01. August 2006

Ackerfläche in Bayern leicht ausgeweitet

Themen: Archiv — info @ 15:08

Zunahme beim Wintergetreide, bei Futterpflanzen und Handelsgewächsen

München (agrar.de) – Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erhöhte sich nach dem vorläufigen Ergebnis der Integrierten Erhebung über Bodennutzung und Viehbestände im Mai 2006 die Ackerfläche gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 6.600 ha oder 0,3 Prozent auf 2.096.400 ha. Zugenommen hat dabei die Fläche bei Futterpflanzen (um 20.200 ha oder 4,7 Prozent) und bei Handelsgewächsen (+ 8.300 ha; + 4,6 Prozent). Der Anbau der Hackfrüchte (- 8.400 ha; – 7,0 Prozent), des Getreides (- 7.500 ha; – 0,6 Prozent), der Gartengewächse (- 900 ha; – 5,0 Prozent) und der Hülsenfrüchte (- 200 ha; – 1,2 Prozent) sowie die Brache (- 5.000 ha; – 4,0 Prozent), wurden jedoch eingeschränkt.

Der Rückgang beim Anbau von Getreide ist hauptsächlich bestimmt durch den Rückgang beim Körnermais (einschl. Corn-Cob-Mix) um 6.400 ha (- 5,7 Prozent). Innerhalb der Getreidefläche (ohne Mais) ist der Anbau der Wintergetreidearten um rund 20.000 ha auf nun 867.900 ha ausgeweitet worden. Dagegen wurde die Sommergetreidefläche um rund 20.900 ha verringert. Flächenzunahmen sind beim Winterweizen (um 15.100 ha oder 3,2 Prozent), bei der Wintergerste (+ 8.900 ha; + 3,2 Prozent), und beim Roggen (+ 1.800 ha; + 6,0 Prozent) zu verzeichnen. Von den Wintergetreidearten hat lediglich Triticale einen Rückgang der Anbaufläche um 6.200 ha oder 9,0 Prozent erfahren. Vom reduzierten Anbau bei den Sommergetreidearten sind sowohl die Sommergerste (- 11.500 ha; – 6,7 Prozent) wie auch der Hafer (- 8.200 ha; – 16,9 Prozent) betroffen.

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Weniger Rinder, Schweine und Schafe in Bayern

Themen: Archiv — info @ 15:08

Über 2 Prozent Rückgang bei Ferkeln und Jungschweinen

München (agrar.de) – Der Rinderbestand in den landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern verringerte sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung nach den vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Viehzählung im Mai 2006 gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent auf rund 3.516.000 Tiere.

Bei den Milchkühen ist ein Rückgang um rund 0,3 Prozent (3.700 Tiere) zu verzeichnen. Mit 1.270.000 Tieren stellt diese Tierkategorie gut 36 Prozent des gesamten Rinderbestandes. Auch bei der Schweinehaltung ist – nach einer Zunahme im Vorjahr – aktuell ein Rückgang des Tierbestandes festzustellen. Insgesamt nahm dort die Zahl gegenüber 2005 um 1,0 Prozent auf nunmehr 3.675.000 Tiere ab. So war die Zahl der Ferkel mit 1.257.200 Tieren um 2,3 Prozent und die der Jungschweine mit 801.200 Tieren um 2,2 Prozent niedriger als im Vorjahr. Mit 405.000 Tieren wurden allerdings um 0,7 Prozent mehr Zuchtsauen gehalten als im Jahr davor. Auch bei den Mastschweinen ergab sich eine leichte Bestandssteigerung von 0,7 Prozent auf 1.204.300 Tiere.

Bei der Schafhaltung ist ein leichter Rückgang des Tierbestandes zu verzeichnen. Der Bestand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent auf 449.100 Tiere.

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Rheinland-Pfalz: Rinder- und Schweinebestände auf neuem Tiefstand

Themen: Archiv,Milch,Rinder,Statistik — info @ 14:08

Bad Ems (agrar.de) – Rund 386.000 Rinder und 304.000 Schweine standen Anfang Mai noch in den rheinland-pfälzischen Ställen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeutet das nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems einen Bestandsabbau von 0,9 Prozent bei den Rindern und 3,7 Prozent bei den Schweinen. Die aktuellen Bestände sind die niedrigsten, die seit Gründung des Landes Rheinland-Pfalz gezählt wurden.

