 Hektar im Jahr 2005) wurde somit erstmals gebremst.

Auf diese genannten Gemüsearten entfallen 83,7 Prozent des gesamten Thüringer Freilandgemüseanbaus.

Der Anbau von Gemüse in Unterglasanlagen erfolgt im Jahr 2006 auf 39,74 Hektar. Die Fläche wurde um 2,05 Hektar bzw. 5,4 Prozent ausgedehnt. Mehr als drei Viertel der Unterglasflächen werden für den Anbau von Gurken und Tomaten genutzt. So reifen Gurken auf 16,13 Hektar (2005: 15,97 ha) und auf 14,65 Hektar (2005: 14,34 ha) wachsen Tomaten. Eine größere Produktionsbedeutung unter Glas hat noch der Kopfsalat. Dieser wächst nach einer deutlichen Anbauausdehnung bereits im Vorjahr (2004: 0,48 ha; 2005: 5,54 ha) in diesem Jahr auf 5,95 Hektar.

Der Thüringer Freilandgemüseanbau spielt in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Das bedeutendste Gemüseanbauland ist Nordrhein-Westfalen. Weitere wichtige Anbauländer sind Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Im Jahr 2005 entfielen sechs Zehntel der Gemüsefreilandfläche des gesamten Bundesgebietes auf diese Länder. Von Thüringer Gemüseanbauern wurden lediglich 1,5 Prozent der Freilandgemüseanbauflächen der Bundesrepublik bewirtschaftet. Von den Flächen-ländern hatte nur das Saarland einen noch geringeren Freilandanbau.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

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