30. Oktober 2006

Mecklenburg-Vorpommern: Niedrige Kartoffel- und Rübenernte 2006

Themen: Archiv — info @ 13:10

Schwerin (agrar.de) – Die Kartoffelernte 2006 in Mecklenburg-Vorpommern wird mit 502.000 Tonnen um 12 Prozent niedriger sein als im Vorjahr (569.400 Tonnen). Nach Mitteilung des Statistischen Amtes liegt die Ursache im deutlich geringeren Hektarertrag von 308 Dezitonnen (vorläufig; 2005: 364 Dezitonnen). Die diesjährige Anbaufläche hatte sich gegenüber 2005 leicht erhöht (16.300 gegenüber 15.700 Hektar).

Bei Zuckerrüben wird eine Erntemenge von 1.038.500 Tonnen erwartet, gleichfalls 12 Prozent weniger als 2005. Sowohl Anbaufläche (22.100 gegenüber 23.900 Hektar) als auch Ertragsleistung (471 gegenüber 493 Dezitonnen pro Hektar) waren rückläufig.

Für eine optimale Ertragsentwicklung bei Kartoffeln brachten bereits der lange Winter und eine verbreitet erst späte Auspflanzung schlechte Voraussetzungen mit. Hitze und Trockenheit im Juni und Juli beeinträchtigten das weitere Wachstum. Die Niederschläge im August kamen für früh reifende Sorten häufig zu spät, während sie bei später reifenden Sorten noch zum Ertragszuwachs führten. Allerdings berichteten nicht wenige Landwirte über Qualitätseinbußen in Form von Kindelbildung und einen überdurchschnittlich hohen Anteil kleiner Knollen. Die Hektarleistung bei Kartoffeln, nach vorläufigen Angaben 308 Dezitonnen, ist im Zeitvergleich die niedrigste seit 1999 (302 Dezitonnen, aber 2004: 441 Dezitonnen).

Der geringe Knollenertrag aus der Ernte 2006 wird jedoch durch feste Erzeugerpreise für Speisekartoffeln ausgeglichen, die erheblich über dem Vorjahresniveau liegen.

Bei Zuckerrüben kam es trotz der anhaltenden Vorsommer- und Sommertrockenheit durch die spät einsetzenden und nachhaltigen Niederschläge noch zu einem gewissen, aber nicht immer ausreichenden Massezuwachs. Die sonnscheinreiche Witterung ab Mitte September konnte die Verluste beim Zuckergehalt aber nur noch bedingt ausgleichen. Der vorläufige Ertrag bei Zuckerrüben mit 471 Dezitonnen pro Hektar liegt um 6 Prozent bzw. fast 30 Dezitonnen unter dem mehrjährigen Mittelwert von 500 Dezitonnen. Anhaltende Reduzierung der Anbaufläche und geringe Flächenleistung führen dazu, dass die Erntemenge von Zuckerrüben 2006 die niedrigste seit 1994 sein wird.

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Milchquotenpreise fallen sehr deutlich

Themen: Archiv — info @ 12:10

DBV: Angebot übersteigt Nachfrage erheblich

Berlin (agrar.de) – Der gewogene Milchquotenpreis für Deutschland ist bei der 20. Milchquotenbörse am 30. Oktober 2006 im Vergleich zum letzten Handelstermin um 12 Prozent (6 Cent) auf 44 Cent/kg Quote gefallen. Der Oktoberhandelspreis ist somit einer der niedrigsten seit Einführung der Milchquotenbörse im Jahr 2000. Mit 46 Cent/kg Quote liegt der gewogene Durchschnittspreis in den alten Bundesländern um 9 Cent unter dem Julibörsentermin. In den neuen Bundesländern wurde ein gewogener Milchquotenpreis von 30 Cent/kg (+ 1 Cent/kg gegenüber Julitermin) errechnet, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit.

Die Ergebnisse der 20. Milchbörse seien auf die Diskussion über das Auslaufen der Milchquotenregelung im Jahr 2015 und verschiedenste Äußerungen von EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel in diese Richtung zurückzuführen, erklärte der DBV. Milcherzeuger würden bereits jetzt reagieren und Milchquoten verkaufen, was an den hohen Angebotsmengen ablesbar wäre.