Die größte wirtschaftliche Bedeutung innerhalb der tierischen Erzeugung hat die Milchproduktion. Sie erreicht mit etwa 12 Prozent des Produktionswertes der Landwirtschaft eine ähnliche Größenordnung wie die Getreideerzeugung. Die Zahl der Milchkühe ist seit Jahren rückläufig. Mit 118.500 Tieren standen 3,1 Prozent weniger in den Ställen als noch vor einem Jahr. Die seit Jahren rückläufigen Milchkuhbestände sind unter anderem auf die seit 1984 bestehende Begrenzung der Milchproduktion (Milchquote) zurückzuführen. Da die durchschnittliche Milchleistung einer Milchkuh zunimmt, sind immer weniger Kühe für die Ausschöpfung der Milchquote erforderlich.

Die Haltung von Ammen- und Mutterkühen ist eine Möglichkeit, um die nicht mehr für die Milchproduktion benötigten Grünlandflächen zu nutzen. Während bis zum Jahr 2000 die Bestände zulegen konnten, sind sie seitdem rückläufig. Anfang Mai wurden noch 46.700 Tiere gezählt, das waren 13 Prozent weniger als im Jahr 2000. Dies dürfte auf die geringere Förderung der Ammen- und Mutterkuhhaltung in den letzten Jahren zurückzuführen sein. Gestoppt wurde der Bestandsabbau bei den männlichen Rindern. Ihre Zahl lag mit 43.100 Tieren geringfügig über dem Vorjahresbestand (plus 1,5 Prozent). Möglicherweise hat die bessere Marktpreissituation hierzu beigetragen.

Der Rückgang des Schweinebestandes wird durch Abnahmen bei den Jung- und Mastschweinen bestimmt. Der Mastschweinebestand reduzierte sich um 7 Prozent auf 121.400 Tiere. An Jungschweinen (Schweine mit 20 bis unter 50 Kilogramm Lebendgewicht) standen noch 73.800 Tiere (minus 5 Prozent) in den Ställen. Die Ferkelbestände legten demgegenüber zu. Mit 80.400 Tieren wurde der Vorjahreswert um 2,1 Prozent übertroffen. An Zuchtsauen und Ebern wurden 28.600 Tiere gehalten. Das waren geringfügig weniger als im Vorjahr (minus 1,2 Prozent). Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Österreich: Mehr Raps – weniger Kartoffel

Themen: Österreich,Statistik — info @ 11:08

Wien (agrar.de) – Auf der Basis von Meldungen von Feldfruchtreferenten ermittelte die Statistik Austria im Jahr 2006 für den ersten Schnitt an Grünfutter eine Ernte von 4,3 Mio. t (-2 Prozent), womit das Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht wurde. Im Gegensatz zum momentan reifenden Aufwuchs waren beim ersten Schnitt kaum trockenheitsbedingte Probleme zu verzeichnen, während sich der lange und kalte Winter sowie Unwetter ertragslimitierend auswirkten.

So wurde an Wiesenheu (1. Schnitt) eine Ernte von 3,6 Mio. t (-4 Prozent) eingebracht. Mit Ausnahme der Steiermark (723.000 t; +7 Prozent) und Tirol (374.600 t; +1 Prozent) kam es in allen Bundesländern zu Produktionsrückgängen: Oberösterreich 970.800 t (-10 Prozent), Niederösterreich 693.900 t (-6 Prozent), Salzburg 362.300 t (-2 Prozent).

Bei Kleeheu (1. Schnitt) konnte auf abermals vergrößerten Anbauflächen von 87.200 ha (+9 Prozent) eine Ernte von 424.700 t (+13 Prozent) geschnitten werden; darunter 49.400 t (+27 Prozent) Rotklee, 65.700 t (+15 Prozent) Luzerne sowie 309.600 t (+10 Prozent) Kleegras. Mit 37.800 ha (+10 Prozent) wurde in Niederösterreich die größte Kleefläche bewirtschaftet, worauf mit 176.900 t um 15 Prozent mehr Kleeheu eingebracht wurde, gefolgt von Oberösterreich mit 141.700 t (-1 Prozent) auf 27.600 ha (+1 Prozent).

Winterraps brachte auf stark ausgeweiteten Anbauflächen von 42.300 ha (+21 Prozent) ähnlich gute Erträge wie im Vorjahr, womit ein Produktionsanstieg auf 125.200 t (+21 Prozent) realisiert wurde.

Bei frühen und mittelfrühen Speisekartoffeln ist aus jetziger Sicht – trotz leichter Flächenausweitung auf 11.700 ha (+1 Prozent) – mit trockenheitsbedingten Ernteeinbußen auf 281.500 t (-17 Prozent) zu rechnen.

Körnererbsen dürften trotz deutlichem Flächenminus auf 32.700 ha (-9 Prozent) die Erntemenge des Vorjahres mit 90.000 t wieder erreichen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Land Österreich.

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