18. Oktober 2006

Immer mehr Strom aus Biomasse

Themen: Biogas,Energie,NaWaRos — info @ 11:10

Bonn (agrar.de) – Neben Einsparungen beim Energieverbrauch gelten erneuerbare Energien heute als Hoffnungsträger für eine stabile und dazu noch umweltfreundliche Energieversorgung. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, werden bisher 3,6 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Mittelfristig würden Fachleute in einzelnen Regionen die Möglichkeit sehen, bis zu 20 Prozent der Energie aus Sonne, Wasser, Wind und Biomasse zu erhalten. Die größten Zuwächse würden dabei in der Energiegewinnung aus Biomasse erwartet.

Die Stromerzeugung aus Biomasse erfolge überwiegend durch Biogasanlagen und die Verbrennung fester Biomasse, zum Beispiel in Holzkraftwerken. Nach Angaben des RLV wurden im Mai 2005 bundesweit etwa 2.230 landwirtschaftliche Biogasanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 341 Megawatt betrieben. Bis Ende 2006 könnten es 4.000 Anlagen mit einer Leistung von 600 bis 800 Megawatt sein.

Wie der RLV weiter mitteilt, gibt es in Nordrhein-Westfalen zurzeit etwa 190 Biogasanlagen, die sich im Betrieb und etwa 50 Biogasanlagen, die sich in Planung oder im Bau befinden. Aus der Energie, die diese geplanten und bereits installierten Biogasanlagen liefern, könnten etwa 140.000 Vier-Personen-Haushalte mit elektrischem Strom versorgt werden. Das entspreche etwa der Größe einer Stadt wie Düsseldorf.

Auch die Fläche für nachwachsende Rohstoffe wachse unaufhörlich, hebt der RLV hervor. Waren es in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr noch etwa 7.000 ha, die für Biogasanlagen angebaut wurden, stand Mais – die Energiepflanze Nr. 1 für Biogasanlagen – in diesem Jahr bereits auf mehr als 13.000 ha. Bundesweit sind 140.000 ha mit Energiemais angebaut.

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