In den einzelnen Übertragungsgebieten variiert der Preis jedoch erheblich. In 16 Übertragungsgebieten sind die Quotenpreise gefallen. Eine Spreizung der Milchquotenpreise ist auch bei diesem Handelstermin deutlich zu erkennen. So sind diesmal in Brandenburg und Thüringen mit 26 Cent/kg Quote die niedrigsten Milchquotenpreise zu registrieren, gegenüber dem ‚Spitzenreiter‘, der Oberpfalz in Bayern, wo 70 Cent/kg Quote bezahlt werden.

Im Gegensatz zum letzten Handelstermin ist diesmal das Gesamtangebot an Milchquote mit rund 235 Millionen Kilogramm deutlich höher als die nachgefragte Milchquote mit 166 Millionen Kilogramm (Julitermin: Angebot 184 Millionen Kilogramm, Nachfrage 295 Millionen Kilogramm). Die Gesamthandelsmenge liegt bei rund 118 Millionen Kilogramm und ist damit im Vergleich zu den letzten Börsenterminen deutlich gesunken. Die Anzahl der Anbieter erreichte seit Börseneinführung den vierthöchsten Wert. Von den insgesamt 5.049 Anbietern konnten 2.816 bzw. 56 Prozent ihre Milchquote erfolgreich veräußern. Von den 5.665 Gesamtnachfragern konnten 4.613 bzw. 81 Prozent erfolgreich Quote kaufen.

In einigen Übertragungsgebieten (z. B. Oberbayern, Schwaben, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg) konnte von den angebotenen Milchquoten mehr als die Hälfte nicht gehandelt werden. Dies liegt zum einen an den geringen Nachfragemengen, zum anderen an den offenbar zu hohen Gebotspreisen der Nachfrager. Alle Angebote und Nachfragegebote, die den so genannten Zwischenpreis um mindestens 40 Prozent überschreiten, fallen aus dem Verkaufsverfahren heraus. So wurden zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen ca. 28 Millionen Kilogramm angeboten, aber lediglich etwas mehr als 1 Million Kilogramm gehandelt.

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Maiszünsler

Themen: Archiv — info @ 09:10

Berlin (agrar.de) – In Deutschland waren im Jahr 2005 insgesamt 373.000 Hektar der 1,7 Millionen Hektar Maisanbaufläche vom Maiszünsler befallen. Dies geht laut Bundestags-Pressestelle aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Der finanzielle Schaden werde auf 11 bis 12 Millionen Euro geschätzt.

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27. Oktober 2006

Sachsen-Anhalt: Ertragseinbußen bei Kartoffeln

Themen: Archiv — info @ 12:10

Halle (agrar.de) – Mit einer Ernte von 451.000 Tonnen wurden im Jahr 2006 ein Fünftel weniger an Kartoffeln geerntet als im Vorjahr, teilt das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mit. Die extremen Witterungsbedingungen in diesem Jahr hatten deutlich geringere Hektarerträge zur Folge.

Die Kartoffelanbaufläche war mit 13.000 Hektar um 2,2 Prozent geringer als im Vorjahr. Der ermittelte Hektarertrag von 347 dt (Vorjahr 424 dt) liegt um 13,5 Prozent bzw. um 54 dt unter dem langjährigen Durchschnitt (2000 bis 2005). Dieser Ertrag ist nach dem Jahr 2003 (331 dt) der niedrigste der letzten 10 Jahre.

Für die 2006 auf 450 Hektar angebauten Frühkartoffeln (2005: 560 Hektar) wurde ein extrem niedriger Hektarertrag von 238 dt ermittelt. Das langjährige Mittel liegt hier bei 317 dt/ha. Dem diesjährigen Ertragsniveau bei mittelfrühen und späten Kartoffeln von 351 dt/ha steht ein langjähriges Mittel von 404 dt/ha gegenüber.

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26. Oktober 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:10

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 510 angebotenen Schweinen 410 Schweine in drei Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,45 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,43 Euro bis 1,46 Euro verkauft worden.

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25. Oktober 2006

EU: Fast 5 Prozent im Agrarbereich tätig

Themen: Archiv — info @ 16:10

Bonn (agrar.de) – In der Europäischen Union verdienten noch 4,9 Prozent aller Erwerbstätigen ihren Lebensunterhalt in der Land- und Forstwirtschaft oder in der Fischerei. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin.

Zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten bestünden jedoch hinsichtlich der Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft deutliche Unterschiede. Am geringsten sei der Anteil mit 1,3 Prozent in Großbritannien sowie in Luxemburg und Belgien mit 2,2 Prozent. In Deutschland liege, so der RLV, die Zahl der Erwerbstätigen im Agrarsektor bei 2,4 Prozent. In den Niederlanden seien es 3,0 Prozent, in Frankreich noch 3,7 Prozent. Nach wie vor ein bedeutender Arbeitgeber stellte die Landwirtschaft in Irland mit 6,4 Prozent und in Portugal mit 12,1 Prozent dar. Spitzenreiter in der alten EU der 15 Mitgliedstaaten ist Griechenland mit 12,6 Prozent. Noch höher ist der Anteil der Erwerbstätigen im Bereich Land- und Forstwirtschaft in den mittel- und osteuropäischen Beitrittsstaaten. Insbesondere in Polen mit 17,6 Prozent und in Litauen mit 16,3 Prozent ist der Anteil der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft besonders hoch.

Wie der RLV weiter mitteilt, ist der Anteil der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft allerdings in den vergangenen Jahren weiter deutlich zurückgegangen. Vor zehn Jahren habe der Anteil in den damals zwölf EU-Staaten durchschnittlich noch bei 7,1 Prozent gelegen, stellt der RLV fest.

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Experten diskutieren Regeln zum Anbau gentechnisch veränderter Organismen

Themen: Gentechnik,Haftung,Umwelt — info @ 13:10

Berlin (agrar.de) – Experten weisen den Regeln der ‚guten fachlichen Praxis‘ beim Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) eine hohe Bedeutung zu. Dies wurde während einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Mittwochvormittag deutlich.

Dabei wurden Fragen zur Bürokratiebelastung der Landwirte, sowie zu vorhandenen Innovationshemmnissen bei der Einführung der Grünen Gentechnik erörtert. Hauptstreitpunkt jedoch waren, so der Pressedienst des Bundestages, Regelungen zum Mindestabstand zwischen GVO-Feldern und Feldern mit gentechnisch nicht veränderten Pflanzen ebenso wie die sich durch eventuelle Auskreuzung ergebenden Haftungsregelungen.

Die Gentechnikindustrie, so forderte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), müsse sich klaren Regelungen unterwerfen. Ziel dieser Regelungen müsse es sein, die Kontamination nicht nur zu begrenzen, sondern zu vermeiden.

Nur so könne man die Wahlfreiheit für Verbraucher und Produzenten garantieren. Dazu benötige man klare Haftungsregelungen ebenso wie eine Verdreifachung des Mindestabstandes von 150 Metern. Der Deutsche Bauernbund (DBB) hat ebenfalls große Probleme mit dem GVO-Anbau.

Es gebe wirtschaftliche, rechtliche und auch ethisch-moralische Bedenken. Neben dem zu erwartenden Arbeitsplatzabbau und den unklaren Haftungsregelungen bereite die Einflussnahme auf die Schöpfung Sorgen. ‚Wir sollten‘, so DBB-Präsident Kurt-Henning Klamroth, ‚dem lieben Gott nicht zu sehr ins Handwerk pfuschen.‘

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) steht der Grünen Gentechnik hingegen ’neutral‘ gegenüber. Die Frage, ob man Gentechnik wolle oder nicht stelle sich ohnehin nicht mehr, da sie längst ein wichtiger Faktor in der Landwirtschaft sei. Es gehe nun um die Art und Weise des Miteinanders. Man begrüße daher die Absicht der Bundesregierung, Regeln zur guten fachlichen Anbaupraxis als Voraussetzung für Koexistenz und Wahlfreiheit festzulegen. Aus Sicht des DRV bildet der 150 Meter Isolationsabstand dabei eine akzeptabel Basis für die Regelung der Haftungsfragen.

Greenpeace hingegen forderte den Stopp der Freisetzung von genveränderten Pflanzen. Die Bio-Branche boome und schaffe im Gegensatz zur Agro-Gentechnik Arbeitsplätze. Der Staat sei gefordert, und müsse nun Koexistenz- und Haftungsregelungen festlegen. Der vorgeschlagene Abstand von 150 Meter zwischen den Feldern sei dazu allerdings ungeeignet. Damit, so Greenpeace, komme es garantiert zu Kontaminationen. Auch Professor Ulrich Heink von der TU Berlin sieht den Isolationsabstand von 150 Metern als ’nicht ausreichend‘ an. Er müsse ‚deutlich‘ darüber liegen. Heink forderte außerdem, dass die Nichtbeachtung der guten fachlichen Praxis beim GVO-Anbau als Ordnungswidrigkeit angesehen werde und weitere Rechtsfolgen auslöse.

Jens A. Katzek, Geschäftsführer der Bio Mitteldeutschland GmbH, kritisierte den Verlauf der Debatte um den Einsatz der Grünen Gentechnik. Im Interesse einer Koexistenz sollte man tolerant gegenüber dem Anderen sein. Diese Toleranz vermisse er in der Diskussion. Gegner der Gentechnik würden immer wieder Probleme ‚aufblähen‘, um die Grüne Gentechnik in Misskredit zu bringen, anstatt auf ein reibungsloses und gleichberechtigtes Nebeneinader hinzuarbeiten. In diesem Zusammenhang kritisierte Katzek auch den Mindestabstand von 150 Meter. Dieser sei ein unrealistischer Wert, der etwa fünffach über dem liege, der zur Einhaltung des EU-Schwellenwertes notwendig sei.

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DBV: Düngemittelverordnung muss Bodenschutz sicherstellen

Themen: Archiv — info @ 11:10

Verband: Verpflichtende Gütesicherung für organische Siedlungsabfälle erforderlich

Berlin (agrar.de) – Die im Rahmen der Düngemittelverordnung zugelassenen Düngemittel, Bodenhilfsstoffe und Kultursubstrate sowie deren Ausgangsstoffe müssen einer kritischen Überprüfung unterzogen werden, forderte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich der verbotenen Entsorgung der Chemikalie PFT auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Um sicherzustellen, dass nur Bodenhilfsstoffe, Klärschlämme und Bioabfälle auf landwirtschaftliche Flächen gelangen, die die strengen gesetzlichen Anforderungen mindestens erfüllen, seien die Kontrollen deutlich auszuweiten und eine Gütesicherung für alle landbaulich verwerteten organischen Abfälle verpflichtend einzuführen. Diese müsse sowohl für die Einzelkomponenten als auch für Gemische von organischen Siedlungsabfällen etwa in Form von Bodenhilfsstoffen gelten, erklärte der DBV.

Im Sinne eines nachhaltigen Boden- und Verbraucherschutzes müsse ausgeschlossen werden, dass Substanzen mit unkalkulierbarem Risiko unkontrolliert auf landwirtschaftliche Flächen gelangten. Bereits im Jahr 2001 hat das DBV-Präsidium erklärt, dass eine Kreislaufwirtschaft mit Klärschlämmen und Komposten verboten gehöre, wenn die Unbedenklichkeit der landbaulichen Verwertung nicht garantiert werde. Der DBV fordert erneut die Politik auf, eine lückenlose Kontrolle aller Bioabfälle und Klärschlämme durch strengste Qualitätsanforderungen für einen nachhaltigen Boden- und Verbraucherschutz zu gewährleisten. Eine strenge Überprüfung der im Rahmen der Düngemittelverordnung zugelassenen Ausgangsstoffe für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe und Kultursubstrate sei somit notwendig, stellt der DBV fest. Sofern einzelne Stoffe nicht den Anforderungen entsprechen würden, seien diese aus der Positivliste der zugelassenen Düngemittel bzw. Ausgangsstoffe für Düngemittel zu streichen.

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Tatort Straße: In 12 Monaten 225.000 Wildunfälle

Themen: Archiv — info @ 11:10

Ein Dutzend tote Autofahrer, tausende Verletzte -Experten befürchten hohe Dunkelziffer

Bonn (agrar.de) – Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) und der ADAC warnen vor dem erhöhten Wildunfall-Risiko im Herbst: Die Uhren werden am 29. Oktober um eine Stunde zurückgestellt, der morgendliche Berufsverkehr fällt dann wieder für Wochen in die Dämmerung. Für Reh und Co. birgt die Futtersuche im Morgengrauen plötzlich große Gefahren. ‚Wildtiere kennen weder Sommer- noch Winterzeit, ihre Uhr tickt anders. Sie verlassen beim ersten Zwielicht die Deckung und suchen Nahrung. Das Queren von Straßen wird dann zu oft zur Todesfalle‘, erklärte DJV-Präsident Jochen Borchert anlässlich der Vorstellung der aktuellen Wildunfallstatistik heute in Bonn.

Rund 225.000 Kollisionen von großen Wildtieren mit Kraftfahrzeugen weist die DJV-Statistik für April 2005 bis März 2006 auf. 200.000 Rehe, 22.300 Wildschweine und 2.700 Stück Rotwild haben demnach 2005/06 ihr Leben auf deutschen Straßen gelassen. Deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt Nordrhein-Westfalen, wo fast jedes dritte Reh (26.100 Tiere) laut amtlicher Jagdstatistik auf der Straße ‚erlegt‘ wird. Auch in Niedersachsen (27.000 Tiere) und Baden-Württemberg (24.700 Tiere) sterben besonders viele Rehe im Autoverkehr.

Wildunfälle nehmen seit Jahren tendenziell zu. Das Risiko für Autofahrer erhöht sich damit ebenfalls: Schon ein 80-Kilo-Schwein prallt mit zwei Tonnen auf ein 50 Stundenkilometer schnelles Auto. Das entspricht einem ausgewachsenen Nashorn. Ein Dutzend tote Autofahrer und tausende Verletzte sind die traurige Bilanz für 2006. Von einer Dunkelziffer geht ADAC-Wildexperte Thomas Hessling aus: ‚1.600 Mal pro Jahr kollidieren Autofahrer mit Bäumen und sterben. Die Ursache ist oftmals ungeklärt. Wir befürchten, dass ein Teil durch Wildwechsel ausgelöst wird, auf die Autofahrer falsch reagieren.‘

ADAC und DJV empfehlen deshalb gerade im Herbst: Runter vom Gas in waldreichen Gebieten. Beispielsweise nehmen Rehe Fahrzeuge, die mit mehr als 70 Stundenkilometer unterwegs sind, nicht mehr wahr und laufen ins Verderben. Autofahrer sollten in Risikogebieten die Straßenränder im Auge behalten. Wo ein Wildtier auftaucht, folgen oft weitere. Das richtige Verhalten im Ernstfall: Licht abblenden, bremsen und hupen. Das gibt Tier und Mensch die Möglichkeit, unbeschadet davonzukommen. Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar, bleibt nur die Vollbremsung, dabei das Lenkrad gerade halten. Unkontrollierte Ausweichmanöver gefährden den Gegenverkehr und das eigene Leben.

Mit Duftzäunen, Wildwarnreflektoren und Wildäckern entschärfen Jäger und ADAC bekannte Wildunfallschwerpunkte. Das Problem der zunehmenden Lebensraumzerschneidung durch Straßen lässt sich dadurch jedoch nicht lösen. Der DJV fordert deshalb mehr Querungshilfen wie Wildbrücken nach niederländischem Vorbild, um Risiken für Mensch und Tier zu reduzieren. Mehr als 200.000 Mal waren Jäger zwischen April 2005 und März 2006 ehrenamtlich im Einsatz, haben Wildunfälle aufgenommen oder geflüchtete, verletzte Wildtiere gesucht. Links zum Thema Verbände, Links zum Thema %url4%Jagd und Wild%/%.

24. Oktober 2006

Januar bis Juli 2006: Deutsche Getreideausfuhren steigen um 16 Prozent

Themen: Archiv — info @ 16:10

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden 6,7 Millionen Tonnen Getreide im Wert von 841 Millionen Euro von Januar bis Juli 2006 aus Deutschland ausgeführt. Das waren 16,0 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Eingeführt wurden 2,5 Millionen Tonnen Getreide im Wert von 472 Millionen Euro, 11,7 Prozent mehr als von Januar bis Juli 2005.

Aus Deutschland exportiert wurden hauptsächlich Weizen (59 Prozent), Gerste (18 Prozent) und Roggen (12 Prozent). Hauptabnehmerländer für deutsches Getreide waren die Niederlande (1,6 Millionen Tonnen im Wert von 193 Millionen Euro), Spanien (0,7 Millionen Tonnen im Wert von 86 Millionen Euro) und Belgien (0,4 Millionen Tonnen im Wert von 50 Millionen Euro). Hauptlieferländer von Getreide waren Frankreich (0,6 Millionen Tonnen für 140 Millionen Euro), die Tschechische Republik (0,5 Millionen Tonnen für 55 Millionen Euro) und Ungarn (0,2 Millionen Tonnen für 32 Millionen Euro).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

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